| Ist kämpfen wirklich sinnlos? • Nach Ausland Arbeit wieder zuhause |
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NINO neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.01.2010 Beiträge: 11 Alter: 55
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Verfasst am: 17.10.2010, 13:01 Titel: Immer nur Traurig |
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Hallo,
nach langer Zeit melde ich ich mal wieder.
Im Dezember habe ich mich von meinem Mann getrennt - nach 30 Jahren!!
Zuerst war ich erleichtert, es ging mir gut.
Ich hatte einen Job - nach 16 Jahren Selbständigkeit im eigenen Gästehaus.
Dann bekam ich in der Probezeit eine Lungenentzündung und war den Job wieder los....
Kein Problem, mir wurde gleich wieder eine Stelle zugesagt - der ideale Job, ich war so glücklich.... aber diese hat mir mein Ex dann versaut, er kam besoffen dort an ( Restaurant ) und wollte das ich ihm einen selbst aufgesetzten Vertag unterschreibe. Da war es dann nichts mit dem Job, weil der Chef weitere Streitigkeiten befürchtete,was ich gut verstehen kann - aber von da an ( Juni 2010 ) geht es stetig bergab.
Ich habe nur noch Stellen angeboten bekommen, die ich körperlich nicht schaffe.
Mir hat es den Boden unter den Füßen weg gezogen, jetzt bin ich nur noch am heulen, komme mit meinem Leben zur Zeit garnicht klar.
Er weigert sich den korrekten Unterhalt zu zahlen, jetzt muß das Gericht entscheiden, und, und, und.
Wann wird es wieder besser, wann kann ich wieder lachen - ich habe das Gefühl, dass ich mit der ganzen Situation nicht fertig werde, es tut sich ein großes schwarzes Loch auf und ich komme da nicht raus.
Ich bin unglücklich, kann nicht allein Leben, fühle mich in meiner kleinen Wohnung nicht wohl - und habe das Gefühl in Selbstmitleid zu versinken.
Dabei will ich es ihm zeigen, das es mir GUT geht, das ich ALLEINE klar komme, was er nicht glaubt. Das ich mich nicht mehr nieder machen lasse, das ich besser bin als er gesagt hat.
Zur Zeit bekomme ich Spritzen und Tabletten - nur helfen sie nicht!
Einen Platz beim Psychologen ist frühestens ab Januar frei........
Und das Loch wird immer größer!!
Heute wäre unser 30ter Hochzeitstag und der Ar... hat alles kaputt gemacht.
Sorry, ist glaube ich alles ziemlich wirr, aber so fühle ich mich gerade.
Trotzdem allen einen schönen Sonntag!!!!!! |
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| NINO hat zum Thema: Immer nur Traurig geschrieben
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fab4fun_412 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.10.2010 Beiträge: 14
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Verfasst am: 17.10.2010, 14:56 Titel: Re: Immer nur Traurig |
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Hallo Nino,
ich kann Deine "wirren" Gedanken/Gefühle sehr gut nachvollziehen. Mir geht es gerade ähnlich. Ich bin vor ein paar Tagen nach einem 5-wöchigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik wieder nach Hause gekommen. Und ich kann Dir nur sagen, mir hat das sehr geholfen. Ich leide an schweren Depressionen mit suizidgefahr aufgrund der Co-Abhängigkeit. Mein Sohn ist alkoholkrank.
Ich kann nur jedem raten einen solchen Schritt zu gehen. Mir hat es sehr geholfen.
LG
fab4fun_412 |
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| fab4fun_412 hat zum Thema: Re: Immer nur Traurig geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 18.10.2010, 00:29 Titel: Re: Immer nur Traurig |
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Hallo fac4fun,
was war das denn genau für eine Klinik? Ich spiele auch mit dem gedanken. Und bin auf der Suche nach etwas empefehlenswerten. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Immer nur Traurig geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 18.10.2010, 06:16 Titel: Re: Immer nur Traurig |
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Hallo Nino!
Deine Traurigkeit und Wut kann ich sehr gut verstehen. Aber vielleicht solltest du jetzt mal die andere Seite deines neuen Lebens anschauen.
Was hat sich für dich verändert? In positiver Richtung!
Du hast den Mann los, der dir jeden Tag was vorgelallt hat, der dich niedergemacht hat, der dich angelogen hat, der dir die Luft verpestet hat, der dir die Freunde verjagt hat, der dich nicht mehr geliebt hat, weil der Alkohol wichtiger war, dem alles in eurem Leben wurscht war, weil er nur an die Beschaffung des Alkohols dachte .......
Fällt dir noch mehr ein?
Mach mal eine Liste und schreibe diese für dich positiven Sachen auf.
Daneben das andere, unglückliche.
Und dann gehe los und suche Hilfe.
Es gibt noch mehr Psychologen, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Angehörige, die sich gerne mit einem unterhalten, und dadurch bei dir ganz viel öffnen können.
Hast du denn ein Hobby? Irgendwas, was dir Spaß macht und dir Erfüllung gibt? Schau dich da mal um. Suche dir für jeden Tag - und wenn es nur eine Kleinigkeit ist - eine Freude. Und ! erlebe sie bewusst.
Alles Gute für den Tag wünscht dir Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Immer nur Traurig geschrieben
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fab4fun_412 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.10.2010 Beiträge: 14
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Verfasst am: 18.10.2010, 20:49 Titel: Re: Immer nur Traurig |
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Hallo Paddy,
ich weiß ja nicht wo Du wohnst. Die Klinik, in der ich war, ist eine Zweigstelle der LVR in Bonn. Sie ist in Eitorf. Die LVR-Klinik hieß früher LKH. Und in Eitorf die Klinik, wo ich war, gibt es erst seit 2005.
LG
fab4fun |
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| fab4fun_412 hat zum Thema: Re: Immer nur Traurig geschrieben
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fab4fun_412 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.10.2010 Beiträge: 14
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Verfasst am: 18.10.2010, 20:51 Titel: Re: Immer nur Traurig |
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Hallo Nino,
ich kann Gotti nur beipflichten. Und was das/die Hobby/s angeht kann ich Dir nur sagen, dass ich in der Klinik die Malerei für mich entdeckt habe. Da kann ich zu 100% abschalten. Und danach bin ich total entspannt. Du wirst so etwas sicherlich auch für Dich finden. Man muss nur das ein oder andere ausprobieren.
LG
fab4fun |
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| fab4fun_412 hat zum Thema: Re: Immer nur Traurig geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 18.10.2010, 22:05 Titel: Re: Immer nur Traurig |
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Ja, ich habe auch so angefangen. In ganz ganz kleinen Schritten. Zuerst schien es mir unmöglich überhaupt etwas zu finden, was mir Freude machen könnte. Nicht einmal Lust schöne Klamotten zu kaufen oder sowas. Ich habe dann angefangen mit einem Duft. Dann habe ich mir kelien Leckereien gegönnt. Das habe ich nach und nach ausgeweitet. Vielelicht eine Art Ersatzbefriedigung, hab auch ein paar Pfunde zugenommen. Aber das macht mir überhaupt nichts. denn ich habe nach langer ezit endlich mal wieder gespürt, was genießen heißt. Ich habe mir auch Pausen gegönnt, wo ich nichts getan habe. Ohne ein schlechtes gewissen zu bekommen. Ich wollte und ich will jetzt der Mittelpunkt meines Lebens werden. Das habe ich mir vorgenommen udn ich hätte nie gedacht wie schwer das sein könnte. Ich bin mir selbst so fremd geworden. Das aht mich richtig erschrocken. Langsam druchströmt mein Körper wieder eien Energie und ich spüre mich selbst. Immer noch langsam. Das sit auch ok. Es sit auch schön, es bewußt zu spüren, wie wieder Leben in die Bude kommt. Erst wollte ich es schnell, wollte wieder normal und glücklich sein, so schenll wie möglich. ich habe doch so viel Kraft aufgewendet für eine Veränderung und wollte ganz schnell ein Ergebnis. aber jetzt ist es anders. ich genieße es , dass alles Tag für Tag intensiver wird und die Freude wächst. Das ist so, als ob ich jeden Atg ein Kalendertürchen an meinem Nikolauskalender öffne. Jetzt weiß ich dass, wenne s so schnell gehen würde und mein Leben schnell gegen ein Neues eintasuchen könnte, dann könnte ich ebenso schnell wieder abstürzen. Aber so, so weiß ich ganz bewußt was genau mit Tag für Tag gefehlt hat . Und da hat sich einiges angesammelt. Oh je, ich bin so sehr vernachlässigt worden von mir selbst.
Ständig hatte ich mich gefragt, wie es angehn kann, dass mein Mann sein junges Leben, seinen Körper usw so sehr durch den Alkoholkonsum zerstört. Aber was ich nie gesehen habe. Wie sehr habe ich denn meine Selle Tag für Tag zerstört. Was ist denn da mit meiner Eigenliebe geschehen. Wie konnte das passieren. Da gilt es als allererstes etwas wieder gut zu machen. Ich muß mir auch selbst verzeihen können. Endlich weiß ich auch, was damit gemeint ist Körper, gesit und Seele wieder in Einklang zu bringen. Wenn ich früher sowas gehört hatte dacht eich immer, was für ein Unsinn. Wie kann man das eine überhaupt von dem anderen trennen. Eins werden mit sich selbst und seine eigene Mitte spüren. Als ich eins war mit mir selbst habe ich nur den Kopf geschüttelt über solche Aussagen. Jetzt denke ich nur, wie schön, dass ich mal ne Zeit hatte, wo ich gespürt habe , wie sich die Welt in Irdnung anfühlt. Denn sonst wüßte ich vielleicht heute nicht, dass da was falsch gelaufen ist.
Schlau ist der, der aus seinen Fehlern lernt.
Und je mehr ich mich selbst wahrnehmen und Freude an den Dingen empfinde, die ich mache, desto weniger dneke ich noch an meinen Ex.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber ich nehme so langsam seinen Platz ein, haha. Selbst nach der Trennung mußte ich noch ständig an ihn denken. Wenn er mich anrief habe ich mit mir gekämpft , soll ich rangehen oder doch nicht. Ich fühlte mich geehrt, dass ich ihm doch was bedeuten würde, denn er ruft mich ja an. Heute kann er anrufen und ich lasse es bimmeln. Denn heute habe ich was besseres vor udn wenn er was wichtiges hat wird er schon zurück rufen. Das bin doch nciht ich, die sowas denkt? Doch. Ich fange tatsächlich wieder an mein Leben selbst zu bestimmen, so zu plannen wie es mir passt und Herr(in) über mich selbst zu werden. War ich das vorher nicht? Habe ich nicht eh imemr scho alels alleine geregelt und gemacht? Warum fühlte es ich da nciht so gut an wie hete? Weil meine Gedanken sich imemr nur um IHN drehten. Weil ich alles FÜR IHN machen wollte, um ihn zu verändern. Um MICH über IHN glücklich zu machen. Nein, das GLÜCK STECKT IN MIR, Und wenn ER auch Glück spüren will, dann soll ers mir nachmachen, ICH befreie mich von MEINER Sucht. Und es geht, es funktioniert. Das ist das einzige und das beste,w as ich meinem Mann auf seinem wege noch mitgeben kann. Er "darf" mich als seinen Spiegel sehen, als ein Beispiei, dass man sich von seiner Sucht befreien kann. Ob ers sieht und ob ers tut sei ihm ab heute selbst überlassen. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Immer nur Traurig geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 18.10.2010, 22:17 Titel: Re: Immer nur Traurig |
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Ach, es fühlt sich so toll an, wenn er anruft und ich muß nicht rangehen. Ich muß ihn nicht verlassen und nciht aufhören zu lieben. Ich kann ihn ja auch später lieben, sehen oder sonst was. JETZT bin ICH erstmal dran.
Seinen Groll, den er dann hat, seine negativen Gedanken, die er wohl nun entwickelt, damit er wieder trinken kann- interessieren nicht mehr. Sogar kann ich da heute drüber lachen bei der Vorstellung, dass er da jetzt sitzt und sich irgendwelche Sachen ausbrütet. Mitleid gibts auch nicht mehr. Ich habe ja jetzt den leidlosen Weg gewählt, was bedeutet, dass er nun allien leiden muß, wenn ers denn möchte. Und wenn er heute kommt und mir was vorjammert, wie schlecht es ihm geht usw. Dann frag ich ihn nur noch: Schön, und was willst Du daran ändern?
Auf sowas ist er garnicht gefaßt. Und das wars auch schon.
All die Jahre wußte ich nicht, dass es auch so einfach sein kann. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Immer nur Traurig geschrieben
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