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Alkoholiker

Wie verhalte ich mich richtig?

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Emma2010
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 164

BeitragVerfasst am: 16.10.2010, 15:44    Titel: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo und ein schönes WE wünsche ich,

da ich momentan sehr viel Zeit zum Grübeln habe, muss ich immer noch an die Partnerschaft denken, die auch durch den maßlosen Alkkonsum und deren Folgen dann zerbrochen ist.
Seitdem sind einige Monate vergangen, ich bin fluchtartig ausgezogen und habe dazu noch den Stadtteil, meinen Beruf und meinen Bekanntenkreis mit aufgegeben. Damit wollte ich mir selbst eine Hürde bauen, die mich davor schützt um nur ja nicht wieder rückfällig zu werden, habe mich daher selbst in eine Veränderung gezwungen, die ich bis dato nicht geschafft habe.
Zwar hat sich meine Gefühlswelt durch die Trennung endlich angenehm beruhigt, doch andererseits fühle ich mich auch sehr einsam.
Bis gestern noch hat mich mein XY täglich angerufen und da oft geweint, den die Tiere und ich fehlen ihm sehr.
Deshalb hadere ich schon wieder mit mir, ob ich mich schon tatsächlich richtig verhalten habe?
Mein jetztiges Leben ist auch nicht so viel einfacher, eben nur anders.
Jetzt versuche ich mal eine Kontaktsperre von einer Woche durchzuhalten, damit ich nicht soviel von seinen Problemen mitbekomme.
Es ist halt nur so, dass mir dieser Mann nach wie vor noch sehr wichtig ist.

Warum bin ich nur jedesmal, wenn es schwierig wurde in die
Co-Falle getappt, wollte ihn vom Trinken abhalten, diskutieren, habe Ratschläge geben, usw. lauter Dinge, die überhaupt nicht angebracht sind.
Jetzt denke ich mir wieder, warum habe ich mich gefühlsmäßig ständig so mitreißen lassen, was
wäre wohl, wenn ich wirklich auf die Trunkenheit professioneller reagieren könnte? Immerhin ist es eine so
komplexe Krankheit, die der Ratio
glaubhaft macht, Alkohol = Ekstase,
Ekstase = Alkohol, oder warum sonst wird alles und jeder dem hinten angestellt?

Wenn ich Ihn statt ihn vor dem nächsten sozialen Abstieg retten zu wollen, genau das Gegenteil ausprobieren würde, so im Sinne von - da Schatz, ich habe dir eine Pulle Korn mitgebracht, damit du gut versorgt bist und ich gehe derweil mit einer Freundin ein bisserl Shoppen.
Würde ich auf diese und ähnliche Weise seinen Untergang unterstützen, den er ja sowieso mit aller Macht anstrebt, könnte das vielleicht seinen Tiefpunkt beschleunigen?

Die Zeit bei Ihm, war mir nie zu langweilig, habe gekocht, geputzt und den Garten gepflegt und dabei eine angenehme Zufriedenheit gespürt.
Viele Tätigkeiten,
die ich in der Beziehung verabsäumt habe, muß ich jetzt ebenso nachholen.
Ich frage mich immer wieder, würde ein konsequentes, emanzipiertes Verhalten in der Alkoholikerbeziehung etwas ändern, mehr Zufriedenheit schaffen?
Würde eine herzliche aber konstante Zurückhaltung weiterhelfen, oder wenn ich meine Wut umlenken könnte in Ablenkung, würde das seine Aggressionen verhindern?

Ich finde auf viele hättewäre Fragen keine Antworten.
Ich habe so große Angst um ihn, da er nicht nur alkoholkrank ist, dass ich mich fast verliere. Hätte ich doch bleiben sollen?

Geht es im Leben wirklich immer nur zuallererst ums eigene Glück?
Hat jemand einen Rat für mich. Die Beratungsstellen habe ich schon alle kontaktiert, das wird noch ne Weile dauern.

LG Emma, die sich so viele Gedanken macht
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Emma2010 hat zum Thema: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben
Asketin
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 16.10.2010, 16:48    Titel: Re: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Emma2010 hat Folgendes geschrieben:

Geht es im Leben wirklich immer nur zuallererst ums eigene Glück?

Ja Ausrufezeichen
Wer nicht glücklich oder zufrieden ist, kann dieses Glück und diese Zufriedenheit auch nicht an andere weitergeben!
Wer für andere da sein will- in welcher Form auch immer- muß zuerst für sich selbst sorgen.

Grüße
Asketin
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Asketin hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben
desperateS
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 403

BeitragVerfasst am: 16.10.2010, 17:08    Titel: Re: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Emma,
ich weiß, worauf Du hinaus willst.
Funktioniert eine Beziehung mit einem Alkoholiker, wenn man selbst einfach nicht mehr Co ist?

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Und ich habe sogar angefangen, so zu leben!
Ich bin ausgezogen, habe ihn machen lassen (einen Kasten Bier hingestellt habe ich allerdings nicht...), ihn nicht mehr unterstützt, wenn er Dinge wegen des Saufens verbockt hat, seinen Behördenkram usw usw habe ich auch nicht mehr erledigt.

Das war quasi sowas wie eine halbe Trennung.
Soll ich dir sagen, was passiert ist?
Ich habe immer klarer gesehen, wie krank er wirklich ist.
Seit ich weg war folgte ein Absturz nach dem anderen.
Ich musste mir anhören, dass ich ihn hängen lasse.
Dabei habe ich das gar nicht. ER hat sich hängen lassen.

Am Ende war es so schlimm, dass ich nicht mehr anders konnte, als endgültig zu gehen.
Selbst die Tatsache, dass ich mich immer mehr distanziert habe, hat ihn nicht davon abgehalten, zu trinken. Im Gegenteil!
So tief unten wie im Moment war er noch nie. Er sagt, es liegt an seinen anderen Problemen...

Ich habe ihn vor die Wahl gestellt, er hat sich entschieden, und zwar nicht für mich.

Glaub mir, auch wenn Du dieses "emazipierte" Leben führst, wirst Du nicht weniger Co. Irgendwann übermannt es Dich, und Du kannst gar nicht mehr anders, als ihm wieder zu helfen, die Sucht aufrecht zu halten. Der Therapeut der Suchtberatung hat mir das alles schon prophezeiht.
Er hat gesagt, selbst wenn ich mich nicht sofort loslösen kann, soll ich doch langsam den Marsch in MEINE Richtung antreten. Schon alleine, um zu merken: Es gibt noch viel mehr auf dieser Welt als diesen Mann, die Sucht, die damit zusammenliegenden Probleme. Es sollte sozusagen sowas wie ein Rehabilitationsprogramm für mich sein, weil er gemerkt hat, dass eine sofortige, konsequente Trennung für mich wohl noch zu viel gewesen wäre. Und er wollte mir wohl auch nicht die Hoffnung nehmen, dass mein XY doch irgendwann genug hat vom Alk. Die besteht ja immer noch, aber nicht mehr mit mir!

Der Therapeut hat mir unmissverständlich klargemacht, dass es nur die Chance auf Heilung für alle Beteiligten gibt, wenn ich endlich anfange, an mich zuerst zu denken.
Denn ersten erkenne ich dadurch eben, dass es noch was anderes gibt als Aufopferung (wodurch dann das Lösen viel einfacher wird), und zweitens ist es für meinen XY die einzige Chance, weil er merkt, dass das Trinken Konsequenzen hat und, weil das Leuchten in meinen Augen, das kommt, wenn man mal wieder was Schönes erlebt, auch meinem XY auffallen wird und er sich dann evt. (ganz vielleicht!) auch fragen könnte, ob es nicht doch noch mehr gibt in diesem Leben als das Trinken.

Die Rechnung ging übrigens auch auf:
Ich weiß jetzt, dass ich gut alleine klarkomme (wenn es mir auch im Moment noch schwerfällt, damit umzugehen), und meine Augen leuchten tatsächlich immer mehr. Winken

Meinen Ex interessiert das alles nicht. Er hat die Flasche gewählt, aber das geht mich nichts mehr an, weil ich mir endlich die Chance gebe, glücklich zu werden.
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desperateS hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben
Emma2010
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 164

BeitragVerfasst am: 17.10.2010, 11:01    Titel: Re: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

GuMo,
recht schönen Dank, dir liebe Asketin und desperateS für
die Antworten.


Genau diese Überlegungen, würde ich den Alkohol akzeptieren können, einen sehr begrenzten Lebensstil und seine Stimmungsschwankungen, die mich so sehr beeinflussen, diese Gedanken spiele ich leider schon wieder in allen Variationen durch.

Zitat:
Funktioniert eine Beziehung mit einem Alkoholiker, wenn man selbst einfach nicht mehr Co ist?


Ist das wieder nur mein Wunschdenken, wo ich ja weiß, dass ich ganz viel versucht habe um diese Beziehung noch irgendwie zu normalisieren.
Nur das geht wahrscheinlich gar nicht, wenn der stets alkoholisierte Zustand des Partners, mich so stark belastet, meine Geduld zertrammelt und meine Hoffnungen zunichte macht.
Was ist da nur mit mir los, warum kann ich das gewöhnliche Scheitern der Beziehung noch immer nicht gut sein lassen?
Und noch dazu, wo man weiß, dass das Zerbrechen an Beziehungen für einen Alkoholiker, genau genommen nur ein weiterer Meilenstein auf seinen Weg ist, auf seiner/ihrer persönlichen Abwärtsspirale.

Welcher Egoismus reitet mich da, dass ich dennoch festhalten möchte, an etwas, das schon lange beendet ist.
Mein Unwille an Veränderung kann es aber nicht sein, da ich meine Bedürfnisse sehr wohl auch beachte.

Zitat:
Der Therapeut der Suchtberatung hat mir das alles schon prophezeiht.
Er hat gesagt, selbst wenn ich mich nicht sofort loslösen kann, soll ich doch langsam den Marsch in MEINE Richtung antreten. Schon alleine, um zu merken: Es gibt noch viel mehr auf dieser Welt als diesen Mann, die Sucht, die damit zusammenliegenden Probleme.


Sehr langssam setze ich da Schritte und erst seitdem ich mich um mich kümmern muß, meine Angelegenheiten regeln muß, kann ich das nun auch mal spüren.

Zitat:
...und zweitens ist es für meinen XY die einzige Chance, weil er merkt, dass das Trinken Konsequenzen hat


Mensch, wie bin ich froh, dass mein Ex-Mann auch endlich mal für sich selbst Sorgen muß und die Verantwortung für sich übernehmen muß.
Ich hoffe, er merkt dann auch mal wie vergesslicht er mitlerweile schon ist,
dass es so nicht mehr lange gut geht.

Bitte um Entschuldigung für die ständige Sorgenkrämerei, sie sind wirklich nicht unbegründet. Weiß wohl, dass es hier um mich geht.
Ich will versuchen, dadurch meine Ängste zu begreifen und noch mehr
loszulassen.
Aber ihr dürft mich wirklich gerne zurechtrücken, falls ich am Thema
vorbeirausche.

Ich wünsche allen ein gutes Weiterkommen und sicheres Ankommen,
lG Emma
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Emma2010 hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben
Emma2010
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 164

BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 19:53    Titel: Re: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ich war heute bei einer Beratungsstelle und das Gespräch ist ganz gut gelaufen, hat mir auf jedenfall ein paar neue Perspektiven gebracht.
In früheren Gesprächen bei Beratungsstellen habe ich auch schon mal um Hilfe gesucht, aber damals halt viel zu sehr noch für Ihn und so hatte sich alles natürlich Rund ums Thema Alkohol gedreht.

Beim heutigen Gespräch ist es ganz anders gelaufen, es ist einfach darum gegangen, was ich für mich tun kann, wie ich aus meinen Problemen raus kommen kann, wies weiter gehen kann.

Also, ich möchte da jeden Mut machen, man braucht echt keine Angst haben, diese Leute da haben Erfahrung und Beziehungen, haben für alle Anliegen gezielte Möglichkeiten

- Familiäre Probleme
- Wohnen
- Belastende Beziehungssituationen
- Finanzielle Rückschläge
- Existenzielle Angelegenheiten
- Betreuungspflichten von Kindern, Angehörigen
- Berufsorientierung
- Berufliche Veränderung
- Ausbildung, Weiterbildung u.u.u.

So muss ich jetzt auch nicht mehr befürchten, dass ich wieder zu meinen Ex-Partner reumütig zurückkommen muss, weil ich meine Wohnung nicht bezahlen kann. Die Berater haben mir da nicht nur gute Tipps geboten, sondern ich kann auch auf Beihilfen ansuchen, über die ich gar nichts wußte.

Jetzt habe ich die nächsten Tage ganz schön was zu tun mit Formulare abschicken u.ä. und das Coaching kann ich noch solange in Anspruch nehmen, wies passt und ist alles völlig kostenlos.

Jetzt bin ich total glücklich, es tut so gut, wenn es da Menschen gibt, die weiter wissen und ich nicht mehr gar so völlig alleine dastehe.
Und ich habe so das Gefühl, als würde mich das auch wieder ein Stückerl weniger weit abhängig machen.

lG Emma
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Emma2010 hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3354
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 20.10.2010, 07:33    Titel: Re: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Emma!

Spitze, wie du dich in den wenigen Posts doch schon weiterentwickelt hast"
Und ich finde es auch sehr, sehr gut, dass du dir konkrete Hilfe in einer Beratungsstelle gesucht hast.
Siehe da! Du hast erkannt, dass es jetzt um DICH alleine geht und schon findest du Wege. Dazu brauchen andere (ich z.B. Mit den Augen rollen ) viel länger.

Ich bin auch sehr froh, dass es solche Stellen gibt, wo es ohne Geld abgeht. Wo Hilfesuchende kostenlose Hilfe finden. Aus diesem Grund schicke ich nie einen Sammler von der Haustüre, die solche Hilfsorganisationen unterstützen, ohne kleine Spende weg. Wer weiss, ob man selbst in so eine Stituation kommt. Mit den Augen rollen

Dir wünsche ich weiterhin ganz viel Hilfe und gute Ratschläge, die dir konkrete Wege weiter aufzeigen. Dass du ganz bald aus deinem seelischen Tief herausfindest und wieder glücklich sein kannst.

LG Gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben
desperateS
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 403

BeitragVerfasst am: 20.10.2010, 17:48    Titel: Re: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Emma!
Emma2010 hat Folgendes geschrieben:


Jetzt bin ich total glücklich, es tut so gut, wenn es da Menschen gibt, die weiter wissen und ich nicht mehr gar so völlig alleine dastehe.


Irre, oder? Sowas ist man als Co doch gar nicht gewohnt. Da gibt es Menschen, die einem helfen. Und zwar durch Hilfe zur Selbsthilfe.
Bei mir war es immer so, dass ICH diejenige war, die alles regeln musste und die Probleme von ZWEI Leuten lösen musste.
Denn meine "bessere Hälfte" hatte ja die Angewohnheit, die Probleme zu ertränken.

Ich wünsche Dir, dass Du weiterhin so positiv denkst und etwas nur für Dich tust.

Und was die Trauer und das Loslassen angeht:
Ich denke, das wird noch eine Weile dauern.
Aber je mehr Du damit abgelenkt bist, Dein Leben neu zu ordnen, um so weniger wirst Du an die verflossene Beziehung denken.
Du verbindest dann quasi das Positive mit dem Nützlichen.
Nur Mut! Du schaffst das. Wirst schon sehen!
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desperateS hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben
Emma2010
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 06.10.2010
Beiträge: 164

BeitragVerfasst am: 21.10.2010, 15:00    Titel: Re: Wie verhalte ich mich richtig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Gotti, hallo liebe DesperateS,

ich freue mich sehr über eure Worte.

Denn auch wenn ich glaube, dass ich zur Zeit mit mir ganz gut klar komme und ich mir jeden Tag gewisse Arbeiten auferlege, die mich vorwärts treiben, bin ich trotzdem tief in meinen Herzen ein sehr unsicherer Mensch.
Da sitzen in meinem Hinterstübchen noch sehr satirische Teufelchen, die mir zurufen, solche Dinge wie
- das kannst du doch eh nicht, lass es gut sein, bringt doch nichts, was willst
du denn ohne mich schon erreichen, so wird das nie was, usw.
Manchmal gehen mir viele Dinge gleichzeitig durch den Kopf, so dass ich schnell ins (Ver)zweifeln komme und auf der Stelle trete.
Naja, aber mitlerweile komme ich auch damit zurecht und erlaube es mir.

Zitat:
Dir wünsche ich weiterhin ganz viel Hilfe und gute Ratschläge, die dir konkrete Wege weiter aufzeigen. Dass du ganz bald aus deinem seelischen Tief herausfindest und wieder glücklich sein kannst.


Leider kann ich derzeit ja aus gesundheitlichen Gründen, meinen Beruf nicht mehr weiter ausüben, daher habe ich schon etwas Panik.
Darum bin ich auch so unendlich froh über jede Unterstützung durch die Beratungsstelle.

Bis heute weiß auch von meinen Angehörigen noch niemand, dass mein (Ex)Partner Alkoholiker ist und was da abgelaufen ist.
Irgendwie schäme ich mich sehr, ihnen das zu sagen. Nur da sie natürlich immer wieder Rückschritte von mir mitgekriegt haben, halten die mich eben für einen Loser und lassen mich in Ruhe.

Aber ich glaube, wenn ich es wirklich will, kann ich mich aus meiner Niederlage bald wieder befreien und muss dann da auch gar nichts erklären.

Hoffentlich,...
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Emma2010 hat zum Thema: Re: Wie verhalte ich mich richtig? geschrieben

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