| Andere Hilfe • Ein Leben in Angst |
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Ana neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.10.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 13.10.2010, 17:57 Titel: Der Alkohol - meine Problematik |
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Hallo. Auch ich bin neu hier. ICh schildere jetzt einfach mal meine Problematik und hoffe dass mir jemand vielleicht Tipps und Ratschläge geben kann.
Meine Mutter ist Alkoholkrank. Sie trinkt pro Tag eine Flasche Wein. In der Regel (bzw soweit ich das mitbekommen habe) immer nur abends. Außer am Wochenende, da trinkt sie zum kochen oder putzen etc. mal ein Glas. Tagsüber ist sie arbeiten.
Meine Geschwister und ich sind zum ersten Mal vor ca 6 Jahren darauf aufmerksam geworden, weil wir Wein gefunden haben, den sie versteckt hat. (Das hat sie besonders über die JAhre immer dann gemacht, wenn wieder mal das Thema aufkam)
Wir haben sie dann darauf angesprochen. Einsicht war mäßig zu erkennen. Sie hat die Schuld von sich gegeben, indem sie sagte es sei der momentane Stress. So ging das die nächsten Jahre weiter. Gerade in der letzten Zeit ist es viel schlimmer geworden. Sie wird mehr und mehr sarkastischer und gemeiner wenn sie getrunken hat, macht meinem Vater und uns schuldzuweisungen. Abends braucht man ihr nichts zu erzählen, da sie in der Regel alles vergisst. Auch mit unserem VAter haben wir über das Problem geredet. Doch er scheint !. damit überfordert zu sein, und 2. bekommt er die Schuldzuweisungen deutlicher zu spüren. Ich bin mir sicher, dass es daran liegt, dass er Co- Abhängig ist. Immer wieder wird dieses Thema in der Familie von jedem verdrängt, da jeder Versuch etwas zu ändern gescheitert ist. Doch ich kann und will da nicht zu schauen wie meine Mutter sich zu Tode trinkt und ihr ganzes Umfeld zerstört.
Auch den Rat Abstand zu nehmen und sich abzuwenden, scheint für mich nicht der richtige zu sein. Da ich ihr helfen will. Und selbst wenn das absolut scheitert, möchte ich sie trotzdem als Mutter behalten.
Sie ist so diszipliniert, dass man es ihr kaum anmerkt, außer eben diejenigen die ihren Alkoholkonsum "überwachen". Meine Frage ist nun wie ich am besten vorgehen kann um es ihr vielleicht zu verdeutlichen oder die ersten Schritte mit ihr gehen kann.
Vielen Dank schon mal fürs Lesen.
ANA |
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| Ana hat zum Thema: Der Alkohol - meine Problematik geschrieben
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Marcello neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.10.2010 Beiträge: 60 Alter: 41
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Verfasst am: 13.10.2010, 18:20 Titel: Re: Der Alkohol - meine Problematik |
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Hallo,
wie alt bist du? Kannst/könntest du von zu Hause ausziehen?
Helfen kannst du dadurch am besten. Jeder tockene Alkoholiker wird dir bestätigen, dass es nur dann eine Chance auf Einsicht und Verhaltensänderung gibt, wenn keine Hilfe (bzw. Coabhängigkeit) mehr verfügbar ist. Das ist der normale Weg für einen Alkoholiker: Von allen verlassen werden um endlich mal die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. |
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| Marcello hat zum Thema: Re: Der Alkohol - meine Problematik geschrieben
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Ana neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.10.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 13.10.2010, 18:33 Titel: Re: Der Alkohol - meine Problematik |
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Ich bin anfang 20. Das verstehe ich auch. Aber ich habe bei ihr eher das Gefühl, dass sie mal über ihre Probleme reden muss. Das möchte sie mit den Kindern nicht ( das kann ich verstehen), mit dem MAnn geht es nicht, weil einfach viele Probleme mit ihm zu tun haben. UNd Freunde hat sie nicht, da sie sich ganz der Familie gewidmet hat und sich beruflich selbstständig gemacht hat.
Wie schon gesagt, ich kann und will da nicht zu schauen. Ja bin ausgezogen, aber unabhängig davon. Bin mit meinem Partner zusammen gezogen...
Danke schon mal für die Antwort...:) |
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Marcello neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.10.2010 Beiträge: 60 Alter: 41
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Verfasst am: 13.10.2010, 18:45 Titel: Re: Der Alkohol - meine Problematik |
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Räumliche Distanz ist schon mal für deine eigene seelische Gesundheit sehr wichtig.
Prinzipiell halte ich es so: Unsere Eltern sind erwachsene Menschen, die ihr eigenes Leben so organisieren dürfen, wie sie es wollen. Wer sich also für den Alkohol entschieden hat, dem ist das nicht zu verbieten und auch nicht auszureden. Die Verantwortung liegt da bei jedem einzelnen und das ganz alleine. |
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| Marcello hat zum Thema: Re: Der Alkohol - meine Problematik geschrieben
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Ana neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.10.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 13.10.2010, 19:02 Titel: Re: Der Alkohol - meine Problematik |
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Das verstehe ich auf der einen Seite. Aber mal ehrlich, meine Eltern haben mich 20 JAhre groß gezogen, egal was ich gemacht haben, sie haben immer zu mir gestanden und mich unterstützt wo sie nur konnten. Überlege auch für dich selbst mal wenn du in irgeneine Sucht herein gerutscht wärst, hätten deine Eltern auch dir versucht zu helfen.
Die Hilfe ist der Abstand damit sie merken, dass es nicht mehr so weiter gehen kann. Auch verstanden. Aber wenn ich mir meine Jugend überlege ( ich war mit einem doppelt so alten Alkoholiker) zusammen. Da waren meine Eltern für mich da. Auch sie konnten nichts an der Situation ändern, allerdings lehnt man häufig Hilfe ab obwohl man sie eigentlich will... oder nicht?
Das sind die Gedanken die mir durch den Kopf gehen.. also nicht böse nehmen wenn ich für alles ein " gegenargument" habe. Habe heute auch bei einer Hotline angerufen. Entweder die Frau war selbst betrunken oder schon 80 JAhre alt. Und Hilfe war das in keiner Weise... wirklich enttäuschend. Nicht mal Nummern für mich, an wen ich mich in meiner Nähe wenden kann. |
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| Ana hat zum Thema: Re: Der Alkohol - meine Problematik geschrieben
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kossi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.01.2010 Beiträge: 325 Alter: 48 Wohnort: südlich von münchen
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Verfasst am: 13.10.2010, 19:15 Titel: Re: Der Alkohol - meine Problematik |
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Hallo Ana,
ich bin trockener Alkoholiker und weis mit güte erreichst Du gar nichts. Deine Mutter wird erst etwas an ihrem trinkverhalten ändern, wenn sie merkt das es konsequenten hat, wenn sie weiter trinkt. Sie muß spüren das sie alleine ist wenn sie trinkt. Dein Vater muß ihr klar machen das er ihre trinkerei nicht mehr duldet und er sie verläßt wenn sie nicht aufhört. Meine Frau hätte mich verlassen wenn ich weiter getrunken hätte.
Mir war meine Familie wichtiger als der Alkohol.
Aus eigener Erfahrung weis ich, ohne Druck hätte ich nicht aufgehört. Schaut nicht zu wie sie sich und Eure Familie kaputt trinkt.
Viel Kraft
Wolfgang |
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| kossi hat zum Thema: Re: Der Alkohol - meine Problematik geschrieben
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Ana neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.10.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 13.10.2010, 19:26 Titel: Re: Der Alkohol - meine Problematik |
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Man der Kopf will das ja verstehen. Aber das Herz macht da einfach nicht mehr mit... Ich habe das damals beim meinem Exfreund gesehen. Da hat es nie fuktioniert. Heute hat er seine Sucht zwar einigermaßen unter Kontrolle, aber beenden konnte er es auch nicht.
Aber die Gefahr ist auch da, dass wenn sich jeder von ihr abwendet, sie wirklich kallhart die Kontrolle verliert. Ich weiß nicht ob es ein gutereden ist oder ich es schmäler, aber es ist über JAhre hinweg der gleiche Pegel. Sie vergisst mehr, aber dass denke ich liegt an der Zerstörung von Gehirnzellen.... oder bin ich Co abhängig. Ich muss mich zur Zeit in einer Rolle finden. Hänge ein bisschen in den Seilen... |
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| Ana hat zum Thema: Re: Der Alkohol - meine Problematik geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 13.10.2010, 20:21 Titel: Re: Der Alkohol - meine Problematik |
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Hallo Ana!
Für mich klingst du leider schon sehr Co-abhängig. Weil du dir so viele Gedanken und Sorgen um deine Mutter machst, ihr unbedingt helfen willst, gar nicht an dich denkst.
Ja, es ist richtig, dass sie dich 20 Jahre grossgezogen haben. Dir in schweren Zeiten beigestanden haben.
Aber das ist ihre einfache Pflicht gewesen.
Nicht aber, dass du in dieser Not aufwachsen musst! Die sie dir aufbürden.
Ich war selbst schon fast mit am Untergehen, mit meinem trinkenden Mann, und habe auch an unseren Kindern viel unterlassen, bzw. ihnen zugemutet.
Öfter habe ich auch mal mehr getrunken als mir guttat und war dann heilfroh, wenn mich meine Kinder zusammengesch.... haben. Damals habe ICH meinen Tiefpunkt erreicht und ihn als letzte Entscheidung für meinen Mann genutzt.
Der ist nun auf einem guten Weg in die echte Trockenheit.
Ich wünsche dir noch ganz viel Austausch hier und Hilfe im realen Leben, vlt. in Form von Selbsthilfegruppen od. einem Berater....
Versuche einen Weg zum LOSLASSEN zu finden.
Liebe Grüße von Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Der Alkohol - meine Problematik geschrieben
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