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Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft

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Paul P.
Gast






BeitragVerfasst am: 13.10.2010, 10:44    Titel: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Mit den Augen rollen Eine Frage die mich seit laangem beschäftigt zu der ich aber keine wirkliche Antwort gefunden habe. Evtl haben andere dazu eine Meinung.

Mir kommt die Gesellschaft mittlerweile sehr Schizophren vor.

Macht man in Suchtklinken eine Heidenaufwand was Alkohol und Drogen angeht wird die Rauchentwöhnung sehr sehr stiefmütterlich behandelt.

Wie kann es sein das mich ein Therapeut in der Suchtklink für mein Trinken derart heftig (sicher aber zurecht) kritisiert wärend er in den Pausen selber draussen raucht ....im GEGENSATZ zu mir als Nichtraucher. Frage

Waurm ist es schlimmer an Alkohol zu sterben als an Zigaretten???

Meine Antwort die ich gefunden habe und die für mich halbwegs schlüssig ist ist die, die Gesellschaft möchte dich als funktionierend erhalten.
Ein Alkoholiker funktioniert bisweilen nicht mehr und kann seine Aufgaben bis zum Schluss nachegehen.
Viele Menschen saufen Jahrelang ohne ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten
Wärend der ebenso krange und noch gefährdetere Raucher seiner Sucht nachgehen aber dennoch Leistung bringen kann bis zur "Diagnose"

Es sterben lt. Berichten (ich mag da falsch liegen) an alkohol ca. 40000 Menschen pro Jahr...an den folgen des Rauchens 140000.
Fast 2 drittel mehr also.

Und auch in meinem Bekanntenkreis stimmt dieses Verhältnis...leider

Warum ist es also den Therapeuten und allem so wichtig mich ausgerechnet vom Alkohol wegzukriegen.

Ich empfinde es immer als sehr unglaubwürdig bisweilen geheuchelt wenn die Belegschaft der Kliniken einen in den Sitzungen die "Hölle heiss" machen wärend sie in den Pausen genüsslich an ihrer edit - Markennamen entfernt - edit oder wie auch immer ziehen.

"wehe du stirbst an Schnapps oder Bier, an Zigaretten darfst du aber"

Schön wenn ich DANN über dem Psychologen stehe der mir erklären will was gesund ist oder nicht Lachen

LG Paul

LG
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Paul P. hat zum Thema: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben
MrHardcore
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.12.2009
Beiträge: 149
Wohnort: Nähe München

BeitragVerfasst am: 13.10.2010, 11:10    Titel: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi paul,

ich habe es mir abgewoehnt, um das verhalten anderer menschen (oder "der" gesellschaft) gedanken zu machen.

warum?

nun, zum einen bleibe ich lieber bei mir. ich kann mein verhalten beeinflussen, das anderer mesnchen kann ich nicht beeinflussen.

zum anderen ist es mir ziemlich egal, was andere menschen machen. ich muss deren leben ja nicht leben, habe auch keine ahnung, welche beweggruende dahinter stehen.

und schliesslich und endlich kann ich mich noch sehr gut an mein zweites "trockenheitsjahr" erinnern, in dem ich recht "missionarisch" unterwegs war (au weia! Mit den Augen rollen ), die halbe welt trocken legen wollte, und von jeglichen anderen suechten auch noch befreien. der schuss konnte nur nach hinten los gehen...

davon abgesehen: ich stehe weder ueber noch unter irgend jemand anderem. ich bin jedoch froh, wenn mir jemand, der ahnung von einer materie hat, sagt, was ihm an meinem verhalten/meiner suchtgeschichte auffaellt - und ich womoeglich davon lernen kann fuer mein leben.

cu
MrHardcore
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MrHardcore hat zum Thema: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben
Paul P.
Gast






BeitragVerfasst am: 13.10.2010, 11:31    Titel: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Die Frage stellt sich mir deshalb weil es schwer ist jemanden zu glauben der sagt man sei Suchtkrank wärend er sich selber zerstört.

Einen wirklichen Rat auf dem lebensweg kann ich halt auch nur von Leuten anehmen die mich nicht verarschen.

Und jemand der sich selbst sein Leben aushaucht hat es unter Umständen schwer mich eines besseren zu belehren wie Süchtig ich doch bin ....was absolut nicht heissen soll das ich den Rat von Rauchern nicht annehmen kann, sind ja zwei verschiedene Sachen...oder doch nicht?

Versteh mal...In den Sitzungen bist du der "Spritti" und ausserhalb quartz der jenige seine Lunge kaputt der dir vor 10 Min gesagt hat du hast ein Problem an dem du unter Umständen später zugrunde gehen wirst.

LG
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Paul P. hat zum Thema: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


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Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32808
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 13.10.2010, 11:41    Titel: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Paul,

mal abgesehen davon, dass ich von Therapeuten und Psychologen genau aus diesem Grund nicht allzuviel halte, ist es mir letztendlich irgendwo egal.
Jemand, der mir was von Sucht erzählen will, aber selbst raucht oder Alkohol trinkt, lebt mir ein suchtmittelfreies Leben nicht vor und kann sich deshalb eh nicht 100%ig in mein Gefühlsleben hineinversetzen.
Ihm fehlt einfach die Praxis.

Ich oder wir können aber die Welt nicht retten.

Auffällig ist aber für mich an solchen Themen, wie du sie gerade erstellt hast, dass es meist die "Anfänger" sind, die sich solche Fragen stellen.

Nur weil wir suchtkrank sind, kann man niemanden Zwingen, auch suchtmittelfrei zu leben. Alkohol und Nikotin sind nun mal legale Drogen.

Ich kann mir aber aussuchen, wessen Hilfe ich vertrauen kann. Jemand, der mir nüchternes Leben vorlebt oder jemand, der sowas nur aus der Theorie kennt, aber keine praktischen Erfahrungen hat.

Hier spielt das Wort Vertrauen eine sehr große Rolle.

Gruß
Karsten
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Karsten hat zum Thema: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben
DanielG
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 14.10.2010, 12:53    Titel: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Paul,

es ist ein Riesen-Unterschied zwischen Alkohol und Nikotin.

Alkohol macht blöd im Kopf.

Du solltest wissen, was DU für DICH willst. Ein suchtfreies Leben, oder nicht?
Dann können doch andere um dich herum trinken, rauchen, koksen wie sie wollen. Du hast dich für einen anderen Weg entschieden.

idS Daniel
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DanielG hat zum Thema: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben
Xenica
Gast






BeitragVerfasst am: 15.10.2010, 09:13    Titel: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ich bin in einer ambulanten Suchtentwöhntherapie. Aber ich lasse mir von keinem "die Hölle heiß machen". Denn ICH WiLL nicht mehr trinken. Was der Therapeut macht, ist ganz alleine seine Sache. Mich interessiert nicht, ob er privat sein Bier trinkt oder seine Zigarette raucht. Denn es geht um MICH. Um mein leben, nicht um seins.
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Xenica hat zum Thema: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32808
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 16.10.2010, 15:18    Titel: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

da ich auf meine Aussage zu Therapeuten und Psychologen angesprochen wurde, möchte hier noch mal betonen, dass dies meine Erfahrungen sind, die ich während meiner Entgiftungen gemacht habe.

Das soll aber natürlich nicht heißen, dass Therapeuten und Psychologen nicht helfen können.

Nur um Missverständnisse vorzubeugen. Lachen

Gruß
Karsten
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Karsten hat zum Thema: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 16.10.2010, 20:55    Titel: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich muss aus meiner Erfahrung berichten das ich schon viel mit Therapeuten zusammengearbeitet habe, die selbst eine Sucherfahrung hatten...haben oder wie auch immer.
Die Therapeuten sind allenfalls dafür da um Denkanstösse zu geben, anfallende Fragen zu erörtern und bei konkreten Fragen Zuammenhänge zu vedeutlichen.... Gespräche führen, Wege zeigen.
Keinesfalls sind sie als " Vorlebender"gedacht.
Wir gehen von Geburt an jeder einen anderen Weg und sind daher einzigartig. Treffen tun wir uns an einem Punkt, nämlich an dem wo es nicht mehr weiter geht. Danach geht wieder jeder seinen eigenen Weg der Für Ihn der richtige ist um das Ziel zu erreichen.
In dem Moment wo ich mich über das Suchtverhalten anderer Leute aufrege, überlege ich mir ob ich grad Langeweile habe oder welche Unzulänglichkeit, Unsicherheit oder Hilflosigkeit ich gerade bei mir versuche zu überdecken.
Normalerweise hat ein Suchtkranker, der wirklich suchtmittelfrei leben will, trotzdem zufrieden und ausgefüllt, genug damit zu tun, für sich selbst zu arbeiten und sein Leben mit sich und seinen Mitmenschen zu meistern.

Gruß
White
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Whitewolf hat zum Thema: Re: Alkohol, Zigaretten, Suchtklinken und Gesellschaft geschrieben

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