| Recht auf Therapie? • Beim Arzt / Zahnarzt |
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Martin Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2007 Beiträge: 10047 Alter: 47 Wohnort: Frankfurt a. M.
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Verfasst am: 15.10.2010, 18:28 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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Hallo Xenica,
ich sehe da keinen großen Unterschied.
Es gibt heute leider schon genug Kinder/Jugendliche die Alkoholabhängig sind und auch nicht legal an ihren Stoff kommen.
LG Martin |
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| Martin hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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sokolov neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.05.2010 Beiträge: 3 Wohnort: Franken
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Verfasst am: 16.10.2010, 05:38 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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hallo tomas
du schreibst nicht welche diagnose bei dir gestellt wurde. bist du alkoholiker, polytoxikomane, wie ist dein sozialer hintergrund?
warum sollte der kostenträger einen F 10.2 in eine therapieeinrichtung für (wie du schreibst ) schwer Drogensüchtige (was sind schwer drogensüchtige?) schicken.
du kannst zusammen mit deinem suchtberater einspruch gegen die entscheidung des kostenträgers einlegen. ist der einspruch hinreichend begründet, wird ihm in der regel stattgegeben.
lg sokolov |
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| sokolov hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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MrHardcore neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2009 Beiträge: 149 Wohnort: Nähe München
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Verfasst am: 16.10.2010, 12:12 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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hi xenica,
meinst du allen ernstes, dass die randerscheingungen (z.b. beschaffungskriminalitaet) einer suchterkrankung im vordergrund stehen?
ich habe meine therapie damals in einer klinik verbracht, die fuer beide sucht"typen" da war: heroin/kokain und alkohol/medikamente. wir haben in gemischten wohngruppen gelebt und in gemischten therapiegruppen hilfe erfahren.
die grundlage der sucht, die abhaengigkeitserkrankung und die defizite des einzelnen, die dahinter stehen, waren nicht sehr unterschiedlich sondern relativ einheitlich.
demzufolge waren auch die therapieansaetze recht identisch.
wenn ich heute bei den jahrestreffen "meiner" suchtklinik bin, sehe ich auch, dass es aus beiden patienten"gruppen" etwa gleich viele besucher gibt, die trocken/clean einmal im jahr sich zusammen finden: jeweils ca. 5-10% der damaligen wohngruppe, was 1 - 2 personen entspricht...
ich finde, wichtiger als die wahl der "richtigen" klinik/einrichtung ist die tatsache, sich ohne vorbehalte auf die jeweiligen hilfsangebote einlassen zu koennen. wenn das gegeben ist, kann eigentlich jeder was fuer sich daraus mitnehmen: einen grundstock fuer die weitere arbeit an sich selbst.
und das ist es, was auf dauer hilft: die bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten. wie sagt karsten immer so schoen: jeder kann es schaffen.
cu
MrHardcore |
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| MrHardcore hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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hoppegarten neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 221 Alter: 30
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Verfasst am: 16.10.2010, 15:01 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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| Xenica hat Folgendes geschrieben: |
Aber ich denke schon, daß Heroinsüchtige andere Probleme haben als Alkoholiker. Da fällt mir die Beschaffungskriminalität ein, die bei Heroinsüchtigen ziemlich normal ist und ein Alkoholiker kann seinen Suchtstoff legal überall kaufen. |
Der Aspekt der von dir genannten Beschaffungskriminalität hat ja primär überhaupt nichts mit der Therapie des Süchtigen zu tun.
Ich würde die Heroinsucht absolut mit der Alkohol-Sucht gleichwertig einstufen, unabhängig davon, ob die eine Sucht legalisiert ist, die andere dagegen kriminalisiert.
Und bei Aussagen wie deinen schwingt immer latent mit, dass Heroinsüchtige auf einen vollkommen anderen Niveau seien als Alkoholiker, was nicht in Ordnung ist.
Darüber hinaus ist eine derartige Ansicht hinsichtlich des Zweckes und des Erfolges einer Therapie nicht unbedingt fördernd.
Kein Therapiezentrum, welches mit Alkoholikern nicht umgehen könnte, dürfte in Deutschland Alkoholiker zur Therapie aufnehmen.
Man kann ja viel kritisieren, aber nicht dies.
Die Konfrontation mit Süchten, egal welchen Ursprungs, egal auf welche Substanz bezogen, halte ich persönlich für sehr sinnvoll und für erfolgsversprechender als ein sanfter und Hotel-ähnlicher Alkoholentzug in einer angenehmen auf Alkoholiker spezialisierten Einrichtung.
Dies sehen im Übrigen auch viel Therapeuten und Neurologen so, auch wenn es einige Alkoholiker nicht gerne hören.
Saufen ist nicht besser als spritzen oder koksen.
Besten Gruß |
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| hoppegarten hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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Xenica Gast
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Verfasst am: 16.10.2010, 16:00 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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| Zitat: | | Der Aspekt der von dir genannten Beschaffungskriminalität hat ja primär überhaupt nichts mit der Therapie des Süchtigen zu tun. |
keine Ahnung, das sind meine Gedanken dazu. Ich gehe halt davon aus, daß bei kriminell geworden süchtigen erst mal dieser Aspekt im Vordergrund steht. Aber das sind nur meine Gedanken dazu. Ich habe keinerlei Erfahrungen mit illegalen Drogen
| Zitat: | | Und bei Aussagen wie deinen schwingt immer latent mit, dass Heroinsüchtige auf einen vollkommen anderen Niveau seien als Alkoholiker, was nicht in Ordnung is |
kein Stück. Wenn ich eine Sucht mit der anderen bewerten wöllte, würde ich das mit deutlichen Worten tun. Dies tue ich aber nicht. Das Forum hier ist von daher ziemlich anstrengend, weil alles, was man oder ich schreibe bewertet wird und interpretiert wird und sogar Sachen hineingelesen werden, die gar kein Thema sind und auch so nicht dastehen
| Zitat: | | Saufen ist nicht besser als spritzen oder koksen. |
Hat auch keiner gesagt |
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| Xenica hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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Ghiuirgean neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2009 Beiträge: 229 Alter: 51 Wohnort: Seit 14.5.2003 trocken. Hamburg, schon immer
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Verfasst am: 16.10.2010, 19:16 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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Allo
@Xenica
Unbedingt schriftlich Widerspruch einlegen. Eine Krankheit, die sogar 'nen
eignen Namen hat, sollt' unbedingt in einer genau darauf spezialisierten
Klinik behandelt werden.
| hoppegarten hat Folgendes geschrieben: | | Ich würde die Heroinsucht absolut mit der Alkohol-Sucht gleichwertig einstufen, unabhängig davon, ob die eine Sucht legalisiert ist, die andere dagegen kriminalisiert. |
Irgendwie ist mir da ein würde zuviel drin.
Ich weiß ja nicht, wieviele Heroinabhängige (das sind nicht die, die sich in
Therapie befinden, sondern die, die "drauf" sind) Du kennengelernt hast,
oder wieviele Du z.B. im Metadon-Programm begleitet hast.
Es geht ja schon damit los, daß der kalte Entzug bei Alkoholikern tödlich
enden kann, der von Heroin ist "bloß" (extrem) unangenehm.
Es geht weiter damit, das der Konsum als solcher bei Heroin ein völlig
anderer ist als beim Alkohol. Auch die Gelegenheiten rückfällig zu werden
sind deutlich unterschiedlich. der gesellschaftliche Stellenwert ist wichtig,
auch und gerad' in der Therapie.
Die Abhängigkeit von Heroin geht deutlich früher los als die vom Alkohol.
Die Liste der gravierenden Unterschiede läßt sich noch lang' fortsetzen.
| hoppegarten hat Folgendes geschrieben: | | Die Konfrontation mit Süchten, egal welchen Ursprungs, egal auf welche Substanz bezogen, halte ich persönlich für sehr sinnvoll und für erfolgsversprechender als ein sanfter und Hotel-ähnlicher Alkoholentzug in einer angenehmen auf Alkoholiker spezialisierten Einrichtung. |
Du polemisierst gerad', stymmt's? Oder kann es sein, daß Du nicht viele
unterschiedlich süchtige Menschen kennst. Unterhalt' Dich doch z.B. mal
mit Spielsüchtigen. Nicht-stoffliche Süchte sind tückischer als stoffliche
(ich schreib' extra nicht: schlimmer oder weniger schlimm). Die Tücken
liegen halt' woanders.
Verschiedene Süchte direkt miteinander zu vergleichen, halt' ich für
1. Unfug (s.o.)
2. Gefährlich (es lenkt mich von meiner Krankheit ab)
3. am Thema dieses Forums vorbei.
| hoppegarten hat Folgendes geschrieben: | | Dies sehen im Übrigen auch viel Therapeuten und Neurologen so, auch wenn es einige Alkoholiker nicht gerne hören. |
Diese Berufsgruppen sehen häufig Dinge so und später wieder anders.
Mittlerweile gilt der Rausschmiß aus der LZT bei Rückfall als Kunstfelher,
war aber bis vor gar nicht allzulanger Zeit aber noch gängige Praxis.
In ihrer Hilfslosigkeit wird von der Medizin gern mal herumexperimentiert.
Und das ist für die angesichts der Rückfallquoten statistisch noch nicht mal
ein Verlust.
Lieben Gruß
Jürgen
>> Sorgen Sie dafür, daß es Ihnen gut geht. << |
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| Ghiuirgean hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4502 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 17.10.2010, 09:40 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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glück auf
| Ghiuirgean hat Folgendes geschrieben: | Verschiedene Süchte direkt miteinander zu vergleichen, halt' ich für
1. Unfug (s.o.)
2. Gefährlich (es lenkt mich von meiner Krankheit ab)
3. am Thema dieses Forums vorbei. | stimmt genau - es sei denn ich kann was für mich draus lernen (klappt aber nur selten)
+ 4. verschwendete zeit die mich hindert dafür zu sorgen dasses mir gut geht
schöne zeit
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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Ghiuirgean neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2009 Beiträge: 229 Alter: 51 Wohnort: Seit 14.5.2003 trocken. Hamburg, schon immer
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Verfasst am: 17.10.2010, 19:40 Titel: Re: Ablehnung des Therapieantrages |
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Allo
Kleine Korrektur
| Ghiuirgean hat Folgendes geschrieben: | Unbedingt schriftlich Widerspruch einlegen. Eine Krankheit, die sogar 'nen
eignen Namen hat, sollt' unbedingt in einer genau darauf spezialisierten
Klinik behandelt werden. |
Das sollt' latür @Tommibln gehen.
Lieben Gruß
Jürgen
>> Sorgen Sie dafür, daß es Ihnen gut geht. << |
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| Ghiuirgean hat zum Thema: Re: Ablehnung des Therapieantrages geschrieben
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