| ...ohne Worte.. • Was würdet ihr tun? |
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 06.10.2010, 14:43 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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>Liebe Emma | Zitat: | Ich hoffe, daß ich mir diese Fehler irgendwann mal verzeihen kann.
LG Emma | Das mach mich jetzt traurig zu lesen. Mit dem Beginn der Eigenliebe beginnt auch der Prozess de sich selbst verzeihens und umgekehrt...Sei nicht so hart zu dir selbst, du hattest es nicht sehen können, es war dir nicht bewusst. Es schleicht daher und du kannst dann nur eins....aussteigen! und das hast du doch geschafft!!!!!!Sei Stolz auf dich das du den Absprunggeschafft hast und Beginne damit dir selbst etwas gutes zu tun.
Ich nehm dich mal unbekannter weise in die Arme......Lieben gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: co-abhängigkeit verstehen geschrieben
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Emma2010 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.10.2010 Beiträge: 164
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Verfasst am: 07.10.2010, 20:38 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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Hallo Melanie, recht herzlichen Dank für deine Worte, die mich wieder ein bisserl motivieren.
Noch fehlen mir die passenden Worte, um einen eigenen Thread zu eröffnen, lebe derzeit unter sehr schwierigen Bedingungen, habe so ziemlich alles verloren, was mir wertvoll und wichtig war.
In den Dorf wo ich bin gibts keine SHG. Kenne hier auch sonst niemanden. Mein Partner war die letzte Zeit meine einzige Bezugsperson gewesen, jetzt stehe ich alleine da und muß mich erst zurechtfinden.
Mir ist nämlich genau passiert, das was ich sonst nur als "drohende Befürchtungen" wahrgenommen habe, bin mit den alkoholkranken Partner mit abgestürtzt, gesundheitlich, finanziell und sozial.
Möchte ja probieren, nochmal bei Null anzufangen, aber weiß noch nicht wie. Nächste Woche habe ich den Termin bei einer Beratungsstelle, denn ich brauche dringend Hilfe. |
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| Emma2010 hat zum Thema: Re: co-abhängigkeit verstehen geschrieben
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judith98 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.10.2010 Beiträge: 5 Alter: 60
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Verfasst am: 07.10.2010, 23:04 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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| Emma2010 hat Folgendes geschrieben: | Hallo Judith,
dein Beitrag berührt mich, denn genau die gleichen Gedanken gehen mir auch durch den Kopf.
Ich war knapp 7 Jahre mit einen "alkoholabhängigen Partner" zusammen und obwohl wir immer noch mehr und noch schlimmere Auseinandersetzungen hatten, wollte ich nicht aufgeben. Dachte mir, jetzt habe ich schon dieses und jenes erlitten, warum nicht dann gleich bis zum Ende durchhalten.
Jetzt einige Monate nach der Trennung trifft es mich wie einen Schlag auf den Kopf, wie blöd, wie verblendet ich eigentlich all die Jahre war. Wohl wissend, daß ich aufgrund meiner eigenen Familiengeschichte auch so manche Defizite in mir trage, habe ich mir (natürlich unbewußt) einen Partner gesucht, der mir doch glatt diese Defizite - Wärme, Nähe, Aufmerksamkeit, etc. ergänzt hat. Das hat mir promt so geschmeichelt, daß ich dafür nichts ahnend seine Alkoholkrankheit in Kauf genommen habe.
Wäre ich klug gewesen, dann hätte ich zu meinen Schwächen/Defiziten gestanden und diese mal bewußt analysiert, aber nein, so habe ich immer die unangehmen Gefühle verdrängt.
Sehenden Auges bin ich in eine Beziehung gegangen, wissend, daß dieser Mann Alkoholprobleme hat. Und wieder habe ich nicht geschaltet, den als aufgeklärter Mensch, dem alle Auskunftsmedien zur Verfügung stehen, hätte ich wissen müssen, daß Alkoholismus eine Sucht ist, er nicht einfach zu trinken aufhören kann, daß meine Forderungen nur Spannungen erzeugen und eben, weil krank er nicht erfüllen kann. Aber trotzdem haben ich ständige Kritik geübt, an einen Kranken, an seinen Trotzreaktionen und seiner Rückfälle .
Alles wurde von Jahr zu Jahr unerträglicher.
Mein Partner war mir nüchtern der liebste Mensch, aber genauso wie ich, hatte er eine Vergangenheit, die ihn irgendwann in die Alkoholsucht getrieben hat.
Ich erlaube mir zu sagen, daß einem Alkoholiker der klare Durchblick fehlt, er hat sich ja nur entsprechend seiner Krankheit eine Partnerin gesucht, die ihn unterstützt und seiner Krankheit dienlich ist.
Da ich diejenige bin, die nicht trinkt, war ich immer davon überzeugt, daß mein Weg für uns der Richtige ist. Dennoch habe ich mich als gehorsame Co-Abhängige zur Verfügung gestellt.
Erst seit wir getrennt sind, erledigt er wieder seine Angelegenheiten für sich und vollführt keine Schritte der Selbstheilung.
Ich hoffe, daß ich mir diese Fehler irgendwann mal verzeihen kann.
LG Emma | hallo emma - ja, das wünsche ich dir und auch mir, dass wir uns verzeihen können - ich habe mir als hilfestellung in grossformat ein gedicht von ulla hahn in mein zimmer gehängt:
"Verzeihung
ich verzeihe mir
jede sekunde, die ich um dich geweint
alle tage monate jahre
des wartens das dich gemeint
ich verzeihe mir
jede lüge jede täuschung die mich von dir
entfernte, ich glaubte aber ich näherte mich dir
ich verzeihe mir dich
ich werde nichts verloren geben, ich gebe
dir was ich will
zurück, was ich nicht will.
ich lebe."
herzliche grüsse judith98 |
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| judith98 hat zum Thema: Re: co-abhängigkeit verstehen geschrieben
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Aufbruch2010 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.07.2010 Beiträge: 44 Alter: 54
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Verfasst am: 08.10.2010, 05:55 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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Hallo Judith,
ich danke Dir für Deine Fragestellung, die ja hier im Forum schön öfter aufgeworfen wurde. Nicht nur hat der Alkoholiker uns ausgesucht, auch wir haben uns den Alkoholiker ausgesucht. Ich frage mich seit langem, warum ich mir zum 2. Mal in meinem Leben einen Alkoholiker "ausgesucht" habe, auch mein 1. Mann war alkoholkrank. Danke auch für das Gedicht - und Respekt, dass Du dich mit 59 J. von Deinem Partner getrennt hast.
Lieben Gruß Aufbruch |
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| Aufbruch2010 hat zum Thema: Re: co-abhängigkeit verstehen geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 08.10.2010, 06:38 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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Guten Morgen ihr zwei!
Also "mein" Alkoholiker hat nicht mich ausgesucht. Auch nicht ihn.
Bei uns war es echt Zufall, dass wir uns begegnet sind. Oder Gottes Fügung, oder Schicksal, wie man es sehen will.
Mein Mann war damals - wie er auch heute wieder sein kann -
supernett, charmant, witzig - ein Mann zum Verlieben.
Wie konnte ich junges, naives Mädchen damals erkennen, dass er ein Alkoholproblem hatte???
Die "geistige Reife" brachte mir dann das Miteinanderleben.
Und dann die Erkenntnis, dass ich auch alleine ein wertvoller, lebenstüchtiger Mensch sein konnte.
Aber dazu musste ich schon erst mal älter werden.
Euch beiden einen schönen Tag, nutzt die Sonne, die alle Gemüter aufhellt! und Kraft gibt, für die kommenden dunklen Tage!
Liebe Grüße von Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: co-abhängigkeit verstehen geschrieben
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judith98 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.10.2010 Beiträge: 5 Alter: 60
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Verfasst am: 08.10.2010, 22:16 Titel: ich bin stolz auf mich |
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hallo aufbruch2010 - danke für deinen respekt mich mit 59 jahren zu trennen - die alternative wäre sterben gewesen und das wollte ich denn wohl doch nicht. ich gebe zu, dass ich stolz auf mich bin - aber wäre ich nicht gegangen, wäre ich gestorben.
seit ca. 2 jahren habe ich in mir gespürt, dass ich nicht mehr lange leben werde, ich habe versucht, zu meditieren sogar nach klöstern geschaut, in die ich zumindest für einige zeit "zum ausruhen" gehen könnte - ich wollte und konnte nicht mehr leben. den ausweg "mich zu trennen" konnte ich damals noch nicht gehen, aber dann gab es an einem abend in diesem frühjahr einen so massiven gewaltätigen ausbruch von meinem mann - nein körperlich geschlagen hat er mich nicht - er ist verbal sehr gut und weiß sehr zielsicher wo ich große starke selbstbewußte und im beruf erfolgreiche frau zu treffen bin - bei meinem tief verwurzelten glauben, nicht liebenswert zu sein - und dort hat er so hineingetreten, dass ich wirklich schreiend aus dem haus geflüchtet bin und in dem moment wußte ich, ich komme nie nie zurück - ich bin nur noch vorwärts gelaufen, habe organisiert und gemacht und getan, zum scheidungsanwalt, wohnung gesucht, therapeutin gesucht ud gefunden - gerade heute habe ich von der krankenkasse den bewilligungsbescheid für eine langzeittherapie bekommen. eigentlich bin ich meinem mann zu dank verpflichtet, weil er mir damit geholfen hat, endlich zu gehen und mich nicht weiter demütigen und mißbrauchen zu lassen. ich glaube, dass ich so lange bei ihm geblieben bin, weil ich mir mit ihm oder durch ihn immer wieder bewiesen habe, dass ich keine liebe "verdient" habe bzw. mir ur sehr wenig "zusteht" und nur, wenn ich mich sehr anstrenge - ob meine annahme stimmt, erfahre ich hoffentlich in der therapie. das war jetzt aber sehr lang - alle guten wünsche für dich judith |
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| judith98 hat zum Thema: ich bin stolz auf mich geschrieben
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Aufbruch2010 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.07.2010 Beiträge: 44 Alter: 54
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Verfasst am: 08.10.2010, 23:24 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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Hallo Judith,
das was Du vollzogen hast liegt noch vor mir, aber greifbar nahe. Vllt. liest Du mal meinen Thread... Auch ich will nicht mehr an dem alt-vertrauten Elend festhalten, mich nicht länger durch Aggressivität, Brüllen und Nicht-achtung meiner Gefühle demütigen lassen. Aber es hat alles auch eine gute Seite: Ich habe mittlerweile so eine Sehnsucht nach MIR.
Lieben Gruß
Aufbruch |
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| Aufbruch2010 hat zum Thema: Re: co-abhängigkeit verstehen geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 08.10.2010, 23:47 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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ich denke, man kann das nicht pauschalisieren, wie jemand coabhängig wird und ob man sich unbewußt einen Menschen sucht, der abhängig ist. Denn in vielen Threads hier zeigt sichja, dass der Partner erst nach vielne Jahren normaler beziehung schleichend abhängig wurde und man so in die Coabhängigkeit hineingewachsen ist. Was sicher schon vorhanden ist ist die Unfähigkeit im entscheidenden Moment dann 'Nein' zu sagen. Wann genau dieser Moment sein sollte ist ja auch schwer zu sagen. Erst mag es schön sein in einer Beziehung gemeinsam ein Gläschen Wein zu trinken. D a gilt es sogar als romantisch. Weiß ih in diesem Moment schon unbewußt, dass dieser charmante romantische Mann in einem Jahr keine Kontrolle über sein Konsumverhatlen mehr hat und süchtig wird???
Ich denke, viele reaktionen, die man macht sidn erstmal normal. Auch, dass man sich Sorgen macht und dass man einiges dann erledigt für den anderen. Das würde man für einen Partner mit einer anderen Krankheit doc auch tun. Aber irgendwann sollten ab diesem zeitpunkt die Alarmglocken klingeln und der gesunde Selbsterhaltungtrieb einsetzen und sagen: Halt, bis hierher und nicht weiter. Wer krank ist sollte sich Hilfe suchen. Ich bin nicht Deine Pflegerin.
Dazu gehört eine Menge Mut. besonders, wenn man schon lange Zeit verheiratet war. man hat sich ja auch an einiges gewöhnt. auch wenn Kinder da sind und man finanziell so mit dem Partner verwebt ist.
Im richitgen Moment nciht loslassen zu können und den Punkt nicht zu erkennen, wo wir uns selber schädigen, dass macht wohl uns coabhängige aus. Ob das nun in der Kindheit verwurzelt ist ist wohl schlecht zu sagen.
Es beinhaltet ja auch Dinge wie: ich gebe so schenll nicht auf, Kampfgeist, loyalität usw. ich denke nicht, dass es alles daher rührt, dass man in seienr Kindheit nciht geliebt wurde. Wer nie Liebe erfahren hat , der müßte es doch eigentlich gerade gewohnt sein und dementsprechend garnicht so sehr leiden in einer Beziehung mit einem Alkoholiker, der einem keine Liebe mehr entgegenbringt. wieso sollte derjenige sich dann Hilfe eir holen wollen? ich denke, die Menschen, die hier landen sind Menschen, die in ertser Linie darum kämpfen wollen ihren Partner im originalzustand wiederhaben zu wollen. Dass dies nicht so ohne weiteres möglich ist und dass man sich selber dabei mehr und mehr kaputt macht oder schon kaputt ist erfährt man dann erst hier. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: co-abhängigkeit verstehen geschrieben
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