n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 09.10.2010, 00:27 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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| Emma2010 hat Folgendes geschrieben: |
Noch fehlen mir die passenden Worte, um einen eigenen Thread zu eröffnen,
... nochmal bei Null anzufangen... |
Hallo liebe Emma,
da hättest Du doch schon en paar passende Worte.
Gruß,
nici  |
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Emma2010 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.10.2010 Beiträge: 164
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Verfasst am: 09.10.2010, 18:27 Titel: Re: co-abhängigkeit verstehen |
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Liebe Silberkralle, du hast vollkommen recht, bin tatsächlich schon ziemlich abgenutzt.
Muß aber dennoch nochmal bei Null anfangen, aber eh nur noch mit mir,
bin halt grad mal fast obdachlos.
Ich glaube,
allein schon das Zusammenleben mit einen alkoholkranken Menschen, treibt uns irgendwann in die Co-Abhängigkeit hinein, weil man sich als Anghöriger auch nicht genug abgrenzen kann, sonst wärs ja auch keine Beziehung mehr.
Selbst habe ich mich lange nicht so sehen können, weil ich mich gegen diese Helferrolle oft gewehrt habe. Aber um des lieben Friedens willen, mußte ich schon ziemlich oft auch seine Bedürfnisse mit übernehmen.
Die Beziehung mit einem Alkoholiker ist immer wie ne Achterbahnfahrt, bis man rechtzeitig aussteigen kann oder man fällt eben raus.
Das Leben mit einem Alkoholiker kann nicht gut gehen, man kann nicht mehr man selbst sein, denn entweder fordert der Kranke unsere ganze Aufmerksamkeit oder reagiert kaltherzig bzw. lässt uns einfach im Stich. Nur dessen ist er sich ja gar nicht bewußt, wie den auch bei x Bier, Wein, etc. hat er oder sie über sich doch die Kontrolle längst verloren. Wir aber sind uns der Tatsachen natürlich sehr bewußt und leiden wie ein Hund oder wir üben uns genauso wie der Kranke in der Verdrängung. Viele unvorhersehbare Situationen und viele ungewollte Streitigkeiten entstehen, auch durch uns aus Frust, Verletztheit oder auch Selbstschutz, zerstören dadurch immer wieder unsere Gefühle nach Sicherheit und Vertrauen.
So bröckelt immer auch ein Stückerl von unserer Persönlichkeit ab, bis wir uns so unvollkommen und sehr klein fühlen, wenn wir nicht gar schon zerbrochen oder gefühllos geworden sind - aber nichtdestotrotz freuen wir uns immer wieder über jede wiederkehrende Zuwendung des Partners.
Genau diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen.
(Das sind nur meine Erfahrungen mit einen chronisch kranken Partner, bestimmt gibt es auch viele weniger dramatische Beziehungen). |
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