| Ratlos • endlich mal reden |
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Goddess neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2010 Beiträge: 10 Alter: 32
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Verfasst am: 05.10.2010, 16:18 Titel: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Hallo,
ich vermute ihr habt diese Geschichte in mehreren Abwandlungen schon 1Mio Mal gehört. Dennoch habe ich das Bedürfnis sie niederzuschreiben, den Wunsch das sich das jemand wirklich mal „anhört“ und auch versteht was ich meine ohne mir die gängigen leeren Floskeln wie „du hast dich doch getrennt“ „stell dich nicht so an“ „du bist ausgezogen ist doch nicht dein Problem“ ans Ohr zu drücken.
Ich kenne meinen Partner/Ex-Partner seit meiner Jugend. Damals habe ich ihn gesehen und beschlossen „Das ist der Traummann!!“... Nach 8 Jahren traf ich ihn wieder und wir sind zusammengekommen. Er war von vorne herein ehrlich bzgl. seines Alkoholismus, ich dachte mir nichts dabei, da ich es nicht kannte. Er war zu der Zeit schon arbeitslos.
Es stellte sich langsam ein, dass ich seinen Papierkram und die Telefonate erledigte. Auch machte er keine Anstalten einen Job zu suchen, ich verdiente ja gut. Nach 1 Jahr fing er an im Vollsuff die Wohnung zu zerlegen, meine Lieblingsstücke, Möbel, Türen, Wände... „Nicht provozieren“ war meine Devise. Ich vollführte 3 Jahre lang einen Eiertanz. Ich habe 4 Jobs verloren weil ich immer wieder wegen völlig wunderlichen Anlässen nicht zur Arbeit erscheinen konnte oder plötzlich gehen musste, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Ich organisierte sein Leben, baute ihn auf, kaufte ein, erledigte die wichtigen Sachen und habe meine Bedürfnisse hinten angestellt er ist ja schließlich krank. Bis dahin trank er „nur“ Bier (ca. 8L) und/oder Wein (ca. 4L).
Als ich sagte, ich könne nicht mehr, macht er einen kalten Entzug zuhause und hatte prompt einen Krampfanfall → Krankenhaus, das hat er natürlich nicht durchgehalten, nochmal Krankenhaus und erfolgreich die Entgiftung beendet. Ich war so glücklich und er war wie ausgewechselt – unternehmungslustig, liebevoll, aufmerksam... Rückfall... und ca. 7 weitere Entzüge Zuhause – denn inzwischen weiß er, dass er von einem bestimmten Medikament keine Krampfanfälle bekommen kann und hat scheinbar jegliche Angst vor dem Entzug verloren. Ich betonte nochmal, dass ich keine Kraft mehr habe, mein Körper hat rebelliert, ich bin immer fetter geworden (Frustfressen) und ich hatte keinerlei Kontakt zu meiner Familie.
Dann fing er an heimlich Schnaps zu trinken, vorzugsweise Vodka weil ich den nicht gut gerochen habe (habe oft Allergien). Er hat es geschafft, dass ich an meinem Verstand gezweifelt habe – weil ich Alkohol gerochen habe und er es abgestritten hat. Ich war beim Neurologen, Psychologen und Psychiater weil ich dachte meine Wahrnehmung ist gestört, ICH habe mich reingesteigert und bräuchte Hilfe... Ich war die böse Hexe, die ihn verfolgt, seine Familie unterstützt ihn nicht – alle sind gegen ihn. Er machte immernoch keine Anstalten einen Job zu suchen. Er hatte zwar hier und da mal 1 Woche einen Job, ist aber immer, natürlich OHNE sein Verschulden, raus geflogen. Immer wieder drohte er auch mich raus zuwerfen, denn er wusste, dass ich keinen Kontakt zu meiner Familie hatte und auch alle anderen sozialen Kontakte meiner Co-Abhängigkeit und seiner Sucht zum Opfer gefallen waren.
Dann hat er mich das erste mal geschlagen, blaues Auge und dicke Lippe. Ach, das war natürlich nicht ER sondern der Alkohol – ich bin ein Meister im verdrängen. Das zweite mal zertrümmerte er einen 30kg Couchtisch auf meinem Kopf, was eine Gehirnblutung für mich zur Folge hatte. Aber auch dem konnte ich etwas positives abgewinnen – denn: „Das war sicher so schlimm, dass er aufhört zu trinken und wenn das so ist, war es mir DAS wert...“. Er hörte auf, fing wieder an und ich sprang über meinen Schatten und bat meine Eltern um Hilfe. Ging natürlich zurück als er aufhörte – wurde rausgeworfen als er wieder anfing...
Dann habe ich mir eine Wohnung gesucht und bin wirklich eingezogen. Mein Zeug ist noch teilweise bei ihm und ich hole es nach und nach. Im Moment möchte er unbedingt S** und glaubt wir hätten eine Zukunft – ich bin natürlich dumm genug auch an sowas zu glauben „wenn er nur aufhören würde...“. Er droht mit Selbstmord, mit anderen Frauen (ist ja auch n hübscher Kerl) und ich glaube trotz all dem Mist das es keinen besseren als ihn gibt. Er beleidigt mich aufs übelste mit Worten die ich nicht wiederholen möchte, er erniedrigt mich und schmeißt mich raus. Er findet die primitivsten Worte (meine Eltern würden sterben wenn sie das wüssten – ich stamme eigentlich aus sog. „gutem Hause“ was aber hier keine Wertung sein soll) und stößt mich aggressiv mit einem „l*** mich“ oder „f*** dich“ aus der Tür raus und ICH komme zu ihm angekrochen.
Auch seine Familie gibt mir die Schuld, seine Großväter, sein Vater und seine 2 Onkel sind am Alkohol gestorben – aber die Familie erkennt keine Parallelen und macht ihm nur Druck – was total kontraproduktiv ist. Da glaube ich wieder einspringen zu müssen, Puffer sein zwischen ihm und der Familie, damit er nicht alles im Alkohol ertränkt. Funktioniert nur am Wochenende, wenn ich nicht arbeiten muss...
Ich weiß was richtig und was falsch ist. Ich weiß, dass ich an der ganzen Sache zugrunde gehe – ich spüre wie er jeden Funken positiver Energie aus mir aussaugt und trotzdem muss er nur einmal anrufen und ich stehe parat.
Gestern war der erste Abend an dem er sagte „komm vorbei“ und ich sagte „nein, du hast getrunken, du wirst mich beleidigen und rauswerfen und ich möchte mich nicht erniedrigen lassen“. Er quittierte meine Worte mit einem „F*** dich“ und legte auf... Ein Erfolg auf ganzer Linie – und ich? Ich saß hier und heulte 6 Stunden lang. Ich fühlte mich mies und schuldig. „Wenn ihm etwas passiert und ich bin nicht da, das würde ich mir niemals verzeihen“.
Klar weiß ich, dass ein Partner der mich liebt nicht nur sagt „ich würd dich gern f****“ und das er mir seine Liebe und seinen Respekt zollen würde. Aber trotz dem nehme ich ihn in Schutz, würde sofort zu ihm zurückgehen und all die Fehler von früher machen...
Ich fange an, mich dafür zu hassen – aber ich finde keinen Weg raus...
Und jetzt... jetzt habe ich mich angezogen und zurechtgemacht – ich gehe die Medikamenten gegen den Krampfanfall holen, natürlich auf meinen Namen verschrieben und bringe sie ihm vorbei – denn er könnte ja diesmal wirklich aufhören...
Traurig nicht wahr... |
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| Goddess hat zum Thema: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14432 Alter: 46
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Verfasst am: 05.10.2010, 16:59 Titel: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Hallo Goddess,
willkommen im Forum.
Ich finde das nicht traurig. Würde dir Mitleid denn etwas nützen? Oder Selbstmitleid? Kommst du damit weiter?
Du weißt, daß das falsch ist und du besorgst ihm illegal Medikamente und "unterstützt" einen lebensgefährlichen Kalten Entzug. Wieso bekommst DU Medikamente gegen Krampfanfälle verschrieben? Bist du auch abhängig?
Viele Fragen, ich weiß. Aber mir ist nicht wirklich klar, was du für Ziele hast. Ihn trockenlegen oder etwas für DICH tun?
LG, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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Goddess neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2010 Beiträge: 10 Alter: 32
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Verfasst am: 05.10.2010, 17:12 Titel: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Also, ich möchte das Medikament nicht nennen, ist hier nicht gewünscht, es ist aber ein bekanntes "Schlafmittel" welches gerne beim Entzug eingesetzt wird und eben den Krampfanfällen vorbeugt. Da das Medikament primär Angstlösend und schlaffördernd ist, verschreibt der Arzt es mir - natürlich hat er mir auch gesagt, dass das Medikament ein hohes Suchtpotenzial hat... aber da muss ich mir ja keine Sorgen machen...
Nein Mitleid möchte ich nicht - das habe ich selbst zu genüge für mich über.
Aber er rief heute an und sagte "Ich würde ja aufhören wenn ich ein paar XYZ da hätte... " Natürlich rennt Madame dann los und beschafft diese. So wie die letzten Male auch. Jedes Mal wenn er nüchtern ist kommt der große Kniefall, die Entschuldigung bla bla und ich glaube ihm, weil ich einfach WILL das es funktioniert. Aber mein Wille nützt nichts wenn er es nicht auch möchte.
Was ich bezwecken möchte? Ich halte ihn für einen wertvollen, wundervollen Menschen wenn er nüchtern ist - und würde ihm gerne dabei helfen. Oft bittet er um Hilfe - aber "trocken bleiben" schafft er einfach nicht.
Immerhin kombiniert er das Mittel nicht mit dem Alkohol, den Rest Hirn scheint er noch zu haben, ich scheinbar nicht, immerhin besorge ich es ja....
Heute habe ich mich dazu durchgerungen, jetzt erstmal was für mich zu tun - etwas mit meiner Freundin zu unternehmen und ihm erst dann alles vorbeizubringen. Ich halte es für einen Fortschritt aber wahrscheinlich lüge ich mir in meine eigene Tasche.
Wahrscheinlich baut es mich auf gebraucht zu werden, als der heilige Helfer gefeiert zu werden und so - und trotz dem das ich mich selbst nerve mit meinem Verhalten, mache ich trotzdem weiter... Versteht jemand was ich meine? |
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| Goddess hat zum Thema: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14432 Alter: 46
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Verfasst am: 05.10.2010, 18:08 Titel: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Der heilige Helfer, die Göttin... du bewegst dich da auf einem sehr, sehr schmalen Grat.
Hier mal ein Link zum Kalten Entzug. Was er macht ist seine Sache. Aber wenn du ihm Medikamente besorgst, dann bewegst du dich in einer rechtlichen Grauzone. Ich halte das für grob fahrlässig.
Die Augen zumachen und sich die Welt schönwünschen, da kann schnell mal das böse Erwachen kommen, wenn er ohne ärztliche Begleitung beim Kalten Entzug daheim verreckt.
Wenn er wirklich Nägel mit Köpfen machen will, dann soll er zum Arzt gehen und es richtig machen.
Halte dich da raus und kümmere dich um dich.
Wache auf und schalte deinen Kopf ein.
Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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Arusha neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.08.2010 Beiträge: 109 Alter: 44
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Verfasst am: 05.10.2010, 18:37 Titel: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Hallo Goddes,
er wird nicht aufhören. Er wird nicht aufhören dich zu schlagen und zu erniedrigen und er wird nicht mit dem Alk aufhören. Warum auch? Du funktionierst doch, du unterstützt seine Sucht und erwartest dafür nicht mehr als ein paar lahme Entschuldigungen in den wenigen lichten Momenten.
Ich kann das was du gerade durchmachst gut nachvollziehen weil ich und viele hier ähnliches erlebt haben. Wenn du dich durch die Geschichten liest, wirst du feststellen dass es für Partner die das Potential eines Schlägers haben, nie ein Happy End gibt. Sie haben eine Grenze überschritten und werden nie wieder zu umgänglichen Menschen und Partnern.
Guck dir deinen Leidensweg über so viele Jahre mal in der Retrospektive an! Es hat sich alles gesteigert. Sein Alkoholkonsum, seine Forderungen, seine cholerischen Ausbrüche. Und du? Die wirst immer kleiner, verbiegst dich wie ein Wurm den er nur noch breitlatschen muss. Was ist übrig geblieben von der Tochter aus gutem Hause die mal erfolgreich im Job war wenn er ihr die Luft zum Atmen ließ?
Goddes, du hast schon etwas getan. Du hast dir eine eigene Wohnung gesucht, du hast dich räumlich abgegrenzt und du suchst hier den Austausch. Lösungen wirst du hier nicht finden, dafür ist jede Geschichte zu individuell. Aber Denkanstöße, Unterstützung, Fürspruch und niemanden der dich verurteilt.
dicke Umarmung und bitte nicht böse über meine drastischen Formulierungen sein
liebe Grüße
Arusha |
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| Arusha hat zum Thema: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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Feeli sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.08.2010 Beiträge: 1308 Alter: 33 Wohnort: Rheinland-Pfalz
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Verfasst am: 05.10.2010, 18:50 Titel: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Guten Abend,
Was ich mir eingestehen musste: Ich bin selbst schwerst abhängig - von ihm. Genau wie eine Droge tut er mir nichts Gutes und fügt mir physischen (ich kriege körperliche Beschwerden) und psychischen Schaden zu. Im schlimmsten Fall stirbt man daran.
Und genau wie unser Alki sich Hilfe suchen muss, müssen wir das auch. Genau wie unser Alki müssen wir uns von der Droge fernhalten.
Lässt Du Dir helfen? Hört sich nicht so an.
Feeli |
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| Feeli hat zum Thema: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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desperateS neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2009 Beiträge: 403
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Verfasst am: 05.10.2010, 19:09 Titel: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Liebe Goddes,
du weißt, was Sache ist, Du weißt, was zu tun ist. Was genau willst Du hören?
Den ersten Schritt, die eigene Wohnung, hast Du getan.
Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen (und Gott weiß, ich bin weit davon entfernt, von meiner Co-Abhängigkeit loszukommen!), aber ich weiß, dass genau dieser Schritt, die räumliche Trennung, für mich der erste Schritt zur Heilung war.
Du telefonierst mit Deinem "Partner" und heulst danach 6 Stunden, weil Du ihn zurückgewiesen hast.
Beim nächsten Mal sind es vielleicht nur noch 4 Stunden.
Und so wird es weitergehen.
Irgendwann wirst Du merken, dass er nur noch ein Klotz am Bein ist.
Das bedarf Arbeit. Und mit Sicherheit auch Hilfe!
Tu Dir den Gefallen und such Dir diese Hilfe! Es gibt eine Menge Anlaufstellen.
Dort triffst Du auf Leute, die Dich verstehen.
Tu etwas für DICH.
Und lass ihn um Himmels Willen seinen kalten Entzug allein regeln.
Wenn er etwas ändern möchte, wird er einen Arzt aufsuchen.
Wenn nicht.....
Alles Gute!!! |
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| desperateS hat zum Thema: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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Goddess neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2010 Beiträge: 10 Alter: 32
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Verfasst am: 05.10.2010, 20:29 Titel: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) |
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Hallo nochmal...
wisst ihr was schön ist, ich reisse mir den A**** auf nach der Arbeit, hetze zum Arzt, zum Einkaufen und dann noch zu meiner Verabredung und dann wenn ich ihm alles bringen will ist er so betrunken das er weder Handy, noch Klingel hört.
Das mit der rechtlichen Grauzone weiss ich, aber ich kann mir Dinge unglaublich schön reden. Ich bin ein Meister in dem Fach. Ich weiss ich brauche A****tritte - nur mich selbst motivieren ist immer schwer.
Mit den "Medikamenten" ist es ja kein "kalter" Entzug, denn genau die hat er beim Entzug in der Klinik bekommen, er hat sich da alles gemerkt und so. Er ist alles, aber nicht blöd.
Schön zu sehen war heute beim Ausgehen, eine netter Kerl lächelt mich an und ich bekomme direkt Beklemmungen und Schuldgefühle. Meine Freundin hat natürlich nicht verstanden warum aber da war der Abend im Prinzip gelaufen.
Das mit dem Hilfe holen ist so ne Sache, ich habe schon 2h mit einer Dame von AL-Anon telefoniert und dick und fest versprochen in die Gruppe zu gehen... (das war vor 6 Wochen) Pustekuchen - ich hab gekniffen "Was willste vor Fremden rumheulen"... ihr kennt das sicher. Im Moment ist mir die Anonymität des Netzes noch lieber, ich bin ein kleiner Feigling, der extreme Angst hat allein zu sein und der glaubt, dass diese Furchtbaren Erfahrungen doch besser sind als ganz allein zu sein. Das dem nicht so ist, dass ich nicht allein bin und so, dass ist das was ich lernen muss - wie ihr seht, in der Theorie bin ich ne Rakete, in der Realität ne Wurst...
Und da genau ist die Krux - ich weiss was richtig ist, ich habe sogar schon abgenommen in der kurzen zeit (3 Wochen) - ich habe 2 Verehrer, Arbeit macht Spass, mein Freundeskreis wächst und ich traue mich unter Menschen - aber er ist allgegenwärtig, egal wo lauert mein Schuldgefühl um mir direkt in den Hintern zu treten wenn ich "Fehlverhalten" an den Tag lege. Inzwischen wird mir homosexualität von ihm vorgeworfen, immerhin habe ich eine weibliche Bekannte - eine unglaublich Suspekte Sache - und ich Dummkopf rechtfertige mich auch noch.
Ich weiss nicht was ich tun muss oder was passieren muss damit dieser letzte aber entscheidende "Klick" im Hirn kommt und ich endlich aus meiner Lethargie aufwache und der Welt den Stinkefinger zeige, so wie früher. Ich weiss wie ich normal bin, aber er hat es geschafft meine "Knöpfe" zu drücken und ich schaffe es nicht mich dagegen zu wehren.
Klingt vermutlich unglaublich dämlich - denn genauso fühle ich mich gerade - und ich war eine von denen, die über Frauen in gewalttätigen Beziehungen müde gelächelt hat: "Sowas passiert mir nie... wer mich einmal schlägt, den mach ich platt..." Tja so sieht man "Sag niemals nie..." |
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| Goddess hat zum Thema: Re: Denn die Hoffnung stirbt zuletzt (Achtung lang) geschrieben
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