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Alkoholiker

Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert

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Diandra
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 2177
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 07.04.2006, 00:05    Titel: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi,

ich würde gerne ein bißchen Frust ablassen. Gestern war mal wieder so ein Tag.

Nachdem mein Partner 10 Tg. auf Entzug in einer Klinik war wurde er entlassen. Er hat wieder Kontakt zu seinem früheren Betreuer und auch zu seiner Psychologin aufgenommen. Bei ihr hat er direkt am anderen Tag einen Termin bekommen. Es ging darum, wie es weitergehen soll. Was man verstärkt machen sollte usw.

Er kam ziemlich niedergeschlagen wieder. Weil der Platz in einer Tagesklinik wird jetzt erst mal auf "Eis" gelegt. Obwohl sie mich noch nie gesehen hat, geschweige denn auch nur ein Wort mit mir gewechselt hat, ist sie der Meinung, er muss zu Hause raus - und ein 18monatiges betreutes Wohnen in Angriff nehmen.

Es ist einfach superklasse wie man so eingeordnet wird.

Der Alkoholiker fühlt sich schuldig, weil wegen der Trinkerei und was er damit alles angerichtet hat. Wenn er nicht mehr trinkt, fühlt er sich irgendwie schuldig, weil er das Gefühl hat mir "meinen Spaß" zu nehmen, da ich freiwillig darauf verzichte die 3 Glas pro Jahr zu trinken, die ich sonst immer getrunken habe. Weinen

Die engere Familie (Eltern, Geschwister) halten einen für verrückt, weil man in dem Alkoholiker trotz allem und gerade weil er schon eine längere Trockenphase geschafft hat noch den wertvollen Menschen sieht, der darin steckt. Da gibts Diskussion - wirklich sehr aufbauend Traurig

Psychologen stempeln einen gleich als für den Alkoholiker wertlos ab. Immerhin hat er ja zu Hause angefangen zu trinken. Da gibt es kein Gespräch oder Interesse, welcher Angehörige dahinter steckt - ich bin schlecht für ihn - basta Verrückt

Der damalige Betreuer aus seiner 11monatigen Wohngemeinschaftszeit fand es überhaupt nicht gut, dass mein Partner wieder zu uns ziehen wollte, obwohl die damalige Psychologin da ganz anderer Meinung war. Also wurde meinem Partner erzählt, ihm fehle noch wichtiges "Handwerkzeug" um trocken zu bleiben und wenn ich ihn einfach so vor die Tür setzen würde, dann hätte er ja wieder so gar nichts Geschockt Da wurden regelrecht Ängste geschürt.

Aus alledem kann ich nur eins erkennen. Niemand - egal welche Seite man sieht - ist daran interessiert, wieder ein intaktes Familienleben zu fördern.

Liegt es vielleicht daran, dass man einen Menschen, der nichts und niemanden mehr hat besser neu formen kann ? Widerspruch von dritter Seite nicht gern gesehen wird ?

Leider etwas lang geworden und bestimmt von Thema zu Thema gesprungen - irgendwie.

Grüßle
Diandra
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Diandra hat zum Thema: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 07.04.2006, 09:37    Titel: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo diandra,

warum bist du gefrustet? in erster linie geht es doch um deinen partner und ich finde es schon besser, wenn ein alkoholilker, der sich entschlossen hat, eine entwöhnungstherapie zu machen ersteinmal sich nur um sich selbst kümmert. viele gehen in eine klinik die weit weg ist von zu hause. das hat mit dir alles gar nichts zu tun, dein partner muss sich jetzt um sich selbst kümmern, an sich arbeiten, dieses klappt am besten, wenn er mit dem alltag erst mal nicht konfrontiert ist.

du willst doch auch, dass er trocken wird. 3 mal hat ers nicht geschafft, da warst du wütend und traurig, nun solltest du ihn unterstützen statts sauer zu sein.

es ist war, dass ein alkoholiker sich, wenn er nüchtern ist, schuldig fühlt und er muss lernen diese schuldgefühle anzunehmen und mit ihnen zu leben. ein nichtalkoholiker kann sich da nicht hinein versetzen. du solltest versuchen ihm entgegen zu kommen anstatts dich abgewertet zu fühlen. ganz ehrlich, es sieht so aus als bräuchtest du selbst eine therapie, ich meine jetzt nicht wegen alkohol, sondern wegen deinem selbstwertgefühl. sorry, es macht mich etwas sauer, wenn man so uneinsichtig ist.

lass deinen partner jetzt erstmal trocken werden, denn von der entgiftung ist er es noch lange nicht. er muss jetzt lernen umzudenken, lernen ohne alkohol zu leben, das alles ist nicht einfach, mach du es ihm nicht noch schwerer.

wie wärs denn, wenn du dich einfach darüber freust, es kommt doch auch eurer partnerschaft zugute, wenn auch nicht sofort, aber später. es braucht alles seine zeit, man wird von heute auf morgen kein alkoholiker und man ist von heute auf morgen auch nicht trocken, beides ist ein langer weg.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert geschrieben
iwiat
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 15
Wohnort: österreich

BeitragVerfasst am: 07.04.2006, 09:55    Titel: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo diandra!

ich nehme an, dass es sehr große unterschiede zwischen den kliniken gibt. ich für meinen teil hab da ganz andere erfahrungen gemacht.

als mein partner auf der klinik zur entwöhnung war, hatten wir auch mehrere paargespräche. es ist natürlich auch darüber gesprochen worden, ob ich in seiner gegenwart trinken soll oder nicht. es wurde uns gesagt, dass wir uns das selbst ausmachen sollten, dass es am anfang sicher vielleicht für ihn einfacher wäre, wenn ich auch nichts trinken würde, später dann ist das aber nicht mehr notwendig. ich für meinen teil trinke nichts mehr in seiner gegenwart, auch nicht wenn er trinkt, was leider wieder der fall ist.
bei uns zu hause gibt es sowieso schon lange nichts mehr zu trinken. als ich bemerkt hatte, dass sein trinkverhalten problematisch ist, habe ich ihm klar gemacht, dass in der wohnung nicht mehr getrunken wird. also muss er ins gasthaus was ja wesentlich teuerer ist. er bekommt geldprobleme, um die er sich dann auch selber kümmern muss.
ansonsten wurde ich aber von keiner seite als "hinderlich" für seine abstinenz angesehen.
problem von seiten meiner verwandten habe ich natürlich auch. hier ist mir schon mehrfach nahe gelegt worden, dass ich ihn doch einfach vor die tür setzen soll. das muss jeder für sich entscheiden. ich hab das in einer beratungsstelle mit einer psychologin durchgesprochen und für mich eine entscheidung gefällt, mit der ich leben kann.
ich habe auch nie den eindruck gehabt, dass alkoholkranke als "wertlose" menschen angesehen werden (auf gar keinen fall von seiten der psychologen, von seiten der gesellschaft vielleicht). auf der entwöhnungsstation habe ich fast ausschließlich nette, sensible menschen kennengelernt. die a*** dieser welt bekommen doch gar nie so viele probleme dass sie trinken müssen.

lg. irene
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iwiat hat zum Thema: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert geschrieben
chiara
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 362
Wohnort: UK

BeitragVerfasst am: 07.04.2006, 11:38    Titel: hin und her Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Diandra,
ich fühle mich sehr hin und her gerissen zwischen den Beiträgen.
Auf der einen Seite kann ich Deinen Blickwinkel Diandra, gut nachvollziehen und den Frust verstehen. Auf der anderen Seite ist es für mich als Alkoholikerin auch klar, dass man -gerade in der ersten Zeit- für das Alltagsleben relativ untauglich ist und sich SEHR SEHR auf sich selbst konzentrieren muss.
Hier in GB wird sehr grossen Wert auf das Integrieren des Lebenspartners gelegt. Vom ersten Gespräch bis weit in die Gestaltung des Gesamtkonzeptes, WENN die Beziehung am Anfang der Entgiftung von beiden Partnern noch als "wünschenswert" eingestuft wird.
Bei mir hat man die Co-Abhängigen sogar so richtig in zwei verschiedene Lager aufgeteilt.
Mein Mann war die ganze Zeit hindurch an meiner Seite. Meine Schwiegerfamilie gilt als "für mich ungefährlich", also Kontakt ok, falls ich ihn wünsche. Kontakt zu meiner eigenen Familie (meinen Eltern und Anhang) soll ich aber auch jetzt nach dem ersten Monat noch nicht haben. Nicht mal telefonisch. Für mich war das zuerst schwer nachzuvollziehen. Aber im Laufe der Wochen habe ich gemerkt, wie sehr mich der Gedanke an meine Eltern und meine Großeltern eigentlich wirklich belastet, wie sehr mein Teil der Familie in meine eigene Trinkkultur miteingewoben ist, und letztlich eingesehen, dass sich die Ärzte das wohl nicht aus dem Hut gezaubert haben. Die Menschen mit denen mich viel Problematik verbindet sind tatsächlich noch "zuviel" für mich.
Also frage: Warum ist dann mein Mann nicht unzumutbar für mich oder ich nicht unzumutbar für ihn?
Vielleicht spielt hier genau das eine Rolle, was Diandra vielleicht mit "Familienfreundlichkeit" meinen könnte, man will uns helfen, wieder eine funktionierende Familieneinheit zu werden.
Mein Mann trinkt nichts. Er hat zwar früher gerne mal ein Bier getrunken. Jetzt verzichtet er freiwillig und ich freue mich darüber. Ich habe nicht das Gefühl ihn dadurch einzuschränken.
Er unterstützt mich darin meinen Alltag lebenswerter zu gestalten. Ja ich hör schon viele schreien: "Das solltest Du aber Alleine hinkriegen!"
Ich finde es aber so schön wieder "zusammenzusein", gemeinsam zu kochen, Filme zu schauen, spazieren zu gehen, über Politik oder Vogelgrippe zu diskutieren, gemeinsam zu Putzen, unsere Finanzien zu bereden ,ALLES Dinge , die wir nicht machen konnten während ich 24 Stunden am Tag zu war.
Es gibt mir Kraft. Es hilft mir!
Ich weiss, das da die Meinungen aussernandergehen, aber für mich ist mein Mann in diesem Sinne ein wichtiger Teil meines "Trockenwerdens".
Betonung auf Teil! Denn Teile brauch ich viele. Dieses Forum ist ja auch ein Teil.
Klar , auf die Frage: Und was, wenn er mich morgen verlässt? muss ich tapfer antworten: Trink ich trotzdem nichts.
Aber es würde mir sicherlich schwerer fallen diesen Weg ohne meinen Mann zu gehen. Da bin ich ganz ehrlich.
Ich habe keine Ahnung ob meine eigenen Gedanken Dir da irgendwie weiterhelfen Diandra, ich wollte sie nur mit Dir teilen!
Alles Liebe Dir und Deinem Partner
chiara
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chiara hat zum Thema: hin und her geschrieben
Diandra
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 2177
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 18.04.2006, 00:09    Titel: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Chrissyta,

harte Worte und nicht ganz fair.

Ich bin nicht gegen einen Klinikaufenthalt. Wenn er diese 4-6 Monate braucht, wäre ich die letzte, die sich dagegen wehren würde. Und wenn diese Klinik in einer anderen Stadt weit weg ist, dann ist das eben so - seine Gesundheit und sein Weg zufrieden trocken zu leben sind sehr wichtig, sowohl für ihn als auch für uns.

Aber 18 Monate in eine WG zu kommen um "Alltag" zu leben und nebenbei ein wenig therapiert zu werden - diesen Weg sehe ich nicht als den richtigen an - im Gegenteil - die Rückfallquote in den beiden angebotenen Häusern sind sogar relativ hoch - das macht keinen Sinn.

Wenn Du damit meinst, dass mir in einer Therapie erklärt wird, warum Angehörige so ziemlich das letzte Glied in dem gesamten Dilemma sind bzw. nur dann zögerlich mit einbezogen werden, wenn sie lautstark aufmucken - bin ich gerne bereit mich therapieren zu lassen.

Hätte ich kein Selbstwertgefühl, dann wäre ich schon "unbekannt" verzogen mit all dem Ärger dem man mal ausgesetzt war. Wahrscheinlich ist es einfacher einen Schlussstrich zu ziehen und sich den angenehmeren Dingen des Lebens zuzuwenden - anstatt zu kämpfen. Es ist ja nicht gerade so, als würde ich auf Biegen und Brechen versuchen ihn umzustimmen oder zu halten. Viele lange Gespräche in seiner "trockenen" Zeit haben dazu geführt, 25 gemeinsame Jahre nicht einfach "wegzuwerfen" und das Ziel soll sein - die nächsten 25 "guten Jahre" nun auch gemeinsam zu geniessen.

Wie gesagt, mit mir kann man reden (Therapeuten usw.) und lernfähig bin ich auch - aber Dinge die sich Widersprechen schlucke ich nicht, nur weil eine Psychologin oder ein angelernter Betreuer sich eine Meinung bilden ohne "alle" Parteien wenigstens 1 x gesehen und gesprochen zu haben.

Grüßle
Diandra
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Diandra hat zum Thema: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert geschrieben
Diandra
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 2177
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 18.04.2006, 00:37    Titel: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Chiara,

ich danke Dir für Deine lieben Worte. Es gibt doch ein wenig Hoffnung, dass es anders angegangen werden kann und dass es sich lohnt zusammen zu kämpfen Smilie

Wenn mir mein Partner sagen würde, dass ich ihm nicht gut tue bzw. er seinen eigenen Weg gehen will und muss, dann muss ich das akzeptieren. Aber dieses bisherige "entscheiden" ohne mich einzubeziehen - finde ich unmöglich.

Deine Worte haben mir jedenfalls eine Menge gegeben - Danke.

Lieber Gruß
und ich wünsche dir weiterhin alles alles Liebe und Gute und die Kraft so weiterzumachen, wie ihr es bisher geschafft habt Sehr glücklich

Diandra
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Diandra hat zum Thema: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert geschrieben
Karsten
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BeitragVerfasst am: 18.04.2006, 08:12    Titel: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Diandra,

viele Psychologen haben ihren Beruf verfehlt. Sie haben irgendwas in Büchern gelesen und denken nach einem Katalog.
Wie sollen sie es auch wissen, was für einen Suchtkranken richtig und gut ist? Ihnen fehlen einfach die eigenen Erfahrungen. Ein Studium kann sowas nicht ersetzen.

Sie können nur auf das eingehen, was ihnen vom Betroffenen erzählt wird.

Du bist sehr selbstbewusst und daher kommt bei mir die Frage auf, was hat Dein Partner erzählt, dass der Psychologe Deine Meinung nicht hören will?
Hat der Psychologe nur ein Schubladendenken, weil es ja in den meisten Fällen so ist, dass bedingt durch das Umfeld, ein nüchternes Leben in dem gleichen Umfeld nicht möglich ist oder hat Dein Partner eine Chance für sich gesehen und einfach zu allem ja gesagt, weil er endlich aus dem Kreis der Abhängigkeit raus möchte?

In der Selbsthilfe gibt es verschiedene Ansätze, die auch ein Einbeziehen der Angehörigen und Partner beinhaltet.
Es gibt Selbsthilfewohngemeinschaften, die zwar auch eine zeitliche Kontaktsperre zu Angehörigen, außer Kindern, vorsehen, aber dann der Kontakt langsam wieder aufgebaut wird.

Vielleicht ist das ja ein Weg für Euch?

Gruß Karsten
______________________
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Karsten hat zum Thema: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert geschrieben
Diandra
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 2177
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 01.05.2006, 01:21    Titel: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Karsten,

ich hatte mein erstes gemeinsames Gespräch mit der Psychologin und meinem Partner. Sie hat erst mal deutlich gemacht, dass sie schon viele Jahre mit Suchtkranken arbeitet.

Die Tagesklinik hat sie auf "Eis" gelegt, weil sie das Gefühl hat, er will eigentlich gar nicht so richtig. Außerdem hat sie Andeutungen gemacht, dass es Alkoholiker gibt, denen kann man nicht mehr helfen, weil gewissen Hirnzellen bei denen durch das Trinken abgestorben sind, die normalerweise die Sucht in den Griff kriegen. Ähm also davon habe ich nun noch nie was gehört.
Ich werde sie beim nächsten Mal fragen, was man bitte schön mit diesen Menschen dann macht.

Da mein Partner nicht gerne viel redet kann man davon ausgehen, dass er oft ja und amen gesagt hat, oder manches klingt ja auch erst mal recht schlüssig - jedenfalls so lange, bis man dann eine andere Meinung hört und dann wankt man wieder.

Beim 2 Entzug hatten wir ja diese Kontaktsperre, danach kam er in eine kleine WG und ganz langsam haben wir unseren Kontakt in 11 Monaten wieder aufgebaut.

Meines Erachtens ist die Diakonie eher darauf geeicht, die Leute komplett aus ihrem Umfeld zu lösen und sie neu aufzubauen.

Naja - ich werde jetzt erst mal sehen, wie das 2. Gespräch in 2 Wochen weitergehen wird. Sicherlich wird es nicht einfach, sie hat gemerkt, dass ich nicht zu allem ja und amen sage und bequemerweise nur nicke.

Einiges, wo ich ganz anderer Meinung war wie die Psychologin, konnte sie nicht widerlegen bzw. manches was sie gesagt hat, konnte ich passend in meine Sicht der Dinge wiedergeben.
Ich hatte ein wenig das Gefühl, sie sieht mich jetzt als "Gegnerin". Mal sehen, wie es weitergehen wird.

Grüßle
Diandra
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Diandra hat zum Thema: Re: Co-abhängig ....und mittlerweilen ziemlich frustriert geschrieben

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