| Wie mit Saufkumpels umgehen - Kneipen meiden?! • ... bin dann mal weg... |
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morgwai neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.06.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 18.09.2010, 19:36 Titel: Verbesserungen durch Abstinenz |
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| Hallo, Leute. Beim Rauchstopp gibt es ja diese nützlichen Verbesserungen (was nach 5 Minuten, nach 3 Tagen, etc. mit dem Körper passiert). Mir hat das bei meinem Rauchstopp enorm geholfen und motiviert. Gibt es ähnliches auch beim Alkoholstopp? Wie sind denn eure persönlichen Erfahrungen? |
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| morgwai hat zum Thema: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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Martin Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2007 Beiträge: 10047 Alter: 47 Wohnort: Frankfurt a. M.
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Verfasst am: 18.09.2010, 21:07 Titel: Re: Verbesserungen durch Abstinenz |
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Hallo morgwai,
| Zitat: | | Beim Rauchstopp gibt es ja diese nützlichen Verbesserungen |
| Zitat: | | Gibt es ähnliches auch beim Alkoholstopp? |
was verstehst du darunter ?
Mir geht es, seit ich nicht mehr trinken muss, sehr viel besser.
Ich kann mein Leben jetzt wieder selbst bestimmen und muss mir keine Gedanken mehr um meinen Konsum machen.
All die Überlegungen, wo bekomme ich was her, darf ich noch/schon Auto fahren usw. fallen jetzt weg.
LG Martin |
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| Martin hat zum Thema: Re: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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morgwai neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.06.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 19.09.2010, 01:11 Titel: Re: Verbesserungen durch Abstinenz |
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Ja, aber es gibt doch Dinge, wie z.B. keine durchscheinenden Äderchen mehr im Gesicht, Verbesserung der Polyneuropathie, Gedächtnisleistung, etc.
Ich habe nach zwei Tagen Abstinenz gemerkt, dass ich kaum noch glasige Augen habe, nach drei, dass mein Herz aufgehört hat, zu rasen. Nach einer Woche hatte ich nicht mehr dieses Ameinsenkribbeln in den Händen, nach zwei Wochen merke ich, dass meine Gedächtnisleistung sich wieder verbessert.
Natürlich hört sich das alles mehr oder weniger individuell an und es kommt darauf an, wie viel und wie lange man getrunken hat, aber es gibt doch bestimmt irgendwelche wissenschaftlichen Belege, die zeitlich einordnenbar sind, oder? Ich hab gelesen, dass man nach 6 Wochen Abstinenz wieder 10 Prozent an Gehirnmasse, die vorher durch den Alkohol weggeschrumpft ist, zurück bekommt. Da gibt es doch bestimmt mehr.
Wie gesagt, ich meine so etwas wie das hier: edit
Mir hat das vor ein paar Monaten wirklich enorm geholfen, mit dem Rauchen aufzuhören.
edit keine fremde Links einsetzen danke Hartmut |
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| morgwai hat zum Thema: Re: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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Martin Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2007 Beiträge: 10047 Alter: 47 Wohnort: Frankfurt a. M.
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Verfasst am: 19.09.2010, 11:40 Titel: Re: Verbesserungen durch Abstinenz |
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Hallo morgwai,
was nutzten dir denn irgendwelche wissenschaftliche Belege ?
Was ist wenn du nicht der "Norm" entsprichst ?
Ich muss keinen Alkohol mehr trinken und bin für alles was sich dadurch ergibt dankbar.
Nach ca. 20 Jahren saufen war mir egal ob sich eine Besserung nach 2-4 Wochen oder 6 Monaten einstellt.
Ich halte es auch für gefährlich wenn ich mich nach kurzer Abstinenz an den Fortschritten Anderer orientiere.
Wenn es bei mir anders läuft kann das sehr frustrierend sein.
LG Martin |
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| Martin hat zum Thema: Re: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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Dante sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2006 Beiträge: 2113 Alter: 50 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 19.09.2010, 12:24 Titel: Re: Verbesserungen durch Abstinenz |
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Hallo morgwai & Willkommen im Forum!
Es ist in der Tat ein herrliches & ungemein belebendes Gefühl, welches sich nach nur wenigen Tagen Abstinenz einstellt. Man spürt seinen Körper viel intensiver & hat auch Freude daran.
Allerdings ist das nur EIN Vorteil einer trockenen Lebensweise, & noch nicht 1 x der wesentliche. Der steckt nämlich in der ganz neuen Art, sein Leben zu gestalten, andere Sichtweisen zu entwickeln & seine wahren Bedürfnisse zu erkennen, anzunehmen & auszuleben anstatt sie mit Zellgift (nichts anderes ist Alkohol nämlich) zu ertränken.
Die körperlichen Veränderungen, die Alkohol hervorrufen kann, entwickeln sich zudem längst nichts so schnell zurück wie bei anderen Suchtstoffen. Vieles bleibt. In Sachen Polyneuropathie z. B. ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Nerven wieder völlig erholen. Das "Trinkerbein" bleibt einem einem dauerhaft erhalten. Allerdings kann man lernen, damit zu leben & sich dennoch sicher zu bewegen. Die Geschichte mit den Gehirnzellen stimmt nicht: Was da 1 x kaputtgesoffen wurde, ist irreversibel. Allerdings können sich die noch heilen Gehirnzellen neu vernetzen - so genug davon vorhanden sind.
Ich will damit andeuten, dass es für eine körperliche Regenerierung keinerlei Garantiescheine gibt. Manches geht gut, manches nicht so gut, manches gar nicht; & das alles in Abhängigkeit vom Schädigungsgrad (sprich vom Umfang des Alkoholabusus).
Was ich noch damit zum Ausdruck bringen will, dass eine (scheinbar) gut voranschreitende Regenerierung kein Hinweis auf Wiederholbarkeit ist, frei nach dem Motto: "Hab ich zu viel gesoffen, dann höre ich eben für eine Zeit auf; bin ich dann wieder fit, kann ich wieder saufen:"
Dieses Karussel würde sich nicht allzulange drehen.
Die Frage ist vielmehr, WARUM du aus dem Alkoholdunstkreis ausbrechen willst. Geht es dir nur um die körperlichen Beschwerden? |
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| Dante hat zum Thema: Re: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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morgwai neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.06.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 20.09.2010, 02:46 Titel: Re: Verbesserungen durch Abstinenz |
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Nein, ich bin für körperliche Beschwerden eigentlich zu jung. Bin 26 und habe ungefähr 4 Jahre getrunken, davon 2 Jahre durchgesoffen.
Ich wollte nur wissen, ob es so etwas auch beim Thema Alkoholismus gibt, weil es mich beim Nichtrauchen enorm bestärkt hat.
Auch wenn vieles irreparabel ist, gibt es doch dennoch Dinge, die sich zurück entwickeln oder zumindest verbessern. In meiner SHG haben wir einen relativ jungen Mann, der an fortgeschrittener Polyneuropathie leidet. Er hat starke Schmerzen, die jedoch - laut Eigenaussage - immer erträglicher werden. Gleichzeitig gibt es eine andere Person, die an Depressionen litt und jetzt nicht mehr.
Eine Regenierung führt nicht zur Wiederholung, sondern erfahrungsgemäß, der Nichterfolg. Ich hatte nach Monaten Abstinenz meinen Rückfall, weil ich immer noch an Schlaflosgikeit litt und Depressionen.
Es geht mir ganz klar auch um die körperlichen Verbesserungen. Gesundheit ist alles.
Ich hab durch die Sauferei zuletzt nur noch 45 kg gewogen, weil ich kaum noch gegessen habe. Das waren keine wirklichen körperlichen Beschwerden, gesundheitlich war bei mir immer alles topfit (auch GGT). Aber ich merke mittlerweile, dass ich wieder Appetit habe und schon wieder knapp 60 kg wiege (was mich wirklich freut).
Alkohol ist natürlich ein Zellgift, aber ich bin nunmal darauf reingefallen. Ich habe jahrelang das Gift geschluckt. Vor ein paar Jahren wurde noch ein IQ von 142 bei mir gemessen. Heute wäre ich froh, wenn ich 100 erreiche.
Das kann ja nunmal nicht alles gewesen sein, dass man alles für immer zerstört hat. Da könnte ich ja glatt weiter saufen, versteht ihr?
Ich bin nunmal ein Grünschnabel und die längste abstinente Zeit waren vier Monate. Deswegen wäre ich froh zu wissen, was sich verbessert (auch wenn es 10 Jahre dauert).
Das sich z.B. die Fettleber ziemlich schnell zurückbildet, ist im Allgemeinen klar. Gilt das auch für Bauchspeicheldrüse, Nieren und Co auch? |
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| morgwai hat zum Thema: Re: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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morgwai neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.06.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 20.09.2010, 02:48 Titel: Re: Verbesserungen durch Abstinenz |
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| PS: Ich finde es überhaupt nicht frustrierend, wenn sich Verbesserungen nicht so schnell einschleichen. Wichtiger ist doch, dass es klappt oder möglich ist. |
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| morgwai hat zum Thema: Re: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10681 Alter: 49
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Verfasst am: 20.09.2010, 05:05 Titel: Re: Verbesserungen durch Abstinenz |
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Hallo morgwai.
bevor Verbesserungen auftreten müssen ja zwangsläufig Schädigungen da sein. Welche es bei dir sind, weißt du ja , ob es besser wird, kannst du bei deinem Arzt nachfragen- Alles andre sind Spekulationen und helfen dir auch nicht weiter . Wie das bei anderen aussieht ,hängt auch vom jeweiligen Gesundheitszustand des einzelnen und dessen eventuellen anderen Vorerkrankungen ab. .
In deiner Post gibst du einen Gründe an, warum du rückfällig geworden oder rückfällig werden kannst.
| Zitat: | | Ich hatte nach Monaten Abstinenz meinen Rückfall, weil ich immer noch an Schlaflosgikeit litt und Depressionen. |
| Zitat: | | Das kann ja nunmal nicht alles gewesen sein, dass man alles für immer zerstört hat. Da könnte ich ja glatt weiter saufen, versteht ihr? | wenn du saufen willst , wirst du immer Gründe für dich finden . Sogar keinen Grund. Deswegen solltest du die Option " Grund " schnellstmöglich aus deinem Kopf schlagen. wenn du abstinent leben möchtest. Denn es gibt keine außer du selbst. Schließe mal diese Tür .
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Verbesserungen durch Abstinenz geschrieben
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