| Ein Rückfall kommt nicht von alleine • Können sich zwei Ertrinkende gegenseitig retten? |
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ruru neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.08.2010 Beiträge: 10 Alter: 26
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Verfasst am: 16.09.2010, 01:07 Titel: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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Hi,
hab hier schon mal gepostet, weil ich jetzt bei meinem alkoholkranken Vater eingezogen bin, der seit ca. 40 Jahren Alkoholiker ist und nach 10 Tagen, seit dem ich bei ihm gewohnt habe, wieder rückfällig geworden ist.
Ich hatte damals echte Probleme das einzuordnen, denn meiner Meinung nach hab ich mich so sehr bemüht nichts "Falsches" zu machen, damit er wieder trinkt aber inzwischen glaube ich auch (danke an das Forum hier!), dass es eine Krankheit ist und er selbst entscheiden kann! (Ich wusste vorher nicht viel über Sucht-jetzt auch noch nicht wirklich, hab das die ganzen Jahre in mich reingefressen und es hat "ewig" gedauert, den ganzen "Gedankenball" inkl. Selbstmordabsichten usw. mal zu entwirren).
Ich habe grad mein Studium gut abgeschlossen, bin aber in sozialen Kontakten und Selbstbewusstsein ein totales Wrack!
Nun ist mein Vater auch noch so einer, der ständig an mir kritisiert. Ich selber finde mich ganz in Ordnung, aber ich frage mich, was er will von mir??? Dann sagt er immer, ich soll mehr Selbstbewusstsein haben, aber ER hackt auf mir rum, ich bin eigtl ganz ok so, wie ich bin. Bsp. Ich bewerbe mich: "Du MUSST dich nicht auf Stellenanzeigen bewerben, sondern initiativ, du kriegst sonst auf ALLE Bewerbungen sowieso alles Absagen." Hab mich initaitiv beworben und er: "Ja, wie oft denn? 3x bis jetzt, ja toll, ach KIND!" (er sagt auch noch, ich soll nicht so kindisch sein!!!!) Und dass ich mein Leben alleine nicht auf die Reihe kriege (??? hab Abi, Studium und 5 Jahre alleine gewohnt, immer in den Semesterferien gearbeitet!! und dass ich ohne seine Hilfe nicht auskomme??!!-klar glaube ich an mich, aber wenn meine Eltern SO mit mir umgehen, warum sollten mich andere besser behandeln???
Sollte ich dann wirklich an mich glauben, schließlich kennen sie mich am besten? Bin ich so ein schlechter Mensch? DESWEGEN glaube ich doch nicht an mich!!
USW Dann meinte er noch, er darf meine Probleme nicht zu nah an sich ranlassen, sonst kriegt er einen Rückfall!! Das hat er mir 2x gesagt!!! Inzwischen sag ich auch, wie sch... ist das denn von ihm, aber ich hab JAHRE gebraucht um da mal durchzusehen- dann will er mir einreden, ich kann nichts, wundert sich dann, dass ich nichts kann und trinkt und sagt ich soll selbstbewusster werden??? Was will er denn von mir???
Und meine Mutter, KEINE Alkoholikerin, fährt auf der Schiene emotionale Erpressung. Sie ruft mich an und heult am Telefon, einfach so, weil sie nicht viele Freunde hat :"Du musst mir helfen. Ich bin so alleine, du bist meine Tochter, du MUSST mir helfen, schäm dich!"
An alle Eltern, die das lesen: Was wollen meine Eltern von mir??????? Was soll ich tun, damit sie mich damit in Ruhe lassen und mich endlich respektieren??????? Endlich??
Wohne noch bei meinem Vater und ich krieg das jeden Tag zu hören, was ich alles nicht kann, aber er sagt, er meint es nicht als Kritik, er wäre besorgt! Aber mir dreht sich auch der Magen um, wenn ich an seine Sucht denke!! Und was soll ich auf seine Kritik erwidern??
Ich hab auch während des Studiums 5 Jahre alleine gelebt, aber kam nie von dem Gedanken los: Du musst dich um deine Eltern kümmern. Das hat sich so versälbstständigt, dass ich jetzt den ganzen Tag über die Sachen nachdenke! Aber auch als ich ausgezogen bin, wie komme ich von den Gedanken und Schuldgefühlen los, weiß ja, dass sie nicht berechtigt sind? (PS war schon bei einigen Psychologen aber hab keinen passenden für mcih gefunden und hätte auch so gerne Tipps, wie ich mein EIGENES Leben endlich beginnen kann ohne diese Gedanken bzw. was ich meinem Vater täglich auf seine Kritik erwidern soll??)
SORRY falls es zu lang und etwas durcheinander ist. Wieder mal ein typisches Beispiel, wenn mich so viel beschäftigt und ich das gar nicht alles einordenen kann. |
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| ruru hat zum Thema: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 50 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
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Verfasst am: 16.09.2010, 10:11 Titel: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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Hallo,
wieso trennst Du dich nicht erst einmal räumlich?
Schönen Tag
H. |
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| HansHa hat zum Thema: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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ruru neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.08.2010 Beiträge: 10 Alter: 26
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Verfasst am: 16.09.2010, 10:37 Titel: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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Hallo HansHa,
danke, da hast du Recht aber dann hört das ja immer noch nicht auf. Als ich alleine in einer ganz normalen Studenten-Bude (20 qm) gelebt hab und sie zu Besuch kamen, meinten Sie "Was für ein Loch!" (nur, weil sie 20 qm groß war).
Und ich bin jedesmal zusammengezuckt und habe mich schlecht gefühlt, wenn ich Bekannte eingeladen hab in ein "Loch", dabei fanden alle(!), dass es eine ganz normale Wohnung war.
Und ich denke ja trotzdem weiter an die Sachen mit meinen Eltern. Hab ja immer gedacht, ich mache alles falsch. Und wenn sie mir nicht zutrauen ein eigenständiges Leben zu führe und immer alles schlecht finden... was soll ich denn noch tun? |
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| ruru hat zum Thema: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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MrHardcore neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2009 Beiträge: 149 Wohnort: Nähe München
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Verfasst am: 16.09.2010, 19:20 Titel: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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hi ruru,
sag mal, weisst du denn, was du von deinem leben gerne hättest?`wie du dein leben gerne gestalten würdest? wie du mit deinen eltern gerne kommunizieren würdest? und über welche themen du mit ihnen reden möchtest, und welche themen du lieber mit jemand anderem besprechen möchtest?
ja? fein! dann sag ihnen das einfach mal auch so. völlig unaufgeregt aber trotzdem so, dass kein zweifel besteht, was du ihnen mitteilen möchtest.
und dann fang an, dein leben zu leben. durchaus auch mal längere zeit ohne/mit sehr wenig kontakt zu deinen eltern.
damit ihr alle mal lernt, jeder für sich sein leben zu leben. und zu sehen, ob du deinen eigenen ansprüchen an dich selbst genügst. wenn ja, dann wirst du sehr schnell fest stellen, dass dir die meinung deiner eltern gar nicht mehr so wichtig ist, dass du deren kommentare zwar hörst, sie dich aber nicht mehr treffen - weil du selbst erlebt hast, dass du mit dir im reinen bist und die situation für dich stimmig ist.
ach ja, und sorge dich nicht um deine eltern: wenn dein vater saufen will, findet er schon einen grund. wenn du nicht der grund bist, dann sucht er sich halt einen anderen. er wird schon einen finden. und dann lass ihn saufen, so lange er will. es ist sein leben, nicht deines. es sind seine perversen erpressungsversuche, mit denen er sich das leben schwer macht und seine eigene unzufriedenheit an anderen auslässt. lass sie bei ihm - sie ist nicht deine unzufriedenheit.
deine mutter und ihre kontaktarmut - lass auch die bei ihr. es ist nicht deine kontaktarmut, warum sollst du also als notnagel fungieren? lass es bei ihr...
ich wünsche dir viel kraft zu hinterfragen, was du möchtest, und deinen weg dann auch um zu setzen und zu gehen.
cu
MrHardcore |
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| MrHardcore hat zum Thema: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 17.09.2010, 08:55 Titel: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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Weisst du was,ruru.....
Ich kenne diese Geschichten. Wie schwer es ist sich von Eltern zu lösen, die einem ständig das Gefühl geben, man würde ihnen was ganz böses antun, wenn man sich nicht aussschliesslich um sie kümmert.Weil man so erzogen wurde kommt man aus dem ganzen Gewirre nicht raus. Ich habe wärend meiner Therapie erleben dürfen, wie schwierig es für mich ist auch andere Perspektiven zu bekommen. Vieles war mir neu und so fremd, das ich dachte das kann es nicht sein, das kenn ich so nicht. Wie alle hier schreiben, deine Ablösung schaffst du nur, wenn du auf dich achtest, dein eigenes Ding machst. Du schaffst es wenn du andere Blickwinkel suchst.
Beispiel:
Müssen und dürfen.
Gelebt habe ich immer mit der Einstellung etwas zu müssen. Beispiel : Ich muss beim einer Mutter sein sonnst ist sie allein. Weil ich selbst nicht allein sein will leide ich,will sie dafor beschützen und sitze bei ihr rum. Doch damit bleibe ich allein, weil ich keine Freunde mehr habe, weil ich keine Zeit für die habe, da ich ein schlechtes Gewissen habe meine Mutter allein zu lassen. Doch es ist ihre Einsamkeit die ich lebe nicht meine!
Dürfen:
Ich darf Freunde haben, darf meine Mutter allein lassen. Esist ihr allein sein und ich darf mein Leben so gestalten wie es mir gefällt.Mit Leuten um mich rum die meinen Eltern passen oder auch nicht passen. MEINE Leute egal ist was die dafon halten. Ich bin erwachsen ich darf das!
Ich muss nicht mehr ich darf....verstehst du was ich dir damit sagen mag?
Ich persönlich habe durch die Therapie gelernt mich selbst wahrzunehmen. Da kam ich an einen Punkt, da merkte ich ich habe Angst. Angst dafor selbst allein zu sein. Darum hing ich an den Eltern. Duch die Jahrzente lange an den Eltern gebundene Abhängigkeit.Ich hatte echt Angst mich zu lösen.
Die Angst ist überwunden und endlich lebe ich mein leben unabhängig und frei von ihnen......es geht,du braucht nur Mut dazu und den festen willen dein Leben anzufangen auf dich selbst zu bauen!!!!
Alles Liebe
Melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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ruru neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.08.2010 Beiträge: 10 Alter: 26
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Verfasst am: 18.09.2010, 12:00 Titel: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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Hi MrHardcore,
ehrlich gesagt habe ich meine eigenen Anspüche schon übertroffen, denn ich hätte bei dem ganzen Stress (ich muss noch dazu sagen, meine Eltern sind geschieden) nie gedacht, dass ich mein Abi und Studium schaffe! Aber das haben sie auch von mir erwartet, dass ich alles so mache, als belastet mich von ihrem Verhalten gar nichts....
@MrHardcore: Ich denke nicht mal, dass ich weiß, was ich gut kann, denn in den letzten Jahren habe ich meine Hobbies vernachlässigt und alles... Ich wünschte, ich hätte eine typische Jugend mit Freunden, Disco, Beziehungen verbracht... Schade um die Zeit. Es tut auch weh, über die Dinge nachzudenken. Gestern war ich bei meiner Oma und als si emit ihrer Kritik an mir fertig war, habe ich einfach nicht meh darauf reagiert und wir saßen schweigend da und wussten uns nichts zu erzählen...Bis sie merkte, dass ich nicht darauf anspringe und ich sagte, ich gehe jetzt wieder und si enur sagte "ok" Wie traurig ist das denn...
Das Beste ist wirklich, ich ziehe aus bei meinem Vater. Ich finde es soo schade, ich würde mein Abi und Studium tauschen, wenn meine Mutter und mein Vater zu mir sagen würden: "Bei uns ist alles ok. Uns gehts gut. Mach dir keine Sorgen, lebe dei Leben, du schaffst das!"
Ironischerweise ist mir Familie seh wichtig. Ich würde fast alles dafür tun, dass ich ein schönes Familienleben hätte!
Und mir ist es auch peinlich anderen Menschen gegenüber: 1. Dass ich meine "Probleme" (die vor allem die meiner Elter sind) nicht lösen kann
2. dass ich mein Selbstbewusstsein so von meiner Familie runterputzen lasse
Gestern habe ich mir schickere Klamotten für mein Bewerbungsgespräch gekauft und das einzige, was meiner Oma einfällt: "jetzt siehst du aus, wie ein vernünftiger Mensch. Dir ist schon klar, dass du jetzt 24 bist und nicht mehr in deinen kindischen Sachen rumrennen kannst, vielleicht zum Haus putzen!!!!" (Sie meinte ein ganz normales lila T-Shirt was man eben als junger Mensch ganz normal! so trägt....
Aber so ne Aussage...
Und es tut mir auch so leid, dass ich bei meinem Vater wohne, wir aber keine gute Vater-Tochter Beziehung aufbauen können. Ich würde gerne was mit ihm unternehmen aber ich habe auch soo eine Wut auf ihn (auch wegen seinem Verhalten wenn er getrunken hatte), dass sich bei mir schon am Morgen der Magen bei mir umdreht und ich innerlich explodiere, weil ich soo eine Wut auf ihn habe.
Dann meint edie Ex meines Vater noch, ich solle schnell ausziehen, weil mein Vater den Druck mit mir nicht aushät und sie glaubt, dass er wieder rückfällig wird!
Arrrgh! Aber ich bin so froh, dass ich seit ca. 2 Jahren keine Selbstmordgedanken mehr habe. Damals war wirklich alles so ein großer "Gedankenball" und ich bin froh, dass ich jetzt erstmal überhaupt darüber NACHDENKEN kann, vom Handeln bin ich wohl noch weit entfernt...
Ja, ich erwarte jetzt keine Antwort mehr auf mein Gelaber hier tut bloß gut das endlich auch mal in Worte fassen zu können.
Ich hoffe, dass ich bald auch wieder mal "geradeaus" denken kann und einen Satz zu Ende denken und kurz und knapp formulieren kann!
Und das Forum hier ist super, man muss nicht alles 1000mal im Detail erklären, warum man sich so fühlt... |
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| ruru hat zum Thema: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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ruru neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.08.2010 Beiträge: 10 Alter: 26
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Verfasst am: 18.09.2010, 12:04 Titel: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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| Ups, hab grad die vielen Rechtschreibfehler bemerkt, sorry! |
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| ruru hat zum Thema: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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ruru neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.08.2010 Beiträge: 10 Alter: 26
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Verfasst am: 18.09.2010, 19:38 Titel: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? |
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So, so sah mein Tag heute aus: Sitze mit meinem Vater beim Frühstück. Sein Telefon klingelt und meine Mutter, die in einer anderen Stadt wohnt und ewig Stress und Scheidungskrieg mit meinem Vater hatte udn sonst nicht mit ihm redet oder mailt o.ä., ist dran. Sie sagt, dass ich nicht ans Telfon gehe, was mit mir los ist, sie mache sich "Sorgen" um mich, ich würde ihre mails nicht beantworten.
Dann sagt sie, sie will mir Post zum Kindergeld schicken, weil ich was ausfüllen soll.
Ich habe den telef. Kontakt zu ihr seit ca. Mai/März diesen Jahres abgebrochen und ihr gesagt, nur per mail/Post/sms und nun versucht sie es auf die Tour und stachelt sogar meinen Vater auf, der auch prompt fragt, warum ich mich nicht bei meiner Mutter melde. Dabei habe ich ihr ganz klar gesagt, per Post, mail oder sms gerne, wenn sie krank ist, komme ich auch und helfe.
Und vor ein paar Tagen schickt sie mir einen dicken Umschlag-da war nur Werbepost drin die aus Versehen noch an ihre Adresse geliefert wird! Und ich frage mich, was das soll? Und ich schreibe ihr heute, sie soll doch meinen Kindergeldantrag auch per Post schicken. Und sie antwortet"Nein, das könnte wegkommen, ich überweise dir jetzt kein Kindergeld mehr, lass dir was einfallen, wie du den Antrag bei mir abholst!" Sie will ein Wiedersehen erzwingen... Was für eine...
Und mein Vater heut, als ich Kartoffeln abgieße: "Ochh neee, was nimmst du 2 Topflappen dafür? Muss man dir denn alles erklären? Och Kind, Kind, hast du denn gar nichts gelernt? Der Griff ist doch kühl, da brauchst du doch nur einen Topflappen." -Dann lacht er spöttisch- "Ach ne nee ich glaubs ja nicht."
WAS SOLL DAS? Bin ich wirklich so "DUMM" bloß, weil ich 2 Topflappen nehme? Muss man da wirklich so ein Drama draus machen?
Dann geht es den Tag so weiter, egal was ich mache. Und er ist immer so mies drauf, hört den ganzen Tag so Depri-Musik und redet davon, wie schlecht die Welt ist, dass dieMenschen in Pakistand nur noch ihre Klamotten haben und wir in Deutschland baden in Trinkwasser und die Bio-Produkte fast alle Betrug sind und man überall heute betrogen wird... Und er korrigiert die Radiomoderatoren: "Gott, sind die doof! Das heißt AM Ort und nicht VOR Ort!" USW USW! Sowas darf ich mir den ganzen Tag von Frühstück bis Abendbrot zusätzlich zu seiner Kritik anhören. Und dann wird er immer so laut dabei. Und als wir spazieren gehen sagt er über so 3 kleine Mädchen, die direkt vor uns laufen: "Was für Pfeifenköpfe!" Und mir ist das so peinlich und die Kinder sagen zu ihm "Halt dein Maul"...
Und ich habe ein Problem im Kontakt mit anderen Leuten-egal welche. Ich bin dann nicht in der Situation sondern kann nicht mehr differenzieren. Ich denke JEDER sieht mich als genauso schlecht/komisch an wie meine Eltern. Ich kann gar nicht mehr einschätzen, was der andere von mir will! Ehrlich gesagt WARTE ich schon bei jedem Gespräch darauf, dass mein Gegenüber sagt, was ich falsch mache und wie blöd ich bin..ich kann es gar nicht mehr einschätzen... Und das kommt grad in meinem BeWERBUNGsprozess gar nich gut... Und dann regt sich meine Familie wahrscheinlich wieder auf, dass ich zu dumm bin Arbeit zu finden... ARGH! |
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| ruru hat zum Thema: Re: Wie trenne ich mich gedanklich von meinen Eltern? geschrieben
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