| Meine beste Freundin droht abzurutschen oder ist sie es scho • Meine Gedanken |
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Männertreu neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.09.2010 Beiträge: 11 Alter: 45 Wohnort: MG
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Verfasst am: 15.09.2010, 16:40 Titel: Ich kapituliere ... |
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Anfangs möchte ich erstmal ein allgemeines großes Dankeschön aussprechen, denn ich bin gestern per Zufall auf dieses Forum gestoßen.
Habe mich den GANZEN Tag durchgelesen, immer wieder gedacht "mein Gott, da schreibt jemand von meinen Sorgen, von meiner Familie, von meinem Mann und von der ganzen Situation".
Habe mich mehrmals wiedergefunden in den co-abhängigen Menschen hier, öfter den Kopf geschüttelt über mich selbst und ja, um mich rum die Tempos angehäuft und die Augen am Abend von Dauertränen gebeutelt ...
Und nach all dem wurde mir bewußt, daß ich krank bin, ich bin co-abhängig, denn genau diese Verhaltenssymptomatik der Co-Abhängigkeit lege ich jeden Tag wieder an den Tag, wenn mein Mann getrunken hat.
Nun, meine Geschichte ähnelt sich vielen anderen ...
Ich nenne ihn in "guten" Zeiten meinen Seelenverwandten und Strahlemann, in "schlechten" finde ich meist keine Worte mehr. Wir sind fast 5 1/2 Jahre zusammen, seit 2 1/2 Jahren wohnen wir zusammen.
Er seit seinem 12. Lebensjahr mit Alkohol konfrontiert, bis vor 3 1/2 Jahren noch zusätzlicher Drogenkonsum. In dieser Phase langte kein Bier mehr - er trank alles, was ihm in die Finger kam - zum Schluß 1 1/2 Flaschen Wodka/Korn oder was auch immer. Er verlor seine Arbeit, wurde zunehmend unter Alkohol aggressiv. Wir hatten jeder seine eigene Wohnung im gleichen Haus, somit konnte ich mit meinem Sohn flüchten, auch wenn die Polizei öfter da war. Dann bekam er nen Haftbescheid - er war zu Sozialstunden verurteilt, hatte diese aber nie abgeleistet und sich nicht mehr drum gekümmert - er bekam den absoluten Absturz, trank ne Woche lang und sagte mir dann, dass er wegmüsse ... von einem Tag zum anderen. Er fuhr sturzbetrunken und mit Drogen vollgepumpt ein. Danach komplette Kontaktsperre über 8 Wochen lang. Ich hatte Zeit zum Nachdenken, wollte weiter zu ihm stehen, auf ihn warten, aber wußte auch, dass ich DAS (vor allen Dingen diese aggressive Phase) NIE WIEDER erleben wollte. Irgendwann kam der 1. Brief und ich gab ihm mit meiner Antwort zu verstehen, dass dies seine ALLERLETZTE Chance ist. Er hatte es zu diesem Zeitpunkt wohl verstanden.
Nach seiner Entlassung war er komplett trocken, er zog mit in unsere Wohnung, vor ca. 2 Jahren fanden wir eine andere Wohnung - endlich aus der "Sumpf-Gegend" raus. Es lief alles gut - bis auf ein paar "Ausrutscher" beim Fußball. Anfang des Jahres fand er wieder Arbeit und seit 1 1/2 Wochen trinkt er wieder. Es fing am Fr. des vorletzten WE an, er meinte er habe nur einen "russischen Kaffee" getrunken ... ich war extrem verletzt, ging mitten in der Nacht mit dem Hund raus um einen klaren Gedanken zu fassen. Als ich wiederkam war er nicht mehr da. Angerufen, er meinte er würde mich suchen, kam aber dann erst 2 Stunden später sturzbetrunken wieder nach Hause. Er vom Stuhl gefallen, ich wollte schon den NAW rufen, habe ihn dann ins Bett gehieft ... am nächsten Tag musste er arbeiten, ich morgens auf ihn wecken - wurde angeblafft - er besoffen zur Arbeit.
Seitdem trinkt er wieder jeden Tag - wie ER sagt, eine halbe bis eine Flasche zum Feierabend auf der Arbeit. Seine Ausrede ist: er habe Stress mit den Kollegen.
Aber genug der langen Worte ...
Ich habe ihm gestern Abend gesagt, dass ich ihm nicht helfen, sondern nur noch unterstützen kann. Und mir selbst vorgenommen, am nächsten Tag zu meiner Hausärztin zu gehen.
Und dies hab ich heute morgen getan! Sie gab mir den Rat zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen und sie meinte, ich wäre die erste Angehörige von einem Alkoholiker, die begriffen hat, dass sie co-abhängig ist.
Zum Treffen der AL-ANON Gruppe werde ich heute Abend gehen - auch wenn ich wirklich Angst davor habe. Aber ich denke, dass ist der erste Schritt für mich ...
Danke fürs Lesen ... ich freue mich über regen Austausch ...
Gruß Natti |
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| Männertreu hat zum Thema: Ich kapituliere ... geschrieben
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Monty sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2009 Beiträge: 3080 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 15.09.2010, 16:58 Titel: Re: Ich kapituliere ... |
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Hallo Natti,
erst einmal herzliches Willkommen hier im Forum. Ein guter Schritt, denn vielen von uns hier im Forum wurden dadurch die Augen geöffnet und leben heute ein selbstbestimmtes Leben für sich selber.
Tja Natti...wie du selber schon geschrieben hast, du bist wohl Coabhängig.
Wir alle hier haben das durch...zu denken, dass wir doch helfen müssen...immer wieder Hoffnung haben, dass alles wieder gut wird.
Natti....hier ist ein guter Spruch: "Keine Hilfe ist die beste Hilfe"!
Du wirst ihm nicht helfen können...nur er alleine kann sich helfen lassen wenn er es doch einsieht, doch dazu scheint dein Mann noch nicht bereit zu sein.
Lies dich hier durch die Traids durch und du wirst immer mehr verstehen und wissen was zu tun ist.
Vor allen Dingen vergiss dich und deinen Sohn dabei nicht....IHR seid wichtig!!!
Das du zu einer SHG gehst ist schon einmal ein guter Schritt.
Ich wünsche dir viel Kraft, dass du deinen Weg gehen kannst.
LG Monty |
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| Monty hat zum Thema: Re: Ich kapituliere ... geschrieben
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Nanni neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.04.2010 Beiträge: 158
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Verfasst am: 15.09.2010, 17:32 Titel: Re: Ich kapituliere ... |
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Hallo Natti,
herzlich Willkommen hier im Forum
Du scheinst ja schon klar durchzublicken. Denke an Dich und Dein Kind.
Das ist das wichtigste.
Ich wünsche Dir das die SHG Dir gut tut.
Einen schönen Rest-Mittwoch, liebe Grüße
Nanni |
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| Nanni hat zum Thema: Re: Ich kapituliere ... geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14432 Alter: 46
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Verfasst am: 15.09.2010, 17:46 Titel: Re: Ich kapituliere ... |
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Hallo Natti,
fühl dich wohl hier.
Du hast geschrieben, daß es damals seine allerletzte Chance war. Wenn du jetzt weiterhin alles mit dir machen läßt, dann WIRD er alles mit dir machen, sprich: weitertrinken, nichts verändern. Warum auch? Er weiß ja, daß deine Ansagen folgenlos bleiben.
Ihn kannst du nicht ändern. Es gibt immer einen Vorwand zum Trinken.
Schau auf dich, tu etwas für dich.
LG, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Ich kapituliere ... geschrieben
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Männertreu neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.09.2010 Beiträge: 11 Alter: 45 Wohnort: MG
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Verfasst am: 16.09.2010, 08:21 Titel: Re: Ich kapituliere ... |
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Erst einmal dankeschön für eure Antworten
@Monty:
Ja, meine Augen sind schon halb geöffnet und blicken mit Zuversicht dem selbstbestimmten Leben entgegen ... Wie ich dies schaffe wird sich zeigen, aber mit Sicherheit wird mir dieses Forum, Ihr und Eure Geschichten dabei helfen und mich stärker werden lassen.
@Nanni:
Klar durchzublicken braucht immens viel Kraft, die ich kaum noch in mir spüre.
Aber ich sehe es so, dass ich zumindest schon mal den für mich wichtigen ersten Schritt gemacht habe, nämlich zu erkennen, dass ICH ebenso ein Problem habe, das es zu lösen gibt. Das sollte für mich an erster Stelle stellen, oder?
@Linde66:
Ja, du hast absolut Recht! Damals war es seine letzte Chance für ein "Wir" und wie ich schrieb, er war ja seit 2008 trocken abgesehen von seinen "Fußball-Ausrutschern". Und ja, du hast auch damit Recht, dass ich seitdem konsequent inkonsequent bin, aber das ist eines meiner generellen Probleme (leider auch bei meinem Sohn), aber auch daran muss ich arbeiten.
Was die gestrige SHG betrifft ... viele extreme Eindrücke, die ich erstmal auf mich wirken lassen muß, viele Parallelen ...
Ja, ich hatte irgendwie ein bißchen Angst dort hinzugehen, weil ich einfach auch menschenscheu geworden bin in den letzten Jahren. Aber irgendwie haben die Menschen dort es geschafft, mich geborgen zu fühlen. Gesagt habe ich in den 1 1/2 h nicht viel, doch beim Zuhören an den Lippen des Redners gehangen und ja, ich werde nächste Woche wieder hingehen!
Übrigens, mein Freund rief mich vor dem Termin noch an und ich meinte, dass ich wegmüsse. Er fragte wohin ich denn gehe? Ich nannte ihm den Grund (hatte ihm ja schon am Abend vorher mitgeteilt, dass ich am nächsten Tag zum Arzt gehe). Da meinte er "Ich bin in Gedanken bei dir" ....
Als ich dann wiederkam, war ich guter Laune (obwohl ich wieder den Geruch von Bieratem in der Luft wahrnahm, doch es war mir egal), ich sagte meinem Sohn noch Gute Nacht und machte mich bettfertig.
Dann kam von meinem Mann der Spruch: "Und, haste sicher voll über mich abgelästert bei der SHG!" Ich sagte ihm, dass ich da nur über mich und mein Problem rede und nicht über ihn. Er: "Jaja, ich weiß sowieso, dass ich alles schuld bin". Ich antwortete, dass keiner von uns beiden schuld sei, sondern der Alkohol! Er meinte dann nur noch, dass er Herr seines Kopfes sei und nicht der Alkohol die Kontrolle übernehmen könnte.
Lange Rede kurzer Sinn ... ich nahm mir vor, dass ich über den Alkohol nicht mehr reden werde und sagte ihm nochmal, dass ich ihm nicht mehr helfe sondern nur noch unterstütze.
Heute morgen stand er wie immer "pflichtbewußt" auf, saß auf der Couch. Ich stand etwas später auf, holte mir erstmal nen Kaffee, sagte Guten Morgen und setzte mich an den Schreibtisch. Vorwurfsvoll kam dann von ihm "Gibst mir garkeinen Kuss? Haste schon gestern morgen nicht gemacht?" Und ich ging zu ihm und gab ihm seinen Kuss - pflichtbewußt ... widerwillig(?), ich weiß es nicht. Er ging dann zur Arbeit ...
Und damit bleibt bei mir der üble Nachgeschmack, dass ich wieder mal total falsch reagiert habe. Ich weiß nicht, ob ich ihn und das Problem ignorieren soll und somit auf eitel Sonnenschein mache und damit doch nur mir selbst schade. Oder soll ich ihn weiterhin drauf ansprechen und damit versuchen, ihn in die richtige Richtung zu bringen? Aber das muß er doch selbst in seinen Kopf kriegen!
Blöderweise habe ich auch im Kopf, dass eventuell meine "professionelle" Hilfeanname (Arzt, SHG) ihm zeigen könnte, dass es sich lohnt, für SICH SELBST etwas zu tun.
Außerdem war mir dummerweise auch vor dem Gang zur SHG nicht bewußt, wie schnell sich das tägliche Feierabendsbier auf der Arbeit wieder in das unendliche Trinken verwandeln kann. Noch ist es nicht soweit, aber ich habe extreme Panik davor. Nicht mehr, dass es IHM schaden könnte und ER nicht den Absprung schafft, sondern dass wir (mein Sohn und ich) dabei untergehen...
Nun gut, werde jetzt erstmal die Gedanken beiseite schieben und mit meinem Wuffi Gassi gehen ...
Liebe Grüße ~ Natti |
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| Männertreu hat zum Thema: Re: Ich kapituliere ... geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 16.09.2010, 21:22 Titel: Re: Ich kapituliere ... |
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Hallo Natti und auch von mir ein herzlich Willkommen.
Ohh nein, Du kapitulierst nicht, glaub mir, Du fängst gerade an zu kämpfen
Nur mal zur Abwechslung um DICH und Deinen Jungen.
Mal ein Kampf mit Aussicht auf Erfolg. Is doch was
Liebe Grüße,
nici |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Ich kapituliere ... geschrieben
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Männertreu neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.09.2010 Beiträge: 11 Alter: 45 Wohnort: MG
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Verfasst am: 17.09.2010, 10:03 Titel: Re: Ich kapituliere ... |
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Danke Nici,
ich meinte mit dem Kapitulieren eher, daß ich meinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hatte ...
Das war der, als ich mir selbst eingestand, dass ich ihm nicht mehr helfen kann, sondern nur er das kann und ich nie wieder so tief reinrutschen möchte (auch für meine persönliche Gefühlswelt) wie damals, bevor wir fast ein Jahr zwangshaft getrennt waren.
Da war es extrem schlimm, er wurde nicht nur verbal aggressiv, hatte diesen "wahnsinnigen" Blick, der mich nur wenn ich dran denke immer noch erschüttern lässt. Diesen Blick will ich NIE wieder sehen!!!
Und all diese Gefühle bzw. Erinnerungen daran kommen nun wieder hoch - ich muss mich wohl damit auseinandersetzen???
Komisch, manchmal denke ich, daß wenn er die Arbeit nicht gefunden hätte, er nicht angefangen hätte wieder zu trinken ... denn da war er ständig unter "Kontrolle". Wobei ich auch sagen muß, daß mein Vertrauen bis vor 2 Wochen immer da war, ich nichts nachsuchte und auch nicht nach seinem Atem roch - er war einfach "normal" und der Mensch, den ich liebte ... unsere Beziehung war schön ...
Doch dann komme ich auch wieder zu dem Schluß, dass es so oder so irgenwann wieder angefangen hätte ... wie ihr schon sagt, er findet immer einen Grund ...
Damals hatten wir beide uns geschworen, dass wir beide eine Therapie machen wollten, doch der Vorsatz dazu blieb im alltäglichen Leben auf der Strecke, weil wir ja beide dachten: "uns geht es gut", "wir lieben uns" und "seht mal, wie stark wir sind, das zu bezwingen".
Heute bin ich schlauer, denn ich weiß, daß wir schon einen Schritt weiter gewesen wären damit, aber natürlich ist es auch ein Trugschluß zu glauben, daß er damit nicht rückfällig geworden wäre. Und es gibt hier kein Wenn und Aber, es ist so wie es ist und ich muß daran arbeiten etwas zu ändern - soweit bin ich schon.
Ich ziehe immer noch Kraft aus meiner SHG von Mittwoch, täglich Kraft aus diesem Forum, aus euren Zusprüchen (auch den kritischen), aus euren Geschichten und es hilft mir jeden Tag einen kleinen Schritt weiter zu gehen, auch wenn ich am Abend vorher vielleicht noch wieder einen Schritt zurück wollte - danke euch!!!!
Gestern Abend war er schon zuhaus, als ich mit Hundi vom Gassigehen wiederkam. Schon beim Reinkommen roch ich das Ausdünsten von Alk, aber ich versuchte es wegzudrängen. Er bekam seinen Kuss und ich ignorierte seinen Atem. Auf einmal fing er an zu erzählen von seiner Arbeit und wieviel Stress er heute wieder mal hatte. Ich hörte ihm interessiert zu und gab ihm zum Schluß nur noch meine eigenen Erfahrungen weiter ... nämlich, dass ich ihm gerne zuhöre, ich aber auch in meinem Arbeitsleben immer versuche, meinen Stress und Ärger über Kollegen etc. gefühls- und kopfmäßig dort zu lassen, vorzustellen wie in eine Kiste packen und mich eventuell am nächsten Tag wieder damit zu befassen und aufzuarbeiten. Ich weiß nicht, ob er verstanden hat, wie ich es meinte, aber er sagte dann noch: "es tat gut, sich auszuquatschen".
Ja, das merke ich jetzt auch täglich hier ... wie Tagebuch schreiben
Nun, was ich für MICH tu? Ich habe heute morgen ne Mail an eine Suchtberatungsstelle geschrieben, ob eventuell auch Einzeltermine außerhalb der offenen Sprechstunde möglich sind. Jetzt warte ich auf Antwort.
Würde mir auch gerne einen Psychotherapeuten suchen. Bei uns gibt es laut Internet genügend in der Nähe, aber ich bin mir noch nicht schlüssig, ob ich lieber einer Frau oder einem Mann gehe (mein Partner meinte vorgestern, er würde lieber zu seiner Frau gehen, wenn...). Und den Mut aufbringen, dort anzurufen und nach Termin zu fragen, kann ich auch noch nicht aufbringen ... blöd oder???? Laufen da nur AB's und muß man dann direkt sagen, welches Problem man hat???
Ach ja und was mir heute morgen noch eingefallen ist ... ich möchte wieder etwas für meine Gesundheit tun ... habe mich also somit mal wegen Aqua-Fitness schlau gemacht und direkt heute morgen eine meiner Freundin (mit ihr gehe ich immer zusammen Gassi und sie kennt mich und mein Problem schon sehr gut, immer eine gute seelische Hand zur Stelle ...) gefragt, ob sie nicht Lust hat mitzumachen. Uuuiiiii, es kam ein spontanes Ja!!!!! Cool, ich freue mich irre, also fragen wir morgen noch unsere andere "Gassi-Freundin", ob sie nicht mitmacht und dann starten wir durch ....
Überhaupt habe ich momentan das dringende Bedürfnis etwas zu tun ... raus zu gehen - etwas zu suchen, was mir Spaß macht - all das, was in den letzten Jahren so brach gelegen hat, denn klar, auch wir sind von der Außen-Freundes-Welt abgeschottet gewesen und haben nichts mehr unternommen ... Vor der Beziehung mit meinem Partner habe ich zig Gedichte geschrieben, das war ständig der Blitzableiter meiner Gefühle, doch die ganzen letzten Jahre war ich wie blockiert ... Ich fange auch damit wieder an, denn nichts ist besser, als sich seine Qual oder sein Glück von der Seele zu schreiben ...
Ja, ich glaube, es geht aufwärts ...!!!!
Ich wünsche euch allen einen hoffnungsvollen und zuversichtlichen Tag - Natti |
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| Männertreu hat zum Thema: Re: Ich kapituliere ... geschrieben
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Pittchen aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.10.2009 Beiträge: 653 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 17.09.2010, 11:53 Titel: Re: Ich kapituliere ... |
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Hallo
"dass ich ihm nicht mehr helfe, sondern nur noch unterstütze"
Wo liegt denn da der Unterschied?
BEIDES gibt ihm Freiraum zum Trinken, wenn er denn will ...!
Gruß
Pittchen |
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| Pittchen hat zum Thema: Re: Ich kapituliere ... geschrieben
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