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Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden...

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*Violetta*
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.08.2010
Beiträge: 9
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 23.08.2010, 22:03    Titel: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

... der letzte "Kick" zur Verhaltensänderung aber nicht...

Weinen

Hallo zusammen,

nun möchte ich gerne an dieser Stelle mehr zu meiner Situation beschreiben. Meinen - mittlerweile - Mann kenne ich im Prinzip nicht anders als dass er zuviel trinken würde...

Anfangs habe ich davor selbst ein wenig die Augen verschlossen und mir versucht einzureden, dass alles schon nicht so schlimm sei. Vor allem deshalb, weil er nicht immer alkoholisiert wirkt.

Es ist so, dass er jeden Tag trinkt. Los ging es seiner Aussage nach, als es seiner Firma einmal sehr schlecht ging und er praktisch Tag und Nacht gearbeitet hat, um sie zu retten. Ich glaube aber, dass parallel eine Veranlagung in seiner Familie zu übermäßigem Alkohol"genuß" liegt (und sei es, dass es ihm lediglich vorgelebt wurde, dass regelmäßiges Trinken nichts unnormales ist).

Ein "normaler" Tag sieht so aus, dass ab dem frühen Nachmittag Bier getrunken wird (im Durchschnitt vier Halbe), abends kommt dann noch eine Flasche (Rot)Wein dazu. Es gab in den letzten Jahren Phasen, da war das nachmittagliche Bier weniger, dafür aber der abendliche Wein mehr, dann war er insgesamt mal tendenziell weniger, aber in den letzten Monaten hat es sich auf die oben genannte durchschnittliche Menge gesteigert, Tendenz weiter steigend (derzeit, was das Bier angeht. Da kann bis zur abendlichen Flasche Wein auch noch die eine oder andere Halbe dazukommen oder nach der Flasche Wein gehts weiter mit Bier). Ich kann mittlerweile recht gut erkennen, wieviel es in etwa war... Mein Mann sagt jedoch praktisch immer, dass er ja nicht betrunken sei (logisch, weil sein Körper mittlerweile den Alkohol derart toleriert Weinen ) Paradoxerweise meint er, dass er, weil er ja über den Tag verteilt tränke, nur 0,8 Promille hätte (in den Abendstunden) - nur zu gerne würde ich ihn mal in so ein Messgerät blasen lassen, bevor er ins Bett geht (aber wo bekommt man sowas her?)

Ich habe jedenfalls ein Riesenproblem mit seiner Trinkerei. Erstens, weil ich mir natürlich Sorgen um seine Gesundheit mache. Da muss ja irgendwann was kommen... Eine Fettleber hat er bestimmt schon, mal abgesehen, dass sein Suchtgedächtnis auch schon "eingerichtet" ist Weinen

Außerdem leide ich auch insofern unter seinem Alkoholkonsum, dass er "emotional instabiler" wird. Eine Neigung zu Impulsivität oder negativer ausgedrückt Cholerik hatte er schon immer, aber ich habe das Gefühl, dass die Reizschwelle für seine unberechenbaren Ausbrüche sinkt. Er wird richtig gemein und demütigend, es ist aber auch schon mehrfach zu körperlichen Gewaltandrohungen/Drohgebärden gekommen und vereinzelt zu Übergriffen. Genereller Tenor ist, dass ich hierbei ein Machtgefälle empfinde, er macht mich klein und ich soll mich hinterher auch noch entschuldigen. Denn weil ich mich falsch verhalte, reagiert er so (und vorgestern habe ich durch mein falsches Verhalten in seinen Augen auch dafür gesorgt, dass er noch etwas getrunken hat, obwohl er ja eigentlich gar nicht wollte Geschockt Habe ich aber deutlich gesagt, dass er die Verantwortung dafür nich auf mich abschieben kann, sondern dass letztendlich immer er entscheidet, ob und wieviel er trinkt).

Ich reagiere mittlerweile auch immer empfindlicher auf das Thema Alkohol und habe co-abhängige Züge (versuche zu verfolgen, wieviel er trinkt usw.). Gleichzeitig spiegele ich ihm, dass ich nicht bereit bin, die Trinkerei zu tolerieren. Aber es ist so schwer, einerseits Druck aufzubauen, der ausreichend hoch ist, aber keine Ablehnung hervorruft. Aber ich muss schließlich auch rauslassen können, dass es in meinen Augen so nicht weitergeht.
Ein Problembewusstsein, dass er zuviel trinkt, hat er. Das sagt er sogar offen gegenüber Familienangehörigen/Freunden/Bekannten. Aber dann ist es auch wieder so, dass er alles herunterspielt.
Er hat auch vor einiger Zeit mal zwei Wochen nichts getrunken und es fiel ihm seiner Aussage nach gar nicht so schwer. In seinen Augen hat er alles im Griff und es sei ein reiner Willensakt, dass er weniger trinkt. Aber danach war alles so wie vorher.

Nun kommt erschwerend hinzu, dass wir Eltern werden (kein Urteil hierzu bitte, danke). Ich hatte im VOrfeld eigentlich gesagt, dass ich, obwohl ich mir Kinder mit ihm wünsche, keine haben möchte, wenn er weiterhin soviel trinkt, weil ich es in mehrererlei Hinsicht verantwortungslos finde. Es kann nicht sein, dass ein Kind damit aufwächst und es als normal vorgelebt bekommt, wenn der Vater jeden Tag ab den frühen Nachmittagsstunden Alkohol trinkt. Obendrein bekommt es ja auch mehr oder weniger die Streitereien mit, die dadurch entstehen.
Nun ist es aber doch passiert und der Nachwuchs ist unterwegs (worüber wir uns auch sehr freuen! Wäre da dieses Thema Alkohol nicht). Nachdem ich wieder einmal verstärkt Druck ausgeübt hatte, dass das mit der Trinkerei nicht so weitergehen kann, hat er vorgeschlagen, dass er innerhalb eines guten Monats sein Trinkverhalten ändern will (weil er ja - nach dem vorangegangenen zweiwöchigen "Abstinenztest" der Überzeugung ist, dass das nur in seiner Willenskraft liegt, weniger zu trinken). Ich hatte gesagt, dass wenn das nicht gelänge, dieser Monat als "Ultimatum" zu sehen sei, nach dessen Ablauf er sich dann Hilfe von extern suchen würde, worauf er sich einließ.
Fazit: nichts hat sich geändert. Aber er will nun doch nicht zu einer Beratungsstelle gehen. Dazu sagt er, dass er zwar einerseits manchmal das Gefühl hat, dass das besser/hilfreich wäre, aber dennoch denkt er, dass er es allein aus seinem Willen schafft und deshalb würde es nichts bringen. Es fehlt also doch das letzte Quentchen, sich Hilfe von außen zu holen. Ich weiß ja, dass das aus ihm heraus kommen muss.

Gleichzeitig habe ich aber auch wieder das Bedürfnis, den Druck auf ihn zu erhöhen, aber ich weiß nicht wie. Denn ich wiederum bin nicht bereit, ihn zu verlassen (das kann doch nicht das einzige sein, was Alkoholiker wachrüttelt - oder auch nicht wachrüttelt). Was kann ich nur tun?
Hatte mir schon überlegt, ihn bei seiner Familie "bloßzustellen", die gehen nämlich davon aus, dass er auf dem Weg ist, weniger zu trinken/sein Trinkverhalten in den Griff zu kriegen. Das finde ich ihnen auch unfair gegenüber! Aber ich weiß auch, dass wenn ich das machen würde, dass ich wiederum eine Ablehungshaltung in ihm erzeuge, die nicht dazu beiträgt, dass er aus sich heraus etwas ändern will.
Ich bin einfach ratlos, was ich tun kann, damit sich was ändert... Loslassen geht nicht. Ich kann mir das doch nicht tatenlos anschauen, dass er sich auf Raten kaputt macht.

Verzweifelte Grüße,
Violetta
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*Violetta* hat zum Thema: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 13698
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 23.08.2010, 22:18    Titel: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Violetta,

willkommen hier im Forum.

Kontrolliertes Trinken gibt es nicht, das ist Illusion. Ein Alkoholiker kann den Alkoholismus nicht "in den Griff kriegen".

Loslassen geht nicht, schreibst du. Da geht es dir nicht anders als ihm mit seinem Alkohol.

Keiner von beiden möchte etwas verändern, aber jeder hat an den anderen Erwartungen.

Du machst dir Sorgen um SEINE Gesundheit. Derweil wird er dir gegenüber gewalttätig... Was ist mit DIR!!? Nimm dich wichtig!

LG, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3355
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 24.08.2010, 05:22    Titel: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Violetta!

Es wird sich nichts ändern, wenn du nichts änderst.
Mit Kind wird es für dich nur noch schwerer.
Oder leichter, wenn du für euch die Reissleine ziehst.
Aber nur mit Konsequenz. Nichts androhen, was du nicht wirklich wahr machen kannst.

Alles Gute für dich und dein Kind! Gotti.
Nach oben
Gotti hat zum Thema: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben
*Violetta*
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.08.2010
Beiträge: 9
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 24.08.2010, 06:19    Titel: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Linde66 hat Folgendes geschrieben:


...Kontrolliertes Trinken gibt es nicht, das ist Illusion. Ein Alkoholiker kann den Alkoholismus nicht "in den Griff kriegen".


Ich glaube da auch nicht dran, aber wenn es für ihn wenigstens einen Einstieg bedeutet, loszukommen, lasse ich ihm diese Illusion doch erst mal, oder? Habe auch schon gelesen, dass nach der Beratung vielen klar wird, dass nur Abstinenz die Lösung für sie sein kann.
Er würde sich selbst ja noch nicht mal als Alkoholoker bezeichnen... Insofern ist Abstinenz für ihn noch gar nicht in seinen Möglichkeitsformen des Umgangs mit seinem "Alkoholproblem"...

Loslassen geht nicht, schreibst du. Da geht es dir nicht anders als ihm mit seinem Alkohol.
Aber ist es nicht ein Unterschied, ob ich den ganzen Menschen loslassen soll und er "nur" ein Suchtmittel??

Keiner von beiden möchte etwas verändern, aber jeder hat an den anderen Erwartungen.
Verstehe ich auch nicht ganz. Ich aus meiner Sicht willl sehr wohl, dass sich etwas ändert. Ich weiß nur nicht, WIE ich es anstellen soll. Es kann doch nicht sein, dass mir nur Trennung bleibt?! Was kann ich also ändern, damit auch er entsprechende Konsequenzen für sein Leben zieht?

Du machst dir Sorgen um SEINE Gesundheit. Derweil wird er dir gegenüber gewalttätig... Was ist mit DIR!!? Nimm dich wichtig!

Da ist ein Ungleichgewicht, ich weiß... Ich habe ganz viel Wut in mir, aber auch Traurigkeit, dass ich so mit mir umgehen lasse, weil ich weiß, dass niemand das darf. Auch hier gilt aber: es ist nicht so einfach, zu gehen, auch wenn es paradox erscheinen mag, dass man bei "so jemandem" bleibt und zulässt, dass man das mit sich machen lässt.

LG, Linde

Danke für Deine Einschätzungen Linde
LG Violetta
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*Violetta* hat zum Thema: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben
*Violetta*
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.08.2010
Beiträge: 9
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 24.08.2010, 06:25    Titel: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Gotti hat Folgendes geschrieben:


Es wird sich nichts ändern, wenn du nichts änderst.

Aber genau das war eine meiner Fragen: Was kann ich ändern, ohne dass ich mich gleich trenne? Das bring ich nicht fertig!

Mit Kind wird es für dich nur noch schwerer.
Oder leichter, wenn du für euch die Reissleine ziehst.


Diese Option habe ich bereits durchgespielt. Ich glaube für mich, dass es mit Kind vielleicht leichter wird. Wahrscheinlich würde die Situation so unerträglich (nach dem Motto "wie schlecht muss es einem eigentlich gehen..."), dass ich wirklich gehen würde. Aber ich will doch eine gemeinsame Zukunft mit ihm Weinen Manchmal kommt es mir vor, ich lebe mit einem "Dr. Jeckyll und Mr. Hyde" zusammen... Er hat auch so wundervolle Seiten und ist ein durchaus konfliktfähiger Mensch! Aber mit der entsprechenden Menge Alkohol kannste ihn vergessen...

Aber nur mit Konsequenz. Nichts androhen, was du nicht wirklich wahr machen kannst.

Was genau könnten das für Dinge sein außer Trennung?

Alles Gute für dich und dein Kind! Gotti.

Danke Gotti.
LG Violetta
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*Violetta* hat zum Thema: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben
DanielG
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 24.08.2010, 07:23    Titel: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Violetta,

ich habe mich jahre-, gar jahrzehntelang nicht zur letzten Konsequenz entscheiden können.

Jetzt ist das Leben zwar nicht vorbei, aber das letzte Drittel hat begonnen. Und all das, was ich noch vorhatte, lege ich "ad acta".

Du hast, wie immer im Leben, zwei Möglichkeiten: Bleib bei ihm, und mache die klassische Co-Abhängigen-Karriere. Oder ziehe die Konsequenzen und gib Dir selbst und deinem Kind eine Chance, glücklich zu leben.

In der Firma haben wir uns folgendes Modell zum Umgang mit Alkohol- (und anderen Sucht-) Kranken erarbeitet: der Mitarbeiter wird gekündigt und entlassen. Nach erfolgreicher Therapie wird er wieder eingestellt. Geht er nicht zur Therapie, bleibt er draussen.

Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für Euch? Trennung, und wenn er die Therapie erfolgreich hinter sich hat, wieder ein Versuch zusammen zu leben? Beim Rückfall endgültige Trennung/Scheidung - so oder ähnlich.

idS Daniel
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DanielG hat zum Thema: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben
Mohn
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.06.2010
Beiträge: 813
Alter: 49
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 24.08.2010, 07:55    Titel: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Violette!
Nur eine Frage?
Angenommen du hättest eine allerbeste Freundin, die dir von verbalen und auch körperlichen Übergriffen(Schlagen) ihres Freundes erzählen würde.
Was würdest du zu ihr sagen?
Denke bitte mal einen Moment darüber nach!

Bin auch eine Frau, die jahrzehntelang alles erduldet hat.
Habe gelernt, das ich ihn loslassen muß, damit sich was ändert.

Ich weiß es fällt unendlich schwer !!!!


LG
Mohn
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Mohn hat zum Thema: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben
n i c i
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2010
Beiträge: 2199
Alter: 45

BeitragVerfasst am: 24.08.2010, 08:26    Titel: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo und Willkommen Violetta,

ich bin hier genau so gestrandet, wohl wissentlich was mit ihm und was mit mir los ist. Auch ich wusste, so geht es nicht mehr weiter.

Dann als ich hier anfing zu lesen, war ich erst mal geschockt, weil es so viele wie "ich" gab, und weil meiner Meinung nach zu der Allerweltslösung "Trennung" kaum eine Alternative geboten wurde.
Jetzt hab ich aber begriffen es geht nicht um eine Alternativlösung, und angeboten wird einen auch nichts,
sondern es geht hier um die ( wahrscheinlich letzte) Chance, die ich mir und meinen Kindern selber geben kann.
Und im Nachhinein muss ich sagen, IHM hab ich alle erdenklichen Chancen aufgezeigt bzw. angeboten.
ER wollte sie nicht. In meiner Aufopferung und meiner Liebe zu ihm war ich bereit hunderte , ne tausend Chancen für ihn einzuräumen. Und ich wär jeden Weg für ihn gegangen. Aber Er hat sich entschieden : entschieden zu jammern, und nichts zu tun.
Irgendwann war ich dann an dem Punkt, wo ich mich entscheiden musste, geb ich den Kids eine, oder ihm noch eine weitere, die Er eh nicht annimmt.
Und ich hab mich für die Kids entschieden. Und wir sind jetzt seid 2 1/2 Monaten getrennt. Und ich merk wie die Kinder aufatmen, wie Ruhe hier einkehrt.
Und ich plag mich immer rum ... warum hast Du ihm so lange Zeit gelassen, die Er eh nicht zu schätzen wusste.
Ja, er trink auch noch, zu mindest glaub ich das, denn ich schau nicht mehr so hin. Er ist ja der Meinung das Trinker keinen Job und keinen Führerschein mehr haben - also ist er kein Trinker.

Liebe Violette, ich kann deinen Herzenswunsch nicht nachkommen und Dir eine andere Lösung bieten, ich würd sagen der Vorschlag von Daniel ist super. Eine Chance für ihn aber auch gleichzeitig eine Chance für Dich und dein Kind.
Lass es nicht so weit kommen, wie ich, dass Du hofft und festhälst bis Dich Kinderaugen anschaun und fragen...."warum holst Du uns nicht hier raus???" Glaub mir da ist die Trennung einiges leichter.

Ich wünsch Dir Mut und die Kraft jetzt das Richtige zu tun.
Liebe Grüße,
nici
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n i c i hat zum Thema: Re: Problembewusstsein mal mehr, mal weniger vorhanden... geschrieben

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