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Bonsai neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.08.2010 Beiträge: 3 Alter: 29 Wohnort: Offenbach
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Verfasst am: 16.08.2010, 23:34 Titel: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! |
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Hallo Freunde der Alkoholabstinenz, ich bin Bonsai.
Seit einer guten Woche bin ich im forum und lese täglich fleißig euere Beiträge. Ich fühle mich hier verstanden und die Anonymität ist eine gute Abwechslung zu meiner momentanen Nachsorge. Z.Z bin ich im ambulanten, betreutem Wohnen und der heutige erste Schultag hat mich auch wachgerüttelt.(nach 6 Wochen Ferien)
Nun ist es höchste Eisenbahn mal selbst den wahnsinns Druck loszuwerden:
Vor einigen Stunden habe ich hochprozentigen Alkohol gerochen. Das kuriose ist, daß es in meinem Wohnzimmer nach Alk. roch. Ich bin immernoch schockiert, weil ich zuerst an mir selbst die Quelle vermutete(was kompletter irrsinn ist). So versuchte ich einige Minuten die Ursache zu finden, ohne Erfolg. Seitdem entspanne ich mich mit Fencheltee, Musik und lese im Forum. Ich denke jetzt dass der Gestank von außen hochkonzentriert in mein Fenster zog. Kann man sich Alkoholgeruch so real einbilden.(im eigenem WZ)
Aber das ist noch nicht alles. Ich denke sehr viel über unwichtige Sachen nach und das fast ständig. So bin ich schon immer, als Kind schon, als erwachsener Trinker und als heute trockener Alkoholiker (seit 14,5 Monaten trocken). Das denken oder Tagträumen behindert mich nicht, da ich auch sehr aufmerksam meine Umgebung wahrnehme. Seit ich trocken bin habe ich zwar hin und wieder Verlangen nach Bier in betäubenden Mengen, kenne aber die Konsequenzen des ersten Schluckes, was ich mit aller Kraft vermeide. Worauf ich hinaus will: Es macht mir Angst wie glaubwürdig man (ich) Realität mit Träumen verwechseln kann.
Erst mal zur Realität- Ich bin Musikliebhaber und kann wieder ganz gut auf Konzerte oder Festivals gehen ohne mich schlecht oder ausgegrenzt zu fühlen. Mit großer Vorfreude gehe ich dann trocken tanzen und komme trocken wieder(bis jetzt). Letztes We. war wieder ein Event das ich mir nicht entgehen lassen wollte. Und da ist es fast passiert, dass ich helfe Bier zu holen, ich? -der sich so sicher fühlt!!! Jetzt habe ich meine leute auf halber strecke zur Theke allein gelassen. Ich bin dann nochmal zurück zur Tanzfläche, wollte aber nicht mehr tanzen, sondern ging Heim auf der Suche nach Sicherheit.( das wäre fast der Anfang in Richtung Rückfall oder wars das schon?)
Aus solchen Gründen versuche ich mir ein trockenes umfeld aufzubauen und so vielleicht dauerhaft glücklich ausgehen zu können. Oder ich gebe meine Leidenschaft zur musik auf, aber mir hat mal ein Therapeut gesagt dass der beste Weg meistens in der mitte liegt. Und Alkohol kann mir schließlich überall begegnen!
Meine nächtlichen Träume wünsche ich keinem Alkoholiker. Meistens sage ich im Traum NEIN! Aber in letzter Zeit kam es oft vor, dass ich Im Traum trinke und ziemlich verschwitzt und verängstigt aufwache.
Ich sage immer, dass man keine Angst um mich haben braucht. Aber die letzten Wochen sprechen eindeutig dagegen.
Wer kennt diese Ungewißheit -Realität oder -Traum???
Danke im Voraus,
LG Bonsai |
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| Bonsai hat zum Thema: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3355 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 17.08.2010, 05:22 Titel: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! |
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Hallo Bonsai!
Erst mal ein Willkommen an dich und dann ein kleines Lob von mir als Co.
Trotz deiner Angstattacken - so nenn ich es mal - hast du doch die Kurve noch bekommen.
Das letzte mal.
Jetzt meine Frage, bist du in deiner ambulanten Betreuung auch in therapeutischer Einzelhilfe? Hast du da schon mal von deinen Angstattacken geredet?
Ich denke schon, dass es normal ist, Träume in dieser Richtung zu haben, wenn man mit dem Thema noch nicht abgeschlossen hat. Und das kann sehr, sehr lange dauern.
Es zeigt wahrscheinlich, dass du noch ganz viel auf dich aufpassen musst, denn es stimmt, Alkohol kann dir überall begegnen.
Vlt. wäre es doch besser eine zeitlang auf die Konzerte zu verzichten?
Vlt. spielt dir dein Suchtgedächtnis deswegen diese Streiche?
Mein Rat: Such dir noch mehr Hilfen, Notfallkoffer etc., damit du für weitere, eventuelle Attacken gewappnet bist, bzw. diese erst gar nicht mehr auftreten.
Alles Gute und einen schönen Tag wünscht dir Gotti. |
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8356 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 17.08.2010, 05:47 Titel: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! |
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Hallo Bonsei!
Willkommen im Forum!
Ich hatte auch Alk-Träume. Mal Rotwein,mal Bier getrunken (im Traum)Mal habe ich alle Rotweigläser der Tafelrunde ausgetrunken.....
Da ich früher schon ganz andere schlimme Träume hatte war ich da beim Aufwachen nicht schlecht dran.Ich freute mich dass ich trocken bin.
Irgendwann sind diese Alk-Träume verschwunden.
Ich wünsche Dir einen ganz guten Tag
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! geschrieben
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pfundi neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 110 Alter: 41 Wohnort: Heilbronn
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Verfasst am: 17.08.2010, 09:14 Titel: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! |
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| Bin nach Entgiftung und LZT nun 9 Monate trocken. Mache viel für mein alkfreies Umfeld (SHG, Seminare, Nachsorge) und kenne das auch. Meine Angst- und Panikattacken, die ich von zahlreichen Entzügen her bekommen habe sind weitestgehend verschwunden, aber hin und wieder habe ich auch noch süchtige Träume. Meistens werde ich dann wach und könnte direkt loslegen. Ich trinke aber nicht, weil mir der Alk nicht gut tut. Habe 21 Jahre gebraucht um das zu begreifen. |
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| pfundi hat zum Thema: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! geschrieben
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Dante sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2006 Beiträge: 2075 Alter: 49 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 18.08.2010, 12:15 Titel: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! |
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Hallo Bonsai & Willkommen im Forum!
Ziemlicher Stiefel, den du da mit dir trägst.
Erstmal zum Alkoholdunst in deinem Wohnzimmer: Der ist sehr wahrscheinlich eingebildet & vom Suchtgedächtnis ausgehend. Ich kenne einige Fälle von erstaunlichen Streichen des Suchtgedächtnisses. Da schmeckt auf 1 x das Wasser im Trinkglas nach Wein oder man bekommt Bierdurst beim Anblick eines Glases mit Tee (wg. der Farbe).
Auch Saufträume sind nicht ungewöhnlich. Ich selbst habe ab & zu solche.
Beunruhigend ist eher, dass diese Erscheinungen bei dir gegenwärtig so konzentriert stattfinden. Als Quelle vermutest du selbst dein Interesse an Musikveranstaltungen. Wie sehr waren solche Besuche bei dir in der Vergangenheit mit Alkoholkonsum verbunden? Wer hat dich begleitet? Erzähl uns doch bitte davon. |
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| Dante hat zum Thema: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! geschrieben
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Flor neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.08.2010 Beiträge: 68 Alter: 44
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Verfasst am: 30.08.2010, 04:30 Titel: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! |
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Hallo Bonsai!
Ich freue mich ueber Dein Thema, fuer mich war es etwas ganz Neues, als ich vor ungefaehr einer Woche getraeumt hatte, ich haette mit Genuss - aber sehr schlechtem Gewissen! - eine Flasche Bier ausgetrunken. Ich hatte sowas noch nie vorher getraeumt, und waere auch nie darauf gekommen. Aber, es scheint ja gar nichts ungewoehnliches zu sein, das unser Gehirn uns solche Streiche spielt! Bin mal gespannt, was andere noch dazu erzaehlen. Nehmen denn auch tagsueber Gedanken zu, etwas trinken zu wollen, hast Du das Gefuehl, das sich da etwas verselbstaendigt?
Gruss
Flor |
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| Flor hat zum Thema: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! geschrieben
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pfundi neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 110 Alter: 41 Wohnort: Heilbronn
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Verfasst am: 30.08.2010, 08:28 Titel: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! |
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Ich hatte letzte Woche auch Suchtträume, nachdem ich im Fernsehen einen Bericht gesehen habe, wo jemand volltrunken vor einer Sporthalle lag und dann von der Polizei in die Ausnüchterungszelle gebracht wurde.
Ich lag auch schon besoffen vor einer Sporthalle und die Woche drauf, wusste es dann das ganze Dorf. Ich habe mich in dem Typ ausm Fernsehen genau wiedergesehen. Der war nicht aggressiv und gar nichts. Ein ganz lieber und zurückhaltender Mensch. Das bin ich auch und ich wollte auch niemandem irgend etwas.
Und im Traum habe ich dann wiedermal richtig fein getrunken und erlebte den Moment dieses Hochgefühls. Als ich so im Halbschlaf dalag und meine Kontrolle wohl noch schlief, hätte ich gerne zugeschlagen.
Das ganze hat mich nachdenklich gemacht und mir auch gezeigt, dass die Sucht ständig in uns lauert und womöglich nur auf einen günstigen Moment wartet. Dennoch halte ich mich zur Zeit nicht für sonderlich gefährdet, da ich weiß, wie schlecht es mir geht, wenn ich saufe. Das will ich nicht mehr erleben und verhindern kann ich es nur ohne Alk. |
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| pfundi hat zum Thema: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4055 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Mein Gehirn spielt mir beängstigende Streiche! geschrieben
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