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Tiefpunkt unbedeutend. - entzug: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
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Tiefpunkt unbedeutend.

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silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


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Beiträge: 4062
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BeitragVerfasst am: 15.08.2010, 11:48    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf

HansHa hat Folgendes geschrieben:
und das Erhalten der Erinnerung an diesen Moment (diese Zeit) finde ich sehr wichtig.
das will ich einfach nochmal wiederholen

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben
Xenica
Gast






BeitragVerfasst am: 15.08.2010, 14:24    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

Zitat:
Aus meinen Erfahrungen heraus, bin ich der Meinung das nicht jeder " Point of Return " ausreicht, um die Ernsthaftigkeit der Krankheit zu erkennen und dadurch individuelle , auf sich abgestimmte und angenehme Wege gegangen werden, weil einfach die Bedrohlichkeit der Krankheit, nicht für den einzelne da war. ich geh ja dann leichtfertiger damit um und vergesse dabei, das ich da ganz schnell leicht fertig bin mit den Bemühungen .


Ich würde den Punkt des Eingestehens, daß ich Alkoholikerin bin niemals als Tiefpunkt bezeichnen. Denn Tiefpunkt hat für mich was absolut negatives. Das will ich nicht und das muß ich nicht haben. Ich bezeichne das Mir bewußtwerden ich bin Alkoholikerin als Wendepunkt.

Was mir nicht an Deinen Beiträge gefällt, ist, daß vieles, wo Du so erlebt hast als Nonplusultra ansiehst und andere Meinungen werden ihrer Richtigkeit angezweifelt, oder Du zweifelst die Motivation derer an, die das anders als Du sehen und erleben.
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Xenica hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


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Beiträge: 10069
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 15.08.2010, 16:09    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Xenica,

gehe einafch mal davon aus das es meine Erfahrungen sind und nicht deine Sichtweisen.

Zitat:
Was mir nicht an Deinen Beiträge gefällt, ist, daß vieles, wo Du so erlebt hast als Nonplusultra ansiehst und andere Meinungen werden ihrer Richtigkeit angezweifelt, oder Du zweifelst die Motivation derer an, die das anders als Du sehen und erleben.
Deine Interpretation muss ja nicht im Sinne meines Denkens sein. Es ist deine. Ob es dir gefällt oder nicht ist auch nicht mein Sinn des Austausches oder gar nach dem Mund anderer zu reden.

Vielmehr schaue ich im Austausch auf das inhaltliche und nicht ob es mir gefällt oder nicht. So auch bei dir.

Zitat:
Ich würde den Punkt des Eingestehens, daß ich Alkoholikerin bin niemals als Tiefpunkt bezeichnen. Denn Tiefpunkt hat für mich was absolut negatives. Das will ich nicht und das muß ich nicht haben. Ich bezeichne das Mir bewußtwerden ich bin Alkoholikerin als Wendepunkt.


Genau so hatte ich es jahrelang auch gesehen. Aber erst nach meinem Tiefpunkt realisierte ich das ich unheilbar krank bin und jegliche Kontrolle verloren hatte. Das es kein Weg zurück gibt zu einen normalen Trinkverhalten und die ein zigste Möglichkeit die Kapitulation ist. Das habe ich hier durch einen inhaltlichen Austausch , für meinen Weg, erlernen und ergänzen dürfen.


Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4062
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 15.08.2010, 17:08    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf xenica

Xenica hat Folgendes geschrieben:
Ich würde den Punkt des Eingestehens, daß ich Alkoholikerin bin niemals als Tiefpunkt bezeichnen. Denn Tiefpunkt hat für mich was absolut negatives.
was hat dich den zu dem eingeständnis bewogen? war das vieleicht dein tiefpunkt? - dem dann die durchaus positive wende folgte

wünsch dir weiter viel erfolg

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben
MrHardcore
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 15.12.2009
Beiträge: 149
Wohnort: Nähe München

BeitragVerfasst am: 15.08.2010, 21:48    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi all,

bei mir war es eher ein "point of no return". ich hatte schon mehrfach erfolglos mit eigenen mitteln versucht, ohne alkohol auszukommen. beim letzten versuch des kalten entzuges, dessen gefahren ich damals noch nicht kannte, fiel ich in ein delir.
nach aussagen meiner familie muss dieses delir fast drei wochen angdauert haben. ich selbst habe nur sehr schreckliche erinnerungen daran und keinerlei zeitliche orientierung.
in einem lichten moment begab ich mich dann jedoch selbst in die klinik, von wo aus ich umgehend in eine entgiftungsklinik weiterverlegt wurde.
mein gesundheitszustand zu diesem zeitpunkt war derart desolat, dass für wochen mit meinem ableben gerechnet werden musste. neben fortgeschrittener entzündung der bauchspeicheldrüse und einer massiv angegriffenen leber waren auch beide nieren bereits faktisch funktionslos. dazu kamen massive herzrhytmusstörungen. kurz: ich hätte die nächsten tage nicht ohne ärztliche hilfe überlebt.

das ist mir heute noch so plastisch vor augen, dass ich schweissaubrüche und fingerzittern bei der erinnerung daran bekomme.

dahin möchte ich nie wieder zurück, egal, was ich dafür tun muss. ich habe mich für den "geraden weg" entschlossen, und gehe diesen sehr konsequent und für mich sehr zufrieden stellend. ich möchte auch keine anderen wege ausprobieren. ich bin zufrieden mit dem, was ich heute habe und möchte lieber diesen zustand erhalten, als irgendwelche experimente mit ungewissem ausgang zu wagen. zu viele, die ich kannte, sind an den folgen ihrer experimente (mit entsprechenden rückfällen) elendiglich verreckt.

das will ich nicht. da war ich schon zu kurz davor, und ich habe nur ein leben - das mir heute einfach zu kostbar ist.

cu
MrHardcore
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MrHardcore hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben
Xenica
Gast






BeitragVerfasst am: 16.08.2010, 10:32    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich habe mich lange nur als eine Frau gesehen, die zuviel trinkt. Aus beruflichen Gründen bin ich immer wieder mit austherapierten Alkoholikern konfrontiert worden, die an Alkoholbedinger Demenz litten. Schrecklich, abschreckend, das muß ich nicht haben- so will ich nicht enden. So dachte ich damals- ahnte aber, wenn ich diese Mengen an Alkohol weitertrinke, wird mein Körper über kurz oder lang schwere Schäden abbekommen. Dies war mir klar, und ich wußte, an Leberzirrhose zu sterben ist nicht schön, egal ich den Alkohol "nur" missbrauche oder süchtig bin

So entschloss ich mich mit dem Trinken aufzuhören. Ich hatte angst, daß ich süchig werde und mich dann zu Tode trinke. Ich hatte dann schon einige Zeit nichts mehr getrunken, als mir irgendwann klar wurde. Ich bin schon süchtig. Ich hatte schon Kontrollverluste. Aber die Erkenntnis, daß ich "schon" Alkoholiker bin/war- die hatte ich erst nach Monaten Abstinenz.

Ich habe die Notbremse gezogen, bevor der Alkohol mein Leben zerstörte. Ich habe noch Arbeit, Führerschein, Haus und Familie. Und rein gar nichts verloren. Ich habe vorher aufgehört, bevor es brenzlig wurde. Und dafür bin ich Gott dankbar

Aber als einen Tiefpunkt würde ich das nie bezeichnen. Eher ein Aufwachen, ein bewußtes Sehen und der Wahrheit: ich bin (doch) Alkoholiker..
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Xenica hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben
Xenica
Gast






BeitragVerfasst am: 16.08.2010, 10:37    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

die schönste Erkenntnis ist die, daß ich meine Probleme lösen kann, obwohl ich die Krücke Alkohol weggeworfen habe.

Ich hatte immer die Befürchtung, ich halte das Leben und vor allen Dingen mich selbst und meine Gefühle nicht aus- ohne diesen dämpfenden bedudelten Schleier, den der Alkohol über mich legte.. doch ich habe gemerkt, daß es sogar viel leichter ist sich mit klarem Kopf an die Schwierigkeiten heranzuwagen und sich den Situationen zu stellen, die mir angst machten
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Xenica hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
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Beiträge: 4062
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Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 16.08.2010, 11:26    Titel: Re: Tiefpunkt unbedeutend. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf xenica

Xenica hat Folgendes geschrieben:
ich wußte, an Leberzirrhose zu sterben ist nicht schön
kannst du diese fürchterliche angst vorm "verrecken" als deinen tiefpunkt sehen?

ich hab auch nur die ehe verloren (< die hatten wir gemeinsam versoffen)

trockenen montagnachmittag

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Tiefpunkt unbedeutend. geschrieben

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