| Der Weg, den ich gehe • Bin ich in der Lage mich auszutauschen? |
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31610 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 11.08.2010, 17:50 Titel: Re: Toleranz |
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Hallo Jabo,
sicherlich möchte ich auch keinen anderen Menschen etwas vorschreiben und das ist ja das Thema Toleranz, weil ich ja auch so angenommen werden will, wie ich bin.
Nur al kurz auf auf den Beitrag von Hartmut bezogen, aber das schreibe ich mal in dein Thema.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Toleranz geschrieben
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BlueCloud neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.07.2011 Beiträge: 401
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Verfasst am: 23.07.2011, 08:27 Titel: Re: Toleranz |
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Hallo alle miteinander,
ich staube mal das Thema "Toleranz" wieder ab.
Karstens Eingangspost war:
| Zitat: | Hallo,
ich möchte heute noch einmal das Theme Toleranz aufgreifen, weil dies für unsere Lebensveränderungen sehr wichtig ist.
Einige Gedanken habe ich schon unter Toleranz und Umfeld im Blog beschrieben, wo auch wieder für Forengäste die Kommentarmöglichkeit besteht.
Wie sind eure Erfahrungen in Fragen der Toleranz?
Das Thema wird zwar öfter diskutiert, aber ich halte es für besonders wichtig.
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Ich habe mir auch mal die Frage gestellt, ob Alkoholiker aufgrund ihrer Sucht evtl. toleranter sind als, gesunde Menschen.
Ich kam für mich zu dem Ergebnis, dass es eher das Gegenteil der Fall ist - zumindest ist es mir so. Je toleranter ich früher war, desto mehr wollte ich eigentlich nicht hinschauen. Da verwechselte ich auch oft Toleranz mit Angst vor Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema.
Heute bin ich nicht mehr so tolerant, wie ich es früher mal war. Es gibt für mich ganz klare Grenzen und ganz klare "No go´s", wo ich auch mal sehr intolerant sein kann. Wobei ich Intoleranz nicht negativ sehe und es kommt auch immer auf das jeweilige Thema an, wie sehr es mich anpiekst bzw. tangiert.
Gruß
BC |
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| BlueCloud hat zum Thema: Re: Toleranz geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2199 Alter: 45
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Verfasst am: 02.08.2011, 09:57 Titel: Re: Toleranz |
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Toleranz ist auch so ein heikles Thema bei mir.
War es doch gerade die geforderte Toleranz, die mich hat in so manchen Co-Bereich ( nicht nur beim Partner ) hat hineinstolpern lassen.
Wo andere sich umdrehten, war ich tolerant, da hatte ein Ohr offen und lief ins offene Messer.
Nun verteufel ich nicht die Toleranz, nee, kommt aufs Thema an,
aber ich weiß, dass ich meine Gesundheit keiner Toleranz mehr opfern werde.
Und auch das meine Toleranz, der Intoleranz der Anderen nicht zum Opfer fallen darf !
LG nici  |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Toleranz geschrieben
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uwe.rothaemel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.05.2010 Beiträge: 262 Wohnort: Lauf a.d. Pegnitz
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Verfasst am: 09.09.2011, 23:53 Titel: Re: Toleranz |
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Da das Thema schon eröffnet ist, einige Zeilen von mir, wie ich Toleranz im Bezug auf Sucht sehe, bzw. Toleranz im Rahmen der Selbsthilfe betrachte.
Das Wort, Toleranz, wird zu oft in der Vorstellung von Höflichkeit, manchmal als Mitleid oder gar als Gleichgültigkeit verwendet. Dabei bezeichnet es eine Tugend, welche im Gegensatz zum Absoluten steht. Es hat was mit Achtung und Wertschätzung zu tun oder besser - wo ich nicht zur Anerkennung in angemessenem Rahmen fähig bin, übe ich tolerantes Verhalten. Tolerant sein ist somit für mich ein Mindestmaß an Respekt und Wertschätzung aufbringen und somit für jeden erreichbar.
Ich brauche nur geringfügig meinen Eitelkeiten Einhalt zu gebieten – ein wenig Demut zeigen - um tolerant zu sein.
Im Bezug auf meine Sucht, habe ich in der Abstinenz nur positive Rückmeldungen gehabt. Die „Toleranz“ fand vorher statt. Aus falscher Loyalität hat man mein Trinkverhalten toleriert, solange ich funktioniert habe. Ich habe später mal in diesen Kreisen deutlich gemacht, dass dieses Verhalten (ertragen und Nichtstun, wenn Eigennutz vorliegt, oder wenn man nichts dabei zu verlieren hat), keine Toleranz darstellt. Es ist reiner Egoismus.
In der Sucht-Selbsthilfe, ist Toleranz für mich ein wichtiger Aspekt um den Menschen in ihrer ersten Unsicherheit Halt zu geben. Nicht akzeptiert worden sind sie meist lange genug – mit einem Selbstwertgefühl, in der untersten Schublade; mit Ängsten behaftet die noch keinen Namen haben und getragen von immensen Zweifeln über ihr tun.
Toleranz kann ich nicht einfordern. Wie bei der Dankbarkeit, kann ich es selber sein, doch nicht erwarten. Nur durch das Vorleben kommt beides in erheblichem Maße zurück.
Gruß Uwe. |
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Spedi aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 931
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Verfasst am: 10.09.2011, 06:39 Titel: Re: Toleranz |
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Servus uwe.rothaemel,
ich hätte da eine weiterführende Frage: wo endet Deine Toleranz? Wie weit geht Deine Toleranz? Wenn in der Selbsthilfe z.B. gefährliche und untaugliche "Rezepte" beschrieben werden, die Dritten durchaus gefährden können?
Gar eventuell bei der Beschreibung von Straftaten?
Oder bist Du gewillt, so tolerant zu sein und beide Beispiele zu gestatten, nimmst dann aber auch im Gegenzug die Verantwortung für daraus resultierende Strafen in Kauf?
Ich finde, Toleranz endet da, wo Rechte Dritter berührt werden. Das können durchaus sehr theoretische Rechte sein, und aktuell nichts mit meinem direkten Geschehen zu tun haben - aber es liegt in meiner Verantwortung, auch darauf zu achten. Da ist bei mir dann auch schluß mit Toleranz.
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Toleranz geschrieben
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uwe.rothaemel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.05.2010 Beiträge: 262 Wohnort: Lauf a.d. Pegnitz
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Verfasst am: 10.09.2011, 10:53 Titel: Re: Toleranz |
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Hallo Spedi
Eine unendliche Toleranz wäre das Ende der Toleranz. Es gibt sehr wohl nicht tolerierbares, vor allem für den Toleranten! Moralisch: das Leid anderer und Ungerechtigkeiten sofern sie in meinem Einflussbereich stehen. Keinesfalls will ich um der Toleranz willen aufhören, die Wahrheit zu lieben. Die Wahrheit konsequent lieben heißt aber auch, den Zweifel anzunehmen, in den sie für den Menschen mündet.
Das Problem der Toleranz stellt sich nur bei Fragen der Meinung. Aber was ist eine Meinung anderes als ein ungewisser Glaube. Selbst wenn ich einen Zugang zu einer allumfassenden Wahrheit hätte, so kann ich nicht jeden dazu verpflichten, dieselben Werte zu respektieren, also auch nicht dazu, auf dieselbe Art zu leben wie ich.
Es gibt gesellschaftliche Normen, einen Moralkodex innerhalb unserer Kultur, ein Rechtewesen, was ich nicht mit tolerieren verbinde, sondern mit respektieren (darunter fallen Straftaten, etc.).
Gruppen, egal ob als Team bei der Arbeit, als Clique oder in der Selbsthilfe, werden irgendwann per Definition schon intolerant. Die Dynamik lässt es gar nichts anders zu. Innerhalb des Prozesses von Findung und Bestehen, werden in Gruppen Regeln aufgestellt, die das Überleben sichern. Das ist auch gut so. Dadurch entsteht erst die Vielfalt.
Konkret heißt das für mich: ich kann mir alles anhören (auch die „Rezepte“, von denen ich glaube zu wissen, welche du meinst). Dann kann ich immer noch abgleichen, in welchen Rahmen sie mit meinem Wissen, meinen Wünschen, meinen Willen und meinen Werten vereinbar sind. Ich brauche diese Meinungen nicht als Richtig oder falsch zu bewerten, um sie entweder in meine Ethik zu integrieren oder eben einfach als eine andere Meinung stehen zu lassen.
Gruß Uwe |
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perla54 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.07.2011 Beiträge: 1450 Alter: 55 Wohnort: hannover
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Verfasst am: 10.09.2011, 16:15 Titel: Re: Toleranz |
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toleranz......
duldsam, nachsichtig, grosszügig, gleichberechtigt, weitherzig
so die bedeutung des wortes
für mich bedeutez es, geduldig mit mir umzugehen
geduldig mit anderen zu sein......
petra |
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| perla54 hat zum Thema: Re: Toleranz geschrieben
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em(m)a neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.07.2010 Beiträge: 53 Wohnort: württemberg
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Verfasst am: 15.09.2011, 13:53 Titel: Re: Toleranz |
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Hallo zusammen,
ich finde das ein wichtiges Thema; ich hab schon einige Male beim ersten Lesen von z.B. euch Mods oder einigen Foris gedacht: boah! wie intolerant!
Und dann beim drüber nachdenken gedacht: Nee. wie RICHTIG, Grenzen zu setzen, die ein-eindeutig sind.
Toleranz heisst nicht alles toll finden. Hat irgendwer schlaues gesagt.
Und für mich endet Toleranz im Idealfall (also wenn ich alles so umsetzen kann wie ich gern öfter tät) einmal da, wo tatsächlich meine persönlichen Grenzen verletzt werden (also z.B. wenn jemand mich übergeht oder beleidigt o.ä.), dann bei Ansichten, die MICH oder für mich grundlegende Einstellungen verletzen (z.B. meine Familie, Freunde, Hobbies, Werte, pol. oder relig. Einstellungen in den Dreck gezogen werden).
Bei anderen kann ich mir viele Dinge anschauen und tolerieren, solange sie mich nicht näher (und tatsächlich im Sinne von Nähe) betreffen.
Je näher mir eine andere Person ist, desto weniger egal sind mir Dinge.
Wobei es natürlich nicht okay ist, für andere meine Vorstellung von "Leben" und "normal" als Maßstab zu nehmen. Trotzdem finde ich insobesondere hier und bei dem Thema wichtig, dass es Grenzen gibt und die auch ganz klar und mit Konsequenz durchgesetzt werden.
Und intolerant finde ich dann, wenn jemand, am besten noch "nasses", dann meint, er müsse jetzt mit aller Gewalt versuchen zu erklären, warum die Grenzen unsinnig sind und er es besser weiß.
Hm, ich hoffe, das war jetzt durchsichtig. Klingt etwas wirr, aber ist auch schwer zu sagen.
Fazit des Posts sollte auf jeden Fall sein: auch, wenn ich bisweilen schlucken muß: seid bitte weiter so klar in der Linie.
Toleranz heißt für mich auch, über etwas nachdenken zu können, sachlich, und meine Meinung korrigieren zu können.
Und dann eben fest zu stellen, dass vieles, was erstmal richtig hart klingt, tatsächlich gar nicht "gegen" die Person geht, sondern vielmehr "für" sie gemeint ist. |
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| em(m)a hat zum Thema: Re: Toleranz geschrieben
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