| wie gehts weiter... • Mal wieder eine Fortsetzung |
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julchenazul neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.06.2009 Beiträge: 81 Alter: 27
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Verfasst am: 04.08.2010, 12:14 Titel: Re: Schafft er das? |
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Liebe Nelly,
es ist wirklich erstaunlich wie sich die Geschichten ähneln! Ich versuche seid einem Jahr mich von meinem Mann zu trennen. Er ist ein Quartalstrinker, d.h. er kommt Wochen ohne Alk aus und dann bei einem herbeigezogenen Problem trinkt er exessiv mehrere Tage. Ich bin letztes Jahr im November nach langem hin und her ausgezogen.
Es war wirklich so wie Aurora sagt, es kehrt Ruhe ein in DEIN Leben. Die Loslösung geht nicht so einfach, v.a. nicht wenn man schon so lange zusammen ist.
Ich denke nicht, dass Deine Entscheidung feige ist, nur darauf zu warten, bis er wieder trinkt um Dich endgültig von ihm zu trennen. Ich habe auch so gedacht und auch die Mauer aufgebaut (unglaublich die Ähnlichkeiten!), aber man hat diesen Menschen doch mal geliebt und wenn er nicht angefangen hätte zu trinken wo wären wir dann ect. Solche Gedanken hat man und das ist der Grund warum es so lange dauert sich zu trennen. Es ist nicht einfach.
Es ist wichtig das Du an Dich denkst und lass Dir bloß keine Schuld in die Schuhe schieben, dieses Spielchen darf man nicht mit machen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Erkenntnisse für Dich, Du schaffst das! Irgendwann siehst Du auch wieder das Licht am Ende des Tunnels!
Alles Gute,
julchenazul |
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| julchenazul hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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Nelly1807 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 29 Alter: 39 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 04.08.2010, 13:41 Titel: Re: Schafft er das? |
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Hallo ihr alle...
er hat seit 3 Tagen nichts getrunken. Zumindest nicht hier zu Hause, weil ich das Bier abzähle. Gut, das weiß er natürlich und könnte, wenn er wollte, woanders etwas trinken. 1 oder 2, vielleicht auch 3 Bier würde ich ihm wohl nicht anmerken, vorallem wenn er etwas gegessen hat.
Ich war die letzten Tage eindeutig für Trennung, konnte es aber aus Feigheit nicht offen gegenüber ihm aussprechen ("schließlich versucht er gerade sein bestes"). Jetzt kommen immer wieder solche Gedanken: Vielleicht können wir wieder ein normales Familienleben führen, wenn er trocken bleibt. Ich bin mir aber unsicher, ob sich die Mauer einreißen läßt. Was soll ich tun, abwarten und sehen was passiert oder mich innerlich aggresiv bleiben lassen, denn dann geht eine Trennung leichter. Ich spür nämlich schon, dass der Ärger langsam weniger wird, aber ob so einfach Gefühle wieder kommen können, weiß ich nicht.
Auf alle Fälle bin ich sehr froh, dass ich mich hier angemeldet hab. Es hilft mir sehr...
Viele Grüße
Claudia |
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| Nelly1807 hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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Nelly1807 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 29 Alter: 39 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 06.08.2010, 05:57 Titel: Re: Schafft er das? |
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Hallo,
Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch: Seine Tage ohne Alkohol. Donnerstag (gestern) kam er nicht mehr nüchtern von der Arbeit. Ich hätt k.... können. Was jetzt?
Mein Ärger war schon so verraucht, dass ich gestern nicht reagieren konnte, genauso wie vorher. Stillschweigend geschluckt hab ich es... |
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| Nelly1807 hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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Die_Susanne sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.04.2010 Beiträge: 2064 Alter: 48 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.08.2010, 07:21 Titel: Re: Schafft er das? |
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Liebe Nelly,
ich kann dir nur raten,dich auf DEINEN weg zu machen.
dann kannst du auch endlich dein leben selber bestimmen,hörst auf,tage zu zählen für deine zukunftspläne bist du selber verantwortlich.
liebe grüße
Susanni |
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| Die_Susanne hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 06.08.2010, 07:53 Titel: Re: Schafft er das? |
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Liebe Nelly,
dass ist das vorteilhafte hier am Forum, man kann aus beiden Sichten schreiben, ich muss aber betonen, dass ich natürlich nur aus MEINER Erfahrung berichten kann.
Liebe Nelly, Du hast gedroht, wenn Du JETZT nicht gehst, machst Du Dich selber unglaubwürdig. Dann hast Du leere Worte gesprochen und wirst zukünfitg leider nur noch den Hampelmann für Deinen Noch-Gatten darstellen.
Geh raus, fange wieder an zu leben an, Du lebst nur einmal, ziehe jetzt Deine Konsequenzen. Zieh aus, zur Not erstmal zu Deinen Eltern, Du hast doch gesagt, sie stehen hinter Dir!?! Und tue es für Dich UND Deine Kinder, ich bin auch ein EKA, ein erwachsenes Kind eines Alkoholiker, da bleibt ganz viel hängen, wenn ein Elternteil trinkt. Man kriegt als Kind soviel mit, vom trinkenden Vater,vom Co-Verhalten der Mutter, bei mir blieb da viel bis heute haften und muss psychologisch abgearbeitet werden....Wenn Du schon wieder zweifelst, für Dich, denk an Deine Kinder!!!!!!!!!
Als ich noch getrunken habe, hätte mich nichts und niemand abgehalten, weiterzutrinken, wenn ich es nicht gewollt hätte. Ich hätte auch niemals für jemand anders aufgehört, egal ob Ehepartner oder Kind, die sind einem Alki in dem Moment zum Aufhören nicht wichtig genug, das ganze Leben, die ganzen Gedanken kreisen bittere 16-18 Wachstunden am Tag nur um das Organisieren rund um den Alk, die BEschaffung, die Entsorgung, die Tarnung, wann und wie das 1. Bier ohne aufzufallen etc....
Lieben Gruss
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5776 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 06.08.2010, 08:15 Titel: Re: Schafft er das? |
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Hallo Claudia,
es ist immer wieder das gleiche Muster .
Du stößt Drohungen aus, er hört erstmal auf zu trinken.
Du schöpfst Hoffnung, beginnst an deinen Gefühlen und Wahrnehmungen zu zweifeln. Er spielt heile Welt und "siehste, ich kann auch ohne".
Das geht eine gewisse Zeit so, war auch bei Ex und mir so. Die trinkfreien Abstände wurden immer kürzer... Die Drohungen von mir immer härter, aggressiver... Seine Missachtung darüber immer mehr, weil, ich setzte ja die Drohungen nicht um. Er lachte mich aus...
So kann das gehen, Tag um Tag, Jahr um Jahr. Seine Sucht kann nur er stoppen,wenn er denn will. Aber warum sollte er das? Ebenso ist es mit dir.
Stoppen kannst nur du diesen Kreislauf, für dich, wenn du es denn willst. Es erfordert sehr viel Mut! Alte Bahnen zu verlassen, Veränderungen durchzuführen, das ist schwer. Menschen verändern nicht gerne was...
Ob da noch Gefühle für ihn sind, also ich meine jetzt Liebesgefühle, das kannst du auch erkennen, wenn du für dich bist! In einem eigenen, ruhigen Umfeld! So habe ich es damals auch gemacht!
Ohne diese dauernden Außenreize, ganz ehrlich mit mir selbst, in mich reinhorchend, so habe ich was erfahren. Nämlich, dass meine Gefühle, die ich dachte wieder erwecken zu können, nicht mehr erweckbar waren - in meinem Fall. Wäre ich geblieben, es wäre keine Liebe gewesen, sondern beiderseitige Abhängigkeit.
Viele Grüße
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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Nelly1807 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 29 Alter: 39 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 06.08.2010, 16:09 Titel: Re: Schafft er das? |
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Hallo zusammen,
ich glaub manchma, ich zieh den Alkohol an. Er verfolgt mich.
Meine Mutter war Quartalssäuferin. Bier und Cognac-Cola. Ging viele Jahre so. Dann von fast einem Tag auf den anderen hat sich aufgehört. Einfach so. 2 Jahre hat sie überhaupt keinen Alkohol getrunken und kann jetzt sogar Sekt oder auch mal einen Likör trinken, ohne in ihr altes Muster zurück zu fallen.
Meine Oma hat sehr viel getrunken. Mein Tante betäubt ihren trinkenden Mann mit einer Flasche Wein täglich. Sogar einer meiner ehemaligen Chefs ist trockener ALK.
Und nach der ganze Geschichte, was mach ich blöde Kuh, heirate einen Alkoholiker....
Ich weiß, dass ihr alle recht habt, ich muss meine Drohungen wahr machen und Konsequenzen ziehen. Der Vorteil ist, dass er ausziehen müsste, weil wir bei meinen Eltern im Haus wohnen und die Wohnung einmal mir gehören wird.
Der Punkt ist, ich bin feige.... Ich glaube schon, dass ich mit einer Trennung zu recht kommen würde, aber es auszusprechen, fällt mir unheimlich schwer. Ich weiß, dass ich meine Kinder und mich schützen muß, nicht vor ihm, sondern vor der Belastung, die sein Verhalten mich sich bringt.
Danke an alle
Nelly |
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| Nelly1807 hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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malinca neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.10.2008 Beiträge: 132 Alter: 40
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Verfasst am: 06.08.2010, 17:34 Titel: Re: Schafft er das? |
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Hallo Nelly,
wenn Dein Mann über Jahre die von Dir beschriebene Menge getrunken hat, ist es sehr gefährlich einfach aufzuhören ohne professionelle Hilfe. Sowas nennt man kalten Entzug und kann tödlich enden. Ich denke Du müßtest auch Entzugserscheinungen an ihm bemerken, oder trinkt er doch heimlich weiter ?
Was Dich und Deine Kinder betrifft, kann ich Dir nur zur Trennung raten und wenn es nur erstmal zeitweise ist, bis er wirklich etwas tut. Nur nicht trinken reicht nicht.
Wenn er dauerhaft trocken werden will bedeutet dass, er muß es wollen und zwar in erster Linie für sich, weil er nicht mehr trinken will und nicht weil er nicht mehr "darf". Der gerade Weg wäre ein ambulanter oder stationärer Entzug, anschließende regelmäßge Besuche einer SHG und viele Alkoholiker benötigen auch eine LZ-Therapie.
Während dieser Therapien konzentrieren sie sich erstmal ganz auf sich und da bleibt häufig nicht viel Zeit für anderes oder Andere/Angehörige.
Was ich Dir damit sagen will, selbst wenn er den geraden Weg einschlägt, ist das keine Garantie für Eure Ehe, denn er wird nicht mehr der sein der er war. Und auch Du wirst dann hoffentlich nicht mehr diesselbe sein, denn auch Du mußt an Dir arbeiten und Dich verändern. Mußt lernen Dich auf Dich konzentrieren und Deine Prioritäten in den Vordergrund stellen, mußt lernen einen Weg für Dich zu finden, der Dich und Deine Kinder zufrieden leben läßt.
Ich bin selber noch auf dem Weg, mein Mann ist zwar seit 1 Jahr trocken, aber er hat sich erst nach räumlicher Trennung und Führerscheinverlust für einen trockenen Weg entschieden. Ein Zusammenziehen kommt trotz der derzeitigen Trockenheit für uns nicht in Frage. Das bedarf noch sehr viel Zeit, bis wir beide gefestigt sind und jeder zufrieden alleine leben kann. Unser Therapeut hat uns gesagt: "Man muß in seinem Leben allein zufrieden und glücklich sein, die Beziehung ist nur das Plus obendrauf. Ich liebe meinen Mann, aber ich liebe mich genauso, und wenn mir etwas nicht gut tut dann muß ich mich distanzieren - in diesem Fall von einem trinkenden Ehemann.
Hast Du die Möglichkeit Dich mal in einer Suchtberatungsstelle bei Euch zu melden?
Die sind nämlich auch für Angehörige da. Mir haben diese Gespräche sehr geholfen.
Ich wünsche Dir alles Gute, liebe Grüße Malinca. |
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| malinca hat zum Thema: Re: Schafft er das? geschrieben
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