| Dopamin und Alkoholismus • Wiederholungen hilfreich? |
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 10.08.2010, 14:11 Titel: Re: individueller Weg |
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Hallo Neuer,
| Zitat: | | Bei mir war der Weg 2005 klassisch. | Schreibfehler oder Denkfehler von mir. Seit wann bist du trocken?
zudem lese ich aus deinen Weg ,hypothetische Anschauungen, Ansichten anderer, Thesen und viel Wunschdenken . Ich lese daraus sehr wenig über dich und deinen Weg .
Mich interessiert nicht mehr der Alkoholiker in Hintertupfingen ,der Penner auf der Parkbank, der Bankier oder sonst wer. Empfänge in denen ich nichts zu suchen habe oder andere Verpflichtungen anderer.Ich hatte sehr lange auch so gedacht und scheiterte , weil mich eben die eigene Realität , die Sucht , eingeholt hat. Sucht denkt nicht Sucht handelt. Ich habe nun das Augenmerk auf mich gerichtet und schaue was für mich wichtig ist. Für mich sind da zu viele Kompromisse drinnen , die mehr mehr an sein Ego angepasst wurden aber nicht an meiner Sucht.
| Zitat: | | Beim Begriff Individualität muss man halt sehr aufpassen | Wer ist man?
| Zitat: | | Für mich gibt es einen Konsens: Keinen Alkohol trinken (auch nicht das oft erwähnte alkoholfreie Bier), keinen Alkohol in Lebensmitteln. Keinen Alkohol zu Hause haben. Lernen, klar zu fühlen, zu (er)leben. Warnsignale erkennen lernen. Und dann richtig handeln. | Und was machst du hinter der Eingangstür? Austesten inwieweit du Warnsignale erfährst? Konfrontation Therapie oder wie kann ich das verstehen? Hattest du einen Tiefpunkt oder ist dein Weg aus der Sucht ein Probelauf.
Das sind nun ernsthafte Fragen und sollen nicht als Angriff gelten.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: individueller Weg geschrieben
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EinNeuer neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.02.2008 Beiträge: 66 Alter: 39
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Verfasst am: 11.08.2010, 15:52 Titel: @Hartmut |
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Hallo Hartmut,
Naja, wie ich die hier strengen Regeln bzgl der Definition der Trockenheit mitbekommen habe, hatte ich bisher Trinkpausen. Ab wann ist man trocken? Einen Monat, zwei, ein Jahr, drei? Ich war nach 2005 ca. 1 Jahr trocken. Danach habe ich so einen Zeitraum leider nicht mehr geschafft. Bei mir hat sich das mehr und mehr in Richtung Quartalssäufer gewandelt. Das heisst, ich war dann mal ein halbes Jahr trocken, dann ein Absturz von ein paar Tagen, dann wieder 3 Monate trocken, dann wieder ein Absturz von einem Tag, dann wieder 2 Wochen nüchtern, dann mal wieder fast ein halbes Jahr trocken... usw. Jetzt bin ich aktuell fast 4 Monate trocken. Rückfälle hatte ich seit 2005 leider viele.
Wegen den hypothetischen Anschauungen. Ich bin jetzt nicht ein Global Player, der managementmäßig auf dem internationalen Parkett spielt und jeden Abend mit irgendwelchen Geschäftskunden über die Vorzüge dieses oder jenes Weinjahrgangs diskutieren muss, während ich Wasser trinke.
Aber ich bin selbständig, und hie und da ergibt es sich und muss ich eben mal auf eine Abendveranstaltung (zB eine Vernissage, eine Präsentation ...) Es ist nicht so, dass ich da nichts zu suchen habe. Nicht dass ich meine, ich MÜSSTE da dabei sein. Ich muss wirklich. (Naja, was heisst schon müssen, aber geschäftlich muss ich eben). Aktuelles Beispiel: Letzte Woche hat ein Restaurant neu eröffnet. Da haben ein befreundeter Grafiker und ich die Kommunikation gemacht. (Namen, Logo, Inserate, Geschätsausstattung, Beschriftungen, etc.) Da muss ich dann schon hin.
Oder wenn eine befreundete Auftraggeberagentur ein abendliches Firmenfest gibt. Ist ja nicht so, dass dort die Leute saufen. Um das geht es ja nicht. Aber natürlich wird dort – wie in unserer Gesellschaft (leider) üblich – Sekt, Wein und Bier getrunken. Aber ich bin sicher nicht der einzige, der Orangensaft trinkt. Da animiert mich auch niemand. Viele wissen von der Krankheit und wenn einer mal nachfragt, muss ich halt noch autofahren. Jetzt kann man sagen, dass ich nicht offen und ehrlich mit der Krankheit umgehe, aber so einfach ist das halt nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei manchen Menschen besser ist, nicht gleich mit offenen Karten zu spielen, sondern sich diskret zu verhalten.
Und was das Privatleben betrifft, habe ich hier ja schon öfter Beispiele erwähnt. Ich gehe an einem Samstagvormittag gerne ins Kaffeehaus. Natürlich gibt es Menschen an Nebentischen, die ein Bier trinken. Aber für mich gehört es zur Lebenqualität, zb bei den Schwiegereltern an einem Sonntag zum Grillen eingeladen zu sein, oder bei Freunden zum Abendessen oder Spieleabend oder was auch immer. Wobei mir auffällt, dass einige meiner/unserer Freunde seit sie sich meiner Krankheit bewusst sind, sich mit Alk sehr zurückhalten, sprich gar keinen trinken, wenn ich am Tisch bin. Die trinken dann eben auch einen Tee oder Saft.
Aber wenn jetzt an die 10 Leute beim Grillen sind, und zwei davon trinken ein Bier, dann gehe ich deswegen nicht. Und deswegen habe ich auch keinen Rückfall. Dann müsste ich ja bei jedem Fernsehfilm, in dem eine Szene mit Alkohol drin ist, umschalten.
Therapien hatte ich schon jahrelang. Ich weiss ungefähr, wo der Hund begraben liegt. Was mir noch fehlt: Ein antrainiertes Verhalten, wenn der Suchtdruck kommt. Wenn ich alleine zuhause bin und dann kommt mal der Gedanke, dass ich jetzt was trinken will. Da schaltet sich das Gehirn ab. Ich weiß ja, was ich tue, aber der Druck ist dann (leider) oft stärker.
Nun, das waren jetzt offene Worte.
Ich hoffe, dass ich lange trocken bleiben kann. Ein lebenlang? Will ich. Aber diese Zeitdimension ist mir noch zu lang. Ich kann nicht auf solange Zeit denken. Schritt für Schritt....
LG, EinNeuer |
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| EinNeuer hat zum Thema: @Hartmut geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 11.08.2010, 18:10 Titel: Re: @Hartmut |
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glück auf neuer
| EinNeuer hat Folgendes geschrieben: | | Wenn ich alleine zuhause bin und dann kommt mal der Gedanke, dass ich jetzt was trinken will. | spätestens dann würd ich sofort die wohnung verlassen
matthias |
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 11.08.2010, 19:55 Titel: Re: individueller Weg |
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Hallo Neuer,
Quartalssäufer kenne ich nur vom hören sagen . Hatte zwar schon mit einigen gesprochen ,doch waren da die einhellige Erfahrungen, das sich die Abstände immer mehr verringerten.
ich bin im Außendienst und kenne auch sehr viele Situationen bei denen ich dachte ich muss . Es liegt an jedem selbst inwieweit er seine Risiken mit dem MUSS eingeht um nicht mehr Saufen zu müssen . Denn das ist es ja was zu vermeiden ist.
Danke für deine Ausführungen.
| Zitat: | | Wenn ich alleine zuhause bin und dann kommt mal der Gedanke, dass ich jetzt was trinken will. | nun denke ich das Matthias seine Antwort etwas flapsig gemeint hat.
Da du wahrscheinlich nicht immer von zu Hause flüchten möchtest, kannst ja deine Zuhause , dem trockene Leben anpassen. Oder liegt es an der Langeweile und Ruhe die dich da erwartet. Alkoholfreie Wohnung hast du ja sicherlich.
Gruß Hartmut
ps.. wir können aber müssen ja nicht hier uns weiter austauschen. Damit dieser thread nicht verfremdet wird. Geht auch in deinem
http://www.forum-alkoholiker.de/ftopic22086-24.html |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: individueller Weg geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 12.08.2010, 05:13 Titel: Re: individueller Weg |
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glück auf hartmut
| Hartmut hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Wenn ich alleine zuhause bin und dann kommt mal der Gedanke, dass ich jetzt was trinken will. | nun denke ich das Matthias seine Antwort etwas flapsig gemeint hat.  | nönönönö - durchauf föllig ernst gemeint - raus! egal was is wetter +++ > zu jemandem aus der shg oder zunm freund (ersatzweise n langer spaziergang)
schöne zeit
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: individueller Weg geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 12.08.2010, 06:18 Titel: Re: individueller Weg |
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Hallo
so ist es wenn der alte Hartmut seine Brille nicht auf hat. Ich hatte es als Dauerzustand heraus gelesen, das zu Hausse der Gedanke aufkommt.
Gedanken und Saufdruck ist für mich jedoch ein Unterschied. Wohl regional anders zu interpretieren?
Deswegen ist für mich die Anpassung meiner Trockenheit an meinem zu Hause am wichtigsten, denn da ist mein Schutz , mein Rückzugsaum .
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: individueller Weg geschrieben
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maria44 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 2106 Alter: 47
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Verfasst am: 12.08.2010, 06:24 Titel: Re: individueller Weg |
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Hallo ein Neuer,
| Zitat: | Wenn ich alleine zuhause bin und dann kommt mal der Gedanke, dass ich jetzt was trinken
will. Da schaltet sich das Gehirn ab. Ich weiß ja, was ich tue, aber der Druck ist dann (leider) oft stärker.
will.
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Ich hatte am Anfang oft Suchdruck, mein zu Hause war und ist Alkoholfrei und in den Momenten als ich Suchdruck hatte habe ich mich verstärkt im Forum aufgehalten geschrieben oder nur gelesen.
Wie du selbst schreibst da schaltet das Gehirn ab ich habe mich oft schon angezogen um rauszugehen aber ich wusste das mich die Sucht steuert und würde ich rausgehen in den Momenten dann nicht um zu Spazieren weil danach war mir ja gar nicht, das einzige was mein Gehirn verlangte war ja Alkohol und da war ich persönlich bei mir zu Hause mit Flasche Wasser und mit dem Forum am besten aufgehoben.
Der Suchdruck ging ja auch vorbei und es zählte ja nur ein eins für mich ich bin nüchtern geblieben so habe ich an mir gearbeitet.
Bei mir war aber auch der Wille so an mir zu arbeiten und nicht anders und mir persönlich hat das ja geholfen.
LG
maria |
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| maria44 hat zum Thema: Re: individueller Weg geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 12.08.2010, 07:21 Titel: Re: individueller Weg |
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| Hartmut hat Folgendes geschrieben: | | Gedanken und Saufdruck ist für mich jedoch ein Unterschied. | stimmen wir wiedermal überein ^
wenn der gedanke auftaucht ! > ! spazieren gehn < saufdruck garnich erst aufkommen lassen (notfallkoffer)
glück auf
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: individueller Weg geschrieben
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