| Meine Mutter • mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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Mimi* neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 22.07.2010, 16:04 Titel: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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Ich bin auch neu hier und schreib jetzt einfach mal, ich schleich schon seit Tagen drumrum.
Ich bin 40 jahre alt ( ganz frisch ) und habe erst vor einer Woche realisiert, dass meine heftige Panikstörung und alle anderen Probleme, an denen ich seit Jahren rumkaue aus der Alkoholsucht meiner Mutter resultieren.
Das hört sich so krass an wie es ist. Ich habs echt nicht gecheckt!
Vor fast 20 jahren hab ich Panikattacken bekommen und alle Therapeuten und wer weiß wa snoch sagten immer es sei aus dem Abnabelungsprozeß und all so Zeug. Und alles wurde immer schlimmer.
Meine Mutter trinkt nicht mehr ( glaube ich ) seit damals ( oh *grübel * ), es gab einige Rückfälle, sie war Quartalstrinkerin seit ich klein war..und mein Herz pocht grade ganz doll.
Sie hat aufgehört und alles sollte wieder in Ordnung sein, als wäre nie was gewesen, in der Therapie ( hatte ich 7 Jahre ) und in einem 3 monatigen Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik wurde nie drüber gesprochen, ich fühl mich grade, als würde ich aus einem Alptraum aufwachen.
Ich hab dann vor 5 jahren angefangen, mich selber zu behandeln mit diesen energetischen methoden, die grad aus dem Boden schießen, EFT und ZPoint und wie sie alle heißen und lernte überhaupt erstmal zu fühlen und all das. Aber ich kam nie dran, warum meine Eltern mich so behandeln wie sie es taten, ich fand das auch total normal, ich war ja auch die Böse, die so fiese Panikattacken hatte und nicht mehr funktionierte. Ich war ja das schwarze Schaf, dass man bestrafen musste dafür.
Und letzte Woche ging ich endlich mal an ein ereignis dran, als ich meine erste große Liebe mit 12 mit nach hause brachte, ganz mutig, denn sowas machte ich sonst nie, ich wußte ja nicht ob sie trank ( mein vater wußte nichts von dem trinken..angeblich, bis es mal rauskam mit 11 oder so, der war immer auf Dienstreise, dann gab sie sich die Kante und lag ne Woche im Bett ).
ich brachte den jedenfalls mit, sie wußte davon und natürlich war sie betrunken und ich bin fast gestorben vor Scham.
Und das hab ich völlig verdrängt bis letzte Woche und jetzt auf einmal taucht alles wieder auf.
garnix war gut und wie ich hier lese, passe ich voll in diese EKA Schublade, programmiert bis zur Halskrause.
Gestern las ich in einem Beitrag vion einem Angebhörigen, seine Frau habe ihn immer wieder sediert und funktionsfähig gemacht und bei mir hat es BLING gemacht.
Genau das paßt. Sediert und funktionsfähig, das macht sie bis heute mit mir. Ob sie nun noch trinkt oder nicht, aber das Muster ist da.
Bis ich die Flucht ergriffen hab vor einem dreiviertel Jahr und nachts heimlich in ein andres Bundesland umgezogen bin war ich eine sabbernde Marionette ohne eigenen Willen und Gedanken und Gefühle, das ist so irre ich glaubs selber kaum.
Ich fühle mich auch grade garnicht gut so drüber zu schreiben, ich denk das glaubt mir doch eh keiner, eine erwachsene Frau, die als sabbernder Zombie, gelenkt von der Mutter durch die Gegend läuft..bzw nicht läuft, ich konnte nämlich seit 5 jahren ( als ich anfing an mir zu arbeiten ) die Wohnung nicht mehr verlassen. So viel Panik und Fremdheitsgefühl und ich war sobald mich jemand ansprach sofort gefügig und konnte mich nicht mehr wehren und all das. Und gefühlt hab ich eh nix.
Sie macht das mit so viel klebriger Pseudoliebe, und ich wundere mich wieso ich Panikattacken krieg, wenn jemand freundlich zu mir ist
Und hab kaum gespürt, dass sie durch mich durchsieht, nur von sich redet, mich benutzt, sie braucht ja immer meine Hilfe und nur dann war ich wer und all sowas..und bei jedem Anflug von Widerstand in mir gegen sie gabs von ihr den fauchenden Drachen und ich..Panik.
Aber alles verpackt in Liebe, Freundlichkeit und heile Welt.
Gott liest sich das gräßlich.
Aber ich wache auf!
Und ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben. |
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| Mimi* hat zum Thema: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten geschrieben
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Mimi* neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 22.07.2010, 16:27 Titel: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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irgendwie fällt mir grade auf, dass meine Eltern wohl versucht haben, mich in diesem "funktionierenden" symbiosesystem festzuhalten und immer wieder zurückzuholen falls notwendig. Mein Vater trank zwar nicht, aber er war volle kanne Co, wie ich ja wohl auch.
Und gab mir die Verantwortung für sie und dass sie trank..und für sich.
Ich hielt also alles am Laufen und durfte nicht weg.
Und als ich 30 wurde, ließ er sich scheiden und ich war ihn auch los gottseidank.
Aber meine Mutter sedierte mich ja weiter für das System.
Das tut übrigens gut hier zu schreiben und ich spüre mich sogar dabei.
Mimi |
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 13698 Alter: 46
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Verfasst am: 23.07.2010, 10:48 Titel: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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Hallo Mimi,
willkommen hier bei uns EK.
Mir hat das Schreiben auch sehr geholfen. Ich kann da besser sortieren innendrin.
Symbiosesystem, das beschreibt sehr gut.
LG, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten geschrieben
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Mimi* neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 23.07.2010, 11:11 Titel: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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Hallo Linde!
Danke für deine Antwort, ich hab schon viele Beiträge von dir gelesen und du hast ja echt schon viel geschafft, Respekt!
Morgens beim Aufwachen hab ich gemerkt, kommen die besten "Ideen" wie wo was gewesen sein könnte und heute nach dem Schreiben gestern fiel mir auf, dass meine Mutter mir von klein auf bis heute immer gesagt hat, wie ich bin und was ich fühle. Und sofort dann macht es ZZIIIINNG bei mir im Kopf und ich bin völlig ausgehebelt und eine Marionette.
Also ständig im Gespräch, du fühlst dich doch so und so, du bist ja so und so, so warst du ja schon immer blabla bla, immer mit einem Lächeln und Argumenten und ganz bestimmt, wow.
So kann man sich seinen kleinen Sklaven heranziehen.
Das fällt mir jetzt auf, wo ich anfange zu sehen.
40 zu sein fühlt sich übrigens saucool an, ich hatte gestern geburtstag und irgendwie fühlt es sich so an als wäre ich jetzt erwachsen und mir könnte keiner mehr was aufdrücken
Ich sortier mal weiter für mich, danke herzlich Linde!
Mimi |
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Mimi* neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 23.07.2010, 12:26 Titel: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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Hab eben hier weitergestöbert und es scheint ja öfter vorzukommen, das Quartalstrinken nicht als echtes Problem erkannt wird bzw leichter zu ignorieren und zu vertuschen ist von innen und außen oder?
Das ist ja unfassbar irgendwie  |
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| Mimi* hat zum Thema: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten geschrieben
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Mimi* neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 23.07.2010, 12:50 Titel: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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Was ja auch ganz fatal ist bei solchen Systemen, ist dass ( zumindest bei mir ) das kranke Familiensystem mit den menschen darin als gut dargestellt wird und richtig und alles außen, auch die Menschen als falsch und schlecht und böse...und die wollen einen ja nur benutzen, ausnutzen etc. Aber jetzt sehe ich, dass es ja genau andersherum war, grade das mit dem Benutzen. ich las hier irgendwo auch sowas wie, immer, wenn ich etwas mache "um zu " bin ich nicht bei mir. Und ich kenne eigentlich fast nur Beziehungen in und außerhalb der Familie die mit "um zu " funktionieren.
Elterkontakte, Mimi komm mal hilf mir, mach dies, tu jenes, sei doch so lieb " um zu ". Sei nicht so garstig, aggressiv, egoistisch, je nachdem.
Einfach so gabs nicht.
Und wenn ich zurückdenke, hab ich bis auf 2 Freundinnen nur Leute männlich und weiblich kennengelernt, die massive Alkoholprobleme hatten.
Ich habs nie bemerkt
Ich erinnere mich auch an eine "Freundin", die mir half vor 3 Jahren als es mir hundsmiserabel ging und ich grad noch kriechen konnte, jeden Tag haben wir EFT gemacht und gesprochen und ich hab endlich mal reden gelernt aber nebenbei leerte sie immer eine Flasche Rotwein. Und mir gings immer schlechter und ich wußte nicht wieso.
Ich trinke keinen Alkohol mehr seit 5 Jahren und rauche seit 6 Jahren nicht mehr. 2 meiner besten Entscheidungen
Ich sortier mal weiter.
Mimi |
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| Mimi* hat zum Thema: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten geschrieben
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Mimi* neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 11.08.2010, 07:19 Titel: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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Moin!
Muss am frühen Morgen kurz was los werden.
Eben war ich auf der Spur eine kleine Lüge eines Kollegen aufzudecken und als ich das ansprach, auf die Gefahr hin, dass er dann weiß, dass ich weiß, dass es eine Lüge ist hab ich mich soooooooooooooooooooo mies gefühlt!
Das ist auch gelernt durch den Alk denke ich, Lügen ansprechen gab fiese Attacken und am Ende wurde ich in Grund und Boden gestampft und wieder betäubt.
Und ich hab rausgefunden, dass ich keine Selbstachtung haben darf, das gefährded das System. Alles muss verhindert werden, damit ich auch ja nicht dazu komme Selbstachtung aufzubauen.
Gut, dass ich so weit weg bin von der Mutter grad, der Nebel lichtet sich und die Narkose läßt nach  |
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| Mimi* hat zum Thema: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten geschrieben
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Mimi* neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2010 Beiträge: 10
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Verfasst am: 11.08.2010, 09:54 Titel: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten |
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Ich hab ein Buch entdeckt, das kann man online schon fast ganz lesen, das beschreibt irgendwie auch so ein krankes Familiensystem und auch die Kommunikation, da kommt man ja als Normalsterbliche gefangen IN so einem System garnicht selber drauf
edit
Die Regeln da sind erstaunlich ähnlich.
Und dieser Thread ist toll, da find ich auch so viel Gutes für mich!
http://www.forum-alkoholiker.de/ftopic13928-0.html
edit Martin:keine externe Links einfügen, danke |
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| Mimi* hat zum Thema: Re: Panikattacken bekommen und alle Therapeuten geschrieben
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