| Meine Mutter ist Alkoholkrank und keiner glaubt mir! • Rückfällig nach 30 Jahren |
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chrissss neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.07.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: 17.07.2010, 10:36 Titel: ein einziger Albtraum und aufwachen geht nicht |
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und wirklich froh das ich es entdeckt habe!
Zu meiner Geschichte:
Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und habe einen Vater der Alkoholiker ist seit 20 Jahren. Meine ELtern sind geschieden wg. seiner Gewaltausbrüche psychischer undphysischer natur.
Ich habe irgendwann nach endlosen Versuchen aufgehört mit meinem Vater über seine Alkoholsucht zu reden, da ich seine Ausbrüche und die Ignoranz seiner Sucht gegenüber nicht mehr ertragen habe und nur noch zugesehen.
Letzte Woche ist er mal wieder gestürtzt und im Krankenhaus gelandet. Er hat einen körperlichen Entzug durchgemacht und wurde gestern entlassen. Er hat während dieser Woche das erste Mal ehrlich zugegeben das er süchtig ist und sich über Entzugskliniken informiert und Termine ausgemacht. Das hat er bisher noch nie gemacht, ich dachte wir stehen vor einem historischen EReignis!
Gestern Abend bin ich zu ihm gefahren (wohnt 200 km entfernt) um mich am Wochenende um ihn zu kümmern und zu unterstützen da er aufgrund des Sturzes auch operiert werden musste.
Ich habe ihm gesagt das ich froh bin das er das jetzt durchziehen will, das ich stolz auf ihn bin. Bei ihm ist es wirklich auch fünf nach zwölf gesundheitlich Diabetis, Herzprobleme und die Sucht. Ich habe ihm gesagt das ich noch länger was von ihm haben möchte weil er mein Vater ist und ich in liebe.
Auf einmal die komplette Kehrtwende er ist nicht süchtig, weil er ja nur Wein trinkt? Ich habe ihm daraufhin die allgemeinen Definitionen von Alkoholsucht vorgebetet und das seine nicht zu den gängigen gehört. AUf die Frage was er dann in einer Entzugsklinik will, wenn er nicht süchtig sei: ich will ja nur weniger trinken. Aha Effekt hoch zehn. Ich habe nur ein objektives Gespräch mit ihm geführt ohne Vorwürfe. Ich habe ihm auch mal vor Augen geführt das er langsam Gemüse im Kopf wird. ER fragt viel was meinen Job angeht und was ich da tue wir haben da schon tausend Mal drüber gesprochen. Ich habe ihn also gefragt: weißt du wo ich arbeite, weißt du was ich dort mache, weißt du was ich studiert habe? Nein er weiß es nicht.
Er wollte dann erstmal essen und wir wollten später weiter reden. Dann kam der Hammer und er meinte er muss jetzt ein Glas Wein haben. Ich habe das ganze abgekürzt und gesagt wenn er meint er müsste das jetzt haben werde ich ihn nicht davon abhalten aber zugucken auch nicht und gehen. Seine Antwort war: geht doch! Ich bin gegangen und wieder nach HAuse gefahren.
Das war gestern der mit Abstand der härteste innerliche Kampf den ich hatte und durchgestanden habe.
Ich bin nicht traurig ich habe keinen Hass in mir, ich fühle gerade einfach gar nichts und weiß auch nicht wie es weiter gehen soll.
Ich werde mich jetzt erstmal gar nicht bei ihm melden, aber was ist nach ein paar Wochen. Wenn ich den Kontakt nicht für immer abbreche dann sehe ich dabei zu wie er sich totsäuft, gar nicht mehr melden und sich slbst überlassen kann ich auch nicht. Kann man sich mit dieser Situation abfinden, ode rgeht man daran kaputt?
Ich hatte sogar schon den Gedanken das er endlich seine Drohung das er sich umbringt wahr machen soll dann ist das Thema durch und das obwohl ich ihn wirklich liebe als Vater trotz allem.
Ich glaub ich hab selber schon nen Dachschaden.
Aber es tut gut das einfach mal loszuwerden.
Grüße Chrissss |
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| chrissss hat zum Thema: ein einziger Albtraum und aufwachen geht nicht geschrieben
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Jessie1983 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2010 Beiträge: 87 Alter: 28
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Verfasst am: 17.07.2010, 18:15 Titel: Re: ein einziger Albtraum und aufwachen geht nicht |
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Hallo Chris,
ich verstehe Dich leider nur zugut, denn ich bin in derselben Situation mit meiner Mutter. Unsere Geschichten ähneln sich unheimlich und es tut mir leid für Dich, das Du das durchmachen musst.
Ich habe vor 2 Jahren den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen weil ich es nicht mehr ertragen konnte. Sie nimmt immer mal wieder Kontakt zu mir auf. Heißt, sie ruft stinkbesoffen an, macht mir Vorwürfe, ich sei nicht für sie da und ich wäre das letzte...
Es vergeht KEIN TAG an dem ich nicht an sie denke, an dem ich mir keine Vorwürfe mache, ihr nicht helfen zu können...und doch ertrage ich diesen Psychoterror nicht mehr. Ich hab mittlerweile eine 2 jährige Tochter und ich kann es mir nicht mehr leisten, ständig am Boden zu sein, weil meine Mutter mal wieder durchdreht. Aus Eigenschutz bzw. Schutz für mein Kind ist es also letzendlich zum Kontaktabbruch gekommen.
Ich kann Dir, bzw. Deinem Vater, wirklich nur wünschen das es endlich, endlich "Klick" macht und er sein Problem in den Griff kriegt. Es ist nicht schön ein Elternteil so zu sehen, aber nichts tun zu können. |
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| Jessie1983 hat zum Thema: Re: ein einziger Albtraum und aufwachen geht nicht geschrieben
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 17.07.2010, 18:35 Titel: Re: ein einziger Albtraum und aufwachen geht nicht |
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Hallo Chrissss !
Herzlich willkommen im Forum!
Wenn Du schon bei anderen gelesen hast,wirst Du sehen,dass niemand daran kaput gegangen ist.
Ist schon möglich,dass Du,wie Du sagst, einen Dachschaden hast.
Ich hatte auf jeden Fall einen.
Von Zeit zu Zeit tue ich mir wieder einen solchen zu,wenn ich meine Arbeit an mir vergesse oder zu wenig dran bin.
| Zitat: | | gar nicht mehr melden und sich slbst überlassen kann ich auch nicht |
Aber eben das solltest Du lernen.
Das ist nicht einfach.Aber Du kannst ihm nicht helfen.
Er ist es,der ganz alleine vom Alkohol weg kann.Dann,wenn er es einsieht,dass es davon weg muss wenn er ein anständiges,gesundes Leben leben will.
Das liegt NUR bei ihm!
Du Kümmere Dich um Dich.Du hast vieles wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Solltest Du es nicht gemacht haben,so lies die Grundbausteine für die Cos!
Ich wünsche Dir einen ganz guten Sonntag
Herzliche Grüsse
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: ein einziger Albtraum und aufwachen geht nicht geschrieben
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