| Tabuthema Alkohol bei Familie und Kollegen, warum? • Es fühlt sich schrecklich an... |
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Frozen Tears neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.11.2006 Beiträge: 465
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Verfasst am: 10.10.2010, 00:37 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hallo DesperateS , es tut mir leid für Dich, dass Du das alles so miterleben mußtest. ich selber bin Tochter eiens Alkoholikers und bin damit groß geworden, weiß bestens was das heißt. mein Vater hatte nie daran gedacht jemals mit dem Trinken aufzuhören. Auch wir, die Familie hätten es nie geglaubt. besonders in der Endphase, so nenne ich es mal, habe ich ihn schon abgeschrieben. Mein Vater wandelte herum wie ein Ungeheuer. grau, eingefallen, abgemagert, kaputt. Halluzinationen, lallend, aggressiv. irgendwie nicht mehr zurechnungsfähig. Manchmal nur noch halb bekleidet, die haare hingen wild ins gesicht. Hin udn wieder schaffte er es sich zusammenzureißen. Irgendwann als ich schon nicht mehr zuhause wohnte erreichte mich die nachrich, daa mein Vater in der Entzugsklinik war. ich konnte es kaum glauben.
Es wirkte irgendiwe unwahr. Dein Partner ist vielelicht noch meilenweit davon enfernt, scheint noch aufrecht gehen zu können. Weißt Du, diese ganzen Erfahrungen , die er gemacht hat waren vielelciht noch nicht einshlägig genug, dass man sagen kann, er hat seinen Tiefpunkt erreicht.
Wenner eingeliefert wird, wurde er es unfreiwillig. Ich galube der Tiefpunkt ist der Punkt, wo der Alkoholiker selber aufgibt, vor dem Alkohol kapituliert und es bis in die letzte Zelle spürt, dass es nciht mehr gut geht. Das löscht den letzten Funken Liebe zum Alkohol aus udn dann gibts kein zurück mehr. Alles andere stelle man sich vor wie ein Ehestreit mit anschließender Versöhnung. In einer Beziehung ist es doch meist genauso. erst wenn man eine bestimmte Liedensgrenze überschritten aht macht man Schluß. Da wimmelt es hier doch nur von Beispielen. Und letzlich muß der Alkoholiker es selebr merken, dassdie Liebe zum Alkohol ihm nicht gut tut.Mag sein, dass es noch sehr lange bei deinem Partner dauert, aber denke nicht, dass es nie passieren könnte. mein Vater ist nach seiner Therapie trocken geblieben. und ich bin mir sicher, dass er es nicht wäre, wenn er diese therapien vorher schon versicht hätte. Er war ein paarmal zu Kuren wegen anderen Problemem und mußte sich da auch zusammenreißen, durfte nicht trinken. aber das war dan nur ien Verdrängen. Die Frage ist nur: Willst Du Dir das antun das alles mitzuerleben? Ich wünsche mir, dass mir das alles erspart gebleiben wäre. Bei meinem Vtaer hat es sich furchtbar in die Länge gezogen und ich vermute, dass es auch mit darn gelegen hat, dass meine Mutter kiene Konsequenzen gezogen hatte.
Sei mutig und pack deine Sachen bevor Du anfängst ihn zu hassen. denn der Zustand wird imemr unerträglicher werden. Die trockenen Alkoholiker hier, die wissen, wie die Geschcihten weiter verlaufen und die Kinder in der Regel auch.Lies dich da durch. einige Coabhängige hier haben auch schon die Erfahrung gemacht und den absprung geschafft.
Es muß nicht für immer sein, aber es muß sein, dass etwas passiert. |
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| Frozen Tears hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 19.10.2010, 00:48 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Die Liebe wird für mich mehr und mehr der zentrale Punkt zum Nachdenken. Das Zusammenspiel von Liebe , Glück und Zufriedeneheit.
Auch ich wollte es nicht zu einem Punkt kommen lassen, wo ich anfange meine Mann zu hassen. ich will zumindest ein einigermaßen friedliches Miteinander, denn wir haben ja schließlich Kinder miteinander, die uns immer verbinden werden.
Schon allein dewegen ist es notwenig den Absprung zu schaffen bevor es keinen weg mehr zurück gibt.
Bevor die Situation derart eskaliert, dass man sich gegenseitig verachtet. Bei mir war es ahrt an der Grenze. Zu viel war passiert. Was hat das alles noch mit Liebe zu tun?
Meine Gefühle sind nciht mehr klar und deutlich. Weder zu ihm noch zu mir. Ich lebe eigentlich ein einem Gefühlswirrwarr. Das heißt, im mOment beginnt alles sich zu lösen. Ich fange an mich selbst wieder zu spüren und auch mich selbst zu lieben. Plötzlich wird mir klar wie sehr ich mich selbst vernachlässigt habe. Auch meine Kinder. Alles nur, weil ich IHN angeblich so liebe. Liebte ich ihn mehr als mich selbst udn meine Kinder? Das kann nicht sein. Was sich so anfühlte wie Liebe wr doch mehr die Angst. Die Angst alleine dazustehen- Die Sehnsucht nach dem was mal war. Verzweiflung, Ohnmacht, Hoffnung, Hilflosigkeit. dieses gemisch hat starke Emotionen in mir hervorgerufen. Immer wieder. schon fast Panikartig. Vielelciht ist es gerade deswegen so schwer damit umzugehen, weil wir unsere Gefühle in diesem Moment nicht klar benennen können.
Fühle ich Angst kann ich mich fragen, wovor. Kann ich mein problem angehen. Aber solange ich dieses Wirrwarr der gefühle nciht entwirre kann ich der ursache nicht auf den grund gehen. ja, so war es, ich fühlte mcih auch gewissermaßen verstrickt in der Situation. Schon eigenartig, dass ich dennoch meinte, dass ich meinen Mann so sehr liebe, dass ich nciht loslassen kann. jetzt, wo vieles analysiert ist fällt es einfacher.
Angst vor dem Alleinsein habe ich nicht mehr. Ich habe eh alles allein gemeistert. Ich habe meine Familie, meine Kinder, meine freunde. Mein volltrunkener Mann ist auch nicht aus meinem Leben verschwunden, nur weil ich es jetzt selber in die Hand nehme, Es macht mir jetzt sogar Freude.
Freude, dass ich mein Leben selbst bestimme.
Hoffnung- hatte ich die ganze Zeit. Dass alles wieder so wird wie früher. Sehnsucht, dass alles wieder so sein wird wie früher. jetzt habe ich begriffen, dass das Glück nicht in der Vergangenheit liegt sondern in dem was die Zukunft mir bringt. kein Mensch kann an dem festhalten, was einmal war. Ob da Alkohol im Spiel ist der nicht. kiene Beziehung ist so wie vor 10 Jahren. Man muß immer drann arbeiten und auch das funktoneirt bei vielen nicht. Und vor allem: beide Partner müssen dran arbeiten. Mein Man tat das schon lange nicht mehr. Er arbeitete daran in Ruhe gelassen zu werden, in Ruhe wieter zu trinken. Unsere Zeile waren völlig unterschiedlich und ich habe es einfach ignoriert.
Wut- habe ich nie wirklich gezeigt. Oft in mich reingefressen.
Verzweiflung und Ohnmacht - habe ich auch einfach immer wieder zugelassen. Anstatt einzusehen , dass es sinnlos ist gegen den ALkohol zu kämpfen.
All das waren Gefühle, starke Gefühle, aber das wenigste davon war Liebe.
Die Liebe an sich ist doch ein gnaz einfaches gefühl. Ich kann doch meinen Mann lieben und ihn einfach trinken lassen. Ist doch ieine Freiheit. Alles andere ist doch Zwang.
Er sollte sich immer entscheiden- ich oder der Alkohol. Das war falsch. ICH muß mich doch entscheiden: ICH oder das Leben mit dem Alkohol. Und nciht: Mein mann oder sonstwas. Ich habe IHN verlassen, den Alkohol. Dafür brauch eich nciht jemanden aufhören zu lieben , sondern jemanden anfangen zu lieben. Nämlich MICH.
Er möchte mit de Alkohol leben, ic ohne. Das paßt nicht in meine Lebensvorstellung von beziehung. Warum war das vorher nur so schwer. warum imemr diese vorgeschobene Liebe, wegen der ich mich nciht trennen konnte?
Hätte mein Mann sich 100 schlanegn und Krokodile in die Wohung geholt wäre ich uach ausgezogen. und dann hieße es auch nciht, dass ich ihn nciht mehr lieben würde.
Ok, soll er mit seinem Monster leben. Ich freue mich jetzt schon über die Vorstellung, wenn e r morgens aufwacht in seinem urin gebadet und niemand ist da, der das wegmacht. Und er sich fragt: Upps, war das ich?
Ich brauche das nciht mehr und auch die Fragen meiner Kinder beantworten: Was hat papa denn da gemacht?
ich fühle mich gerade so frei. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 19.10.2010, 07:59 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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| Zitat: | Auch ich wollte es nicht zu einem Punkt kommen lassen, wo ich anfange meine Mann zu hassen. ich will zumindest ein einigermaßen friedliches Miteinander, denn wir haben ja schließlich Kinder miteinander, die uns immer verbinden werden.
Schon allein dewegen ist es notwenig den Absprung zu schaffen bevor es keinen weg mehr zurück gibt.
Bevor die Situation derart eskaliert, dass man sich gegenseitig verachtet. Bei mir war es ahrt an der Grenze. Zu viel war passiert. Was hat das alles noch mit Liebe zu tun? |
Liebe Paddy,
genau das waren meine Gedanken auch. Und ich finde es auch schwer, immer noch Kontakt haben zu müssen der Kinder wegen.
Auf der anderen Seite, denk ich, hat es mir auch Kraft gegeben, den richtigen Schritt zu tun, hat man doch nicht nur Verantwortung für sich und sein Leben, nein für deren Leben ja auch.
Und wir brauchen uns nichts vormachen, die Kinder bekommen mehr mit, als uns lieb ist. Sie schweigen teilweise aus Scham und teilweise um uns nicht noch mehr zu belasten. Denn auch das spüren sie.
Erst als ich bereit war Stärke zu zeigen, "nein" zusagen, konnten sie es auch.
Und erst jetzt, nachdem wir uns getrennt haben, können wir für uns das ganze Gefühlswirrwar entschlüsseln. Gefühle formulieren.
Das geht mir und auch den Kindern so.
Ich gebe ihnen ein Beispiel, wenn ich sage: ich mag euren Papa immer noch, aber leben kann ich mit ihm nicht mehr, nicht so.
Sie trauen es sich es auch ihm zu sagen: Papa wir haben dich lieb, aber so wollen wir Dich nicht bei uns haben.
Das hat viele Knoten gelöst, wir konnten ihn in Liebe gehen lassen,
und unser Leben wieder leben. Aufatmen, lachen.
Wir lachen, leben unabhängig seiner Gefühlsschwankungen, und das tut so gut.
Und mir gibt es auch den Rückhalt, es richtig gemacht zu haben,
wenn ich mitansehen darf, wie die Kinder unbeschwerter ihr Leben leben.
Ja, es ist viel wert und auch schön...das eigene Leben.
Ich wünsch Dir, dass Du ein klein bisschen der Ohnmacht und der Verzweiflung verlieren kannst, wenn Du mich liest.
Hilflos, liebe Paddy, war ich vorher, jetzt erfahr ich soviel Unterstützung, die ich vorher mit den verheulten Augen nicht vermochte zu sehn.
Alles Liebe,
nici  |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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solvejg neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 18.10.2010 Beiträge: 8
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Verfasst am: 25.10.2010, 18:27 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Eine tiefe Frage-schön.
Was ich an meinem Partner nach wie vor liebe ist, dass man, obwohl er ein Suchtproblem zu haben scheint ein Mensch ist, mit den man tiefe Diskussionen und Gespräche führen kann. Sie tangieren immer die Bereiche, die uns beide bewegen. Uns bewegt nämlich einiges identisches.
Ich finde großartig, wie er andern Menschen gegenüber eingestellt ist. Sein Charakter ist sehr stark und er ist intelligent.
Er ist ein Mann der Tat, kocht wahnsinnig gut, verwöhnt mich wenn er bei mir ist. Wenn man all dies hört eigentlich ein Traum.
Der Fakt, dass er sich selbst kaputt macht durch den Alkohol ist für mich so unbegreiflich und beängstigend. Es passt eigentlich nicht zu ihm. Aus all meinen Gefühlen gegenüber ihm behaupte ich schon, dass es eine Liebe ist, die mich Emotional immernoch an ihn bindet. Ich sehe ihn noch als Menschen, der etwas bewegt. Noch ist es nicht soweit, dass er komplett unfähig ist, ein eigenständiges Leben zu leben. Allerdings leistet er sich manchmal Abstürze im Freundeskreis. Mir tut es immer leid, wenn er so seinen Respekt verliert...
Er arbeitet auch regelmäßig mit voller Leidenschaft.
Ich wünsche mir so sehr, dass er sich auf das verlassen kann, was er darstellt als Mensch. |
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| solvejg hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 26.10.2010, 13:27 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Liebe Solveijg,
genau was Du schreibst habe ich auch am anfang der Trinkerei noch über meinen Mann schrieben können. Ja, da waren diese gefühle von Liebe noch da und ich kann sagen, ich habe aus Liebe gehandelt. ich wollte für ihn da sein, ihm helfen, nicht nur aus dem grunde, weil ich vielleiht abhänig von ihm bin oder allein nicht klar komme.
Ich komme eigentlich sehr gut alleine klar.
Doch dann im Laufe der Zeit hat der Alkohol immer und immer mehr von ihm in Anspruch genommen, ihn verändert. Es gab immer weniger diese schönen Momente wie zu Anfang oder Mitte der Beziehung. Es wurde einfach permanent, wenn auch schleichend, weniger. Irgendwann kam der Moment, dass ich meinte, die negativen Seiten überwiegen. Und ab da gings immer wieter bergab. Das Fünkchen Hoffung an dem ich klebte wurd eimemr kleiner.
irgendwann nütze das schön reden auch nichts mehr.
Und er verteidigt ja seinen Alkoholgenuß bis aufs letzte. Manchmal, um mich zu beruhigen, vielelicht weil er doch mal sah, wie sehr es mich quälte, sagte er dann, dass er auch schon mal drüber nachgedacht hatte. Manchmal arteten solche Gespräche dann auch gerade in derartige Selbstmitleidszeremonien aus, wo er sich dann selber so leid tat, dass er süchtig ist, dass er dann ruhigen Gewissens wieder trinken konnte- denn er ist ja der Sucht verfallen, der Arme. Wie man es dreht oder wendet- es endet immer in der sucht.
Ab da an starteten überhaupt bei mir Gedanken über die Liebe, den Sinn der beziehung. Mir selber einzugestehen, dass ich diesen Mann, den ich doch so sehr liebe, garnicht mehr so sehr liebe ist doch irgendwie paradox.
Ich habe es doch gefühlt, das waren doch keine Sinnestäuschungen und habe ich mir denn umsonst die ganze zeit den A**** für ihn aufgerissen? Solche Fragen quälten mich. Warum muß Liebe weh tun? Muß Liebe weh tun? Ist das überhaupt Liebe? Auf jeden Fall habe ich mich für eins entschieden: Es sind sehr starke gefühle in mir.
Es besteht aus irgendeinem grunde eine starke bindung an ihn. Da war meine logische Folgerung immer. Dann muß das Liebe sein. Witzig, ne?
Dass diese Bindung auch eine Abhängigkeit sein kann oder zu dem wurde war mir erst nicht klar, nicht einmal bekannt, dass es so sein könnte.
Dass diese gefühle und auch verbundenen Gedanken des : ich will dich, ich brauch dich, ich kann nicht ohne dich, ich will dich nciht aufgeben, du bist mein Mann, mein traum, mit dir will ich druch dick und dünn gehen, bis dass der Tod uns scheidet... eigentlich auch nichts mit Liebe zu tun haben war mir auch nicht so klar. Anerzogene Werte, Moralvorstellungen und unterschriebene Heiratsverträge, die mich ein Leben lang verurteilen sollten, dass ich leide? Dass ich mich verausgabe und nichts wieder zurück erhalte? Das fühlte sich plötzlich nicht mehr nach Liebe und auch garnicht mehr logisch an. Es hat etwas in mir in Gang gesetzt, was an dieser Liebe Zweifeln ließ. Und dann kam plötzlich der Gedanke von Beziehung. Lassen wir die Liebe doch einfach mal beiseite. Doch wie sieht die Beziehung, die Ehe, die Partnerschaft aus. Ist es überhaupt eine? Ein völlig neuer Ansatzpunkt, der mir auch alle Argumente entzog, dass ich doch aus Liebe handeln würde. Denn aus Liebe heraus sollte ich ihn einfach sein lassen, w as er ist und tun lassen was er tut. Ihn so lieben wie er war. Kann ich das? Ganz ehrlich? Tu ich es auch? Ich lasse dich jetzt gehen, weil du so bist und auch so sein möchtest wie du eben bist und aber in Folge dessen unser Leben nicht mehr zusammen paßt. Ich will mich nicht verbiegen udn ich will auch nicht dass du dich für mich verbiegst. Das zu sagen ist verdammt schwer. Und das auch zu fühlen, was man( ich) da sagt... ich habe es erstmal in die Tat umgesetzt und mich getrennt. Aber es kam vom Verstand, vom hier lesen. Meine gefühle dazu sind noch immer halbherzig. aber ich hoffe, dass sich die Gefühle auch bald an den Verstand anpassen.
mein Verstand sagt mir auf jeden Fall, dass es die richtige Entscheidung war. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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desperateS neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2009 Beiträge: 403
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Verfasst am: 26.10.2010, 17:22 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hallo Paddy!
Das:
| Paddy hat Folgendes geschrieben: | | Ich lasse dich jetzt gehen, weil du so bist und auch so sein möchtest wie du eben bist und aber in Folge dessen unser Leben nicht mehr zusammen paßt. Ich will mich nicht verbiegen udn ich will auch nicht dass du dich für mich verbiegst. |
habe ich meinem Ex während des letzten Jahres ca. 100 mal gesagt und 20 mal in Briefen geschrieben.
Ich möchte Dir kein Leben aufzwingen, das Du gar nicht führen möchtest.
Noch im September habe ich ihm das geschrieben.
Aber getrennt haben wir uns deswegen noch lange nicht.
Im Gegenteil. Von ihm kam dann immer die Antwort: Du weißt doch, dass ich auch anders sein kann, und ich möchte meine Zukunft mit Dir so leben, wie wir sie geplant haben.
Funktionierte reibungslos! ich habe halbherzig versucht, das Co-Tal zu verlassen und mir vermutlich gewünscht, dass ER sich von mir trennt, aber was ich bekommen habe war das Drücken eines Co-knopfs: Das Hoffnungmachen. Alles wird irgendwann gut. Du weißt doch, er ist eigentlich ganz anders. Nämlich so wie am Anfang.
Nichts da. Er ist, was er ist. Und zwar jetzt. Und damit kann ich nicht leben.
Aber: ich trauere immer noch dem Mann nach, den ich geliebt habe (und wohl auch noch liebe), den es aber schon seit 1 Jahr nicht mehr gibt.
Die Liebe zur Illusion.
Ich glaube, dieser Thread hier hat mich auf meinem Weg ein sehr sehr großes Stück weitergebracht. |
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| desperateS hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 27.10.2010, 01:38 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Ich freue mich auch über alle eure Beiträge. Auch ich lese mir diesen thread immer wieder aufs neue durch und entdecke mehr und mehr dinge, die ich vorher überlesen hatte oder auch noch nicht so verinnerlicht.
Ich denke, dies ist auch ein thread, den wir uns gemeinsam erarbeitet haben. Das finde ich sher schön und sehr hilfreich, weil aus dem einen Erkenntnis iweder ein anderes Neues folgte. Vielen Dank, ich würde mich freuen, wenn hier noch viele weitere schreiben. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10681 Alter: 49
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Verfasst am: 27.10.2010, 09:13 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hallo Paddy,
als ich trocken werden wollte und merkte ,das ich das nicht kann , weil die Sucht , in mir noch stärker war, oder ich mir es noch nicht eingestehen konnte, war mir ja schon klar das ich Alkoholkrank bin. Bis zum Akzeptieren dieser Krankheit gingen jahrelange Schuldgefühle aus. Denn ich hatte ja meine Gewalt über mich verloren und das durfte als "starker Mann " in meinen Augen nicht passieren. Auch das weitläufige Bild des Alkoholikers sah ich vor mir.
Dies Schuld und Schamgefühle wurden immer dann verstärkt, wenn von außen an mich herangetragen wurde, das es so ist. Ob es gut oder schlecht gemeint war, war da auch uninteressant. Ich fühlte mich noch mieser und noch schuldiger . Ich nahm auch zum Nachteil von mir, alles In Kauf , das mein Leben, weiterhin in den Bahnen des Saufen weiterführen zu können. Erst als ich für mich alles verloren hatte (Tiefpunkt) konnte ich an ein Return und ans Überlegen denken. 100 Briefe , die Liebe ,die Kinder , der Beruf oder sonstige Machenschaften , konnten mich nicht aufhalten.
Dieses soll nun keine Entschuldigung , Freibrief oder ein für sprechen , für nasse Alkoholiker sein. Sicherlich nicht. Es ist nun mal unumstößlich so das der Alkoholiker , es alleine machen muss. Er weiß es und nur er kann handeln. Ich kenne 2 Beziehungen bei denen der Alkoholiker für den Partner aufhörte zu saufen. Leider immer nur kurzfristig .
Das lässt nicht nur den Alkoholiker gesunden , sondern auch den CO nicht . Krank zusammen bis in den Tod. Diese Konstellation kann nur durch jeden einzelne, für sich gelöst werden.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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