| Tabuthema Alkohol bei Familie und Kollegen, warum? • Es fühlt sich schrecklich an... |
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5483 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 22.06.2010, 10:00 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hallo,
ich sag mal, wie ich es sehe, wie es bei mir war...
Liebe? Ich hatte sie mal, für meinen Exmann, damals. Ich habe ihn sehr geliebt, dachte, ich hätte das große Los gezogen. Alles schien so perfekt. Er hatte gute Arbeit, ich erstmal auch. Wir hatten eine gemeinsame Basis. Dann kamen die Kinder, beide gewünscht und beide perfekt. Wir war ich da glücklich! Die Basis verschob sich aber immer mehr...
Ich fühlte mich immer mehr unwert, es wurde auch immer mehr mir so gezeigt. Da ich ja ab dann "nur Hausfrau und Mutter" war. Das hat mich im Laufe der Zeit immer mehr schrumpfen lassen. Er fand das gut, ich würde immer ängstlicher. Unsicherer, abhängiger von ihm. Jedenfalls sah es für mich so aus. Und das sollte es wohl auch. Und ich wollte nichts anderes sehen.
Mein gesamtes Umfeld hat mich in diese Rolle gepresst, ich habe es aber zugelassen, weil ich dachte, es wäre "normal" und das Beste für mich. Also arrangierte ich mich, aber die Liebe wurde immer kleiner. Denn ich fühlte mich immer unverstandener, ungeliebter, immer mehr benutzt. Unwert.
Dann kam der Suff dazu. Das machte nochmal was mit mir. Sorge und Hoffnung, Angst und Macht. Angebliche Verantwortung. Schuld.
Was hat mich gehalten?
Angst, verschiedene Ängste.
Angst, ohne Mann dastehen zu müssen.
Angst vor finanziellen Einbußen.
Angst, es alleine nicht zu schaffen.
Angst, keinen mehr abzukriegen.
Und noch viele Ängste mehr.
Meine Prägung.
Die da sagt: Ehe ist was Feines.
In guten wie in schlechten Zeiten.
Verantwortung, die ich meinte zu haben.
Auch Macht, denn ohne mich schien nix zu laufen!
Macht, der Wunsch, es zu schaffen, ihn "trocken zu legen".
Ich dachte, ich könnte das schaffen...
Nur ich...
Angst vor der Blamage, es nicht geschafft zu haben.
Angst davor zugeben zu müssen, ich habe mich geirrt.
Angst davor, jemanden zu verletzen.
Angst vor den Konsequenzen, die ich dann tragen müsste.
Angst vor Selbstverantwortung.
Schuld.
Schuldgefühle, das ich es nicht erfüllen konnte.
Nicht hatte erfüllen können, was ich dachte, was meine Pflicht wäre.
Schuld, weil ich dachte, es wäre wegen mir alles so schlimm.
Schuld und Angst, nicht gut genug (gewesen) zu sein.
Boah, da kommt was zusammen, es ist bestimmt noch nicht alles. Aber Liebe?
Die hat mich nicht festgehalten, denn die war nicht mehr da. Ab irgendwann, da war sie weg. Da war Zorn und Verachtung, Missachtung und Schmerz. Ich da unten, er da oben. Oder umgekehrt, wenn er besoffen war und hilflos.
Das war nicht Liebe, und das konnte keine mehr werden, bei uns. Dafür hatten die anderen Dinge einfach zu großes Gewicht bekommen. Und darum bin ich froh, nach all der Angst und der Schuld und vermeintlichen Verantwortung endlich auch mal für mich selbst verantworrtlich und mutig geworden zu sein. Denn ab da ging es aufwärts!
Als ich nicht mehr starr hing in meinen Fesseln. In all den Ängsten und Zwängen. Die ich unter dem Deckmäntelchen: Liebe, und da war ja mal Liebe und könnte noch Liebe sein, tarnte.
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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delf neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.03.2010 Beiträge: 85 Alter: 36
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Verfasst am: 22.06.2010, 10:05 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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LIEBEN heisst auch loslassen können.
Wie Kaleu schon geschrieben hat; Vom Hochhaus springen ist eine akute Situation und da würde ich auch eingreifen (sofern es in meiner Macht liegt).
Mit dem Saufen aufhören, da können wir nicht bei helfen. Erst wenn der trinkende Partner bereit dazu ist.
Hört sich hart an ist aber so!
Ich habe in den letzten 5 Monaten viel gelernt.
Mein Resümee; ich geniessen die Zeit mit meinem Partner solange es geht. |
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| delf hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 377
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Verfasst am: 22.06.2010, 10:16 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Danke, danke, danke für all Eure wunderbaren Threads.
Ich habe heute wieder viel zum Nachdenken und bekomme so nach und nach das Gefühl, dass ich mich selbst verstehe.
Ich habe das Gefühl , dass ich meine Coabhängigkeit nur dann überwinden kann, wenn ich mich selsbt verstehe. Und heute habe ich das erste Mal das Gefühl, dass ich dem näher komme.
Ich lese hier und sehe mich selbst in all diesen Threads. Wie ein kleines Puzzle finde ich Teile von mir, die sich langsam zu eine Ganzen zusammenfügen. Alles, was ich sehe und denke, wenn ich all diese Geschichten lese muß ich über mich selebr auch denken, mir die Antworten selber geben. Bei den anderen sehe ich alles klarer. Bei mir merke ich, wie ich alles verschleiere, verdränge, nicht sehen will, Ausreden erfinde.
Oft die Ausrede der Liebe.
Die finde ich auch bei vielen anderen hier. Und ich weiß aber auch, dass es das nciht ist. Tief im Innern weiß ich eigentlich, dass dies keine Liebe ist.
Was immer das ist, ich weiß und ich spüre doch, dass es nicht einmal meinen Vorstellungen von Liebe entspricht.
Liebe ist schwer zu definieren. Ihr habt da aber vieles schon so schön beschrieben, wie ich es selber nicht hätte tun können.
Aber eines will ich hier noch dazufügen.
Meine Vorstellung von Liebe, von einer liebevollen Beziehung, von Glück waren immer Austausch, Miteinander, Treue, Geben und Nehmen, Harmonie, gemeinsame Interessen...
All dies war ja all die Jahre nie da. Am Anfang der Beziehung? Verleibtsein. Sich garnicht wirklich kennen.
Sich etwas vormachen.
Ich hatte den Mann geheiratet, den ich im grunde garnciht kannte. Das ist mir jetzt klar geworden.
Ich habe die ganze Zeit in einer Illusion gelebt. In eienr Art Hoffnung, dass alles mal so wird, wie ich es gerne hätte.
Wir haben Kinder, weil wir beide Kinder wollten. Wir haben alles andere scheinbar übersehen, verdrängt. Ich könnte gerade schreien. Aber das nützt nichts. Es ist passiert. Ja, auch ich habe mir den Mann 'ausgesucht', der mich im Grunde garnicht glücklich machen kann. Schön beschrieben.
Danke.
Auch ich versuch(t)e das Unmögliche möglich zu machen.
Wunderbar formuliert. Danke.
Ich weiß auch, dass ich von dieser Erkenntnis noch nicht geheilt bin. Ich stecke noch voll drin und muß dem Ganzen noch mehr auf die Schliche kommen.
Ja, so ist es. Wenn man jemanden liebt läßt man ihn so wie er ist.
Wenn man aber sieht , dass ein Mensch sich zu Grunde richtet, sich selsbt zerstört dann schaut man doch aber auch nciht einfach weg udn läßt ihn tun, oder?
Wenn man aber sieht, dass man sich selbst zu Grunde richtet, weil mane s nicht schafft das Unmögliche möglich zu machen, dann ist das doch auch krank.
Wenn man jahrelang in einer Beziehung lebt in der man unglücklich ist, auch wenn der Auslöser eine Krankheit des Partners ist, dann ist das auch nicht normal. Dann holt man sich normalerwiese doch Hilfe.
Liebe ist doch nicht Aufopferung, Selbstaufgabe, ewiges Leid.
Wo ist der Punkt, wo man sagen muß: Bis hier her und nciht weiter. Hier hört die Liebe auf. Hier muß ich jetzt erstmal an mich selber denken.
Jeder gesunde Mensch scheint diesen Punkt zu kennen, zu fühlen.
Der Coabhängige nciht. Ich nicht.
Ich stelle mir gerade vor, ich müßte dies meinen Kindern erklären ( wo da die Grenze ist). Ich kann es nicht. Vielleicht kann ich es noch nciht. Vielleicht kann ich es lernen, verstehen.
Gerade denke ich, dass ich es wohl selber falsch gelernt habe. Dass mir vermittelt wurde, dass diese Liebe grenzenlos sein muß. Wer wirklcih liebt, der opfert sich auf. So eine Art heldentum.
Wollte ich immer eine Heldin sein, wartend auf meine Liebesmedaille.
Und woher nur kommt diese falsche Vorstellung? Warum ahben andere, gesunde Menschen sie nicht.
Andere sind gesund, weil sie einen gesunden Egoismus haben.
Hatte ich bisher immer Angst, dass mir Egoismus vorgworfen wird?
Hatte ich Angst nicht geliebt zu werden, wenn ich soooo ( gesund eben) bin? Habe ich Angst allein und ohne Liebe da zu stehen, wenn ich mich nicht aufopfere?
Eins weiß ich jedenfalls. Meine Rechnung ging nicht auf: Ich STAND oft ALLEIN und OHNE LIEBE da, obwohl ich drum gekämpft hatte.
Ich dachte, es sei Liebe.
Ich fühle mich gerade so dumm wie noch nie. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 37
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Verfasst am: 22.06.2010, 10:55 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hi Paddy,
wieso dumm?
Zur Liebe selbst braucht es keine Antworten, die ist Antwort in sich selbst und die hat auch mit einer Beziehung oder einer Sucht nichts zu tun. Sie hat nichtmal damit zu tun ob der Andere anwesend ist oder nicht, ja nichtmal ob er noch lebt oder nicht. Sie ist einzig und Allein da oder eben nicht da.
Die anderen Fragen die Du stellst sind Beziehungsfragen, Fragen zur Gesstaltung des eigenen Lebens, was einem selbst gut tut und was nicht, wovon man sich besser abgrenzt und wovon nicht, was man bereit ist zu erdulden, zu erleiden und was nicht. Wie Du schon sagst, dafür muß man sich aber selbst erstmal kennen.
Die Liebe allein kann auf keine dieser Fragen eine Antwort sein weil Liebe weder eine Frage ist noch eine Antwort.
| Zitat: | | Meine Vorstellung von Liebe, von einer liebevollen Beziehung, von Glück |
Hier geht's schon los, Du schmeisst Liebe und die Vorstellung einer liebevollen Beziehung und Deine Vorstellung von Glück in den selben Topf. Das bringt Dich nicht weiter, weil das verschiedene Dinge sind. Die eine ist die grundlegende Frage, ob Du Deinen Partner überhaupt liebst. Die kannst Du nur erfühlen und zwar indem Du ihn als den Menschen betrachtest, der er ist. Nicht wie er sein könnte oder sich verhalten würde, wenn... abcd...
Die Frage nach einer liebevollen Beziehung ist eine ganz Andere. Wenn man einen Menschen liebt, dann liebt man ihn. Ob die Beziehung mit ihm beschi***n ist oder nicht oder man gar keine mit ihm hat, hat damit nichts zu tun. Liebe ist auch kein Grund für Selbstaufopferung. Das hat die Liebe nicht verdient.
Worum geht's Dir also wirklich? Willst Du wissen ob Du Deinen Partner liebst oder willst Du wissen ob Du bei ihm bleiben sollst bzw. warum Du bei ihm bleibst? |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 377
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Verfasst am: 22.06.2010, 11:30 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Du hast Recht.
Gerade stelle ich mir die Frage, ob das was ich für meine Mann empfand überhaupt Liebe war. Da waren heftige Gefühle, die ich als Liebe 'Interpretiert' habe. Wohl in dem Glauben, dass sich Liebe so anfühlt.
Aber gerade bin ich sehr verwirrt, ob es das auch wirklich ist.
Das mit der liebevollen Beziehung stimmt. Das muß ich unterscheiden lernen. Da wird es mir auch schon sher klar. Die Beziehung ist definitiv nicht das , was ich mir vorstelle. Da bin ich ja schonmla nen Schritt weiter.
Mir ist auch kalr, dass sich da in nächster Nähe nichts ändern wird.
Das sollte doch schon ein einfacher Grund für die Trennung sein.
Fange ich nicht genau hier an mich selbst zu belügen, wenn ich dennoch bleibe, mir einen Vorwand dafür suche, es mit Liebe zu erkären versuche, auf Veränderungen hoffe.
Da genau ist der Punkt, wo es sich krank anfühlt.
Wo andere mich drauf aufmerksam machen, dass da was cniht stimmt. Wo sie mir sagen, dass sie das nciht mitmachen würden. Wo tief im Innneren ich mir sage: Die haben Recht. Und ich trotzdem ncihts unternehme.
Warum?
Feigheit, Angst, das Unmögliche möglich machen zu wollen.
Das ist jetzt mein nächster Schritt dies herauszufinden, denke ich.
Und gerade denke ich auch, dass es eigentlich egal ist, ob das Liebe ist oder nicht. Es ändert nichts an der Tatsache, dass ich in einer Beziehung bleibe, in der ich unzufrieden bin, leide, nur noch auf Änderung hoffe.
Ich glaube, das ist der springende Punkt.
Die Liebe könnte der Grund sein, könnte aber auch nur ein Vorwand sein, um sich seine Feigheit nciht eingestehen zu müssen.
Aber wie kann man einen Menschen mit all seinen Eigenschaften lieben und dennoch mit ihm in einer Beziehung nciht klar kommen.
Das kann möglich sein, dass man liebt was einem nicht gut tut.
Ich liebe auch Süßigkeiten und die tun mir nicht gut.
ER liebt den Alkohol und der tut ihm nicht gut.
Es erscheint mir gerade sehr absurd, wenn das der Fall sein sollte. |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Billy170 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 89
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Verfasst am: 22.06.2010, 11:46 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hi Paddy und alle anderen!
Wenn man einen Menschen liebt, dann akzeptiert man ihn so, wie er ist. Mit Stärken und Schwächen. Eine liebevolle Beziehung führt dazu, dass beide Partner aneinander wachsen, einander respektieren, durchaus auch kritisieren.
Mit einem alkoholabhängigen Partner kann ich keine liebevolle Beziehung führen! Das wurde mir irgendwann klar. Allerdings sehr lange bevor ich den Schritt der endgültigen Trennung vollzogen habe.
Tja, was hat mich gehalten...am Ende war es keine Liebe mehr, das kann ich definitiv sagen!
Ich wusste nicht, wie ich vorgehen sollte...was mache ich mit der Wohnung, den Möbeln.
Dann hat mich nur die Angst davor abgehalten, die Beziehung zu beenden.
Angst davor, dass er nicht alleine zurecht kommt, dass er die Wohnung verlieren wird, dass er sich vlt. etwas antun würde.
Ich habe mich in der Verantwortung gesehen und mir ist sehr spät klar geworden, dass ich für ihn keine Verantwortung habe.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich oft gefragt, was wäre, wenn er wirklich nichts mehr trinken würde. Ob ich dann bei ihm bleiben würde.
Ich musste mir eingestehen, dass das nicht der Fall sein würde. Meine Liebe ist irgendwann erloschen.
Das was mich gehalten hat, waren Ausreden, die ich mir selbst gesucht habe, um meine Leben nicht nachhaltig ändern zu müssen.
Ein bisschen konfus, das alles, oder???
Trotzdem herzliche Grüße
Billy
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| Billy170 hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 37
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Verfasst am: 22.06.2010, 12:08 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hallo Paddy,
| Paddy hat Folgendes geschrieben: |
Gerade stelle ich mir die Frage, ob das was ich für meine Mann empfand überhaupt Liebe war. Da waren heftige Gefühle, die ich als Liebe 'Interpretiert' habe. Wohl in dem Glauben, dass sich Liebe so anfühlt.
Aber gerade bin ich sehr verwirrt, ob es das auch wirklich ist. |
Na ich geh mal sehr stark davon aus, daß Du auf jeden Fall verliebt in diesen Mann gewesen bist. Gerade wenn sich Beziehungen in einem starken auf und ab befinden und die Gefühle entsprechend mit Achterbahn fahren, fördert das das Verliebtsein unheimlich und es fühlt sich eben ungeheuer intensiv an. Das ist aber verliebt sein und hat mit Liebe nur wenig zu tun.
| Zitat: | | Das sollte doch schon ein einfacher Grund für die Trennung sein. |
Findest Du? Ich halte enttäuschte Erwartungen nicht für einen Trennungsgrund. Womit ich nicht sagen will, daß Du keinen Grund für eine Trennung hättest, aber enttäuschte Erwartungen sollten das nicht sein. Deine Erwartungen an die Beziehung hast Du ja selbst zu verantworten, nicht Dein Partner.
| Zitat: | | Fange ich nicht genau hier an mich selbst zu belügen, wenn ich dennoch bleibe, mir einen Vorwand dafür suche, es mit Liebe zu erkären versuche, auf Veränderungen hoffe. |
Wenn der Grund warum Du in der Beziehung bleibst lediglich die Hoffnung auf Veränderung ist, kann das nur nach hinten losgehen.
Bevor Du entscheidest ob es auf eine Trennung hinausläuft oder nicht sollte Dir überhaupt erstmal klar sein, was Dich in der Beziehung hält und warum Du in der Beziehung bleibst, aber auch wer Du bist und was Du willst. Bisher suchst Du ja lediglich bei Deinem Partner, dem Alkoholismus, den Problemen.
| Zitat: | | Die Liebe könnte der Grund sein, könnte aber auch nur ein Vorwand sein, um sich seine Feigheit nciht eingestehen zu müssen. |
Liebe kann nur dann der Grund sein, wenn es wirklich Liebe ist und Du tatsächlich entscheidest in der Beziehung zu bleiben, einzig und allein aus Liebe, mit dem Bewusstsein, daß Deine Vorstellungen einer erfüllten Beziehung hier nicht erfüllt werden. Dann bleibst Du aus Liebe, aber nicht um Dich zu opfern. Es gibt andere Wege seine bedürfnisse zu befriedigen als durch den Partner. Man kann durchaus in einer Beziehung bleiben und akzeptieren, daß die nunmal nicht das ist was man sich gewünscht hat ohne sich zu opfern. Erst wenn Du nichts mehr am anderen verändern willst weil Du für Dich selbst sorgst kannst Du überhaupt entscheiden ob Du aus Liebe bleibst.
| Zitat: | | Aber wie kann man einen Menschen mit all seinen Eigenschaften lieben und dennoch mit ihm in einer Beziehung nciht klar kommen. |
Du kannst auch Schokopudding lieben und ißt trotzdem nur einmal die Woche welchen weil Du sonst aus den Nähten platzt, oder?
Mit Menschen verhält es sich nicht anders. Ich kann einen Menschen lieben, daß bedeutet noch lange nicht, daß mir alle seine Eigenschaften gefallen und ich alles an ihm lieben muß. Ich liebe auch meinen Sohn, aber trotzdem geht er mir häufig auf den Keks und ich geh ihm aus dem Weg. Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen in der Praxis sind zwei grundverschiedene Dinge!
| Zitat: | | Es erscheint mir gerade sehr absurd, wenn das der Fall sein sollte. |
Nein, das ist nicht absurd. Absurd waren die Vorstellungen die Du vorher hattest, nämlich die, daß Liebe alles wunderschön macht und das von ganz allein.
Liebe ist wunderschön, sie alleine ändert aber nichts, denn Liebe, wenn sie vorhanden ist, strebt eben nicht nach Veränderung!
Liebe Grüße
Kaleu |
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|
| Kaleu hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 37
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Verfasst am: 22.06.2010, 12:30 Titel: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? |
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Hallo nochmal,
da Dich die Frage nach der Liebe nicht loszulassen scheint...
| Paddy hat Folgendes geschrieben: | | Gerade stelle ich mir die Frage, ob das was ich für meine Mann empfand überhaupt Liebe war. |
Betrachte Deinen Mann mal bitte so wie er ist. Ich meine ausschliesslich seine Existenz, nicht sein Handeln oder Verhalten, nicht seine Worte oder seine Fehler, nichts einzelnes sondern sein gesamtes Dasein. Ist Deine Welt eine bessere und lebenswerte weil es diesen Menschen gibt, weil Du weißt, daß er existiert unabhängig davon wo er ist, was er tut und was er für Dich tut oder nicht tut? Wird Deine Welt reicher und bunter nur in dem Wissen, daß dieser Mensch existiert und Du ihn kennen darfst? |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Die Liebe, die uns zusammenhält ! ? geschrieben
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