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Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben

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Triiine
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Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 23.06.2010, 08:18    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hola ... Lafortunata,

bei deinen Gedanken bzgl. der Tochter ... ob sie was mitgekriegt hat oder nicht ... bin ich auch wieder ins grübeln gekommen.
Meine ist 14, ich war auch nie sturzbetrunken oder ausfällig, aber ich glaube, wir unterschätzen die Wahrnehmung unserer Kinder.
Ich habe oft am nächsten Morgen (nach der abendlichen Weinflasche) drüber nachgedacht, ob man mir das anmerkt.
Man selber ist ja in solchen Momenten immer der Meinung, alles im Griff zu haben. Aber ich glaube, dem ist nicht so ... die Kinder spüren sehr wohl, dass da was nicht in Ordnung ist.

Oft war ich kurz davor, dass mal mit Töchterchen anzusprechen ... aber bisher habe ich mich das nicht getraut. Mich würde sehr interessieren, wie sie das wahrgenommen hat.
Mal sehen ... wenn es so gut weitergeht wie bisher, vielleicht finde ich dann mal den Mut, mit ihr darüber zu sprechen.

viele weitere trockene 24h
wünscht dir
Triene
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Triiine hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben
dorothea
Moderatorin
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
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BeitragVerfasst am: 23.06.2010, 08:47    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo theresa

so heißt übrigens meine jüngste Winken

deine tochter ist jetzt 12, als mutter von 4 kindern kann ich dir nur sagen, unterschätz die kurzen nicht. meine kleinste war 2 als ich aufhörte, und selbst sie hat noch heute, nach weit über 8 jahren erinnerungen an diese zeit. kinder merken die veränderung sehr genau auch wenn sie nicht unbedingt die zusammenhänge erfassen.

wie ich dich so lese gehe ich davon aus das du ein kopfmensch bist, und damit hast du es nicht grade einfach aus der sucht raus zu kommen. sucht kann man mit logik nämlich nicht packen, lerne auf deine gefühle zu hören. es ist schwer schlechte gefühle zu ertragen ohne sich abschießen zu wollen/müssen. da kommt man mit noch so viel verstand und willen schnell an seine grenzen. du mußt nach strategien ausschau halten die dich nackenschläge anders wegstecken lassen als zur flasche zu greifen. das ist am anfang sehr schwer, aber eben auch sehr wichtig. wir haben eigentlich alle unsere probleme ersäuft, weil wir die miesen gefühle nicht ertragen konnte. nur da das leben kein ponyhof ist gibt es immer wieder situationen die einem den hals zuschnüren und hier dann nicht automatisch zur flasche zu greifen, das will gelernt sein. probleme offen ansprechen, nein sagen wenn was zuviel wird. all das sind bausteine auf dem weg in ein abstinentes leben. und natürlich ehrlichkeit, vor allem zu sich selbst. schau das du dein nahes umfeld über deine krankheit informierst, das mach es für dich in vielem sehr viel einfacher. ich weiß das man sich am anfang schämt, das ist normal. nur wenn man immer nach ausreden suchen muß warum man die schwarzwälder kirsch oder das rumeis nicht essen will..... das stengt nur an. klare linie, das macht es für dich sehr viel einfacher, vielleicht setzt du dich mit deiner tochter mal in ruhe hin und redest mit ihr, sie wird das verstehen und ich denke das sich dann auch für sie so einiges klären wird. mein ältester war damals auch 12 und mir haben die kinder am anfang wirklich sehr geholfen, weil sie es konnten, weil sie es wußten.

doro
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dorothea hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben
lafortunata
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 12
Alter: 49
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 23.06.2010, 14:54    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Triene und Doro,

eure Zeilen haben mich sehr nachdenklich gemacht. Mitbekommen hat Miss S. es auf jeden Fall, das weiß ich. Bei der Akupunktur heute fiel mir ein, dass sie immer wenn sie weg war, (bei ihrem Vater, Trainingslager oder sonstiges) sich immer Sorgen gemacht, mich dadurch 20x angerufen und oft zu mir gesagt hat "Pass auf dich auf".... Mich würde es zwar ebenso interessieren, wie sie das wahrgenommen hat, aber ihr das jetzt zu sagen, das schaff ich einfach noch nicht. Dazu ist meine Scham einfach noch zu sehr präsent und einer der größten Schatten über den ich noch springen muss, auch was meine Freunde und Familie betrifft.
Irgendwie habe ich das Gefühl ich muss mich erst selber sortieren, dieser neue Anfang ist noch so frisch und mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich ihr nicht meine Probleme auf ihre Schultern laden will. Weil sie so ist wie sie ist.
Was nicht heisst, dass ich nie mit ihr darüber reden werde.

hmm, ein Kopfmensch? Das hat noch nie wer zu mir gesagt, eher das Gegenteil. Interessant, dass ich hier so rüberkomme. Vielleicht deshalb, da für mich das geschriebene Wort eine ganz andere Qualität hat als das gesprochene. Schreiben gibt mir die Möglichkeit viel bewusster zu reflektieren und analysieren und es auch fest zu halten.

Theresa

Ps: @Doro - Miss S. ist 13.5 Jahre Winken
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lafortunata hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben
dorothea
Moderatorin
Moderatorin


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Beiträge: 7472
Alter: 48
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 08:54    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

moin theresa

ich weiß genau wie es dir eben geht, wir standen alle mal an dem punkt. die scham ist einfach riesig. es gibt aber gute gründe das ich dir rate deine tochter ins vertrauen zu ziehen. unsere kinder leiden höllenqualen wenn wir saufen. dazu kommt bei deiner maus noch das sie in der pubertät ist. sie steht naturbedingt eben zwischen allen stühlen und dann muß sie auch noch um dich angst haben. du würdest ihr auch eine große last abnehmen wenn du dir nen ruhigen moment, suchst dich mit ihr aufs sofa kuschelst und mit ihr redest. einmal zeigst du ihr dein vertrauen, zum anderen wird sie ein stück erleichtert sein weil sie vieles jetzt besser versteht, und nicht zuletzt machst du dir damit so auch ne hintertür zu. es ist einfach auch sehr wichtig für unsere kinder, wenn du mal bei den eka liest, wovon ich dir momentan noch abrate, wirst du sehen das kinder das bis ins hohe alter mit sich rumschleppen wenn ein elternteil trinkt. sie geben sich die schuld und können sich nicht frei entfalten weil sie immer angst haben durch ihr verhalten einen anlass zum trinken zu liefern.

glaub mir es wird euch beiden eine riesen last vom herzen fallen wenn du mit ihr darüber redest. offenheit gehört zum trocken werden. gelogen und verheimlicht haben wir im nassen kopf.

doro
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dorothea hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben
FrankyFresh
Gast






BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 09:17    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
offenheit gehört zum trocken werden. gelogen und verheimlicht haben wir im nassen kopf.


Das stimmt Verlegen DAS können wir aber jetzt ändern Smilie

Theresa, bleib trocken und du wirst dich positiv ändern und d a s wird deine Tochter mitbekommen, daran machst du viel wieder gut Winken

Ich als Buddhist glaube: Alles im Leben gleicht sich irgendwann wieder aus

Das wird auch bei dir der Fall sein und deine Tochter wird stolz auf Dich sein!


Wünsch dir einen schönen und ausgeglichenen Tag Smilie

Liebe Grüsse

Frank
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FrankyFresh hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 24.06.2010, 11:51    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf theresa

lafortunata hat Folgendes geschrieben:
Miss S. ist 13.5 Jahre Winken
da weis sie ja erst sei 10 jahren was mit dir los is

red mit ihr - n "richtigen zeitpunkt" gibts nich - red mit ihr jetzt - s wird für euch beide ne erleichterung sein

wunderschönen donnerstagnachmittag

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben
lafortunata
neuer Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 16:19    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Einen wunderschönen Samstag Nachmittag an alle,

komme erst jetzt dazu, mich zu euren Ratschlägen zu äußern, die mich noch nachdenklicher gemacht haben, eingedeckt mit Arbeit und ein wenig Schulstress von Miss S. bin ich nur wenig zum nachdenken gekommen, deshalb bleibt mir auch jetzt wenig Zeit mich ausführlich zu äußern.

@Doro, danke! Aus dieser/ ihrer Perspektive habe ich es noch gar nicht gesehen, habe natürlich ein wenig bei den EKA´s nachgelesen und stellte mir mein Kind vor, was in ihr vorgeht. Bedrückt. Das musste ich erst verdauen.
Ich fuhr mit dem Rad dann zuerst ein wenig ziellos durch die Landschaft. Irgendwann hab ich vor lauter Tränen dann gar nichts mehr gesehen, setzte mich in die Wiese und lies mal alles so richtig raus. Ich weiß gar nicht, wann ich das in der Form oder jemals in der Intensität so gemacht habe.

Wenn sie nächste Woche die Semesterprüfungen hinter sich hat, die entscheiden ob sie aufsteigen darf oder nicht, werde ich mich mit ihr zusammensetzen und mit ihr in Ruhe darüber reden. Und irgendwie fürcht ich mich davor.

Bis bald und liebe Grüße, Theresa
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lafortunata hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 16:44    Titel: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf theresa

lafortunata hat Folgendes geschrieben:
mit ihr in Ruhe darüber reden
n tipp ^ macht vorher gesprächsregeln aus - z.b. den anderen ausreden lassen + + +

schönes we

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Das Glück, einen Anfang gefunden zu haben geschrieben

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