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Ich komme nicht aus dem Strudel raus ...

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Triiine
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 10:11    Titel: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen an alle,

hier noch einmal meine Vorstellung:

Ich lese schon lange mit. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich allein nicht mehr weiterkomme.

Ich bin 35 Jahre alt und beschäftige mich schon seit ca. 2 Jahren mit dem Thema. In den letzten Jahren habe ich es nicht fertiggebracht, mal länger als eine Woche nix zu trinken. Es ist ein Teufelskreis/eine Gewohnheit geworden, die mir Angst macht.

Die Grundbausteine habe ich gelesen und ich weiß auch genau, welcher "Stein" mir dabei im Weg liegt. Bisher habe ich es nicht geschafft, ihn wegzuräumen.

Meine eigene Wohnung halte ich alkoholfrei ... das ist eigentlich auch kein Problem für mich. Wenn nix da ist, dann ist halt nix da und um mir Wein aus der Stadt zu holen, bin ich zu faul.

Mein Ex-Partner wohnt im selben Haus.
Schon bei unserem Kennenlernen habe ich mich damals über seinen und den Alkoholkonsum seines Freundeskreises gewundert, bin dem aber nicht näher nachgegangen - (leider).
Wie oft war ich angenervt von der Bierfahne und dem lallenden Gelabber. Bevor wir uns trennten, ist er von Bier auf Wein umgestiegen ... und ab da habe ich mich in den Strudel mit reinziehen lassen. Im Nachhinein betrachtet kann ich nur den Kopf schütteln ...

Es war täglich Wein da und er wurde auch täglich getrunken. Das variierte von 0,5 - 2 Liter pro Abend. Ich hatte immer öfter "Blackouts", d.h. ich wusste am frühen Morgen nicht mehr, wann und wie ich ins Bett bin und über was gesprochen wurde. Ich bin früh mit Panik aufgewacht und hab mir geschworen "heute trinkst du mal nix" und es war alle Tage dasselbe ... kaum war ich von der Arbeit zu Hause ... groggy und abgespannt ... kam das Bedürfnis nach "angeblicher" Entspannung ... und es war ja immer etwas da. Und wenn mal nix da war, ist mein Partner sofort gesprungen und hat Nachschub geholt. Ich habe gemerkt, dass da was schief läuft, war aber nicht fähig, mich aus diesem Strudel zu lösen.

Dann kam die Trennung von meinem Partner und ich habe erstmal aufgeatmet. Ich habe keinen Wein geholt und es ging mir richtig gut. Irgendwann wurde diese Trennung wieder aufgeweicht und das Spiel begann von vorn. Es ist ganz merkwürdig, sobald ich in seiner Wohnung bin, kippt ein Schalter bei mir und verlangt nach Wein. Es steht ja auch immer was da und in der Garage stehen bestimmt so ca. 5 Kisten á 12 Flaschen. Er hilft mir und meiner Tochter unheimlich viel - obwohl ich das eigentlich gar nicht will. Es setzt mich unbewusst unter Druck und ich fühle mich verpflichtet "freundlich" zu sein.

Ich habe ihn schon tausendmal gebeten, mir nix mehr zu geben ... aber er hält sich nicht dran. Er wartet regelrecht darauf, dass ich frage ...

Ich weiß, ich kann ihm nicht die Schuld geben - ich bin selbst alt genug, um zu wissen, was ich tue. Aber oft kam es mir so vor, als ob das ganz bewusst so gesteuert wird. Er möchte gar nicht, dass ich aufhöre zu trinken. Wenn ich nämlich nüchtern und glasklar im Kopf bin, dann weiß ich, dass er nicht der richtige Partner für mich ist. Wenn ich aber was getrunken habe ... dann werde ich sentimental und gefühlsdusselig.

Nun ja ... seit 3 Wochen sind wir wieder "nur" noch "Freunde". Auch wenn ich ihn gern als "Freund" behalten würde, weiß ich doch, dass dies nie im Leben funktioniert. All unsere Freizeitaktivitäten hatten fast immer mit Alkohol zu tun - nicht immer viel, aber doch regelmässig. Er selber sieht seinen seit Jahren täglichen Konsum selbstverständlich nicht kritisch.

Seit dem 12. ist er beruflich unterwegs und kommt erst in ca. 2 Wochen wieder und seit dem habe ich nix getrunken. Mit seiner Gegenwart ist auch der Gedanke an Wein veschwunden ... zumindest bis jetzt. Es geht mir gut und als ich gelesen habe was Polly am 13.6. geschrieben hat, dachte ich "das könnte glatt von mir sein".

Meine Auslöser kenne ich eigentlich, es sind hauptsächlich negative Gefühle, die mich zum Glas Wein greifen lassen (Abgespanntheit, Ärger, Traurigkeit) oft auch einfach das "gemeinschaftliche" Glas, wenn man zusammen sitzt und erzählt.

Ich versuche schon geraume Zeit, mich aus diesem komischen Freundschaftsgefüge zu lösen, schaffe es aber - bedingt durch die räumliche Nähe - nicht.

Wenn er dann mal wieder vor mir steht und super nett ist - dann denke ich, ich tue ihm unrecht und er tut mir leid.

Nun ja ... ich habe ja jetzt 14 trockene Tage Zeit, mir darüber "glasklare" Gedanken zu machen.
Beim Arzt war ich schon - er meinte, es ist alles okay, obwohl ich selber das nicht so sehe.
In der nächsten Zeit werde ich mal Ausschau nach einer SHG halten. Ich dachte immer, ich schaff das allein, da rauszukommen - muss aber leider feststellen, dass ich mich nur im Kreis drehe und den Absprung nicht schaffe. Das ärgert mich und macht mich wütend ...

Ich bin dabei, die Auslöser zu erforschen. Oftmals sind es kleine Mini-Depris, die mich zum Wein greifen lassen.
Hinterher ärgere ich mich so maßlos, weil ich eigentlich genau weiß, dass das absolut nix bringt.

Ich muss lernen, diese kleinen Depris auszuhalten - seit 4 Wochen gehe ich regelmässig joggen - das hilft für eine gewisse Zeit.

Karsten hat mich gefragt, ob ich mich selber als alkoholkrank sehe. Hier meine Antwort:
Ja, ich selber sehe mich als alkoholkrank. Inwieweit ich körperlich abhängig bin, weiß ich nicht (Entzugserscheinungen hatte ich noch nicht) - ist aber auch nicht so entscheidend.

Viel wichtiger ist, dass ich weiß, dass ich nicht vernünftig mit Wein umgehen kann. Ist die Flasche offen, gibt es keine halben Sachen. Und es ärgert mich masslos, dass ich nicht fähig bin, nur ein!! Glas zu trinken. Es ist nicht so, dass ich dann völlig betrunken bin. Aber am nächsten Morgen fühle ich mich übersäuert, abgewrackt und ich bin total enttäuscht von mir ...

Ich habe schon oft versucht, mich mit anderen darüber zu unterhalten - aber anscheinend bin ich in diesem Kreis die Einzige, die sich darüber Gedanken macht und ich werde immer belächelt, wenn ich darüber reden will.

Je länger ich mich mit diesem Thema auseinandersetze, desto bewusster wird mir, wie sehr unsere Gesellschaft schon "abhängig" ist.
Nur ein kleines Beispiel. Bei einem Familientreffen über mehrere Tage habe ich nichts getrunken und das auch angekündigt. Die Reaktionen waren für mich unfassbar. Da kamen dann so Rückfragen "bist du schwanger?", "warum denn ausgerechnet jetzt?" - ich war entsetzt, dass ich mich so rechtfertigen musste.

Ich komme allein nicht mehr weiter und suche hier moralische Unterstützung. Vielleicht gibt es hier Frauen/Männer, denen es ähnlich geht. Mich würde interessieren, wie sie es geschafft haben, sich abzugrenzen.

Das wär's erst mal von mir
Gruß an alle
von Triene
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Triiine hat zum Thema: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben
Polly13
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.06.2010
Beiträge: 21
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 10:51    Titel: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Triene!
Das von Dir geschriebene kann ich zu 100% nachvollziehen.
Eine angefangene Flasche Wein? Geht gar nicht!
Entweder voll oder leer Verlegen
Ich hab oftmals alle "Voräte" aufgebraucht und den guten Vorsatz gehabt, jetzt ist Schluß! Aber geklappt hats nicht.
Nachdem ich jetzt Unterstützung von meiner Familie gefordert habe, klappt es. Es ist grad so, als habe ich die Verantwortung jetzt auf andere übertragen.... Aber ich weiß, es wird auf mich geachtet/aufgepaßt Winken
Mir ging es oft so wie Dir, daß ich morgens kaum die Kraft hatte, mich dem Tag zu stellen. Ich bin ja nun noch nicht lange trocken, aber ich bin jeden Morgen dankbar, ausgeruht und fit aufzustehen. Das ist schon soweit, daß ich heut Morgen um 7 (in Worten sieben!) Uhr mit meinem Hund Laufen war. Zwar nur ne halbe Stunde, aber der Anfang ist gemacht. Der Alk bremst einen derart aus, aber das will man ja in nassen Zeiten nicht wahr haben.
Tja, mit Deinem "Freund"....
Er tut Dir nicht gut, aber ich bin auch so ein Schaf, daß immer schnell Mitleid hat Traurig
Halt Abstand von ihm, geistig und körperlich Ausrufezeichen
Schaff Dir andere Aktivitäten außerhalb Deiner Wohnung, wenn er wieder da ist...
Laß Dich nicht wieder auf ihn ein, wenn Du vom Alk weg willst.
Für mich ist auch der Abend die gefährlichste Tageszeit, wenn man geschafft vom Tag ist und einfach nur abschalten will. Ich habe aber gemerkt, wenn man nix trinkt, ist der Abend viel länger und man kann UNMENGEN machen. Man muß halt nur dieses Tief nach der Arbeit überbrücken. Mir hilft lesen und langsam spazieren gehen oder nicht lange nachdenken und gleich ins Schwimmbad. (Tasche ist immer gepackt!)
Halt durch, Du bist das Wichtigste für Dich!
GLG und g24h
Polly
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Polly13 hat zum Thema: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben
murmeltier
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.01.2010
Beiträge: 167
Alter: 41

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 10:51    Titel: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Triiine,
deine Wort könnten auch von mir sein!
Auch ich bin mit meinem Lebensgefährten von einer absoluten Nichttrinkerin langsam zur Gewohnheitstrinkeriin und zu guter Letzt zur Alkoholikerin geworden...
Erst durch einen Suizidversuch unter starken Alkoholeinfluss habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Aber, wie du ja auch von dir selbst beschreibst, getrunken haben alle.
Zwischenzeitlich habe ich sogar mehr getrunken als mein Lebensgefährte, ich wurde zerieben zwischen Beruf, Haushalt, Kind, finanzielle Schwierigkeiten usw., gegen den alltäglichen Frust konsumierte ich Bier oder Wein, zuerst nur am Wochenende, dann täglich, manchmal trank ich 3 Feiertage durch! Verlegen
Ich ging dann erstmal in Therapie (Einzelgespräche um meinen Unsicherheiten und Ängsten begegnen zu können), im Moment bin ich in einer Gruppentherapie (nur Frauen) was ich nicht missen möchte. Ich habe gelernt Erfahrungen von "Älteren" anzunehmen, trotz allem hatte ich im November einen Rückfall.
Mit meinem Lebensgefährten bin ich zwar noch zusammen, aber lebe räumlich getrennt. Er kann mit Alkohol besser umgehen als ich, allerdings konnte er sich nie mit einem alkoholfreien Umfeld anfreunden. Wäre ich da nicht raus (wohne jetzt nur 1 Türe weiter) hätte nie trocken werden können. Meinem LG fehlt da vollkommen das Verständnis, er ist der Meinung das alles sei reine Willenssache "1 Glas Wein hat noch nie jemanden geschadet, musst halt rechtzeitig aufhören!"... nun, ich weiß es besser!
Ich wünsche dir hier einen regen Austausch und hoffentlich auch bald in einer realen SHG,
murmeltier
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murmeltier hat zum Thema: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben
Triiine
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 12:45    Titel: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Polly und liebes Murmeltier,

danke für eure Rückmeldungen ... irgendwie habe ich es geahnt, dass gerade ihr zwei euch meldet Smilie
Es gibt doch einige Gemeinsamkeiten ...

Ja, ich weiß, dass er mir nicht gut tut. Ich habe bloß noch keinen Plan, wie ich eine strikte Abgrenzung schaffe, ohne dass das in Nachbarschaftskrieg ausartet - er kann dann sehr bösartig werden.
Alle Versuche meinerseits, das Ganze im freundschaftlichen Rahmen zu lassen, sind durch den Alkohol bisher gescheitert. Meine auffordernde Bitte, mir nix zu geben, wenn ich ihn frage, wird ignoriert.
Er sieht das (mein) Problem nicht ... es trinken doch alle und er versteht nicht warum ich da so "rumzicke".

Aber - es ist mir so ziemlich egal, was er denkt - es geht hier ausschließlich um mich und um meine Gesundheit. Und um die zu schützen, muss ich mich von ihm abgrenzen.
Naja ... das theoretische weiß ich also schon Winken ... ist jetzt nur noch die Frage, wie ich das umsetze.

Ich hatte ihm auch schon mal angekündigt, dass irgendwann der Punkt kommt, wo ich mich wegen des Alkohols komplett von ihm zurückziehe.
Ich brauche noch ein bisschen Zeit, um diesen "Punkt" fest in meinem Hirn zu installieren.
Ein Rückzug würde auch bedeuten, dass fast der gesamte Bekanntenkreis entfällt, der aus lauter Amateur- und Profitrinkern besteht.

An sich wäre das kein Problem für mich, ich komme gut mit mir selber klar und ich muss auch nicht um jeden Preis einen Mann an meiner Seite haben.

Aber es ist die verdammte Gewohnheit, die da immer wieder durchkommt. Man erinnert sich an schöne Zeiten und denkt, "och, ein bisschen könnten wir doch zusammen im Garten sitzen und schwatzen" - und schupps - steht die Weinflasche dabei. Ich habe ihn mal gefragt, ob er 6 Tage ohne Alkohol auskommen würde - ich habe keine Antwort bekommen.

Ich glaube auch zu wissen, warum mein "Freund" nicht möchte, dass ich nix mehr trinke.
Es gibt ihm ein Gefühl der "Macht" über mich, die er sonst, wenn ich nüchtern bin, nicht hat.

liebe Grüße
von einer "dummen" Triene
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Triiine hat zum Thema: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben
Polly13
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.06.2010
Beiträge: 21
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 12:55    Titel: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hey!
Das mit der "dummen" Triene will ich nicht gelesen haben Smilie
Wenn du dumm wärest, würdest Du Dir keine Gedanken machen...
Aber ich kenne das, mit den guten Bekannten, wo immer gleich ne Flasche Wein oder so auf den Tisch kommt. Ich hab in einer Gegend gewohnt (gut bürgerlich), wo auch ein s.g. gutes nachbarschaftliches Verhältnis gepflegt wurde.
Es war immer lustig, aber es war auch immer jede Menge Alk im Spiel! Nach meinem Umzug und aus der Entfernung betrachtet, sind das alles Alkis, die auch aus schlechtem Gewissen heraus, die anderen zum Mittrinken angehalten haben. Mittlerweile hat es dort auch schon 2 alkoholbedingte Todesfälle gegeben und ich bin heilfroh, daß ich da nicht mehr wohne! Das hat jetzt nichts mit Überheblichkeit zu tun, viel mehr mit Erleichterung. Der Umzug hatte allerdings nichts mits meinem Alkoholkonsum zu tun, das ist einzig und allein meine "Baustelle".
Also schlaue Triene, schaff Dir ein neus Umfeld..
Kannste denn nicht umziehen?
GLG
Polly
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Polly13 hat zum Thema: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben
Triiine
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 13:41    Titel: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hola Polly,

ja ... genauso ist es mir auch gegangen. Ab dem Moment wo ich merkte, dass was mit meinem Weinkonsum nicht stimmt, habe ich meine Umgebung mal genauer betrachtet ... und ... ich war erschüttert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten schon so tief im Sumpf stecken - die kommen da allein nicht mehr raus.

Ein Umzug würde für mich definitiv nicht in Frage kommen.
Dafür habe ich einfach zu viel Kraft in meine "Traumwohnung" investiert. Ich würde es auch meiner Tochter nicht zumuten wollen.
Das Beste wäre, wenn er sich ne neue Freundin sucht, dann wären die Grenzen klar abgesteckt ...

Ich bin auch schon am überlegen, welche Hobbies ich auf die kritische abendliche Zeit legen könnte. Das Problem ist, dass ich oft zu ausgepowert bin, um dann z.B. noch Sprachen zu lernen. Was mir gut hilft - ist joggen. Ich hätte nie gedacht, dass mir das mal so Spaß machen könnte. Es ist ein herrliches Gefühl, durch die Natur zu rennen (naja - rennen ist wohl übertrieben Winken ) - ohne! Kopfhörer - die Gedanken schweifen lassen und den Körper richtig fordern. Hinterher bin ich total erschöpft, knallrot im Gesicht - aber unglaublich stolz auf mich.

liebe Grüße
von einer grübelnden Triene Winken
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Triiine hat zum Thema: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben
Zukunft
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 58
Alter: 56
Wohnort: NRW-Trocken seit 10.01.2010

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 14:41    Titel: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Triene, es ist schon wichtig,dass du selbst erkannt hast,dass mit deinem Konsum etwas nicht i.O. ist.Ein erster,richtiger Schritt.
Wenn ich mir deine Geschichte durchlese,möchte ich am liebsten laut schreien.Da sind so viele Dinge,die du ändern musst.Was nutzt dir eine Traumwohnung in der Nähe von solchen Mengen Alk? Was hilft der saufende Freundeskreis? Einen Arzt,der sagt es ist alles i.O.,würde ich fragen,welche Drogen er wohl nimmt.
Wenn es in deiner Nähe eine Suchtberatung gibt,würde ich da mal schnellstens einen Termin machen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Ich hoffe,ich habe mich nicht zu hart ausgedrückt.Nee,eigentlich habe ich mich noch gebremst.Ich wünsche dir für die nächsten 24h die Kraft, nein zum Wein zu sagen,auch wenn Karsten dich fragt.

Lieben Gruß von Michael
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Zukunft hat zum Thema: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben
Triiine
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.06.2010
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 21.06.2010, 14:55    Titel: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hola ... Michael,

nein, das ist nicht zu hart.
Deshalb bin ich ja hier und ich möchte auch nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Dafür ist mir die ganze Geschichte doch zu ernst und macht mir viel zu viele Sorgen.

Die Sache mit der Wohnung - tja, dass könnte ich mir z.Z. überhaupt noch nicht vorstellen, dort wegzuziehen. Aber man sollte niemals NIE sagen ... alles zu seiner Zeit. Zu seinem Wein-Depot habe ich (zum Glück) keinen Zugang - und so schlimm, dass ich das Schloß aufbreche, ist es zum Glück (noch??) nicht.

Ich versuche erst mal andere Bereiche zu ändern.
- von dem Bekanntenkreis habe ich mich innerlich schon verabschiedet. Habe mit eins, zwei Personen des Vertrauens schon gesprochen und erklärt, warum ich mich nicht mehr blicken lasse. Ich denke, damit komme ich klar.

- beim Arzt steht demnächst wieder ein Blutwerte-Check an, da bin ich mal auf die Werte gespannt

- Suchtberatung hatte ich auch schon überlegt - bin aber bisher über das "überlegen" nicht hinausgekommen

- wichtiger Punkt wäre für mich, eine SHG zu finden, wo ich in kritischen Situationen Hilfe finde

Naja ... und am allerwichtigsten wird die strikte Abgrenzung vom nachbarschaftlichen Spiegeltrinker sein. Und da bin ich mir nicht sicher, ob ich stark genug bin, das durchzuhalten.

liebe Grüße
von Triene
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Triiine hat zum Thema: Re: Ich komme nicht aus dem Strudel raus ... geschrieben

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