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Wie kann ich meinem Freund helfen?

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fraggle
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Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 00:31    Titel: Wie kann ich meinem Freund helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich weiß nicht mehr weiter. Alle 2 Monate (fast auf den Tag genau) fängt mein Lebensgefährt an zu trinken. Er ist dann 2-3 Tage im Vollrausch und braucht dann 1-2 Wochen, bis er wieder "normal" ist.

Er hat von sich aus schon gesagt, daß er von dem Scheiß-Zeug runter will, aber dafür müßte er zum Arzt. Leider ist er bisher noch nicht krankenversichert. Das wird sich aber hoffentlich nächste Woche ändern.

Was mache ich, wenn er nicht mit zum Arzt geht? Warten, bis der nächste Anfall kommt?

Was ich merkwürdig finde, daß er ne ganze Zeit ohne Alk auskommt. Dann trinkt er sich mal 1-2 Bier, wenn wir mit Freunden zusammen sind. Dann ne ganze Zeit gar nichts und dann holt er sich plötzlich ne Flasche Vodka und trinkt die. Ich kapier das nicht.
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fraggle hat zum Thema: Wie kann ich meinem Freund helfen? geschrieben
Karsten
Administrator
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Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32807
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 00:40    Titel: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo fraggle und Willkommen im Forum,

das Dein Partner in gewissen Abständen immer wieder trinkt, ist nichts Außergewöhnliches. Manche Abhängige können eine zeitlang ohne Alk und dann überkommt es sie aber wieder.

Allerdings bedarf es nicht unbedingt einer Krankenkasse, wenn er wirklich vom Alkohol wegkommen will.

Nüchternheit heißt eben sich vollkommen zu verändern. Das er einen Umgang hat, mit Freunden, die weiterhin Alkohol trinken, kann das auch nicht gut gehen.

Er sollte sich ein neues Leben ohne Vergangenheit aufbauen. Was bringen ihn alte Bekanntschaften, die ihn nicht unterstützen.

____________________________________________

Zum Versicherungsvergleich der Krankenversicherung
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Karsten hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? geschrieben
fraggle
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 13:10    Titel: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Karsten,

wie kann er ohne Krankenkasse vom Alkohol wegkommen? Ich möchte ihm schnellstmöglich helfen und ihm muß geholfen werden.

LG fraggle
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fraggle hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32807
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 13:27    Titel: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

so wie Du es geschrieben hast, hat er ja alkoholfreie Zeiten.
Wenn er nun sein Leben ändert, sich ein neues Umfeld aufbaut, sich andere Interessen sucht und seinen Tagesablauf anders gestaltet, also seine bisherigen Gewohnheiten ändert, kann man es auch schaffen, ein Leben ohne Alkohol zu erlernen.
Dazu muß er aber bereit sein und es selbst wollen.

Ich selbst habe bei meinem letzten Entzug auch keine stationäre Entgiftung oder Therapie gemacht.
Es sind unterschiedliche Wege, die man gehen kann, um nüchtern zu leben.

Eine Therapie ist auch keine Grantie oder ein Allheilmittel.
In erster Linie kommt es auf den Betroffenen selbst an. Keine Therapie, Selbsthilfegruppe oder andere Einrichtung kann einen helfen, wenn man die Hilfe nicht zuläßt.

Die Aussage Deines Freundes


Zitat:
Er hat von sich aus schon gesagt, daß er von dem Scheiß-Zeug runter will, aber dafür müßte er zum Arzt. Leider ist er bisher noch nicht krankenversichert. Das wird sich aber hoffentlich nächste Woche ändern.



habe ich früher selbst auch oft benutzt, wenn ich auch andere Dinge vorgeschoben habe, um meinen doch so festen Willen zur Nüchternheit zu unterstreichen.
Da er, wie gesagt, nüchterne Zeiten hat, muß man auch nicht wieder nach diesen nüchternen Tagen trinken, weil man ja nicht zum Arzt kann.

Gruß
Karsten
_________
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Karsten hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? geschrieben
fraggle
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 17:22    Titel: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Lieber Karsten,

sein Umfeld hat sich schon geändert. Seine Frau hat sich von ihm getrennt. Sie ist es auch meiner Meinung nach, die ihn zum Alk gezogen hat. Sie hat ihn immer als Looser bezeichnet (daß weiß ich nicht nur von meinem Lebensgefährten). War er selbständig und hatte genug Geld nach Hause gebracht, war Friede Freude Eierkuchen. War mal eine geschäftliche Flaute, war sie weg. Irgendwann haben sie sich wieder zusammengerauft und gemeinsam ein Haus gebaut. Als mal wieder kein Geld da war, stand der Hausbau still, sie war weg und er fing an zu trinken.

Das alles passierte so in den letzten 3 Jahren.

Mit mir wollte er einen Neuanfang wagen. Ich gehöre nicht zu den Personen, die vor jedem Problem weglaufen und wenn es mit dem weiteren Ausbau unsers Hauses nicht klappt, ist es auch ok. Wir leben zwar in einer Baustelle, aber wir leben.

Das komische ist, er macht Zukunftspläne, die sich wirklich gut anhören und 2 Tage nach dem Schmieden der Pläne hat er zur Flasche gegriffen. WARUM???? Er sieht jetzt in seinem Leben keinen Sinn mehr, will mich aber auch nicht verlieren (werde meine Beziehung zu ihm mit Sicherheit nicht durch diesen Alk kaputt machen lassen). Ich werde zu ihm halten, egal was kommt. Aber ich weiß bald echt nicht mehr wie. Ich hab Angst, daß wenn er wieder nüchtern ist, nun doch nicht zum Doc geht, weil er ja meint, er hätte das Ganze jetzt im Griff.

Ist wohl ziemlich durcheinander wie ich das hier alles schreibe, oder? Sorry, aber ich bin durcheinander.

LG fraggle
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fraggle hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 19.03.2006, 23:30    Titel: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo fraggle,

willkommen hier im forum.

dass dein freund ein akloholproblem hat weisst du, er ist quartalstrinker. wenn er 1 – 2 wochen braucht um wieder normal zu sein, was macht er in dieser zeit. wie wirkt sich das denn aus?

seine frau hat sich getrennt, sie hat seine trinkerei sicher nicht mehr mitmachen wollen. sie hat eingesehen sie ist machtlos und aus diesem grund wird man oft verletzend, dieses gefühl der ohnmacht kenne ich sehr gut.

nun möchte er mit dir ein neues leben beginnen und macht zukunftspläne, aber er lebt sein altes leben weiter, von neu kann ja keine rede sein. klar, dass er dich nicht verlieren möchte, du bist bis jetzt auch noch verständnisvoll weil du ihn auch nicht verlieren willst. dein satz sagt es ja, „Ich werde zu ihm halten, egal was kommt.“ aber du weisst nicht wie.

wenn er schon sagt er hätte das ganze im griff, dann hat er gar nichts im griff. das einzigste was positiv ist, er hat eingesehen, dass er ein problem mit alkohl hat. du solltest mit ihm reden, ihm sagen wie du darüber denkst und was du dir von ihm wünscht.

ob er nun unbedingt zum arzt muss kann man nicht sagen weil quartalstrinker eine ganze zeit ohne alkohol auskommen können, daher bleiben oft die gefährlichen entzugserscheinungen aus. sie könnten praktisch von heute auf morgen aufhören, wenn sie es wollten.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? geschrieben
fraggle
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 20.03.2006, 15:42    Titel: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo chrissyta,

wenn mein Freund seine 1-2 Wochen "Entwöhnung" hat, sitzt er geht es ihm meistens schlecht. Er hat dann Magenprobleme, ihm ist schwindelig oder einfach nur schlapp.

Meiner Meinung nach hat er Entzugserscheinungen wenn er, wie in seiner jetzigen Phase, trinkt bzw. nicht trinkt. Gestern abend um 23.45 Uhr ist er wach geworden und wollte was trinken (zuvor hat er 6 Stunden durchgeschlafen). Es war aber nichts mehr da. Er wollte zum Nachbarn gehen und Bier holen. Zum Glück konnte ich ihn davon abbringen. Na ja, fast. Er hat es heute morgen nachgeholt. Seit heute morgen ist er vom Vodka runter. Jetzt trinkt er Bier, weil er von sich aus gesagt hat, er will kein hartes Zeug mehr, es bringt mich um (also ihn).

Ihm ist jetzt ständig kalt, läuft irgendwie orientierungslos in unserem Haus rum (als wenn er was machen wollte, aber nicht mehr weiß was) und er raucht eine nach der anderen.

Heute morgen war ich bei der Krankenkasse und siehe da, seit heute ist mein Schatzi krankenversichert.

Das schlimmste am heutigen Tag war, daß ich selbst zum Arzt mußte, daß ich eine Magen-Darm-Infektion habe. Mein (ich dachte) neuer Hausarzt meinte, ich sehe schlecht aus. Da habe ich ihm von den Problemen mit Freund erzählt. Der meinte eiskalt: Trennen Sie sich von ihm. Er geht sowieso vor die Hunde. Dann gab es erstmal richtig Streß. Wie kann ein Arzt sowas sagen? Er meinte, ein Entzug würde ihm nichts bringen, da 95 % derjenigen, die schonmal nen Entzug gemacht haben, sowieso rückfällig werden. Da sollte man sie lieber in ihrem Suff alleine lassen und sich von ihnen trennen.

Mein Freund ist total happy, daß es mit der Krankenversicherung geklappt hat. Er möchte unbedingt zum Doc (aber nicht zu dem wo ich heute war). Ich hoffe nur, daß er es ernst meint. Ich werde versuchen ihm den Halt zu geben den er braucht. Nehme ihn auch gerne an die Hand (wenn er das möchte) und gehe mit ihm überall hin, wohin es auch sein muß. Ich (und er auch) möchten nur, daß er mit der dämlichen Trinkerei aufhört.

LG fraggle
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fraggle hat zum Thema: Re: Wie kann ich meinem Freund helfen? geschrieben
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 20.03.2006, 16:16    Titel: Hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo fraglle,

du hörst dich sehr optimistisch an,

aber ich möchte zu bedenken geben,dass die die Mitgliedschaft bei einer Krankenkasse noch nie einen Alkoholiker trocken gemacht hat.

Auch kein Arzt hat das bisher geschafft.

Das erste Glas stehen lassen muß er !!!

Viel Erfolg


Gruß Annika, 4 Monate trocken
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Annika hat zum Thema: Hallo geschrieben

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