Sonnenschein24 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.05.2010 Beiträge: 2
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Verfasst am: 27.05.2010, 11:15 Titel: Das ist mein Leben! |
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Hallo zusammen,
ich bin neu und möchte mich auch gerne mit meinem Problem an euch wenden.
Ich bin fast 25 und wohne schon seit ich 18 bin nicht mehr zu Hause.
Meine Eltern haben schon getrunken seit ich denken kann. Ich glaube meine Mutter hat bereits in der Schwangerschaft mit mir getrunken. Nicht bewusst als Sucht aber sie hat schon getrunken.
Ich musste sehr früh Erwachsen sein meine Eltern haben mich bereits mit ca. 6 Jahren nachts mit meinem 2 Jahre jüngeren Bruder alleine gelassen um in die Kneipe zu gehen.
Die schlimmste Situation meiner Eltern war als mein Vater mal morgens um neun so betrunken nach Hause kam das er 10 Minuten gebraucht hat um aus dem Taxi zu steigen. Danach ist er rückwärts die Treppe runtergekippt und glücklicherweise nicht auf die Bordsteinkante geflogen.
Meine Eltern haben sich scheiden lassen als ich neun war. Jedoch ist der neue Mann meiner Mutter nicht besser. Sie gehen beide arbeiten aber sie trinken fast jeden Abend und natürlich am Wochenende. Tage wir z.B. Mutter- oder Vatertag nutzen sie als „Ausrede“ bereits ab Mittags zu trinken.
Ich hasse es.
Das schlimmste ist, ich kann dem entfliehen in dem ich versuche den Kontakt so gut es geht zu vermeiden.
Aber dort sind immer noch meine Geschwister (15 und 13) und sie tun mir so leid, denn sie müssen das alles immer miterleben. Auch die Gewalt und sie dürfen nichts sagen.
Meine Mutter lügt mich sogar an.
Sie gesteht sich auch nicht ein, dass sie krank ist.
Als ich sie mal darauf angesprochen haben, haben sie mich für verrückt erklärt. Sie haben gesagt ich hätte sie nicht mehr alle.
Ich weiß nicht was ich tun soll. Soll ich den Kontakt ganz abbrechen?
Was ist dann mit meinen Geschwistern?
Es sind so viele Dinge in meinem Leben passiert, das ich eigentlich nicht mehr die Kraft und Lust habe den Kontakt weiter aufrecht zu erhalten. Aber auf der anderen ist Sie meine Mutter und eigentlich liebe ich sie ja auch. Es ist so ein Zwiespalt. Es ist furchtbar zu sehen, dass sie einfach nichts auf die Reihe kriegen, Schulden haben und einfach alles nur so vor sich herläuft.
Danke, dass ihr mir zugehört habt.
LG Sonnenschein |
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tinka25 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.02.2010 Beiträge: 116 Alter: 28
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Verfasst am: 27.05.2010, 11:41 Titel: Re: Das ist mein Leben! |
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Liebe Sonnenschein,
mir hilft es sehr hier zu schreiben und zu lesen. Ich denke es ist ein wichtiger Schritt sich die Sache von der Seele zu schreiben und sich selber besser verstehen zu können.
Diesen Zwiespalt, den du beschreibst kenne ich sehr gut. Ich liebe meine Mutter und auf der anderen Seite hasse ich sie.
Bei mir stecken sehr viele Gefühle dahinter von Wut, Enttäuschung, Verzweiflung bis zur endlosen Trauer und auch Mitgefühl.
| Zitat: | | Es ist furchtbar zu sehen, dass sie einfach nichts auf die Reihe kriegen, Schulden haben und einfach alles nur so vor sich herläuft |
Ja, dass kenne ich, ich kann auch nicht verstehen wie man die Dinge so gegen die Wand fahren kann. Diese Unverständnis bringt mich so manches Mal an den Rande der Verzweiflung.
Ich kann es einfach nicht verstehen wie man sein Leben so hinschmeissen kann. Auch wenn ich weiß, es ist nicht mein Problem, es ist die Sache meiner Mutter, holt es mich immer wieder ein.
Die Ursachen dafür liegen in der Geschichte meiner Mutter und ich kann einiges nachvollziehen, aber ich kann nichts daran ändern und das will ich auch nicht. Nach wie vor neige ich dazu, sie auf den "richtigen Weg" weisen zu wollen und sie indirekt beeinflussen zu wollen, es ist wohl ein eingefahrenes Muster, dass nicht so leicht abzulegen ist.
Die Geschichten hier machen mir Mut und ich kann mich immer wieder zurück holen, mich auf mich zu konzentrieren.
Wünsche dir alles Gute und hoffe du kannst einiges für dich herausholen.
Liebe Grüße TINKA |
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