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Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder

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Und noch ein Kind. Erkenntnis - und nun?   •    Ich bin teilweise depressiv  
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Papaya
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.05.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 10:04    Titel: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

da (mal wieder) ein Zeitpunkt erreicht ist, wo der Alkoholismus meines Vaters mein Leben doch stark zu belasten scheint, wende ich mich an dieses Forum, ich habe einige Beiträge von anderen gelesen und es ist tröstlich zu wissen, dass man nicht allein ist.

Zur Vorgeschichte:

Ich bin 28, mein Vater hat in meiner Kindheit immer Quartalssaufen betrieben. Als ich klein war, dachte ich, meine Mutter sei „die Böse“, denn wenn mein Vater saufen war, war meine Mutter nur noch ein Wrack, schrie mich oft an und war nachher auch in therapeutischer Behandlung. Sie hat mich auch angeschrien und geschlagen, während mein Vater, wenn er betrunken ist, immer nett und nur ein wenig gefühlsduselig ist, und halt unglaublich tranig... Schlimm war die Warterei! Wenn er mal zu spät von der Arbeit kam, war gleich die Anspannung da: Bus zu spät oder Kneipentour? Ich erinnere mich auch noch, als ich mich mal als kleines Kind an sein Bein klammerte als er wieder am Trinken war und in die Kneipe gehen wollte. „Papa, geh nicht, bitte, bitte!“ Er ist gegangen, klar.

Als ich 12 war, hat meine Mutter die Schlösser ausgetauscht, einen ganz klaren Cut gemacht und sich scheiden lassen. Das war recht dramatisch, mein Vater tat mir leid, ich kam immer gut klar mit ihm! Aber... er machte dann eine stationäre Theraphie! Und war sechs wunderbare Jahre trocken!

Volle Fahrt zurück

Kurz vor meinem Abi rief er mich betrunken an. Habe es dann noch ein wenig verdrängt irgendwie, einmaliger Ausrutscher, aber schon bald wurde deutlich, dass er wieder trinkt. Tja, das geht nun seit zehn Jahren wieder so, ich kann nicht mehr einschätzen, ob es mal besser oder schlechter wird, ich weiß es nicht.

Ein paar Szenen aus den letzten Jahren:

Ich sitze tränenüberströmt mit meinem besoffenen Dad und seiner Freundin im Krankenhaus, wir hatten vorher mit ihm ausgemacht, dass er eine Entgiftung macht. Ich war so fertig, das war eine schreckliche Situation... Hat die Entgiftung übrigens gemacht, dann aber keine weitere Therapie.

Erster Weihnachtstag, wir sind eingeladen bei ihm, kommen an, er ist nichtmal da. Seine Freundin meint, er komme bald und irgendwann torkelt dann mein Vater an...

Ich Blödian lasse mich mal wieder ein Gespräch mit meinem betrunkenen Vater ein. Er meint, er will aufhören, aber ab und zu könne man ja mal. Und das Aufhören sei so schwierig. Er wolle aber heute nicht in die Kneipe gehen, sondern sich zum langsamen Ausschleichen ein Viez holen am Kisok. Ich sage ok, dann warte ich hier... und ich warte.. und warte.... Tja, als ich dann aus seiner Wohnung gehe, sehe ich ihn in einer Döner-Bude vor einem Bier sitzen. Ich war MASSLOS enttäuscht! Naiv, mag sein.

Mein Bruder und ich wollen mit ihm zu einer Gartenschau, sitzen über ne Stunde in der sengenden Sonne und warten... Ratet mal, wer nicht kommt?

Und ganz frisch: Weihnachten 2009. Mein Vater lädt uns alle zum Essen ein. Also seine beiden Kinder, seine Freundin und deren Kinder plus Partner. Mein „neuer“ (seit Februar 2009) Freund ist auch dabei. Ich erkenne direkt, dass mein Vater nicht ganz nüchtern ist.... Würde am liebsten gehen. Als mein Vater dann auch noch allen Ernstes vor meinen Augen ein Bier bestellt, heule ich den Rest des Abends rum. Ich komme mit dieser Situation überhaupt nicht klar, ich bin wütend und sage ihm das auch, mir ist klar, dass ich von den anderen, die so tun als sei nichts, irgendwie eine Außenseiterposition einnehme. Ich bin wohl eine Art Spielverderber, der sich nicht im Griff hat. Alle tun so, als sei es das normalste der Welt, dass mein Vater trinkt. Ich sagte ihm mehrmals, ich will mit seiner Trinkerei nichts zu tun haben und am liesten würde ich aufstehen und gehen, aber die Konvention zwingt mich zu bleiben. Er hat ein schlechtes Gewissen, meint aber ich würde auch übertreiben, das sei doch nur ein Bier... Ich habe auch irgendwie ein schlechtes Gewissen, warum mache ich so ein Drama, wieso kann ich nicht aufhören zu weinen, mein Freund tut mir leid, der ja in einer echt schwierigen Situation ist... Aber ich kann doch nicht heile Welt spielen??

Ja, vor Vatertag meinte mein Bruder schon, mein Vater habe sich in der Wochen angehört, als habe er was intus... Also habe ich am Vatertag nur zögerlich angerufen. Und, klar, er war betrunken. Wollte er erst nicht zugeben (ich bin erkältet! Also wie kommst du denn darauf, ich hätte was getrunken...“), aber ich machte ihm klar, dass das so keinen Zweck hätte und wir nicht kämen, wenn er was getrunken hat. Naja, am folgenden Wochenende telefonierten wir nochmal, er gab freimütig zu, auf einer Feier „ein paar Bier“ getrunken zu haben. Ich sagte, ich komme dann nicht, verstand er auch/schien ihm recht. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört, was sehr ungewöhnlich ist, denn wenn er nicht trinkt, ruft er 2-3 mal pro Woche an.

Und nun?


Sorry, das ist nun alles sehr lang. Ich mache mir irgendwie Sorgen, habe ein schlechtes Gewissen, aber ich will auch nicht anrufen. Und was mache ich nun, mein Vater scheint ja immer offener zu trinken? Das ist ja löblich, dass er nicht mehr so viel lügt, aber ich kann das doch, wenn ich damit konfrontiert werde, nicht einfach ignorieren? Ich glaube, er redet sich ein, kontrolliert trinken zu können? Er ist nun in Altersteilzeit, ich habe oft den Eindruck, er würde seine Kinder viel häufiger sehen wollen, aber wir haben, soweit ich für meinen Bruder mitsprechen kann, einfach oft keine Lust, auch wenn er nüchtern ist, nicht. Irgendwie scheint das alles von schlechtem Gewissen, auch Vorwürfen, muss ich zugeben usw. belastet zu sein.

Ja, ich glaube, ich bin emotional manchmal nicht so ausgeglichen (weine leicht..) und diese Kaltschnäuzigkeit, die manche hier haben, die Kinder von Alkoholikern sind, kommt auch vor, meist, wenn ich mich emotional überfordert fühle. Ich selbst trinke im übrigen so gut wie nie was und meide alles, wo viele Betrunkene anzutreffen sind.

Falls sich jemand bis hierhin durchgequält hat, würde ich mich über einen Rat freuen. Soll ich mal anrufen? Ist das Ok, ihn nicht zu besuchen?Er ist ein sehr lieber uns sensibler Mensch, aber ich kann einfach nicht mitansehen, wie er sich selbst zerstört. Er meinte am Vatertag auch, dass es ihn ja auch so betroffen gemacht habe, dass wir uns nicht gemeldet hätten vorher (habe erst nachmittags angerufen). Tatsächlich macht mir das ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich weiß, dass es irrational ist....

Und wie geht es weiter? Wird er sich nun definitiv langsam zugrunde saufen?? Traurig

viele grüße
Papaya
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Papaya hat zum Thema: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben
Lillemann
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 56
Wohnort: OWL

BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 22:34    Titel: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Papaya,

wir können nichts tun. Meine Mutter hat jetzt Leberzirrhose im Endstadium und will nur wieder trinken.

Trinkende Eltern haben den Alkohol unbewusst uns Kindern vorgezogen. Grausam - aber bei meiner Mutter ist es so.

Such Dir Freunde zum Reden - schreib im Forum - versuche nicht alleine damit klar zu kommen. Mir hilft es hier zu schreiben.

Behalte Dein eigenes Leben - wir sind die Kinder und nicht die erziehungsberechtigen unserer Eltern.

Ich wünsche Dir alles Gute und versuche Deinen Weg beizubehalten.
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Lillemann hat zum Thema: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben
Linde66
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 19304
Alter: 48

BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 22:43    Titel: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Papaya,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Hm, es könnte sehr gut sein, daß er sich zugrunde saufen wird. Das kann von Außen niemand beeinflussen oder verhindern. Nur er selber könnte seine Sucht zum Stillstand bringen, wenn er das möchte.

Meine Mutter ist Alkoholikerin solange ich denken kann und meistens halte ich einfach Abstand. Sie ändert nichts, egal wie sich die Familie ihr gegenüber verhält.

Sie ist für sich selber verantwortlich, ich aber auch für MICH. Es ist eben NICHT egoistisch, für sich selber zu sorgen. Das bedeutet für mich, hier im Forum zu sein, Therapie zu machen und im real life mein suchtfreies Leben zu leben. Ich selber habe die Suchtstruktur, die mir vorgelebt wurde, verinnerlicht. Ich bin keine Alkoholikerin geworden, aber eßsüchtig. Ich kann nur bei mir selber etwas verändern, nicht bei ihr. Und mir geht es am besten, wenn ich Abstand habe.

Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch, daß du deinen Weg da finden kannst.

Grüße, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben
LaChela
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.07.2009
Beiträge: 234
Alter: 23

BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 23:16    Titel: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Papaya,

ich finde es erstaunlich, wie viele der Situationen, die du beschreibst, ich selbst auch schon erlebt habe. Und dabei habe ich ebenfalls empfunden wie du.

Du fragst, ob du deinen Vater besuchen sollst. Vielleicht stellst du dir mal die Frage, welchen Zweck dieser Besuch haben sollte. Willst du ihn zur Einsicht bringen? Hoffst du vielleicht, ihn nüchtern anzutreffen? Hast du einfach nur ein schlechtes Gewissen und fühlst dich verpflichtet?
Warum möchtest du das Risiko eingehen, ihn betrunken anzutreffen.
Den Schmerz musst du dir nicht antun.
Ich weiß selber wie schlimm das ist und wenn man es doch irgendwie vermeiden kann (bei mir geht das leider nicht, ich wohne noch bei meinen Eltern...), dann würde ich es tun. Denn helfen tust du deinem Vater ganz sicher nicht damit. Du bestärkst ihn ja eher in der Ansicht, dass alles in Ordnung sei. Solange sich jemand kümmert, ist für den Alki ja die Welt in Ordnung.
Was würde denn bei einem Kontaktabbruch geschehen? Ich weiß, das wäre ein harter Schritt, aber vielleicht könte das deinen Vater ein wenig aufrütteln?

Liebe Grüße
LaChela
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LaChela hat zum Thema: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben
Papaya
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.05.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 23:32    Titel: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich danke euch. Ich weiß auch gar nicht, ist das noch Quartalstrinken oder nun mehr..? Dass er sich so lange nicht gemeldet hat, ist jedenfalls sehr ungewöhnlich.

Ich weiß auch, dass ich es nicht beeinflussen kann. Aber.. manchmal denke ich, er trinkt, weil er unglücklich ist, weil seine Kinder sich nicht so oft bei ihm melden. Zumindest suggeriert er das manchmal. Wenn er nüchtern ist, meldet er sich halt sehr oft und erwartet auch sehr oft, dass wir vorbeikommen, aber mit Zweitstudium, Job, Freund habe ich auch nicht so oft Zeit und ja, vlt fühle ich mich auch einfach unter Druck gesetzt. Und nun war es wieder so, wir hatten paar Tage keinen Kontakt und er trinkt anscheinend. Klar, ich bin nicht "Schuld", aber vlt. könnt ihr verstehen, dass sowas nicht ganz auszulöschen ist geistig.

@LaChela: Danke dir. Ich habe ihn nun schon den ganzen Monat nicht gesehen. Tja, er ist bisher ja Quartalstrinker. Ich fürchte aber, er hat irgendwie den Gedanken an "kontrolliertes Trinken" gefasst... Also, wenn er betrunken ist, gehe ich definitiv nicht hin, da hast du recht. Problem ist, seine Freundin tut halt immer als wäre alles in Ordnung, auch, wenn er betrunken ist, wie zum Bsp an Weihnachten bei diesem Essen. Da sagte sie: "Es ist doch alles nicht so schlimm" usw... UNd ganz den Kontakt abbrechen.. Bei einem Quartalstrinker ist das auch irgendwie... schwierig? Ich meine, wenn er wochenlang ok ist, dann ist ja alles in Ordnung. Aber umso schlimmer oft dann wiederdie bösen Überraschungen Traurig
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Papaya hat zum Thema: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben
LaChela
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.07.2009
Beiträge: 234
Alter: 23

BeitragVerfasst am: 29.05.2010, 01:17    Titel: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Papaya,

ich denke, es ist normal, dass seine Freundin alles als "normal" darstellt, höchstwahrscheinlich ist sie ja selbst co-abhängig.
Mein Vater macht mir auch sehr, sehr oft Vorwürfe, die mich manchmal wirklich treffen. Aber man muss sich irgendwie davon befreien, die Schuld bei sich zu suchen, sonst macht man sich nur selbst kaputt. Ganz gelingt mir das auch (noch) nicht.
Vielleicht hilft es auch, sich zu sagen, dass er krank ist und dass an einer Krankheit ja nie jemand schuld ist, sondern dass immer mehrere Faktoren eine Rolle spielen.
Mein Vater hat zwei Personen in sich: den Alkoholiker und den Mensch. Ich versuche das zu trennen und wenn er dann getrunken hat, gehe ich (innerlich) auf Distanz und lasse seine Worte nicht so sehr an mich ran. Das ist nicht leicht, aber man gewöhnt sich daran... Und es tut nicht mehr so weh, wenn er einem dann gemeine Dinge an den Kopf wirft.
Vollständig trennen kann ich "die beiden Personen" natürlich nicht, aber wenigstens ansatzweise...

Eine Frage noch: was meinst du damit? Habe nicht so ganz verstanden, ob dein Vater jetzt "kontrolliert trinken" will? Wie meinst du das?

Zitat:
Ich fürchte aber, er hat irgendwie den Gedanken an "kontrolliertes Trinken" gefasst...


Liebe Grüße
LaChela
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LaChela hat zum Thema: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben
Honey111
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.04.2010
Beiträge: 175

BeitragVerfasst am: 29.05.2010, 11:39    Titel: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Papaya!

Deine Geschichte erinnert mich sehr an meinen Vater, außer das er jeden Tag seine paar Bier abends trinkt. Ich halte mich so gut es geht aus seinem Leben heraus. Alkoholiker verstehen das nicht, das es den Angehörigen schadet. So empfinde ich aufjedenfall. Wie oft war ich sauer, enttäuscht, habe geweint, habe Sprüche in den Raum geworfen, damit er es rafft! Nichts, nichts ist passiert.

Versuche dich wieder mehr auf dich zu konzentrieren. Er selbst muss einsehen, das er ein Problem hat!

Zitat:
Aber.. manchmal denke ich, er trinkt, weil er unglücklich ist, weil seine Kinder sich nicht so oft bei ihm melden.


Ja das habe ich auch oft gedacht und ich wollte ihm zeigen, das wir trotz der Probleme immer für ihn da sind. ABER: Es hat nichts genutzt und ist defintiv sinnlos, glaube mir!!! Du gehst daran kaputt! Dein Vater ist alt genug und er hat dich dadurch oft im Stich gelassen! DEnke jetzt an DICH!

Du musst es so akzeptieren! Er möchte es so! DU kannst nichts daran ändern! Doch deinen eigenen Weg kannst du gehen! FÜR DICH!!!! Jeder hat sein Leben selbst in der Hand!

Liebe Grüße
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Honey111 hat zum Thema: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben
Papaya
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.05.2010
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 30.05.2010, 16:13    Titel: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nun habe ich immer noch nichts gehört von ihm und mein Bruder auch nicht. Allmählich denke ich, ich rufe einfach an, um das schlechte Gewissen nicht mehr zu haben, aber andererseits, wenn er betrunken ist, ist eh mein Tag versaut..

@LaChela: Danke für Deine Worte! Also ich glaube, mein Vater meint seit einiger Zeit, er könne kontrolliert trinken, so nach dem Motto "Mal ein paar Bier auf einer Feier, da ist ja nichts dabei". Ich denke nicht, dass das geht bei ihm. Also.. er meint ich sähe das alles zu dramatisch etc., aber wenn er drei Tage hintereinander angetrunken/betrunken ist, dann ist das wohl kaum noch normal. Vielleicht sehe ich das ja auch dramatisch, aber für mich ist es das eben auch. Da er in Altersteilzeit ist, muss er ja auch nicht mehr arbeiten.

@Honey: Ja, das ist wohl ein wichtiger Punkt, er versteht gar nicht, wie weh mir das tut. Ist ja auch komisch aus seiner Sicht, da trinkt er ein Bier, und ich fange an zu heulen (mal überspitzt), wieso eigentlich? Du hast schon recht...

Ich denke, da seine Freundin alles (!) für ihn macht (kompletten Haushalt, Essen, guckt, dass er "adrett" aus dem Haus geht, sie wimmelt Leute am Telefon ab, wenn nötig, findet Entschuldigungen, fährt ihn überall hin...) und er jetzt auch nicht arbeiten geht, sieht er wohl auch keine Notwendigkeit, etwas zu ändern. Traurig
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Papaya hat zum Thema: Re: Höhepunkt der Ratlosigekit...mal wieder geschrieben

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