| Leberzirrhose im Endstadium - ist das Child C • Bin Neu und möchte es schaffen, |
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Honey111 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.04.2010 Beiträge: 175
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Verfasst am: 25.05.2010, 21:59 Titel: Frage an trockene Alkoholiker |
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Hallo zusammen!
Ich würde gerne wissen, wie ihr es gemerkt habt, das ihr ein Alkoholproblem habt?
Gab es Gespräche mit Angehörigen die euch zum nachdenken angeregt haben oder war es eine Trennung?
Oder kam es durch einen selbst?
Gab es vielleicht auch Aussagen von Menschen die euch nicht mehr aus dem Kopf gingen?
Durch welche Ursachen habt ihr gemerkt das da was nicht stimmt?
Ganz liebe Grüße
Honey111 |
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| Honey111 hat zum Thema: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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drybabe sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2010 Beiträge: 2599 Alter: 39 Wohnort: Hamburg trocken seit 18.08.2009
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Verfasst am: 25.05.2010, 22:05 Titel: Re: Frage an trockene Alkoholiker |
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Hallo Honey111!
Bei mir war´s so, als ich anfing, mich am nächsten morgen schlecht zu fühlen. Nicht wegen Kater, also körperlich, sondern psychisch. Ich war deprimiert, lustlos. Da fing es an, dass ich so gaaaaanz insgeheim bei mir gedacht hab "Da stimmt bei Dir was nicht". Aber das ganze dauerte dann noch ein paar Jahre, bis ich es mir eingestehen konnte. Ich glaub auch, als ich das erste Mal morgens dann wieder Alkohol getrunken habe, um die (bis dahin noch sehr leichten) Entzugssymptome zu lindern, da wurde mein Verdacht sehr erhärtet. Aber das hat dann doch noch lange gedauert. Und natürlich haben Aussagen von Außenstehenden auch noch dazu beigetragen.
Aber wie schon gesagt, dass spielte sich nur in meinem Hirn ab, gesprochen habe ich ja erst zum Schluß darüber.
Lieben Gruß
Michi |
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| drybabe hat zum Thema: Re: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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Xenica Gast
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Verfasst am: 25.05.2010, 22:14 Titel: Re: Frage an trockene Alkoholiker |
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ich habs daran gemerkt, daß ich dauernd an Alkohol dachte..
bei jedem kleinen Streß habe ich mich nach der Flasche gesehnt.
Irgendwann war mir das unheimlich ... |
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| Xenica hat zum Thema: Re: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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Rose2 Gast
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Verfasst am: 25.05.2010, 22:28 Titel: Re.: Frage an trockene Alkoholiker |
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Hallo Honey 111,
es war der immer wiederkehrende Kontrollverlust der mich merken ließ, das mit meinem Alkoholkonsum etwas nicht stimmte.
Ich konnte nicht nach einem- oder zwei Gläsern einfach aufhören, es mußte immer die ganze Flasche sein und mit steigender Toleranz/Gewöhnung stieg dann auch automatisch die Menge.
Ich konnte unter großer Willenskraft auch mal ein paar Monate nichts trinken, sogenannte Trinkpausen, mit Trockenheit hatte das aber wenig zu tun.
Der Druck- und-oder Einfluß von außen, bzw. von seiten der Familie konnten mich nicht zum umdenken bewegen, so leid es mir auch heute tut.
Ich brauchte meinen alleinigen persönlichen Tiefpunkt und der ist bei jedem anders.
Bei mir war es eigentlich nicht sehr spektakulär, ich hatte einfach irgendwann die Nase voll vom trinken, fast 20 Jahre mit vielen Pausen zwischendurch waren genug !
Seitdem bin ich vier Jahre rückfallfrei trocken.
Gruß, Rose |
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| Rose2 hat zum Thema: Re.: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 26.05.2010, 06:22 Titel: Re: Frage an trockene Alkoholiker |
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Ja, liebe Honey, das ist nicht das, was wir als Co so gerne hören würden nicht???
Genau das ist bei den Antworten super rübergekommen - von innen muss die Änderung kommen. Der Mensch selber muss mit sich unzufrieden sein und etwas ändern wollen. Sich unwohl spüren und registrieren, das ist nicht normal.
Das Umfeld - Angehörige wie wir - geben doch durch alle die Gespräche noch mehr Gründe um Trinken zu müssen, jedes dieser Gespräche ist Belastung und Stress! Es ist Kritik - es ist unschön und es ist etwas, dass die Betroffenen ganz sicher noch nicht wahrhaben wollen (hätten sie nämlich bereits den offenen Blick, so würden sie ja etwas ändern).
Wir als Co drohen uns selber viel zu wichtig zu nehmen und zu meinen "wegen uns" könne man/frau sich ändern. Und selber machen wir das noch am wenigsten ... bleiben nämlich in unserer Sucht zum Partner, in den unterstützenden Aktionen und den Versuchen den anderen zu "erleuchten".
Meiner Meinung nach kann nur jeder für sich etwas ändern wenn er / sie es selber alleine will. Das Umfeld ist zumeist "egal" weil es nicht stark genug sein kann als Auslöser. Oder anders ausgedrückt: wird wegen dem Umfeld "aufgehört" so wird auch evtl. wieder wegen dem Umfeld "angefangen".
Nein Honey, ich denke mal Deine Hoffnung ist auf Dauer ziemlich substanzlos.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32807 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 26.05.2010, 06:40 Titel: Re: Frage an trockene Alkoholiker |
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Hallo Honey,
meine Versuche zur Nüchternheit haben sich über viele Jahre erstreckt und ich war dabei sogar mehrmals ein Jahr nüchtern, weil ich mir beweisen wollte, dass es geht, wenn ich will.
Genauso wie sich der Alkoholismus einschleicht, schleicht sich die Erkenntnis oft erst nach langer Zeit ein, wo es dann wirklich zur Einsicht reift und die notwendigen Veränderungen von sich aus und vor allem für sich vorgennommen werden. Eine Toleranz zur Nüchternheit ist für mich zu gefährlich. Ich möchte nicht mehr mit meinem Leben spielen.
Du brauchst ja nur mal hier im Alkoholsuchtbereich etwas zu lesen, wie schwer sich viele tun, etwas an sich und ihrem Leben zu verändern. Viele wollen einfach ihr altes Leben weiter führen und nur nicht mehr trinken.
Die ganzen Argumente, warum dies oder jenes bei ihnen nicht geht oder eben anders ist, sind in meinen Augen nur ausreden, wenn sie oft die eigene Krankheit noch nicht eingesehen haben.
Nur wer von sich aus erkannt hat, dass der Alkohol mehr Macht über ihr eigenes Leben hat, als sie im Gegensatz den Willen zum Leben ohne Alkohol aufbringen können, wird eine Chance haben, dauerhaft nüchtern bleiben zu können.
Für mich gab es keine äußeren Einflüsse mehr, denen ich etwas beweisen wollte und auch mir brauchte ich nichts mehr zu beweisen.
Ich war am Ende und habe das Notwendige getan.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 26.05.2010, 07:50 Titel: Re: Frage an trockene Alkoholiker |
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hallo honey
wie dagmar dir schon gesagt hat, von außen geht da gar nichts. verabschiede dich von der hoffnung da irgend etwas bewegen zu können. mich haben weder meine kinder noch sonst wer dazu bringen können was zu tun obwohl ich lange wußte das ich abhängig bin. ich mußte es wollen, ich mußte von mir aus, aus innerster überzeugung sagen, so reicht so geht es nicht weiter. ich mußte so weit unten sein das ich mich selbst nicht mehr ertragen konnte. und selbst das ist für manchen nicht ausreichend, manch einer ist darüber derart hoffnungslos das er sich letztendlich tot säuft.
fakt ist, jeder kann sich nur selbst ändern, möglicherweise bewegt das die leute im umfeld sich auch zu bewegen, aber meistens trennen sich dann die wege. ich habe mich auch von meinem mann getrennt weil er nicht mit mir mit gehen wollte, er trinkt immer noch, das ist aber nicht mehr mein problem, ich bin trocken. mir gehts gut und nur das zählt. mein mann ist erwachsen und wenn er was ändern will wird er es tun, wenn nicht wird er sich tot saufen. dabei werde ich ihm aber ganz sicher nicht zusehen.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 26.05.2010, 07:51 Titel: Re: Frage an trockene Alkoholiker |
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Bei mir war es einfach die piötzlich,klare Einsicht.
Gedanken,dass ich Alkoholikerin bin hatte ich ja schon vielfach.
Da musste ich auf der Stelle handeln,sonst hätte ich weiter gemacht und wäre bestimmt verblödet und an meiner Krankheit gestorben.
Karsten,Deinen Satz:
| Zitat: | | Nur wer von sich aus erkannt hat, dass der Alkohol mehr Macht über ihr eigenes Leben hat, als sie im Gegensatz den Willen zum Leben ohne Alkohol aufbringen können, wird eine Chance haben, dauerhaft nüchtern bleiben zu können. |
darf ich schon in mein TB nehmen,ja? Danke!
Liebe Grüsse
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: Frage an trockene Alkoholiker geschrieben
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