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Der steinerne Weg zum eigenen Leben   •    Wie schaff ich es mit meiner Mutter?  
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Lillemann
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 56
Wohnort: OWL

BeitragVerfasst am: 31.05.2010, 22:12    Titel: Super anstrengend - aber es war der richtige Weg Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich habe nur gewonnen dadurch. Durch richtig gute Therapeuten habe ich nur positive Ergebnisse vorzuweisen. Sie haben nicht doof gebohrt sondern angefragt - nachgefragt - irgendwie nie ganz heftig ... aber trotzdem aufwühlend. Teilweise ging es nach einigen Gesprächen ziemlich mies - aber irgendwie nur kurz.

Auch wenn es mal mies ging, so war immer ein Weg nach vorne sichtbar.

Mich hat es total aufgefangen ...

Liebe Grüße Lillemann
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Lillemann hat zum Thema: Super anstrengend - aber es war der richtige Weg geschrieben
Honey111
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.04.2010
Beiträge: 175

BeitragVerfasst am: 31.05.2010, 22:18    Titel: Re: Es geht los! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Wann hast du das gemerkt, das du bei dem Therapeuten gut aufgehoben bist. Manchmal denk ich bei meiner Therapeutin das ich nur mal so mit ner Freundin quatsch und mehr nicht.
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Honey111 hat zum Thema: Re: Es geht los! geschrieben
Iffiegenie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.05.2010
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 01.06.2010, 16:52    Titel: Re: Es geht los! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Morgen...
Morgen ist mein erster Termin. Ob´s mir guttut, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich hoffe!

Ich hatte immer mal wieder Angst vor dem Termin. Davor, dass mich der Therapeut auslacht, mich nach Hause schickt, sagt, dass er Wichtigeres zu tun hat, als sich mit meinen Lappalien zu befassen. Egal: sollte es so sein, dann weiß ich, dass ich mir vielleicht umsonst dumme Gedanken mache.

Grad merke ich, dass ich schon wieder in diese Muster falle. Eigentlich will ich hören, dass alles in Ordnung ist. Weil es ja nicht sein kann, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Und dann gehe ich damit auch noch zu einem wildfremden Menschen und will dem ernsthaft erzählen, was mich umtreibt.

Ich werde morgen mal berichten, wie es war. Es sei denn, ich sitze wie ein Häuflein Elend in der Ecke und kann mich gar nicht mehr bewegen...

Iffiegenie
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Iffiegenie hat zum Thema: Re: Es geht los! geschrieben
shirley005
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 83
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 06.06.2010, 08:52    Titel: Re: Es geht los! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo, wie war dein erster termin? ist alles gut verlaufen?
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shirley005 hat zum Thema: Re: Es geht los! geschrieben
Iffiegenie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.05.2010
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 06.06.2010, 16:14    Titel: Re: Es geht los! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Der erste Termin war sehr gut. Wenn es auch nicht ohne Tränen abging...
Ich dachte ja die ganze Zeit, dass mich der Therapeut wegschickt am Ende und sagt, dass doch alles soweit in Ordnung ist, dass ich einfach mal den Streit mit meiner Mutter klären soll und dass doch ansonsten gar nichts Schlimmes vorliegt.

Ganz das Gegenteil war der Fall: er hat für übermorgen schon den nächsten Termin mit mir ausgemacht.
Sein erster Rat an mich: ich soll bis auf weiteres jeden Kontakt mit meiner Mutter vermeiden. Weil ich (noch) nicht stark genug bin, ihr die Stirn zu bieten, ihr "Stopp" zu sagen. Nun ist das ein Rat, für den ich nicht unbedingt einen Psychologen gebraucht hätte. Ich hatte mich schon selbst entschieden, dass ich auf ihre Anrufe nicht mehr reagieren werde. Aber da war wieder dieses Schuldgefühl: man darf doch nicht so ohne weiteres den Kontakt zur Mutter abbrechen, das ist doch eine der wichtigsten Personen im Leben... So dachte ich. Auch wenn ich es nicht so fühle. Meine Mutter ist mir egal. Wenn ich so recht darüber nachdenke. Aber "Das darf man eben nicht..." Dieses vertrackte Denken immerzu. Nun habe ich sozusagen offiziell die Erlaubnis, dass ich mich zurückziehen darf und dass ich das noch nicht mal erklären muss.

Da kommt eben auch wieder mein "Schaden" durch: ich kann nicht richtig einschätzen, was richtig und was falsch ist. Kennt wahrscheinlich der eine oder andere auch nur zu gut...

Jedenfalls hat mir der Therapeut auch garstige Worte an den Kopf geworfen. Es war die Rede von "chronischem, emotionalen Missbrauch". Das empfand ich schon als harten Tobak und ich habe lange darüber nachgedacht. Aber er hat Recht!
Er sprach auch davon, dass ich in asozialen Verhältnissen aufwachsen musste. Dagegen habe ich mich natürlich erstmal verwehrt: asozial ist für mich eben immer noch schlampig, dreckig, messihaft, kein Geld, kein Essen, keine Klamotten. Wir haben dann erstmal den Begriff asozial geklärt und dann wurde mir auch klar, dass das Zusammenleben in meiner Familie durchaus asozial war!

Naja, es liegt noch eine Menge vor mir, ich muss noch viel über mich lernen und das wird mit Sicherheit auch oft wehtun. Aber ich habe mich sehr wohl bei ihm gefühlt, die Praxisräume sind sehr angenehm, der Psychologe hat eine sehr freundliche Art und es ist der richtige Schritt für mich!

Sommerliche Grüße!
Iffiegenie
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Iffiegenie hat zum Thema: Re: Es geht los! geschrieben
Lillemann
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 56
Wohnort: OWL

BeitragVerfasst am: 06.06.2010, 21:17    Titel: Re: Es geht los! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Iffiegenie,

das hört sich doch schon verdammt gut an. Asozial - ja, ich habe auch gedacht - nee ich doch nicht. Wir hatten doch Haus, Klamotten etc. Aber mein Therapeut hat gesagt, dass man uns in der Kindheit falsch geprägt hat. Wie sollten von unseren Eltern lernen, behütet werden etc. Statt dessen werden wir zum Beschaffen von Alkoholkonsum genutzt und lernen nicht Situationen korrekt zu erlernen.

Wie auch? Die Laune vom Alki hängt vom Alkohol ab. Also wurden wir tatsächlich nicht sozial "aufgezogen".

Aber Iffiegenie,

es dauert, denn die Prägephase ging bei uns allen EKAs schief und das umlernen dauert ziemlich lange und wir werden immer immer abrutschen in das alte Verhalten.

Irgendwann merken wir aber, wenn man vom richtigen Weg abkommt. Bleib am Ball - es lohnt sich!!!

Mir geht es seit Jahren viel besser, aber ich hatte jetzt einen Rückfall. Meine Mutter war erst auf Intensiv mit Leberzirrhose und lag im Sterben (laut Arzt). Nach 3 Wochen geht sie Shoppen.... Das hat mich aus der Spur gebracht, bin aber wieder auf den richtigen Weg (fühlt sich jedenfalls so an)

Wünsche Dir viel Kraft und halte durch - es ist verdammt viel für ein Köpfchen in einer Sitzung

Lillemann
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Lillemann hat zum Thema: Re: Es geht los! geschrieben
Iffiegenie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.05.2010
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 23:53    Titel: Re: Es geht los! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ein ständiges Auf und Ab.
Manchmal fühle ich mich so stark, denke "Ja, ich hab ja begriffen, worum es geht, was mich krank macht, jetzt muss ich es nur noch ändern..."
Und dann kommt eine kleine Kleinigkeit, die mich aus der Bahn wirft und ich bin wieder ganz klein und mutlos.
Ein Beispiel?
Mein Therapeut riet mir, mir eine Selbsthilfegruppe für Angehörige zu suchen. Weil er das Problem zwar aus Psychologensicht beurteilen könne, aber nicht als selbst Betroffener. Ich habe gelächelt und gesagt, dass ich das machen werde. Allerdings war mein Gefühl: "Oh nein, der schickt mich weg, der will nicht mehr mit mir arbeiten, sondern gibt das ab..." Ich konnte ihm das nicht sagen, werde das aber in der nächsten Sitzung machen: dass ich schon wieder dieses Gefühl von Zurückweisung habe und dass sich das ganz widerlich anfühlt. Und das ist trotzdem ja schon wieder irgendwie verraut: der will mich nicht - ich werde doch darüber nicht meckern, mache ich es eben alleine!

Ein weiteres Beispiel?
Mein Freund ist auch ein ziemlicher Eigenbrötler. Wir sehen uns nicht so oft, er wohnt in einer anderen Stadt, arbeitet viel, auch oft am Wochenende, genau wie ich. Wir haben also nicht so viel Zeit füreinander und das kommt irgendwie dem, was ich will, sehr nahe. Ich will ihn nicht dauernd um mich haben, das würde mich wahnsinnig machen.
Vor zwei Wochen war ich bei ihm. Es war abgesprochen, dass ich Samstagabend wieder nach Hause fahre: er musste an dem Morgen arbeiten, wäre erst ganz spät abends nach Hause gekommen und ich wäre den ganzen Tag allein in der fremden Stadt gewesen, da kann ich auch nach Hause fahren und dort allein sein. Nun sagte er Donnerstag, ich könne ja auch auf ihn warten am Samstag, er würde sich beeilen und dann könnten wir noch was Hübsches machen. Freitag klang das dann schon wieder ganz anders - Sonntag sei sein einziger freier Tag und wir müssten mal sehen... Da war mir im Prinzip schon klar, dass er lieber wieder allein sein wollte. Ich hab trotzdem am Samstagmorgen gefragt: "Ich fahre nach Hause, ja?" Ich hätte natürlich gern gehört, dass ich dableiben soll. Das kam natürlich nicht. Sondern "Ja, ich würde gern an meinem einzigen freien Tag seit 2 Wochen alleine rumgammeln!"
Das ist ja auch sehr in Ordnung und war ja eigentlich auch so ausgemacht.
Trotzdem...
Ich bin natürlich gefahren und habe ihm noch einen "Ich bin ein großes Mädchen"-Zettel hingelegt: Dass ich das schon am Abend vorher verstanden hätte, dass er allein sein will, dass mein "Ich fahre nach Hause" keine Frage, sondern eine Feststellung war und dass doch alles in Ordnung ist.

Naja und so ziehen sich die Zurückweisungen weiter durch mein kleines Leben und ich habe immer noch nicht den Hintern, zu sagen, dass mich das nervt. Ich mache weiter gute Miene zu einem für mich blöden Spiel. Obwohl mir theoretisch schon klar ist, dass das nicht in Ordnung ist...

Mit meiner Mutter hat sich übrigens insoweit was getan, als dass ich einmal mehr sehen musste, dass sie gar nicht wissen will, was eigentlich los ist. Sie hatte auf eine meiner Mails geschrieben, dass sie sich für "nette Mail" bedanke, nur nicht wisse, was es soll.
Daraufhin habe ich ihr geschrieben, dass das ganz bestimmt keine "nette Mail" war. Und noch ein paar andere Sachen.
Da kam ein paar Tage später als Antwort (auf eine wirklich sehr emotionale Mail meinerseits..): VIELEN DANK FÜR IMMER WIEDER NETTE MAIL.
Das war´s. Mehr nicht.
Natürlich ist mir auch hier theoretisch klar, dass sie sich ja nicht hinstellen und sagen kann - oh gott, ja, da ist ganz viel schief gelaufen, lass uns mal drüber reden.
Weil sie sich ja dann erstmal eingestehen müsste, dass in ihrem und damit eng verbunden in meinem Leben viel falsch gelaufen ist.
Trotzdem: ich wünsche mir ein Wort des Verständnisses und das bekomme ich von ihr einfach nicht...

Naja, ist noch ein weiter Weg, aber zumindest lichtet sich im Kopf einiges von dem Nebel. Und auch wenn es wehtut, gewisse Dinge über mich selber erkennen zu müssen - es geht vorwärts.
In diesem Sinne: einen schönen Sommer!
Iffiegenie
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Iffiegenie hat zum Thema: Re: Es geht los! geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4499
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 27.06.2010, 06:50    Titel: Re: Es geht los! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf iffiegenie

ich hab den eindruck du sagst + tust was anderes als du wirklich meinst + tun willst in der hoffnung das z.b, dein freund dich schon drann hindert

z.b. du sagst: ich fahr (erwartest das er dich zurückhält) - er is wahrscheinlich traurig gibt aber dem nach was du anscheinend willst < jetzt bist du auch traurig

sag einfach was du willst
Iffiegenie hat Folgendes geschrieben:
ich habe immer noch nicht den Hintern
überall in deutschland heist das ^ "kein A... in der hose" < kommen auf diese art+weise deine netten mails zustande?

nachdenklichen sonntag

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Es geht los! geschrieben

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