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consuela
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.08.2011
Beiträge: 654

BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 12:32    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo Tw, da kannst Du auch stolz auf Dich sein....und mit den Gedanken die einen immer mal wieder kurz anspringen finde ich, denken darf man, nur tun nicht...ich selber hab auch immer mal kurze Blitze, die mich aber nicht mehr so treffen, aber wachsam sein ist schon wichtig, das kommt ja oft in Situationen wo eigentlich kein sofort erkennbarer Anlass ist, jedenfalls bei mir, ich merke aber auch mit zunehmender Nüchternheit wird es viel weniger und ich kann gedanklich gegensteuern. Weiterhin viel Erfolg und Kraft für Dich. Consuela
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consuela hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben
Trauerweide
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 12:41    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke Consuela für deine Rückmeldung.

Gestern gab es leider einen konkreten "Anlass" (klingt ganz schön blöd, ich hoffe ihr wisst, was gemeint ist).

Ich war sehr enttäuscht, ängstlich und traurig in diesem Moment. Und plötzlich war der Druck da.
Ich muss ehrlich gestehen, so knapp war es in den letzten 14 Wochen nicht ein einziges Mal gewesen.

Morgen werde ich das in der Klinik ansprechen und mir überlegen, wie ich in solchen Momenten in Zukunft besser reagieren kann.

Ich bin sehr erleichtert, dass es nicht dazu gekommen ist zur Flasche zu greifen. Aber es macht mir eine riesige Angst, dass ich fast alles hingeschmissen hätte.

Der Verstand hat da wirklich für einen kurzen Moment ausgesetzt und dieser kleine Teil im Gehirn hat das Kommando übernommen.
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Trauerweide hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben
consuela
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.08.2011
Beiträge: 654

BeitragVerfasst am: 15.01.2012, 12:56    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Tw, ich kenne das schlimme Erschrecken darüber, wie nah es ist und wie schnell es vorbei sein koennte. Gut dass Du es hingekriegt hast, wenn Du es morgen gleich thematisieren kannst umso besser. Irgendwer hier schreibt immer vom Fiesling, das gefällt mir gut, obwohl es in solchen Situationen fast noch zu niedlich klingt. Für mich heißt er Teufel Alkohol (wieso eigentlich er?.ist mir noch nie aufgefallen??? Ich freue mich mit Dir dass Du widerstanden hast, und es ist ja echt nur kurz aber dafür heftig, jedenfalls bei mir.. Wir schaffen das und ich glaube fest daran. Mach gut und sei auch ein bisschen stolz auf Dich, das darfst Du sein
Ganz liebe Grüße consuela
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consuela hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben
Trocken Bleiben
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 16.12.2011
Beiträge: 510
Alter: 56

BeitragVerfasst am: 02.02.2012, 19:45    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Trauerweide
Das sind die Monente ,wo man meint man hat keine Macht mehr über sich selber.
Was aber bestimmt interessant wäre wie ist es denn dazu gekommen?
Ich für mich habe festgestellt, es kommt zwar abruppt,aber im nachhinein muss ich sagen,der Rückfall ist schon viel früher da nur fehlt noch der Auslöser.
Und da glaube ich machen viele einen Fehler.
Meiner Meinung nach tauscht man sich dahingehend viel zu wenig aus.
Und versucht es mit sich selber auszumachen.
Aber wie will einer wissen wie es einem geht,wenn er doch nicht darüber berichtet.
Das einzige ,was du berichtet hast,das die Th Anstrengend ist.
Wenn ich bei anderen lese empfinden sie es nicht so.
Was ist Anstrengend?
LG Hans
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Trocken Bleiben hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben
Trauerweide
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 11.02.2012, 11:44    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hans,

als anstrengend empfand ich es, dass ich plötzlich so gefordert war in der Reha. In meinem Job war ich absolut nicht ausgelastet.
In der Reha hatte ich plötzlich volles Programm. Da war ich abends wirklich sehr müde und kaputt.
Das hat sich aber nach den ersten drei bis vier Wochen gegeben.
Inzwischen bekomme ich auch nach der Arbeit noch viel geschafft, genieße aber auch die Momente der Ruhe.

Ich empfinde es als "irre" wie viel ich dort über mich selber lerne und auch Dinge umsetzen kann.

Mein Leben sieht im Moment komplett anders aus als damals.
Ich habe wieder Freude am Sport, bin in einem Fitness Studio angemeldet, treffe Freunde, gehe aus, kann alleine sein.

Ich habe mich sogar von meiner extrem belastenden Beziehung gelöst, an die ich mich bis vor einiger Zeit immer sehr stark geklammert habe. Dort war der Alkohol leider auch immer wieder ein großes Thema.
In der Reha habe ich gelernt, was ich von einer Beziehung erwarte und das mein Ex-Partner mir das absolut nicht geben kann.

Im Moment würde ich sagen, dass ich mein Leben recht gut im Griff habe.
Der Drang zu trinken wird immer weniger.

In der Reha lernen wir vor allem achtsam mit uns und der Umwelt umzugehen. Nicht nur in Bezug auf den Alkohol, sondern auch in alltäglichen Dingen.

Ich glaube, ich kann gar nicht alles wider geben, was ich dort lerne.

Trotzdem, das es mit dem Geld natürlich nicht so leicht ist zur Zeit (das war immer meine Ausrede nicht in eine LZT zu gehen), bereue ich es keine Sekunde diesen Schritt unternommen zu haben.

In Bezug auf meinen Job hatte ich vor 1 1/2 Wochen ein GEspräch mit meinem Chef. Ich möchte vermeiden, wieder in diesen tristen Joballtag zu kommen, bei dem ich neun Stunden nur die Zeit absitze.
Ich möchte gefordert werden.
Er ist sehr daran interessiert mir neue Aufgaben zu geben und hat mir auch gleich signalisiert, dass ich mich sofort melden soll, wenn es dann zuviel wird.

Im Grunde bin ich wirklich schon einige Baustellen angegangen und der Anfang ist bei jeder gemacht.

Ich bin stolz und glücklich über mein jetziges Leben.
Aber ich bin auch vorsichtig und achtsam.
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Trauerweide hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben
Trauerweide
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 11.02.2012, 11:55    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Inzwischen sind es sogar schon über 4 trockene Monate.

Das ist noch nicht viel aber ein Anfang. Smilie


Vielleicht kann ich gerade noch erzählen, dass letzte Woche einer von der Nachsorgestelle in der Klinik war zu der ich danach auch gehen möchte.
Kommende Woche werde ich mit dem Mitarbeiter der Reha den Antrag stellen (vier Wochen vorher hat man mir gesagt). Und dann wird erstmal ein halbes Jahr genehmigt, das aber um ein weiteres halbes Jahr verlängert werden kann.
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Trauerweide hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben
Trocken Bleiben
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 16.12.2011
Beiträge: 510
Alter: 56

BeitragVerfasst am: 11.02.2012, 17:03    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Trauerweide
Glückwunsch zu deinen 4 monaten.
Ich habe auch am 15 4 Monate um und fühle mich sehr gut.
Du machst das schon richtig.
LG Hans
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Trocken Bleiben hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben
Trauerweide
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 11.02.2012, 17:18    Titel: Re: Ein neuer Anfang Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hans,

ein schönes Gefühl, oder? Smilie

Für heute Abend habe ich einen Notfallplan falls es mir nicht so gut geht. Immerhin ist die Trennung ja doch noch recht frisch und ich habe noch kein WE als Single erlebt in der letzten Zeit.
Aber eines weiss ich jetzt doch schon ganz sicher.
Trinken werde ich nicht!!!

Entweder das unangenehme Gefühl aushalten (wenn es denn dann kommen sollte) oder etwas ablenken. Mal sehen.
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Trauerweide hat zum Thema: Re: Ein neuer Anfang geschrieben

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