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Regiesseur im Film meines Lebens...

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Was kann ich noch tun bzw. wie soll ich mich verhalten???   •    Ich kann ihm nicht glauben...  
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Regiesseur1983
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 68
Alter: 28

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 11:03    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Wofür ich diese Kontrolle brauche?

Im Grunde gar nicht.
Aber auf der einen Seite fühle ich mich wohler, wenn ich weiß, was mir wichtige Menschen machen. Aber wenn denen was passieren sollte, kann ich es eh nicht ändern.
Wenn meine Mutter mir z.B. erzählt, sie macht einen Ausflug oder etwas in der Art, erwische ich mich zeitweise auch bei ihr dabei, das ich alles genau wissen will. Also vor allem welcher Zeitraum und wohin und so Dinge.
Das gibt mir irgendwie so ein Gefühl der Sicherheit.

Und dann hat das kontrollieren bei mir noch den hässlichen Nebengrund, dass ich im Grunde erwarte, dass ich dabei belogen werde. Und nach anzeichen dafür suche.
Das ist mir aber erst in den letzten Tagen aufgefallen.
Das Vertrauen das Menschen genau das tun, was sie auch gesagt haben, kann ich nur ganz selten aufbringen. Und durch zum Beispiel Nachfragen bis zum geht nicht mehr, versuche ich mir dann die Gewissheit zu holen, dass ich nicht belogen wurde.
Mir reicht dann selten nur ob es den Personen gefallen hat oder nicht, sondern ich erwarte irgendwie einen minutiösen Bericht und wehe da stimmt was nicht.
Dabei habe ich eigentlich nur in ganz wenigen Fällen auch danach noch das Gefühl gehabt ich wurde belogen.

Beides sind keine Gründe dafür, dass beizubehalten!
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Regiesseur1983 hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben
Martha66
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.12.2009
Beiträge: 3784

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 11:18    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Regisseur,

im Grund brauchst Du die Kontrolle nicht und trotzdem kontrollierst Du Dein ganzes Umfeld Smilie

Kontrolle ist eine Strategie, um Dir Dein Bedürfnis nach Sicherheit zu erfüllen, wie Du selber schreibst. (ich fass das mal eben etwas verkürzt zusammen)

Wie du aber gerade merkst, passiert genau das Gegenteil, also ist die Kontrolle keine Strategie, die momentan Dein Leben bereichert, oder?

Letztendlich geht es bei Dir um Sicherheit und Vertrauen, stimmt das? Und vielleicht guckst Du da mal tiefer hin. Wie könntest Du auf eine andere Art und Weise mehr Vertrauen und Sicherheit bekommen? Gibt es andere Strategien?

LG Martha
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Martha66 hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben
Kaleu
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.02.2010
Beiträge: 1024
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 11:26    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Lieber Regiesseur,

ich mag Dich. Ich mag Deinen Schreibstil. Ist so herrlich ungehemmt, obwohl die Fragen die ich Dir gestellt habe ja ziemlich heftig waren.


Zitat:

Ob ich sie noch liebe? Ja!


Beste Voraussetzungen. Und wenn Du mich fragst, liebt sie Dich auch. Sonst hätte sie wie gesagt den kontakt längst eingestellt oder wären ihre Gefühle nicht wirklich ehrlich für Dich, wäre sie schon längst in den Armen des Anderen.

Zitat:
Das ich das vielleicht auch mir beweisen wollte?!


Nicht auch Dir. Ich behaupte, ausschliesslich Dir!
Sie wolltest Du damit nur verletzen, weil sie Dir ihre Liebe entzogen hat, beweisen wolltest Du nur Dir etwas, nämlich, dass Du sie weder brauchst noch möchtest. Das nennt man auch Selbstbetrug. Ist so eine Art Verdrängungsmechanismus um sich seinen Schuldgefühlen nicht stellen zu müssen.

Zitat:
Wenn meine letzte Freundin jetzt die einzige gewesen wäre, die mit mir so Probleme hat, dann hätte ich mir wahrscheinlich irgendwann gesagt, dass sie mich entweder so nehmen muss wie ich bin oder es lassen soll.
Aber ich habe festgestellt, dass ich mir damit in vielen, wenn nicht sogar allen Bereichen das Leben selber erschwere!


Darauf wollte ich hinaus. Denn letzten Endes geht es um Dich. Manche versuchen Antworten zu finden um sich dann auf den Antworten ausruhen zu können. So wie Du es von Dir selbst bei Deiner vorhergehenden Freundin geschrieben hast. Der hättest Du locker vor den Latz gekanllt, "Ich bin halt so, ausserdem bin ich EKA und kann nichts dafür, friss oder stirb" und sie hätte es am Bein gehabt. So kann man Klasse das eigene Leid auslagern um es selbst nicht fühlen zu müssen.

Zitat:
Und heute habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich das nicht nur sage, sondern auch wirklich beginne es so zu meinen.


Das ist der erste wichtige Schritt. Schon eine Idee was Du jetzt vorhast? Irgend ein wages Ziel was Du vor Augen hast?

Zitat:
Ja, ich liebe diese Frau.
Aber ich muss auch lernen mich wieder selber zu lieben und mich mit mir selber auch wohl zu fühlen.


Ohne Selbstliebe lässt sich nunmal keine Liebe leben. Solange Du Dich selbst nicht auch magst, wirst Du ihr sowieso nie glauben, wenn sie sagt, dass sie Dich liebt.

Zitat:
Ich weiß das ich in vielen Bereichen, einfacher durchs Leben kommen werden, wenn ich bestimmte Dinge ändere oder vielleicht auch nur etwas abschwächen kann! Und das ist meine Motivation.


Das finde ich eine Klasse Einstellung. Du willst nicht mit der brechstange ran sondern klein anfangen. Das ist der richtige Weg. Immer Schritt für Schritt. Jeder noch so winzige Schritt wird Dich weiter bringen.

Und was das Mädel angeht, mach Dich nicht irre, der Zug ist noch lange nicht abgefahren. Lass sie ein bisschen laufen, Du bist sowieso mit Dir selbst erstmal beschäftigt.

Liebe Grüße

Kaleu
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Kaleu hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben
Regiesseur1983
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 68
Alter: 28

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 12:35    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Also ich muss sagen, es tut gut auch mal andere Meinungen zu hören. Vor allem Meinungen von Menschen die meine Situation wirklich nur nach dem bewerten können, was ich schreibe.

Ich habe eine sehr gute Freundin, die sowohl mir zuhört und auch meiner Ex. Sie ist im Moment mehr der Ansicht, dass mir das Ganze nicht gut tut und ich es abhaken und sie vergessen sollte. Zudem hat sie enorme Zweifel, dass es irgendwann überhaupt nochmal was geben wird.
Dafür hätte ich in den letzten Wochen zuviel angerichtet.

Ich muss ihr da auch soweit recht geben, dass es nichts mehr werden wird, wenn sich nicht etwas ändert! Unter diesem Voraussetzungen hat sie recht und wir auch recht behalten.

Aber was werden wird, wenn sich mein Verhalten nachhaltig ändert, dass lässt sich nicht sagen. Auch was sich bei meiner Ex änder, kann niemand wissen. Sachlagen beurteilen geht nur aus der Sicht der Dinge heute... und die liegen wirklich nicht rosig. Traurig

Ich weiß was ich für sie empfinde, aber ich kann auch nicht sagen, dass es auf meinem Weg so bleiben wird. Vielleicht wird es stärker, vielleicht erkenne ich auch das sie doch nicht die Frau ist, mit der ich mein weiteres Leben verbringen will.
Ich weigere mich das jetzt festzulegen.

Und jetzt mal zu Euren Antworten:

Zitat:
Wie du aber gerade merkst, passiert genau das Gegenteil, also ist die Kontrolle keine Strategie, die momentan Dein Leben bereichert, oder?

Letztendlich geht es bei Dir um Sicherheit und Vertrauen, stimmt das? Und vielleicht guckst Du da mal tiefer hin. Wie könntest Du auf eine andere Art und Weise mehr Vertrauen und Sicherheit bekommen? Gibt es andere Strategien?


Im Moment macht mir die Sache mit der Kontrolle mein Leben sogar unheimlich schwer.
Mein Vorhaben ist ja jetzt erstmal absolut gar nicht zu kontrollieren. Im VZ war ich heute noch gar nicht. Und ich muss sagen es fällt mir sehr schwer nicht nachzusehen, ob sich bei ihr wieder irgendwas getan hat.

Bestimmt gibt es andere und auch weitaus bessere Strategien, wie man das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen aufbauen und erhalten kann.
Aber zum jetzigen Zeitpunkt habe ich die noch nicht gefunden. Und muss noch etwas weiter danach suchen.

Ich habe ja auch erst vor kurzem wirklich Begriffen, wie Groß der Begriff Vertrauen überhaupt ist.

---

Zitat:
...obwohl die Fragen die ich Dir gestellt habe ja ziemlich heftig waren.

Ich fand die Fragen jetzt nicht sonderlich heftig. Denn solche Fragen sind genau die Fragen, die ich brauche. Solche Fragen müssen gestellt werden, wenn sich wirklich was ändern soll.
Dann gehts nicht mehr immer mit dem Schmusekurs, manchmal hilft da nur noch ein ordentliches Wachrütteln.

Zitat:
Und wenn Du mich fragst, liebt sie Dich auch.


Hmmm... daran zu glaube fällt mir im Moment nicht immer einfach. Auch wegen dem was meine gute Freundin mir rät.
Aber andersrum, hat mir meine Ex auch selber schon gesagt, dass sie mich mehr als nur ein bisschen mag. Ich es durch mein Verhalten im Moment nur immer wieder schaffe die Gefühle wieder kurz und klein zu Hacken, wenn sie gerade wieder anfangen zu wachsen.

Aber das ich ihr nicht ganz egal bin, ist wohl mehr als richtig. Denn sonst wäre sie schon lange wirklich weg.

Ich muss halt auch ihr die Zeit geben, dass die Gefühle wieder wachsen können.
Und wenn sie jetzt erstmal die Aufmerksamkeit eines anderen Mannes geniesst, damit es ihr wieder irgendwo besser geht. Dann soll sie das machen. Ich möchte nur nicht wirklich wissen, was die beiden dann alles anstellen.

Klingt komisch oder?

Zitat:
Sie wolltest Du damit nur verletzen, weil sie Dir ihre Liebe entzogen hat, beweisen wolltest Du nur Dir etwas, nämlich, dass Du sie weder brauchst noch möchtest.


So habe ich das noch gar nicht gesehen. Aber widersprechen kann ich Dir da gerade absolut nicht, sondern muss eher eingestehen, dass kommt so hin.
Aber das ist jetzt einer der Punkte die ich nicht mehr ändern kann.
Jetzt heißt es beim nächsten Mal in so einer Situation mehr aufpassen!

Zitat:
Denn letzten Endes geht es um Dich. Manche versuchen Antworten zu finden um sich dann auf den Antworten ausruhen zu können.


Ausruhen auf den Antworten will ich mich nicht.
Mein Vater hat mir durch seine Krankheit viel angetan, mit dem ich heute so nicht mehr klar komme.
Aber das ist NUR eine Erklärung und darf NIE zu einer Ausrede werden.
Heute liegt es allein in meiner Hand an dem ganzen etwas zu ändern!
Der einfachere Weg wäre natürlich damit alles zu Begründen und den Mitmenschen zu sagen: "Kommt damit klar oder lasst es."
Aber ich bin mir sicher, dass man so nicht glücklich werden kann!

Zitat:
Irgend ein wages Ziel was Du vor Augen hast?


Mein Ziel im Moment ist es den Tag heute umzukriegen, ohne dass ich auf ihrer Seite im VZ gewesen bin. Und mich auch heute nicht bei ihr zu melden.
Es fällt mir sehr schwer. Es juckt schon ganz schön in den Finger mich im VZ einzuloggen, aber ich weiß, dann gucke ich auch auf ihrer Seite.
Also lasse ich es ganz sein.
Und im Moment kann ich erstmal nur von Tag zu Tag Ziele stecken, damit ich mit kleinen Schritten laufe und nicht ins stolpern gerate.

Ein langfristiges Ziel habe ich auch. Und das lautet glücklich mit mir selber und meinem Leben werden.
Dazu gehört auch eine gesunden Beziehung führen zu können.
Mit wem ich diese Beziehung aus jetziger Sicht führen möchte, weiß ich.
Aber ob es dann letztendlich klappt oder es ganz anders kommt. Das wird sich auf dem Weg ergeben.

Zitat:
Und was das Mädel angeht, mach Dich nicht irre, der Zug ist noch lange nicht abgefahren. Lass sie ein bisschen laufen, Du bist sowieso mit Dir selbst erstmal beschäftigt.


Es gibt ja dazu dieses berühmte und auch berüchtigte Sprichwort: "Was Du liebst lass frei, kommt es zu Dir zurück gehört es Dir - für immer."

Wahrscheinlich ist da ein große Stück Wahrheit dran.

Aber dazu muss man selber auch erstmal loslassen können und das ist für mich auch nicht einfach.
Auch wenn sie jetzt erstmal mit dem anderen was anfangen sollte, heißt es nicht das mein oder unser Zug abgefahren ist.
Das bestätigt nur die momentane Situation, dass es JETZT nicht funktioniert.
Einfacher es zu akzeptieren wird es dadurch zwar nicht, aber das ist die Lage der Dinge im Moment. Und meinen Teil dazu habe ich beigetragen.

Liebe Grüße

P.S.: Schon wieder sooo viel geschrieben.
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Regiesseur1983 hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben
Kaleu
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.02.2010
Beiträge: 1024
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 13:50    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Moin Regiesseur,

Zitat:

So habe ich das noch gar nicht gesehen. Aber widersprechen kann ich Dir da gerade absolut nicht, sondern muss eher eingestehen, dass kommt so hin.
Aber das ist jetzt einer der Punkte die ich nicht mehr ändern kann.
Jetzt heißt es beim nächsten Mal in so einer Situation mehr aufpassen!


Du bist schon verdammt weit, wenn Du nicht beginnst Dich in Schuldgefühlen wälzt sondern Dich fragst, warum Du so gehandelt hast und die Umstände anschliessend veränderst um später nicht mehr so handeln zu müssen.

Wie Du schon sagst, ändern kannst Du es eh nicht mehr. Daraus lernen schon.

Zitat:
Mein Ziel im Moment ist es den Tag heute umzukriegen, ohne dass ich auf ihrer Seite im VZ gewesen bin. Und mich auch heute nicht bei ihr zu melden.


Sich zu etwas zu zwingen, was man nicht will, bringt nichts. Das ist ein Ziel was man erreichen will und es durch puren Willen erreicht. Aber es ändert nichts.
Wenn Du etwas verändern willst, setz Dir kein Ziel bei dem Du Dich verbiegen musst um es zu erreichen.
Dein Ziel ist es nicht mehr auf's VZ zu schauen. Im Moment zwingst Du Dich nicht mehr drauf zu schauen. Sinnvoller wär es Dich zu fragen, warum Du den inneren Drang hast drauf zu schauen, bzw. auf Dich zu achten was mit Dir passiert, wenn Du drauf schaust. Nicht auf's VZ zu schauen ist nur eine Vermeidungshaltung, Du umgehst einen Trigger. Das löst aber das zugrunde liegende Problem nicht. Das Problem ist nicht, dass Du auf ihre Seite schaust, sondern das Problem ist, dass Du dort etwas suchst, in alles was Du findest das interpretierst was Du eigentlich gesucht hast und Dich selbst davon überzeugst das auch gefunden zu haben. Anschliessend handelst Du weil Du ja glaubst den gesuchten "Beweis" gefunden zu haben.
Die Lösung liegt also nicht darin, nicht mehr auf's VZ zu schauen, sondern darin Dich zu fragen, was Du dort suchst und vor allem Warum Du das dort suchst und was Du tun kannst, dass Du das nicht mehr suchen musst.

Klingt komplex, oder? Ich hoffe Du konntest mir folgen.

Zitat:
Es fällt mir sehr schwer. Es juckt schon ganz schön in den Finger mich im VZ einzuloggen, aber ich weiß, dann gucke ich auch auf ihrer Seite.


Dann schau doch drauf. Auf ihre Seite. Und beobachte was es mit Dir macht. Da hast Du mehr von als Dich zu zwingen wegzusehen. Lass nur keine Handlung aus der anschliessenden Interpretation entstehen, sondern achte einfach nur auf Dich und was es mit Dir macht.

Zitat:
Und im Moment kann ich erstmal nur von Tag zu Tag Ziele stecken, damit ich mit kleinen Schritten laufe und nicht ins stolpern gerate.


Ist auch am Sinnvollsten so. Immer Steb by Step.

Zitat:
Ein langfristiges Ziel habe ich auch. Und das lautet glücklich mit mir selber und meinem Leben werden.
Dazu gehört auch eine gesunden Beziehung führen zu können.
Mit wem ich diese Beziehung aus jetziger Sicht führen möchte, weiß ich.
Aber ob es dann letztendlich klappt oder es ganz anders kommt. Das wird sich auf dem Weg ergeben.


Schönes Ziel. Und realistisch. Wie überzeugt bist Du von diesem Ziel?

Liebe Grüße

Kaleu
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Kaleu hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben
Regiesseur1983
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 68
Alter: 28

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 14:21    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kaleu,

wieder Danke!

Zitat:
Dein Ziel ist es nicht mehr auf's VZ zu schauen. Im Moment zwingst Du Dich nicht mehr drauf zu schauen. Sinnvoller wär es Dich zu fragen, warum Du den inneren Drang hast drauf zu schauen, bzw. auf Dich zu achten was mit Dir passiert, wenn Du drauf schaust. Nicht auf's VZ zu schauen ist nur eine Vermeidungshaltung, Du umgehst einen Trigger.


Einerseits muss ich Dir recht geben, aber andererseits kann ich so heute Abend feststellen, dass meine Welt nicht untergeht, wenn ich nicht weiß was sie tut und nicht weiß wer ihr schreibt.
Und wenn ich diese Erfahrung gemacht habe, hoffe ich, dass ich ins VZ gehen kann und mir ihre Seite neutral angucken kann.
Ich habe das Gefühl ich suche Beweise oder Hinweise dafür, dass sie was mit dem anderen Kerl am laufen hat. Das er mehr von ihr will ist offensichtlich.

Aber andersrum ändert sich meine Lage auch nicht, wenn die beiden jetzt zusammen sein sollten. Das beudeutet für mich noch immer, dass ich jetzt keine Beziehung mit ihr führen kann und auch in erster Linie, weil ich mich selber dazu im Moment aufgrund meiner Entdeckungen bei mir gar nicht dazu in der Lage sehe.

Was ich tun muss um nicht mehr danach zu suchen?
Ich glaube die Antwort ist leicht gegeben, aber schwer umegesetzt!

Ich muss sie endlich los- und damit freilassen!
Ich muss dieses Besitz- oder Kontrolldenken abschalten und mich davon lossagen.

Dann wird es mir auch nicht mehr soviel ausmachen, wenn sie es genießt, dass sie auch von anderen Männern Aufmerksamkeit bekommt.

Sie muss sich aus freien Stücken entscheiden, wie es bei ihr weitergeht.
Und das kann sie nur, wen sie wirklich frei ist.
Durch meine Kontrolle treibe ich sie von mir fort... und frei entscheiden kann sie beim besten willen nicht.

Ich denke, dass für den Moment "loslassen" das Zauberwort ist!

Und ich habe für mich festgestellt, dass es mir weh tut, das ich mich selber quäle, wenn ich irgendwas Fehldeute im Moment.
Also gehe ich auch dem Selbstverletzen damit aus dem Weg.

Und so schwer wie ich zuerst angenommen habe, fällt es mir gar nicht, nicht nachzuschauen.
Ok... die Finger jucken, aber auch weil es im letzten Jahr irgendwo auch zu Gewohnheit geworden ist dort ständig rein zu schauen.
Schon irgendwie ein bisschen wie eine Sucht.

Zitat:
Wie überzeugt bist Du von diesem Ziel?


Hin und wieder gibt es Zeiten wo ich an der ganzen Sache an meinem Ziel beginne zu zweifeln.

Aber letztendlich habe ich dann doch jeden Tag etwas mehr das Gefühl, dass sich der Weg lohnt. Auch wenn der Zuwachs kaum zu bemerken ist.

Der Anfang oder die ersten Schritte sind aber immer die schwersten.
Ich bin vor Beginn der Therapie auch gewarnt worden, dass es auch zunächst schlimmer werden könnte... das sich das aber auch lohnen wird.
Und ich kann heute sagen, es wurde schlimmer bei mir.
Therapeuten können schon gemeine Fragen stellen. Und wenn die Anfangen die Decke weg zu ziehen über all den komischen Sachen, dann machen die das gründlich!
Ich habe zuerst immer "nur" meinem Vater die Schuld gegeben oder ihn als Ursache gesehen. Aber heute weiß ich, da gehört alles was mir wiederfahren ist dazu. Und die Erkenntnis hat mich ganz schön wanken lassen.

Aber das Wegziehen der Decke ist so gut wie abgeschlossen. Also gehts aufwärts! Und daran glaube ich.

Der Tag wird kommen, an dem mein Hauptdarsteller sich wieder an die Regieanweisungen hält! Smilie
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Regiesseur1983 hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben
Kaleu
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
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Beiträge: 1024
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 14:53    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Regiesseur,

im Augenblick fällt mir nichts ein, was ich Dir groß schreiben könnte, Du gehst gerade sehr reflektiert mit Dir um. Das ist ein wirklich großer Schritt in die richtige Richtung.

Zwei Dinge sind mir noch eingefallen, vielleicht helfen Sie Dir.
Mir gefällt der Vergleich mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller. Ich finde nur, Du übersiehst da eine Kleinigkeit. Beide, sowohl Hauptdarsteller als auch Regiesseur, machen nur ihren Job, sie setzen das Drehbuch um - so wie sie es auch ihrer Sicht verstanden haben. Und sie tun einen guten Job, alle Beide. Nur das Drehbuch ist für den Eimer, es ist missverständlich, weil da in Deiner Vergangenheit jeder drin rum schmieren durfte wie er lustig war. Heute bist Du alt genug um Dein eigenes Drehbuch zu schreiben. Wenn Du in dieses Drehbuch Anweisungen für Regie und Hauptdarsteller hinterlässt, werden sich auch beide dran halten und es wird letzten Endes Dein Film werden!

Vergiss bei Deiner Metapher also nicht, dass Du vor allem Autor sein solltest.

Und das Zweite, wenn Dir Dein Ziel so wertvoll ist, kannst Du es Dir auf ein großes Blatt Paier drucken, einrahmen und in den Flur oder über den Schreibtisch hängen. Verlier es nicht aus den Augen, das kannst Du getrost wörtlich nehmen.

Liebe Grüße & alles Gute

Kaleu
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Kaleu hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben
Regiesseur1983
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 18.05.2010
Beiträge: 68
Alter: 28

BeitragVerfasst am: 20.05.2010, 15:24    Titel: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Etwas auseinander flücken und schauen was besser laufen könnte, fällt mir auch meistens sehr leicht.
In der Regel ist es dann die Umsetzung in die Praxis, an der es scheitert.

Aber es ist jetzt zum ersten Mal, dass ich mein eigenes Leben derart analysiere. Und auch zum ersten Mal, dass ich nicht nur einen kleinen Ausschnitt betrachte, sonder alles zusammen.
Es ist auch das erste Mal, dass ich schaue - wenn auch mit Hilfe - wo denn die Ursachen, die Wurzeln des Übel liegen.

Hmmm... dann bin ich also Autor, Regiesseur und Hauptdarsteller.
Und aus diesen drei Personen sollte ich versuchen wieder eine zu machen.


Um all die Zeilen über meine Ex zusammen zu fassen, schreibe ich mal folgendes:

Ich habe erkannt, dass ich sie noch immer liebe. Und das muss ich akzeptieren. Ich kann nicht hingehen und mein Herz zwingen die Gefühle abzustellen. Das wäre wieder eine Art des Planens und der Kontrolle und genau das will ich nicht mehr machen.

Das nächste was ich akzeptieren muss, ist dass es unter den gegebenen Umständen nicht geht. Das eine Beziehung nicht gut werden würde. Für beide Seiten nicht!

Das heißt dann für den Moment jetzt, ich muss sie loslassen. Damit sie ihren und ich meinen Weg finden kann.
Wohin uns die Wege führen kann niemand voraussagen. Und ich will es nicht planen!

Meinen Weg zu gehen, liegt allein in meinen Händen.
Die Dinge einfach auch irgendwie mal laufen lassen und schauen was der nächste Schritt bringt. Ich glaube das wird gut tun!
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Regiesseur1983 hat zum Thema: Re: Regiesseur im Film meines Lebens... geschrieben

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