| Bittere Erkenntnis • Wie verhalte ich mich richtig? |
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illi2525 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.05.2010 Beiträge: 25 Alter: 41
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Verfasst am: 11.05.2010, 08:57 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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Danke Yvonne!!
Aber das Loslassen ist nicht so einfach,denn es geht um ein Familienmitglied... Alle erwarten schon fast förmlich,das ich ihn jetzt auf den richtigen Weg schieben könnte,jetzt,wo eh schon fast alles zu spät ist! Mir ist es total klar,das ich da gar nichts machen kann! Nur er kann was verändern... Aber ich denke,ich kann ihm in allem "drumherum" ein wenig helfen. Ich kann doch nicht einfach zu ihm und zur gesamten Familie sagen "Bis hierher und nicht weiter. Seht zu,wie Ihr klar kommt. Ich bin raus!"
Ach,was für ein beschi....ner Teufelskreis!
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| illi2525 hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 11.05.2010, 09:12 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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| illi2525 hat Folgendes geschrieben: | ... Alle erwarten schon fast förmlich,das ich ihn jetzt auf den richtigen Weg schieben könnte,jetzt,wo eh schon fast alles zu spät ist!
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Hallo illi2525,
ja es ist ein besch... Teufelskreis. Und spring nicht auf das Karussell,
denn von einem fahrenden Karussell springt sich noch viel schlechter ab.
Wenn der Karren mal im Dreck sitzt, kannst Du ihn alleine auch nicht mehr rausziehn. Auch wenn man es von Dir erwartet.
Wie gesagt, begleitende Hilfe, ok., aber nicht alleine.
Geb die Verantwortung ab, an Fachleute, an andere Familienmitglieder.
Und mach unmissverständlich klar, dass Du Dir diesen Schuh alleine nicht anziehst.
Es ist nicht Deine Aufgabe. Versuch Dich, auch wenn es schwer fällt, zu distanzieren. Und falls Anfragen von seitens der Familie an Dich gestellt werden, antworte mit Gegenfragen " was habt ihr unternommen, wen habt ihr kontaktiert "
Mach klar, Du kannst vielleicht Adressen, Fachleute vorschlagen, aber das ist auch schon der größte Beitrag, den Du leisten kannst.
Du bist kein Fachmann auf diesem Gebiet.
Wünsch Dir viel Kraft, um Dich dem Gegenwind zu stellen.
nici |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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illi2525 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.05.2010 Beiträge: 25 Alter: 41
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Verfasst am: 11.05.2010, 22:04 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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Vielen Dank liebe Nici!!
Ich habe einige Deiner Ratschläge heute schon umsetzen können,denn ich habe meinen Stationsarzt gebeten,Tacheless zu reden! Das ist auch so geschehen und das hat mich schon mal sehr erleichtert. Auch habe ich seiner Mutter und seinem Bruder die schonungslosen Einzelheiten mitgeteilt,somit kann sich niemand mehr herausreden... Ich habe auch ganz deutlich gemacht,das ich ihm jetzt bei diesem ersten und vermutlich auch einzigen Versuch des trocken werdens zur Seite stehen werde,allerdings zu meinen Bedingungen und auch nur dieses eine Mal. Sollte er nicht trocken bleiben,werde ich mich komplett zurückziehen...auch als Krankenschwester!! Mir geht es jetzt besser,weil ich mir und auch allen anderen klar gemacht habe,was ich möchte und klare Ziele gesteckt habe. Er hat ja nur diese eine Chance,denn wenn er nicht mindestens ein halbes Jahr trocken bleibt,wird er keinesfalls auf die Spenderliste gesetzt. Ich hoffe,er hat begriffen um was es geht!! Zumindest sagt er,dass er es schaffen will....
Lieben Gruß,illi |
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| illi2525 hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 11.05.2010, 22:20 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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Liebe Illi,
Du hast Dich in die gute Richtung bewegt!
Ich weiss,an uns Krankenschwestern werden immer noch besonndere Anforderungen gestellt,besondere Hoffnungen geknüpft.
Auch wir können krank werden(ich bin alkoholkrank)
Auch wir müssen uns abgrenzen,auch in der Familie!
Pass auf Dich auf!
Liebe Grüsse
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 12.05.2010, 07:55 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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Hallo Illi,
ich kann es nachfühlen wie es ist, wenn jeder die Verantwortung für einen Menschen von sich wegschiebt, der Mensch selbst auch und ich steh daneben. Dann bin ich manchmal wie ein Magnet der diese Verantwortung magisch anzieht und nicht mehr loslässt.
Ich kann auc nachfühlen, dass die Abgrenzung davon nicht über Nacht geht, es braucht sehr lange bis die Bedeutung davon wirklich bei mir ankommt.
Du hast bei mir gesehen wie es endet. Und es gibt genug andere Threads in denen Du sehen kannst wie es endet. Ich kenn auch aus meiner SHG etliche solche Geschichten und hab gesehen wie sie enden. Und das Ende ist immer das Gleiche. Der der sich den Schuh freiwillig angezogen hat ist der Verlierer dabei. Keinen interessiert es mehr, alle sind eigentlich nur froh, dass sich jemand den Schuh angezogen hat und sich verantwortlich fühlt.
Ich finde es gut, dass Du erste Schritte unternommen hast um Dich davon abzugrenzen. Als Krankenschwester sollte Dir klar sein, was es tatsächlich bedeutet wenn Du ihn zu Dir nach Hause holst. Im krankenhaus, da wirst Du irgendwann abgelöst und kannst nach hause gehen. Das wäre dann nicht mehr möglich. Es gäbe keine Ablösung mehr. Auch sein verhalten würde sich dementsprechend verändern. Im Krankenhaus wissen auch Patienten, dass sie dort wegen einer akuten Krise sind und dass es nach Hause geht sobald die überstanden ist. Wenn er bei Dir ist, dann weiss er, dass er bereits zu Hause ist und Du ihn nicht mehr so ohne weiteres loswerden kannst.
Wenn es Dir wichtig ist kannst Du Dich an der Verantwortung beteiligen indem Du mit hilfst ihn auf den Weg zu bringen und ihn dort zu lassen. Alles auf Deine Schultern nehmen wird für ihn nichts verändern und Dir die Luft zum Atmen nehmen.
Wenn Du großes Glück hast bekommst Du dafür vielleicht einen feuchten Händedruck am Ende. Normalerweise aber bekommst Du dann nur zu hören "Bist doch selbst Schuld" und leider steckt ein Haufen Wahrheit in diesm Satz.
Wie gesagt, Deine Intention verstehe ich und kann sie so sehr nachfühlen. Helfen wollen, Verantwortung freiwillig übernehmen, selbstlos sein, das alles ist nichts Schlechtes. Es sind Dinge die Dich auszeichnen. Mach es deswegen aber nicht zu Deiner Lebensaufgabe. Es gibt andere Möglichkeiten ihm beiszustehen, Möglichkeiten bei denen Du Du selbst bleiben darfst.
Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du das schaffst. Ich weiss wie schwer sich das anfühlt, aber ich weiss auch, daß es geht!
Liebe Grüße
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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illi2525 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.05.2010 Beiträge: 25 Alter: 41
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Verfasst am: 12.05.2010, 13:07 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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Vielen Dank Kaleu!!
Ich hab mich echt gefreut,dich hier zu lesen!
Mir fällt es echt sehr schwer,mich abzugrenzen,aber ich weiss auch,wie nötig das ist. Ich werde ihn nicht zu mir nehmen,denn da haben mir eure Post's und mein Menschenverstand doch noch mal gut zugeredet! Ich wäre tatsächlich ein 24Std. Krankenschwester und er hätte nicht mehr viel zu tun,um auf seinen Weg zu kommen...
Er wird zurück in seine alte Wohnung gehen,dort wird gerade von seinen Freunden renoviert. Ich habe ihm diverse Hilfsmittel,wie ein Bett und ein Rollstuhl etc. besorgt und dann wird sich ein Pflegedienst um ihn kümmern.
Ich werde ihm meine Bedingungen klar machen und ihm deutlich sagen,wenn er diese eine,letzte Chance vertut,werde ich nicht mehr an seiner Seite bleiben!
Ich hoffe,er wird schnell einen Langzeittherapie Platz bekommen...
ZUdem wird er für eine OP in ein anderes Kr.-haus verlegt und somit kann ich mich ein klein wenig mehr aus der Verantwortung nehmen! Alle in der Familie wissen seit gestern Bescheid,schonungslos und offen. Nun kann jeder damit machen,was er für richtig hält!
Ich bin so froh,das ich auf diesem Forum gelandet bin,denn es zeigt mir durch viele Threads die ich schon gelesen habe,was noch auf uns alle zukommt und wieviel Arbeit es bedeutet,trocken zu werden,zu bleiben und ein neues Leben zu beginnen! Für den Kranken selbst,aber auch für alle Beteiligten.
Danke Euch allen! Schön das es Euch gibt!!  |
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| illi2525 hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 12.05.2010, 13:14 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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Lass mal wieder von Dir hören illi2525,
ich hoffe Du behälst den Abstand bei. Und er schafft es.
Viel Mut für die Zukunft.
nici |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 12.05.2010, 15:39 Titel: Re: Wenig Zeit und große Angst... |
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Hallo Illi!
Ich bin ja total begeistert, wie du schon in der kurzen Zeit so eine Ordnung herstellen konntest!
Dickes Lob!
Auch für dein Einsehen, dass du die Verantwortung nicht mehr tragen wirst.
Tja, die 24-Stunden - Krankenschwester wäre dir sicher gut gelungen.
Bloss, wie lange?
Jetzt musst du nur stark bleiben, vlt. an deiner Unabhängigkeit arbeiten, dir jeden Tag etwas Gutes gönnen, dich nicht aus den Augen verlieren, ....
Bloss nicht Co werden!!!
Ich wünsche dir viel Kraft, Ausdauer, und Zeit für dich und ein schönes WE!
LG Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Wenig Zeit und große Angst... geschrieben
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