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Ich glaube, wir brauchen Hilfe...

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Autor Nachricht
SAndfeele
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2010
Beiträge: 12
Alter: 29

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 10:38    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nunja, ich bin zwar oft so weit, zu gehen.
Aber nicht, um eine dauerhafte Trennung zu haben, sondern in der Hoffnung, ihm damit die Augen zu öffnen.

Nein, ich bin noch lange nicht so weit, mir ein eigenes Leben mit meinem Sohn einzurichten.
Ich bin leider auch der Typ Frau, der es sich gar nicht zutraut, alleine zu leben.
Ich bin immer von der einen langjährigen Beziehung in die nächste gesprungen.
Alleine zu Leben ist eine absolute Horrorvorstellung für mich!
Lieber sitze ich hier und warte verzweifelt, dass er nach hause kommt, als alleine zu hocken und zu wissen, dass niemand heim kommt!

Und vor allem, ohne ihn zu leben...
Ich liebe ihn nunmal trotz allem sehr, so dass mein Wunsch zu gehen nur darin begründet ist, ihm damit die Augen zu öffnen!
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SAndfeele hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
Spanijoggel
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 8589
Alter: 70
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 15:43    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Verena!

In Deinen Schilderungen muss ich nur immer an Dein Kind denken,das alles mitbekommt.... .

Yvonne
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Spanijoggel hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4499
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 15:49    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf SAndfeele
SAndfeele hat Folgendes geschrieben:
Ich liebe ihn nunmal trotz allem sehr, so dass mein Wunsch zu gehen nur darin begründet ist, ihm damit die Augen zu öffnen!
das weis er ganz genau - desshalb wird sich auch nichts ändern - leb damit oder mach ernst

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
SAndfeele
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2010
Beiträge: 12
Alter: 29

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 16:03    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ihr habt ja recht...

Nur, erst seit Kurzem bin ich mir meiner Co-Abhängigkeit bewusst und versuche, damit umzugehen. Ihr müsstet doch selbst wissen, dass solch eine Entscheidung nicht von heute auf morgen zu treffen ist, oder?!
Natürlich bin ich hier, um mir Rat zu holen und für eure offenen Worte bin ich sehr dankbar, auch wenn sie manchmal schmerzlich sind.

Liebe Yvonne:
Auch ich habe mein Kind vor Augen und Angst vor dem Moment, wo er sprechen und realisieren kann und mich fragt, warum Papa mal wieder nicht heim kommt!
Aber noch trage ich halt diese verzweifelte Hoffnung, dass alles "irgendwie wieder gut wird" in mir. So naiv es auch sein mag.....
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SAndfeele hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
Kaleu
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.02.2010
Beiträge: 1024
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 16:07    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Verena,

die Entscheidung selbst ist problemlos von heute auf morgen zu treffen.

Den Mut dazu zu finden oder auch die Verzweiflung dazu, das ist es was seine Zeit braucht. Das ist bei jedem unterschiedlich.

Weiss denn Dein mann von Deinen gedanken, dass Du ernsthaft über eine trennung nachdenkst? Was meint er dazu?

Liebe Grüße

Kaleu
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Kaleu hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
Monty
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2009
Beiträge: 3080
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 16:08    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Sandfee,

wir alle hier haben diese Hoffnung gehabt, bis zu dem Tag wo wir unseren persönlichen Tiefpunkt bekommen haben...erst da sind wir wach geworden und haben gewußt, dass wir etwas verändern müssen sonst gehen wir selber dabei zu Grunde.

Wenn du ein Kind hast ist es noch wichtiger einen Weg in ein glücklicheres Leben zu führen.
Auch wenn dein Kind noch nicht reden kann...du kannst dir gar nicht vorstellen wie viel doch so ein Zwerg schon mitbekommt.

Lies dich hier mal in einigen Traids durch und du wirst vieles anfangen zu verstehen und begreifen, dass du für dich und dein Kind etwas tun musst.

Ich wünsche dir viel Kraft und offene Augen...
Liebe Grüsse
Monty
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Monty hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
SAndfeele
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2010
Beiträge: 12
Alter: 29

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 16:22    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@Kaleu
Ja, ich habe ihn schon vor diese Entscheidung gestellt! Natürlich immer, wenn er wieder sturzbetrunken war und aggressiv. Das war definitiv nie der richtige Zeitpunkt! Er ist dann total ausgeflippt, wollte sich umbringen, ohne uns kann er ja nicht leben.....
Natürlich habe ich nie die Konsequenzen gezogen, und bin dann auch gegangen, da er am nächsten Tag wieder ganz kleinlaut war, sich entschuldigt hat und alles getan hat, um mir zu beweisen, was wir ihm wirklich bedeuten.
Das glaube ich ihm auch, habe nicht das Gefühl, dass er mich nur ausnutzt.
Er hat halt nunmal ein Problem.....

@monty
Ja, diesen Tiefpunkt habe ich wohl noch nicht erreicht. Aber, je mehr ich hier lese und über mein Kind nachdenke umso größer wird mein schlechtes Gewissen, dass ich ihn jetzt schon in so einer Situation halte, ohne dass er die Chance hat, sich zu wehren. Das macht mich doch sehr traurig....

Ich habe mir fest vorgenommen (und mit ihm auch schon darüber gesprochen) in Kürze ein nüchternes, vernünftige sGespräch zu führen, in dem wir beide unsere Situation erklären und unser Verhalten versuchen zu analysieren. Er ist damit auch einverstanden, eben weil er uns nicht verlieren will.

Natürlich setze ich darin noch Hoffnungen, ich liebe ihn nunmal......
Das mag für Euch, die ihr den Tiefpunkt bereits erreicht habt und eure Erfahrungen gesammelt habt noch sehr naiv klingen, aber ich muss es doch versuchen. Meinem Kind den Vater ganz zu nehmen ist doch auch keine Lösung.
Und mir meine Liebsten selbst zu nehmen..... Diesen Tiefpunkt habe ich noch nicht

Bitte denkt nicht, ich wäre beratungsresistent. Nur bin ich halt eben wohl noch zu naiv vielleicht, zu neu in meiner erkannten Rolle als Co-Abhängige!
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SAndfeele hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
Kaleu
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.02.2010
Beiträge: 1024
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 16:50    Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Verena,

Niemand hält Dich für naiv oder beratungsresistent. Im gegenteil, Du bist schon sehr, sehr weit. Dir ist schon sehr viel klar geworden und das ganz ohne Hilfe. Lass Dir Zeit, lass all diese neuen Informationen auf Dich wirken. Niemand hier wird versuchen Dich zu einer Trennung zu überreden, denn darum geht es überhaupt nicht.

Wie Du schon selbst bemerkst, jedes Wort an ihn wenn er getrunken hat ist verschwendete Energie. Ich finde Du solltest wirklich mit ihm reden - aber nur wenn er nüchtern ist und nicht zwischen Tür und Angel. Spar Dir und ihm jedes Ultimatum oder jede Form von "Erpressung". Sätze wie "Wenn Du nicht aufhörst zu trinken, gehe ich" bewirken nichts ausser Widerstand.Das bringt gar nichts. Davon abgesehen würde er das villeicht auch nicht ernst nehmen, denn es wäre ja nicht ernst gemeint da bis auf den Vorsatz zu gehen, ja tatsächlich kein Mut zum gehen vorhanden ist. Sowas merkt der Partner.

Bleib in dem Gespräch bei Dir. Bleib offen und ehrlich. Wenn Du bespw. sagst, Du, mir geht es nicht mehr gut in unserer beziehung. Ich komme mit Deinem Alkoholkonsum nicht zurecht. Ich glaube, Du bist alkoholabhängig, da Du es nicht schaffst die Finger vom Alkohol zu lassen. Ich möchte so nicht mehr und ich mache mir zur Zeit ernsthaft Gedanken um eine Trennung."

Das ist ehrlich und bringt eher zum nachdenken als die Pistole auf der Brust. Ausserdem bleibst Du bei Dir und machst ihn nicht "schuldig" sondern sagst lediglich, dass Du selbst mit einem verhalten von ihm nicht mehr zurecht kommst. Da es ehrlich ist ist es zudem glaubwürdig.

Übrigens, wenn Du willst, dass das Gespräch auch wirklich bei ihm ankommt, dann versuche irgendwie dafür zu sorgen, dass er anschliessend nichts trinkt. Ich bin selbst Alkoholiker. Solche Gespräche lösen Schuldgefühle aus. Die gedenkt der Alkoholiker möglichst schnell mit Alkohol loszuwerden. Das führt auch dazu, dass das Nachdenken beendet und das Gespräch ad acta gelegt wird.

Und lass Dich nicht von Vorsätzen einlullen. Die werden haufenweise kommen.

Brüllen, Schreien, Betteln, Flehen, Kratzen, Treten bringt alles nichts. Überhaupt nichts. Wenn Du und der Kleine ihm was bedeuten ist das einzige was etwas bringen kann, ihm zu sagen, dass Du nicht mehr mit seinem Alkoholismus zurecht kommst.

Der Rest muss dann von ihm kommen. Versprechungen sind jedoch nicht die Zeit wert die er benötigt um sie auszusprechen.

Liebe Grüße

Kaleu
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Kaleu hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben

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