| Seh ich das zu kleinlich? • Geschafft ? |
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SAndfeele neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2010 Beiträge: 12 Alter: 29
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Verfasst am: 04.05.2010, 21:15 Titel: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Hallo zusammen!
Ich bin ganz neu hier, also entschuldigt bitte etwaige Fehler meinerseits
Ich habe nach diesem Forum gesucht, weil ich endlich einsehen muss, dass ich mich bereits in der Co-Abhängigkeit befinde.
Mein Partner ist 23 Jahre alt und in meinen Augen Alkoholiker.
Er trinkt jetzt nicht bereits Morgens zum Frühstück seinen ersten Schnaps, aber doch regelmäßig Alkohol.
In diesem Jahr gibt es vielleicht 10 Tage, an denen er nichts getrunken hat. Er ist nicht immer stockbesoffen, aber es geht auch nicht ohne.
Selbst sieht er darin natürlich kein Problem, aber ich kann das einfach nicht länger mit ansehen....
Wir wohnen in Bayern, wo ja jeder Säugling praktisch schon mit Bier "großgezogen" wird, so dass er in seinem ganzen Umfeld natürlich auch nur solch ein Verhalten mitbekommt.
Ich kann einfach nicht mehr.....
Würde ihm so gerne helfen, aber solange er selbst nicht einsieht, dass er ein Problem hat, wird das wohl nichts werden!
Oft sagt er er trinkt jetzt unter der Woche nichts, aber das hält höchstens drei Tage, dann sitzt er wieder mit der Bierflasche rum.
Ich weiss einfach nicht, wie ich ihm helfen soll.
Wir haben auch noch einen 15 Monate alten Sohn, was die Situation nicht vereinfacht. Ich kann also nicht einfach schnell meine Sachen packen und ausziehen (will ihn nicht verlassen!!)
Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass er nur auf diesem Weg einsieht, dass er ein Problem hat!
Puh, so viel mal fürs erste von mir......
Gäbe noch so viel zu schreiben, aber ich will euch nicht überladen....
LG,
Verena |
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| SAndfeele hat zum Thema: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 04.05.2010, 21:22 Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Liebe Verena,
zuerst mal herzlich Wilkomen. Schau Dich 'n bisschen um, Du wirst viel Interessantes finden was zu einigen Aha Erlebnissen führt. Teilweise auch schmerzhaft, aber auch erleichternd.
Ich weiss nicht wieviel Du schon weisst, aber eins hast Du richtig erkannt, solange Dein Männe von selbst nichts ändern möchte, wird sich in Richtung Trockenheit nichts verändern. Das muss er schon selbst wollen. Deswegen wird auch Niemand hier im Forum euch oder Deinem Männe helfen können, zumindest nicht in der Richtung wie es Dir momentan vermutlich vorschwebt.
Das Beste was Du machen kannst ist, auf Dich selbst achten. Wie geht es Dir denn in dieser Beziehung?
Liebe Grüße
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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SAndfeele neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2010 Beiträge: 12 Alter: 29
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Verfasst am: 04.05.2010, 21:25 Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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... wie es mir geht?
Tja, an sich bin ich der Meinung, wir als Paar und Eltern sind die richtige Konstellation.
Nur momentan leide ich sehr unter dem ständigen Druck des Alkohols....
Ich habe Angst, dass er seinen Führerschein verliert (macht sich gerade selbständig) und dass er doch noch irgendwann mir gegenüber gewalttätig wird. (Diverse Türen, Scheiben, Decken gingen bereits zu Bruch)
Meine Beziehung möchte ich mit allen Mitteln retten.
Nur, so wie sie jetzt ist kann es nicht weiter gehen.... |
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| SAndfeele hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 04.05.2010, 21:40 Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Liebe Verena,
also irgendwie...
| Zitat: | | Tja, an sich bin ich der Meinung, wir als Paar und Eltern sind die richtige Konstellation. |
| Zitat: | | Ich habe Angst, dass er seinen Führerschein verliert (macht sich gerade selbständig) und dass er doch noch irgendwann mir gegenüber gewalttätig wird. (Diverse Türen, Scheiben, Decken gingen bereits zu Bruch) |
...bin ich jetzt ein wenig verwirrt.
Du findest das sind Zeichen einer guten Partnerschaft und Elternkonstellation?
Liebe Grüße
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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SAndfeele neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2010 Beiträge: 12 Alter: 29
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Verfasst am: 05.05.2010, 09:48 Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Nun, ich gebe ja zu, dass hört sich nicht so prickelnd an und ich werde mir selbst wohl auch eingestehen müssen, dass ich mir vieles vielleicht schön rede.
Es ist ja nicht ständig so!
Er ist ein wunderbarer Papa, sein Sohn geht ihm über alles und er tut alles für ihn.
Ich weiss doch auch nicht
Ich liebe ihn einfach so sehr und möchte irgendwie retten, was zu retten ist! |
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| SAndfeele hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 05.05.2010, 10:08 Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Liebe Verena,
natürlich ist es nicht ständig so. Das ist ja die Crux bei Alkoholikerfamilien. Irgendwo muss die Hoffnung ja herkommen die das ganze Konstrukt zusammenhält.
Als Papa kann er auch für Dein Kiddie da sein, wenn ihr nicht zusammenwohnt. Das ist eigentlich kein Grund.
Bitte missversteh mich nicht, ich bin der letzte der zur Trennung rät und gehöre eher zu der Sorte die doch alles versucht um vielleicht doch noch die Kurve zu kriegen.
Nur letzten Endes muss Dir klar sein, dass Du seine Rolle nicht in der Hand hast und Du nicht allein dafür sorgen kannst, dass alles rund läuft. Es ist schlicht unmöglich. Die Meissten hier kennen dieses Gefühl und der Ohnmachtsgedanke ist es der dann entsteht und einen erstmal zusammenbrechen lässt. Letzten Endes erkennt man so aber auch, dass dieses Ohnmachtsgefühl daher kommt, weil man vorher in der Illusion lebte man könne das allein schon irgendwie geradebiegen.
Schau auf das heute, auf das was da ist und was Du hast und schau auf Dich. Möglichkeiten gibt es Tausende. Die werden aber erst ersichtlich wenn der Blick nicht mehr darauf fixiert ist was alles sein könnte wenn er endlich was ändern würde.
Glücklich bist Du sicher nicht. Sonst wärst Du wohl kaum hier.
Liebe Grüße
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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SAndfeele neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2010 Beiträge: 12 Alter: 29
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Verfasst am: 05.05.2010, 10:16 Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Du hast wohl recht......
Ich kann und will mir das leider noch nicht so eingestehen.
Mir ist klar, dass ich alleine das nicht richten kann.
Aber natürlich befinde ich mich jetzt noch in dem Glauben, dass alles wieder gut wird.....
Es ist einfach so schwierig für mich, dass alles zu begreifen.
Wir sind erst zwei Jahre zusammen und ich hatte vorher einen Ehemann (bin geschieden) der NIE getrunken hat, in seinem ganzen Leben noch nie ein Bier angerührt hat. Es war und ist mir einfach unbegreiflich, wie man von so etwas so abhängig werden kann.
Ich bin noch nicht so weit, ihn zu verlassen... Das kann ich einfach noch nicht.....
Ich werde jetzt einen Termin für mich bei der Suchtberatung ausmachen, wobei mir jetzt schon fast klar ist, dass ich auch dort nichts anderes zu hören bekomme.
Habe eingesehen, dass ich in erster Linie auf mich und vor allem mein Kind schauen muss. So werde ich mir auch mein Leben hier erst einmal einrichten. Ich werde nicht mehr sehnsüchtig darauf warten, dass er doch noch nach hause kommt, weil wir ihm wichtiger sind, als der Alkohol. Ich werde versuchen, ruhig zu bleiben, wenn er heim kommt, nicht zu streiten, obwohl ich so stinkwütend bin.
Keine Ahnung.... Es ist so schwer einzusehen, dass es manchmal nur der richtige Weg ist, zu gehen |
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| SAndfeele hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 05.05.2010, 10:22 Titel: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Liebe Verena,
heijei, Du bist gedanklich schon in der Trennung. Dann wird's wohl auch darauf hinaus laufen. Instinktiv merkt jeder was der richtige Weg für einen ist. Und wenn Du gedanklich schon so weit bist gibt es eigentlich kaum noch einen Weg zurück.
Wenn ich Dich so lese, habe ich das Gefühl, dass Du eigentlich auch gar nicht mehr willst und den Hals längst gestrichen voll hast. Für mich klingt da zwar noch Unsicherheit durch, ob Du "das Richtige" tust - aber eigentlich hast Du das gedanklich doch schon durch. Oder?
Liebe Grüße
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Ich glaube, wir brauchen Hilfe... geschrieben
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