| "Suchtgedächtnis" auch bei Angehörigen????? • Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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Martha66 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.12.2009 Beiträge: 3784
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Verfasst am: 27.04.2010, 19:02 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo Skihasel,
na da hoffe ich ja für Dich, dass dieser Zustand und der Frieden anhält und Du wieder in die Entspannung kommst.
Zu Deiner Antwort auf meine Frage:
Zu einer harmonischen Partnerschaft gehören immer zwei. Es ist nicht meine alleinige Aufgabe, für die Harmonie zu sorgen.
Meinst Du wirklich, dass es DEINE Aufgabe ist, Deinem Partner klar zu machen, dass sein Umgang mit dem Alkohol nicht in Ordnung ist? Ohne Frage ist es wichtig, den Partner darauf aufmerksam zu machen, doch die die Einsicht und der Wunsch es verändern zu wollen muss in ihn selber wachsen. Du bist nicht für sein Trinkverhalten verantwortlich.
Und wenn er weiter trinken sollte, dann hat er es nicht geschafft .
Liebe Grüsse Martha |
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| Martha66 hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14428 Alter: 46
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Verfasst am: 27.04.2010, 19:59 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo Skihasel,
warum machst du deinen inneren Frieden vom Trinkverhalten deines Freundes abhängig?
Es gibt dich doch auch ohne ihn.
Wenn er Alkholiker ist, dann ist es ihm gerade gelungen, dich durch den Versuch des kontrollierten Trinkens einzulullen. Der Rückfall kommt bei einem nassen Alkoholiker bestimmt, denn kontrollieren kann ein Alkoholiker das Trinken nicht, der Alkohol hat die Kontrolle übernommen.
"Ich will so nicht mehr", hast du geschrieben. Vielleicht kannst du diese vermeintliche Ruhephase dafür nutzen mal nachzuspüren was du verändern willst. Ihn kannst du nicht ändern.
LG, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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SKIHASEL neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2010 Beiträge: 14 Alter: 48
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Verfasst am: 27.04.2010, 22:21 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Liebe Martha, liebe Linda und Mitleser,
…(na da hoffe ich ja für Dich, dass dieser Zustand und der Frieden anhält und Du wieder in die Entspannung kommst) schreibst du Martha. Täusche ich mich oder traust du dem Braten nicht? Irgendwie kommt mir das so komisch über.
Natürlich weiß ich, dass wenn er wirklich Alkoholiker ist, der Frieden nicht lange anhalten wird. Nur bin ich mir ja nicht sicher, ob er ein Alkoholiker ist oder nicht. Deshalb finde ich es gut, dass er von alleine gesagt hat, dass er zuhause alleine kein Bier mehr trinken will. Lügt er mich an, und macht es weiter wie bisher ist die Antwort ganz klar „ Er ist einer!“
Ich stimme mit dir überein, dass nicht ich alleine dafür zuständig bin, das unsere Beziehung harmonisch verläuft, selbstverständlich gehören da zwei zu, nur ich möchte nicht diejenige sein die nicht genügend Arbeit in die Beziehung gesteckt hat.
Weiter schreibst du, …( Meinst Du wirklich, dass es DEINE Aufgabe ist, Deinem Partner klar zu machen, dass sein Umgang mit dem Alkohol nicht in Ordnung ist? Ohne Frage ist es wichtig, den Partner darauf aufmerksam zu machen, doch die die Einsicht und der Wunsch es verändern zu wollen muss in ihn selber wachsen. Du bist nicht für sein Trinkverhalten verantwortlich). Auch da stimme ich dir voll und ganz zu. Nur wenn man dem Partner nicht sagt was einem stört, kann man auch nicht erwarten, dass er was ändert. Gedanken kann keiner lesen. Ich hoffe das es auch sein Wunsch ist den Umgang mit Alk. zu verändern und es nicht nur des lieben Friedenswillen geschieht. Ein paar Tage anhält und dann wieder ins alte Muster zurück fällt.
Das darf ja jetzt nicht wahr sein, gerade eben hat er mich gefragt, ob er wenigstens Radler trinken darf. „Ich bin nicht seine Mutter“ habe ich geantwortet und gesagt dass er alles trinken kann was er will, nur er muss nicht davon ausgehen das ich mir das länger angucke. Ich habe ihm lediglich daran erinnert, dass er von alleine die Aussage: „ Ich werde zuhause abends kein Bier mehr trinken“ getroffen hat. Und nebenbei erwähnt, dass ein Mann nur soviel wert ist wie sein Wort. Nun ist er zur Tanke gefahren um Zigaretten zu holen. –Warten wir es mal ab.- Augenscheinlich wirklich Zigaretten und eine Fl. xxx
…(warum machst du deinen inneren Frieden vom Trinkverhalten deines Freundes abhängig?) fragst du mich Linda. Die Antwort ist ganz einfach, mit allem kann ich mich arrangieren, nur nicht mit dem Alkohol. Der stört meinen inneren Frieden ungemein.
Zurzeit genieße ich die Ruhephase und schöpfe Kraft und hoffe, dass es nicht nur eine vermeintliche Ruhephase ist. Ich hoffe nach wie vor, dass er ohne Alkohol kann und die Kurve noch rechtzeitig gekriegt hat.
Alles andere wird sich ob kurz oder lang zeigen. Und für den Fall der Fälle möchte ich vorbereitet sein.
Wünscht mir Glück,
liebe Grüße
Skihasel
edit summerdream: bitte keine markennamen - thx |
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| SKIHASEL hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 27.04.2010, 22:41 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Nun, liebes Skihaserl, da wünsche ich Dir nur wetterfeste Kleidung, wenn Dein Partner bereits nach Stunden von Dir die Erlaubnis versucht zu erhalten, "wenigstens" ein Radler konsumieren zu dürfen.
Nun, mit dem dezenten "Holzhammer-Hinweis" daß Du Dir das alles nicht mehr lange ansiehst kann natürlich sein, dass er sich ein paar Tage zurück hält oder eben versteckt seinen Spiegel versucht zu erreichen.
Der innere Friede, von dem Linde spricht, der bedeutet für mich dass ich meinen Frieden in mir habe - unabhängig vom Umfeld. Mir selber genug zu sein, mich selber wert zu schätzen und mich aber auch wirklich NULL von jemandem um mich herum beeinflussen oder benachteiligen zu lassen. Ich denke mal, das hat nichts mit dem Alk zu tun, sondern nur mit mir und meinem Frieden.... Habe ich meinen Frieden, dann stört mich auch der Alk nicht, ich habe ja mich
"Wenn er wirklich Alkoholiker ist".... und wenn eben nicht, dann schreibst Du ja dennoch "Die Antwort ist ganz einfach, mit allem kann ich mich arrangieren, nur nicht mit dem Alkohol. Der stört meinen inneren Frieden ungemein." Demnach wäre egal, was er ist oder nicht ist - es stört Dich und Du könntest Dein Leben so stuktureiren dass es nicht mehr gestört ist und ein innerer Friede (den Du vielleicht nicht möchtest) einkehrt.
Interessant fand ich, woran Du einen Alkoholiker festmachst und mit der Aussage "alleine wird nicht mehr zuhause getrunken" umgehst. Nun, mein Ex hätte das dann als Grund gesehen Saufkumpane zu besuchen, wäre dabei keinesfalls wortbrüchig geworden und hätte sich auch nicht als alkoholkrank gesehen nein, nicht sehen müssen, denn er hätte ja seine Worte eingehalten.
Nun, Du möchtest nicht diejenige sein, die weniger Arbeit in die Beziehung gesteckt hat..... Hast Du Angst "zu wenig" gegeben zu haben? Wer sollte Dir Vorwürfe machen, die schwerer wiegen als Deine eigene Meinung. Für mich darf Partnerschaft nicht nur "Arbeit" sein. Das aber, was Du über Deine Beziehung schreibst ist für mich "Schwerstarbeit" mit Nachtstundenzuschlag.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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Martha66 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.12.2009 Beiträge: 3784
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Verfasst am: 28.04.2010, 08:05 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Liebe Skihasel,
Danke für Deine ausführliche Antwort.
Ja und ich gebe ehrlich zu, dass ich dem Braten nicht traue. Meine eigenen Erfahrungen und der Erfahrungsaustausch hier lassen mich immer wieder die Realität sehen.
Ist es nicht fast nebensächlich ob er Alkoholiker ist oder nicht? Was ändert es für Dich, wenn Du die Sicherheit hast, dass er Alkoholiker ist? Brauchst Du die Bestätigung, dass Dein Verhalten und Deine Gedanken richtig sind? Fakt ist doch, dass Dich sein Trinkerhalten stört und das darf es auch. Entscheidend ist doch, dass DICH sein Alkoholverhalten nervt, weil es Deinen inneren Frieden stört. Und hier darfst Du auch Dich ernst und wichtig nehmen. Wo die Toleranzgrenze von andern Menschen liegt ist dabei piep egal. DU bist wichtig, DU willst das nicht.
Meinst Du, Du kannst auf Dauer damit leben, dass er zuhause nichts trinkt, hält er sich wirklich daran, und wie fühlt es sich für Dich an wenn Du weg gehst und er alleine zuhause bleibt? Gehst Du entspannt weg und hast Vertrauen?
Dass Ding ist ja, dass Du den ganzen Tag in einer Kontrollfunktion bist und Dir Gedanken über sein Alkoholkonsum machst, oder? Ich habe mit meinem Partner nicht zusammen gewohnt. Wenn wir uns verabredet haben, war mein erster Gedanke, na, hat er was getrunken, wieviel hat er getrunken etc. Mich hat das auf die Dauer wahnsinnig gemacht. Heinrich hat das mal sehr schön formuliert: "Das was der Andere trinkt hat der Angehörige im Kopf", ich stimme dem voll zu.
Skihasel, all Deine Fragen und Gedanken kenne ich. Ich möchte Dich in keinster Hinsicht ärgern oder entmutigen und mich würde es mehr als freuen, wenn ihr das anders schafft, bloss meine Erfahrungen haben mich etwas anders gelehrt.
Ich bin ein totaler Optimist, bloss bei Alkohol bin ich sehr sehr vorsichtig geworden und da klingeln bei mir alle Alarmglocken.
Nun wünsche ich Dir einen schönen Tag, freue mich von Dir zu hören.
Liebe Grüsse Martha |
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| Martha66 hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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SKIHASEL neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2010 Beiträge: 14 Alter: 48
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Verfasst am: 05.05.2010, 21:27 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo zusammen,
habe mich eine Zeit nicht gemeldet, entschuldigt. Aber ich wollte eine gewisse Zeit verstreichen lassen und in mir und in meiner Beziehung reinzuhören.
Fakt ist nach wie vor, dass mein LP seit Ende April sein Versprechen hält, und zu Hause kein Bier mehr trinkt. Selbst auf Einladungen hält er sich zurück und hat an seinem eigenen Leib erfahren, dass es ihm viel besser geht.
Er trinkt zuhause nun alkoholfreies Bier und hat festgestellt, dass er viel besser schläft und morgens nicht mehr so kaputt ist. Sein Umfeld hat die positive Veränderung festgestellt und mehrfach wurde ihm gesagt, dass er viel besser Aussieht und nicht mehr so kaputt und rot im Gesicht ist.
Wir haben seit über einer Woche eine Kiste Bier und Radler in der Scheue stehen, und er hat bis jetzt keine Fl. geleert.
Seine positive Veränderung tut uns beiden gut. In der Partnerschaft läuft es besser als je zuvor.
Ich bin guter Dinge, dass er den Schalter noch rechtzeitig umlegen konnte.
Übertags hat er ja noch nie getrunken, und dass er jetzt mehrmals in der Woche Saufkumpanen besucht ist auch nicht passiert.
Drückt mir weiter die Daumen,
Liebe Grüße
Skihasel |
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| SKIHASEL hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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