| "Suchtgedächtnis" auch bei Angehörigen????? • Ich glaube, wir brauchen Hilfe... |
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SKIHASEL neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2010 Beiträge: 14 Alter: 48
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Verfasst am: 15.04.2010, 17:15 Titel: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin geschieden, Mutter von 3 Töchtern 23, 19, 17 und seit 1998 wieder in fester Beziehung.
Ich bin hier auf eure Seite gestoßen, da ich mir Gedanken über das Trinkverhalten meines Partners Sorgen mache. Zuvor sollte ich erwähnen, dass meine Mutter seit 10 Jahren trockene Alkoholikerin ist und ich im Punkto Alkohol empfindlich reagiere.
Nun zum eigentlichen Thema:
Mein Partner trinkt tägl. 4 – 6 Fl. Bier. Er fängt erst spät abends damit an und missbraucht den Alkohol als Einschlafhilfe. Nach lesen hier im Forum erscheint das bestimmt einigen lächerlich und manch einer würde sich freuen wenn der Partner nur so „wenig trinken“ würde, aber ich finde das Verhalten schon erschreckend. Es vergeht wirklich nicht ein Tag an dem er mal komplett auf Alkohol verzichtet. Auch nicht mir zu liebe.
Schon öfter hat es deswegen Streit gegeben, aber auf meinen Wunsch wenigstens einen Tag auf Alkohol zu verzichten geht er nicht ein. Vielmehr versucht er mich zu beschummeln, in dem er in meiner Gegenwart nichts trinkt, aber sobald ich ins Bett gehe fängt er an. Überall finde ich dann am Tag danach die leeren Flaschen. Er ist in der Beziehung sehr einfallsreich.
Vielleicht macht er das auch so um abends in Ruhe ohne dummen Spruch von mir, sein Feierabendbier zu trinken. Aber es verletzt mich schon sehr, dass er mich für so dumm hält. Spätestens im Bett oder am Morgen danach bemerke ich es doch.
Das Bier kauft er heimlich, er versteckt es vor mir, und ich suche schon regelrecht danach und werde auch immer fündig. Als wir uns kennen gelernt haben, trank er so 2 – 3 Fl. in meiner Gegenwart. Prinzipiell habe ich nichts dagegen, dass er am Feierabend ein oder zwei Bier trinkt zumal er nun wirklich beruflich sehr angespannt ist und von morgens bis spät abends mehr als 150 % in seinem Beruf gibt. Aber es wird ja immer mehr.
Einmal pro Woche versackt er so zu sagen in der Kundschaft oder bei Freunden. Am Wochenende sind wir auch viel unterwegs, sprich da gibt es immer mehr als genug an Alkohol. Schnaps oder andere härteren Sachen lehnt er ab, dass kann er nicht vertragen. Mich würde wirklich gerne von euch erfahren, wie ihr über dieses Verhalten denkt. Oder sehe ich das alles viel zu kleinlich?
Bin gespannt auf eure Antworten. |
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| SKIHASEL hat zum Thema: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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Elke1965 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 69 Alter: 47
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Verfasst am: 15.04.2010, 18:01 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo, Skihasel !
Als ich Deinen Beitrag gelesen habe, habe ich meine damalige Situation wiedererkannt. Und ich kann Dir sagen : Du sieht das alles nicht zu kleinlich,sondern Du hast die richtige Wahrnehmung. Und vor allen Dingen : es stört Dich - und dann kann es schonmal kein falsches Gefühl sein.
Wenn er schon versucht, das Bier zu verstecken, oder erst anfängt,wenn Du im Bett bist... Das hat mein XY auch so gemacht.Geändert hat er auch nichts,weil er ja der Meinung war, er trinkt ja nicht viel.
Bleibe bei Deiner Wahrnehmung und lasse Dich nicht blenden.
Lieben Gruß, Elke |
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| Elke1965 hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 15.04.2010, 18:11 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo SKIHASL,
noch ein herzliches Willkommen.
..missbraucht den Alkohol als Einschlafhilfe
...versucht er mich zu beschummeln
....es verletzt mich schon sehr
.....habe ich nichts dagegen
Eine Beziehung an den Alkohol zu verlieren ist schmerzhaft.
Keiner arbeitet so hart oder so toll, dass er es sich genehmigen darf jeden Abend etwas Verstand wegzusaufen. Vielleicht Dir gegenüber, aber nicht der Gesundheit gegenüber.
Ob Dein Partner Alkoholiker ist, kann er Dir nur selbst sagen, aber viel wichtiger ist doch, warum Du das alles mit machst, denn es geht Dir doch mächtig auf den Keks?
Meine Einstellung war in etwa so, dass meine Frau ja etwas trinken durfte, nur besoffen und eingehen sollte sie nicht. Das ist genauso widersprüchlich wie Dein verletzt sein und nichts dagegen haben.
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 15.04.2010, 21:35 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Liebe Skihasl!
Willkommen im Forum!
Deine Probleme kennen oder kannten viele hier.
Für Dich möchte ich Dir sagen:Du schreibst:
| Zitat: | | und ich suche schon regelrecht danach und werde auch immer fündig. |
Das ist ein Anzeichen,dass Du Co-abhängig bist.
Hast Du die Grundbausteine für Co-Abhängige gelesen?
Ich denke,es ist ganz wichtig für Dich,dass Du Dich um Dich kümmerst!
Egal wieviel er trinkt,er will es ja nicht anders!
Liebe Grüsse
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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SKIHASEL neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2010 Beiträge: 14 Alter: 48
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Verfasst am: 16.04.2010, 08:52 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo Elke 1965, Kaltblut, und Spanijoggel.
Recht vielen Dank für eure Antworten. Mich würde intressieren, wie Ihr damit umgegangen seit. Lebt ihr noch in den Partnerschaften? Und was habt ihr gemacht damit es euch besser geht?
Wir sind in dem Ort wo wir leben sehr intregriert, in vielen Vereinen, haben sehr viele Bekannt usw. Wenn ich mir vorstelle, es kommt zur Trennung dann werde mich ganz viele fragen warum nur?
Dann zu antworten, eigentl. liebe ich ihn aber ich kann es nicht ertragen, dass er regelmäßig seine 4 - 6 Fl. Bier trinkt, erscheint mir lächerlich.
Wieviel Ehen oder Partnerschaften würden dann auseinander brechen?
Was habt Ihr gemacht?
Liebe Grüße
Skihasel |
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| SKIHASEL hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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Karotte sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2007 Beiträge: 2830 Alter: 36
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Verfasst am: 16.04.2010, 09:12 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo Skihaserl, ich sehe das auch so das er da ein großes Problem hat und abhängig ist. Ich würd mal damit anfangen nicht mehr nach dem Zeug zu suchen, aber genauso auch zu sagen das Du da ein Problem siehst.
Mich haben auch einige Leute gefragt warum ich meinen Partner verlassen habe (er trinkt auch nur zum schlafen und wg. der Anspannung...haha), ich bin da nicht weiter drauf eingegangen. Geht ja niemand was an. Hab meisten sgesagt das es einfach nicht mehr gepasst hat....
Lass Dir nix vormachen und Sorge für Dich, das ist am wichtigsten!!!!
LG Karotte |
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| Karotte hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 16.04.2010, 19:06 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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hallo skihasel
im vorstellungsbereich hast du noch was geschrieben was ich dir hier gern komentieren möchte, da nicht alle die hier sind dort lesen können. ich hatte dir geschrieben das du schauen mußt das es dir gut geht. du äußertest die hoffnung das dein mann sich ändert wenn du ihn täglich konfrontierst, das er beginnt nachzudenken.
als alkoholikerin und auch irgendwie co kann ich dir nur sagen, da bist du gewaltig auf dem holzweg. dein partner trinkt (noch) nicht so viel das er gesellschaftlich auffällig wäre, er job oder kontakte riskiert. und solange hier nicht wirklich einschneidende konsequenzen kommen wird kein alkoholiker sein tun nachhaltig ändern. deine ermahnungen werden sicher viel eher als nörgeleien, ihm sein bier nicht gönnen, empfunden. da bist du viel eher die spaßbremse die keinen sinn für geselligkeit hat, als das er sein problem einsieht. mein ex hat es bis heute nicht eingesehen, in dem dorf ist der abendliche kneipengang aber einfach völlig normal. da bin ich die zickige spießerin die dem armen kerl abends sein bier nicht gönnt. stimmt ja gar nicht, er darf sich gern weiter tot saufen, meinen segen hat er, aber ich werde nicht dabei stehen bleiben und zuschauen. ich kann das nicht ertragen und deswegen bin ich gegangen, auch um nicht rückfällig zu werden. ich war knapp 2 jahre trocken als ich mich getrennt habe, denn nichts, kein bitten, kein betteln, kein hinweis auf haus und kinder hat ihn auch nur einen mm bewegt.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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Elke1965 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 69 Alter: 47
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Verfasst am: 16.04.2010, 19:27 Titel: Re: Seh ich das zu kleinlich? |
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Hallo, Skihasel !
Du fragst danach, wie wir anderen die Situation gelöst haben. Ich bin ausgezogen. Jeder Versuch, dieses Thema mit XY zu besprechen, anzusprechen,auszusprechen schlug fehl. Daraus habe ich dann geschlossen,dass er sich nicht einmal für mich damit offen auseinandersetzen wollte. Er selbst wusste schon, dass er ein Problem hat,hat es aber nicht zugegeben. Und eines war mir klar: ich wollte nicht den Rest meines Lebens damit verbringen,nach Flaschen,leer oder voll, zu suchen, wollte keinen Mann, der um 22:00 Uhr auf der Couch einschläft,wollte keinen Mann, mit dem es mir manchmal vor Dritten peinlich war, wegen der Fahne,wollte keinen Mann, dessen Bierfahne mich nachts trifft und wollte keinen Mann, der emotional nur dann aufblühte, wenn der Pegel stimmte - und keinen,der an einem Tag,wo er nichts getrunken hatte, einen Autounfall hatte...
Was willst Du ??? LG, Elke |
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| Elke1965 hat zum Thema: Re: Seh ich das zu kleinlich? geschrieben
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