| Was kommt danach ? • Glücklicher Anfang und ein neues Leben! |
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drybabe sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2010 Beiträge: 2599 Alter: 39 Wohnort: Hamburg trocken seit 18.08.2009
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Verfasst am: 11.04.2010, 20:49 Titel: ich bin froh, trocken geblieben zu sein |
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Hallo!
Ich möchte Euch gern von einem für mich sehr belastenden Erlebnis erzählen:
Ich bin ja seit ca. einem 3/4 Jahr trocken und habe eine LZ gemacht. Mir ging es soweit auch recht gut. Ich bin gut ins Arbeitsleben zurück gekehrt und hab viele neue Hobbys begonnen. Jetzt habe ich aber sehr große Beziehungsprobleme und meine Partnerin und ich haben uns ersteinmal eine Auszeit genommen. Diese Situation war am die letzten Tage (ich hatte auch noch Urlaub) für mich sehr stark belastend. Ich habe total gemerkt, wie ich langsam in alte Verhaltensweisen zurückgleite. Das Selbstmitleid war zum greifen nah. Ich habe einige Stunden bzw. Tage damit verbracht, mir immer wieder zu sagen "Wenn Du jetzt wieder trinkst, dann ändert sich doch nichts! Gar nichts! Es wird nur alles noch schlimmer.Dein Selbstbewußtsein wird ersteinmal für´n A.... sein. Dir wird es einfach nur schlecht gehen. Du wirst wieder so schnell entzügig werden. Dein Magen/Bauchspeicheldrüse werden sich umkrempeln. Und das alles nur, weil Du gerade in einer zwar schwierigen aber nicht aussichtslosen Situation bist und den Weg des geringsten Widerstandes gehen willst?". Da war dann natürlich auch die andere Seite, die meinte " Ach, was soll´s, Du bist ja so ein armes Schwein. Sauf Dir einen, dann merkst Du es ersteinmal nicht".
Zum Glück habe ich nicht getrunken. Ich habe gestern Abend eine Tablette zum schlafen genommen (mache ich so gut wie nie sonst wegen der Suchtgefahr.Gestern fand ich es aber legitim). Heute habe ich mich dann zu handwerklichen Arbeiten erst gezwungen und nachher hat es mir sogar Spaß gemacht. Ich merkte, wie der dunkle Schleier langsam wegging. Dann, als der Suchtdruck weg war, war ich total stolz auf mich und zufrieden. An meiner Beziehungssituation hat sich dadurch nichts geändert. Aber meine Liebe zu mir selber hat sich verstärkt. Ich habe gemerkt, wie wichtig ich mir bin und wie wichtig es ist, dass es mir gut geht. Ich bin für mich verantwortlich und das habe ich heute sehr beherzigt. Dieser Umstand hat mich ganz schön geschlaucht aber auch glücklich gemacht.
Einen zufriedenen Gruß von
drybabe |
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| drybabe hat zum Thema: ich bin froh, trocken geblieben zu sein geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14428 Alter: 46
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Verfasst am: 11.04.2010, 20:58 Titel: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein |
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Hallo drybabe,
herzlich Willkommen hier im Forum.
Ich wünsche dir einen guten Erfahrungsaustausch!
Da hast du ja diese Krise sehr gut gemeistert. Finde ich schön wie du schreibst, daß es deine Liebe zu dir verstärkt hat und wie wichtig dir ist, daß es dir gut geht.
Viele Grüße, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein geschrieben
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hoppegarten neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 221 Alter: 30
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Verfasst am: 11.04.2010, 21:58 Titel: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein |
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Hallo,
du kannst gestärkt aus dieser Erfahrung gehen.
Es hätte sich in der Tat nichts positiv verändert, aber dein Selbstwert wäre, wie du sagtest, stark angegriffen.
Du hast Kontrolle gezeigt, nicht Anderen, sondern dir. Und das ist wohl das Wichtigste.
Besten Gruß |
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| hoppegarten hat zum Thema: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein geschrieben
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FrankyFresh Gast
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Verfasst am: 12.04.2010, 00:04 Titel: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein |
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Hallo,
herzlich willkommen bei uns im Forum
Du hast dadurch, das du nichts getrunken hast, dein Selbtbewusstsein
gestärkt und bist nicht in alte Verhaltensmuster zurückgefallen
Ich kann dich allerdings auch gut verstehen, das die Situation mit deiner Partnerin für dich sehr belastend ist; nur Alkohol löst zwar Beziehungen aber keine Probleme. Da hast du erkannt und danach gehandelt Super!!!
Wünsch dir einen guten Austausch hier, nochmals herzlich willkommen!
LG Frank |
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| FrankyFresh hat zum Thema: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6388 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 12.04.2010, 05:43 Titel: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein |
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Hallo drybabe,
| Zitat: | | Ich habe total gemerkt, wie ich langsam in alte Verhaltensweisen zurückgleite. |
Ein ganz wichtiger Satz, der mir wieder zeigt, wie wichtig die tägliche "Eigenüberwachung" ist. Mir fallen solche Punkte beim Schreiben des Tagebuches auf.
Ebenso wichtig dann die praktische Umsetzumg der Konsequenzen
| Zitat: | | Heute habe ich mich dann zu handwerklichen Arbeiten erst gezwungen und nachher hat es mir sogar Spaß gemacht. |
Die Dich zum Ziel geführt hat
| Zitat: | | stolz auf mich und zufrieden...meine Liebe zu mir selber hat sich verstärkt... |
Mach weiter so!
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein geschrieben
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drybabe sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2010 Beiträge: 2599 Alter: 39 Wohnort: Hamburg trocken seit 18.08.2009
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Verfasst am: 12.04.2010, 21:04 Titel: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein |
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Danke Euch für die lieben Worte!
Ja, die eigene Befindlichkeit immer wieder überprüfen. Das ist so einfach gesagt. Tagebuchschreiben, um über sich zu reflektieren. Aber oftmals bleibt einfach wenig Zeit, mirzumindest. Ich bin jobmäßig sehr eingebunden, das ist mir auch absolut wichtig. Aber ich denke, dass es trotzdem sehr , sehr wichtig ist, sich die Zeit einfach zu nehmen. Das ist ja sozusagen die eigene Lebensversicherung, sonst läuft man zu große Gefahr, in das alte Fahrwasser zu verfallen (im wahrsten Sinne des Wortes ). |
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| drybabe hat zum Thema: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein geschrieben
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drybabe sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.04.2010 Beiträge: 2599 Alter: 39 Wohnort: Hamburg trocken seit 18.08.2009
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Verfasst am: 15.04.2010, 19:43 Titel: es sit schwer, aber mit alk noch viel schwerer |
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| Ich hatte heute nocheinmal eine Aussprache mit meiner Exfreundin. Wir haben ganz normal und sachlich gesprochen. Das war ziemlich gut. Es ist für mich auch eine ganz neue Erfahrung, das Ende einer Beziehung nüchtern und klar wahrzunehmen. Und mit klarem Kopf darüber reden zu können. Wir beide sind dem anderen nicht böse, wir haben beide gemerkt, dass wir einfach nicht zusammenpassen. Jeder hat andere Vorstellungen vom gemeinsamen Leben. ja, und das für sich selber akzeptieren ohne sich zu benebeln. Sonst war es häufig so, dass ich mich in einer Beziehung nicht getraut habe, zu sagen, was mir nicht paßt. Dann hab ich meinen Frust lieber ersoffen. Und dann, wenn ich mir Mut angesoffen hatte, habe ich dem anderen dann meine Meinung gesagt. Tja, und am nächsten Tag war der Katzenjammer dann riesig. Ich habe mich extrem geschämt, dass ich so war, wie ich am Vorabend eben war. Und alles tat mir ja so leid. Aber ich habe mir gar keine Chance gelassen, über meine wahren Gefühle oder meine Wünsche nachzudenken. Denn zum einen habe ich diese immer dann benebelt, wenn´s Probleme gab und nächsten Tag hatte ich ein schlechtes Gewissen und habe alles daran gesetzt, mich zu entschuldigen und harmoniesüchtig wieder "Friede-Freude-Eierkuchen" zu spielen.Also, ich merke grad, dass das Leben wirklich jede Menge Überraschungen parat hält, wenn man sie nüchtern und klar sieht. |
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| drybabe hat zum Thema: es sit schwer, aber mit alk noch viel schwerer geschrieben
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Dante sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2006 Beiträge: 2113 Alter: 50 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 16.04.2010, 13:22 Titel: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein |
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Es ist durchaus üblich, lieber drybabe, dass nach erfolgreicher Therapie & sich stabilisierender Abstinenz langsam die eigentlichen Bedürfnisse ihren Weg ins Bewusste kommen. Häufig ist davon auch die bestehende Partnerschaft betroffen.
Das ist auch gar nicht so abwegig. Die Trinkerei hat die Beziehung belastet (außer es handelt sich um eine Beziehung, in der der Alkohol für beide Partner im Mittelpunkt stand). Kommt nun der eine Partner abstinent & frisch therapiert in die Beziehung zurück, bringt er zumeist neue Lebensansätze mit, hat Vorstellungen, Wünsche, Pläne; kurzum der trockene Partner ist nicht mehr der alte.
Aber auch nicht mehr der ganz alte, der von vor der Alkoholsucht! Eine Partnerschaft muss sich also völlig neu gründen, oder anders gesagt, man muss sich komplett neu ineinander verlieben, so man nicht aus purer Gewohnheit oder Bequemlichkeit zusammen- oder besser nebeneinanderbleiben will.
Es gibt übrigens auch Fälle, wo man sich (zumeist stillschweigend) darauf einigt, dass der eine Partner ruhig weiter säuft, damit der andere Partner in Ruhe & störungsfrei das Leben beider verwalten kann. |
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| Dante hat zum Thema: Re: ich bin froh, trocken geblieben zu sein geschrieben
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