| Einsam, Schotten dicht, Sackgasse • Mit dem Elefant im Wohnzimmer klar kommen |
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Sweetnina5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.12.2008 Beiträge: 107 Alter: 44
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Verfasst am: 08.04.2010, 01:33 Titel: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Hallo zusammen,
ich habe mich lange nicht mehr zu Wort gemeldet, zum einen weil ich durch meine Schwangerschaft viel mit mir selbst beschäftigt war, zum anderen weil ich zunächst etwas ganz allein mit mir selbst ausmachen musste- vielleicht so eine Art Schweigephase. Oder auch einfach: nicht hundertprozentig zu wissen, das Angekündigte und Angedrohte dieses Mal auch tatsächlich in die Tat umsetzen zu können.
Trotzdem oder gerade deswegen habe ich die ganze Zeit über still mitgelesen, habe so ziemlich alle Threads wie ein Schwamm aufgesogen, meinen eigenen von damals habe ich mir wohl so um die fünfzig Mal zu Gemüte geführt. Ich habe zwischenzeitlich ganz gut gelernt zu verstehen wie er tickt und noch viel wichtiger: wie ich ticke, warum ich immer wieder Entscheidungen getroffen habe, die mir absolut nicht gut tun, warum ich immer wieder Hoffnung hatte, wo beim besten Willen gar keine mehr Sinn machte.
Auch habe ich überlegt, ob ich in meinem alten Thread weiterschreibe, oder einen neuen eröffne. Irgendwie kommen mir die Gedanken, die ich damals hatte, so fremd und so weit entfernt von meinem heutigen Standpunkt vor, aber der Hauptgrund für die Eröffnung eines neuen Threads ist der Beginn eines neuen Lebenskapitels.
Denn nach dem letzten Knall im September hat sich einiges bei mir getan:
1. Jawoll, ich bin noch einmal kurz abgebogen: Auf Bitten und Betteln meines Mannes hatte ich mich darauf eingelassen, die Einhaltung seiner unzähligen Versprechen aus sicherer Entfernung – nämlich meiner eigens sorgsam errichteten Abgrenzung- zu beobachten, um ihm dann zum Zeitpunkt meiner Wahl eine erneute Chance zu geben. (Was für ein Schwachsinn javascript:emoticon(' ') )
2. Vor einigen Wochen wurde mein kerngesunder Sohn geboren javascript:emoticon(' ').
3. Zur Fortsetzung von Punkt 1 kam es natürlich nicht mehr, denn auch die längste Trinkpause hat einmal ein Ende
Hinzu kam noch, dass ich Anfang des Jahres dank Kommissar Zufall erfahren habe, dass sich zu dem Alkohol- nun auch noch ein Spielproblem gesellt hatte.
Die Verbundenheit und das Vertrauen zu meinem Mann waren mir ja schon länger abhanden gekommen, meinen Ehering trage ich seit Weihnachten 2008 nicht mehr, aber spätestens jetzt war auch das allerletzte Fünkchen Hoffnung weg. Und wo es keine Hoffnung mehr gibt, gibt es auch keinen Grund, sich länger aufzuhalten. Rette sich, wer kann.
Auf Einzelheiten unserer Trennungsgespräche möchte ich nicht näher eingehen, sämtliche Ausflüchte, Argumente und Versprechungen sind euch zur Genüge bekannt.
Fakt ist, dass wir zwar noch im gleichen Gebäude leben, aber jeder von uns seine eigene Tür hat und eigenes „Ding“ macht. Ich zumindest. Auch wenn er es mir schwermachen will, indem er die Kinder zu verabredeten Zeiten plötzlich doch nicht mehr nehmen kann, weil etwas immens Wichtiges dazwischen gekommen ist, oder er unaufgefordert vor der Hintertür steht um mal eben den Kleinen zu sehen. Ich habe mir angewöhnt für solche Fälle immer „Plan B“ in der Tasche zu haben, was zwar auch nervig und anstrengend ist, aber immer noch nur halb so anstrengend wie mit einem Alkoholiker zusammenzuleben.
Meine für ihn penetranten Bemühungen, eine noch größere räumliche Distanz zu schaffen, scheitern momentan noch an seiner Ignoranz, wenn es nach ihm ginge, könnte erstmal alles so bleiben wie es ist (bis ich es mir wieder anders überlege).
Es ist zwar schon viel vom Tisch, aber es gibt noch einige Dinge zu regeln, und ich muss oft Druck ausüben bei seiner heute-Hüh-morgen-Hott- Stimmung. Trotzdem geht es mir damit schon wesentlich besser, denn jetzt bin ich endlich in der Lage meinen Kindern und vor allem mir meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.
Aufgrund meiner Erfahrungen mit mir selbst horche ich in regelmäßigen Abständen misstrauisch und tief in mein Innerstes hinein: Ob wirklich keine Zweifel mehr für mich bestehen, diesen Weg weiter gehen zu wollen, ob mein Herz nun tatsächlich den Verstand eingeholt hat, und ich bekomme (noch) immer dieselbe erleichternde Antwort: Es gibt nichts mehr, was mich noch halten kann, und es gibt nichts innerhalb meiner jetzigen Vorstellungskraft, das mich jetzt noch zur Umkehr bewegen könnte. Die Schmerzgrenze ist längst mehrmals und weit überschritten, meine Leidensfähigkeit trotz konsequenter Abgrenzung erschöpft. Ich hoffe inständig, das bleibt auch so.
So, das war´s erstmal von der Front.
Es grüßt euch
Nina |
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| Sweetnina5 hat zum Thema: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 08.04.2010, 07:46 Titel: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Liebe Nina!
Willkommen zurück im Forum!
Schön,dass Du wieder da bist!
Ich gratuliere Dir zu Deinem Sohn!
Unterdessen warst Du ja nicht untätig.
Du hast viel gelesen,an Dir gearbeitet.
Aber ganz sicher bist Du Dir noch nicht,wenn ich das richtig verstehe.
| Zitat: | | Aufgrund meiner Erfahrungen mit mir selbst horche ich in regelmäßigen Abständen misstrauisch und tief in mein Innerstes hinein: Ob wirklich keine Zweifel mehr für mich bestehen, diesen Weg weiter gehen zu wollen, ob mein Herz nun tatsächlich den Verstand eingeholt hat, und ich bekomme (noch) immer dieselbe erleichternde Antwort: Es gibt nichts mehr, was mich noch halten kann, und es gibt nichts innerhalb meiner jetzigen Vorstellungskraft, das mich jetzt noch zur Umkehr bewegen könnte. Die Schmerzgrenze ist längst mehrmals und weit überschritten, meine Leidensfähigkeit trotz konsequenter Abgrenzung erschöpft. Ich hoffe inständig, das bleibt auch so. |
Siehst Du,diese kleinen Einschränkungen können zu bösen Fallen werden.
Wenn Du sie weg lässt sieht Deine Aussage viel besser aus.
Denk an Dich,nur an Dich!
Du bist stärker geworden,aber noch nicht stark genug.
Es ist unser aller Arbeit immer stärker und bewusster zu werden.
Liebe Grüsse
Yvonne  |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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Sweetnina5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.12.2008 Beiträge: 107 Alter: 44
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Verfasst am: 08.04.2010, 23:26 Titel: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Unterdessen warst Du ja nicht untätig.
Du hast viel gelesen,an Dir gearbeitet.
Aber ganz sicher bist Du Dir noch nicht,wenn ich das richtig verstehe.
Das ständige Lesen der oftmals erschreckenden Erfahrungsberichte hier im Forum und etwas Fachlektüre zum Thema hat mich glücklicherweise in die Lage versetzt, sämtliche Aussagen, Versprechungen und Ausreden für mich besser einordnen zu können. Verbale Angriffe, Schuldzuweisungen usw. habe ich irgendwann einfach nicht mehr persönlich genommen, weil ich jetzt das Motiv dahinter verstand. Dadurch war plötzlich kaum noch Angriffsfläche mehr vorhanden und es wurde immer schwieriger für ihn, mich aus meiner Ruhe und wieder in das alte Fahrwasser zu bringen. Mit den davonschwimmenden Fellen wurden (und werden auch jetzt noch) sämtliche Register gezogen, die ich ja bereits aus den diversen Threads hier kenne, ein Verhalten, dass ich bei meinem Mann nicht für möglich gehalten hätte.
Mit diesem Hintergrundwissen und wachsendem Abstand war es mir dann möglich, die Situationen von aussen -fast wie in einem Film- zu betrachten.
Meiner Sache bin ich also schon sehr sicher, unsere Trennung ist ja nun auch schon ein paar Donnerstage her und ich habe meine Entscheidung aus vielerlei Gründen bis zum heutigen Tag nicht eine Sekunde lang bereut.
Mir geht es erstaunlich gut und ich vermisse ihn nicht mal, aber trotzdem oder gerade deswegen stelle ich mir immer wieder dieselben Fragen: was, wenn das morgen anders ist? Was, wenn er morgen aufgibt und sich abwendet? Wird es mir dann doch etwas ausmachen oder falle ich sogar in ein großes Loch? Geht es mir vielleicht nur gut, weil es ihm schlecht geht?
Ich weiß, es ist echt schräg, sich jetzt schon Gedanken dazu zu machen, eine Antwort auf diese Fragen werde ich wohl erst bekommen, wenn es tatsächlich so sein sollte.
Liebe Grüße
Nina |
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| Sweetnina5 hat zum Thema: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 09.04.2010, 09:49 Titel: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Liebe Nina, | Zitat: | | Mir geht es erstaunlich gut und ich vermisse ihn nicht mal, aber trotzdem oder gerade deswegen stelle ich mir immer wieder dieselben Fragen: was, wenn das morgen anders ist? Was, wenn er morgen aufgibt und sich abwendet? Wird es mir dann doch etwas ausmachen oder falle ich sogar in ein großes Loch? Geht es mir vielleicht nur gut, weil es ihm schlecht geht? |
Ich glaube erst dann, wenn dur dir solche Fragen nicht mehr stellst und deine Gedanken sich um deiner Selbst willen sich drehen bist du wirklich frei.
Ich habe auch Kinder und es ist schwer sich von dem Mann zu lösen. Ich habe erst jetzt nach folgeschweeren acht Jahren kapiert, das ich mir solche Fragen nicht stellen muss. Es ist sein Leben und es geht mich nichts an. Es interessiert mich so nicht mehr und wichtiger ist mir geworden, wie es mir geht. Wie lebe ich, wie erziehe ich meine Kinder allein ohne ihn. Was mache ich für mich, das es mir gut geht. Erst dann bist du weg, hast deine Verantwortung für ihn ihm zurrückgegeben, hast dich gelöst. Erst wenn deine Gedanken sich um dich selbst drehen bist du einen grossen Schritt weiter.Wie geht es in deinem Leben weiter, ohne ihn? Was machst du , wie lebst du, wohin gehst du? Du als Mittelpunkt in deinem Leben.
Wenn er sich für sein Kind interessiert, dann lass ihn mit dem Kind das machen, so das es dir gut geht. Da liegt eine sehr sehr grosse Aufgabe, das ist nämlich immer ein gemeinsamer Punkt, das Eltern sein das euch noch ewig verbinden wird. Aber auch da kannst du dir wennn es dann nötig werden sollte Hilfe holen, bei Ämtern, bei speziellen Gruppen usw. Lass dich da mal beraten.
LIeben Gruß Melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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Sweetnina5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.12.2008 Beiträge: 107 Alter: 44
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Verfasst am: 12.04.2010, 23:11 Titel: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Dornröschen ist gerade echt genervt.
Donnerstag Abend Gespräch über kurz- und mittelfristige Auswirkungen der Trennung, das leider wieder ins persönliche abdriftete und deshalb vorzeitig beendet werden musste. Freitag morgen unvorhersehbarer Stimmungswechsel: freudestrahlende Begrüßung samt der Feststellung, der Alk würde alles kaputt machen, und das sogar mit Pipi in den Augen.
Freitag nachmittag sinnloses Rumgebagger an meiner Wenigkeit. Wohl, weil das nicht mal ansatzweise funktioniert hat, hat sich der Prinzgemahl dann anschließend erstmal anständig zulaufen lassen, um dann bis zum späten Nachmittag des darauffolgenden Tages auszuschlafen, aufzustehen und weiterzusaufen, statt sich wie versprochen am Samstag um die Kinder zu kümmern, damit ich etwas Wichtiges erledigen kann.
Wie gut, dass Mutti jetzt immer Plan B in der Schublade hat. Ich habe diesbezüglich nicht mal mehr einen einzigen Vorwurf für ihn übrig
Von mir aus kann er auch literweise Super bleifrei trinken, wenn es ihm schmeckt, aber ich bin es echt leid, meiner Tochter gegenüber mittlerweile fast täglich irgendwelche Ausreden zu erfinden, wo Papa jetzt ist, wann er kommt und warum es Menschen gibt, die schlafen, wenn am Himmel die Sonne scheint. Hoffentlich kommen wir jetzt bald endlich mit der größeren räumlichen Trennung voran, diese Zustände hier kosten einfach zuviel wertvolle Energie, die ich nötigst für mich selbst brauche.
Sorry für das Getexte, das musste jetzt einfach raus.
eine schon viel weniger genervte
Nina |
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| Sweetnina5 hat zum Thema: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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Sweetnina5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.12.2008 Beiträge: 107 Alter: 44
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Verfasst am: 17.04.2010, 23:36 Titel: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Jetzt ist tatsächlich passiert, was ich kaum für möglich gehalten hätte. Mensch, ich bin gerade dermaßen wütend auf mich, weil ich mich habe provozieren lassen und das auch noch vor meiner Tochter.
Eigentlich war ich heute Abend mit einer Freundin verabredet, mein Mann wollte hier bei mir auf die Kinder aufpassen. Er war auch pünktlich und nüchtern hier, die Stimmung war ausgesprochen gut.
Wie aus dem Nichts fährt er mich dann plötzlich an, weil ich ihm noch einen harmlosen Tipp bezüglich eines veränderten Abendrituals der Kinder gegeben habe.
Diesen und noch einen weiteren verbalen Angriff konnte ich erfolgreich ignorieren, beim dritten war´s dann aus mit meiner Contenance, ich habe meine Verabredung kurzerhand abgesagt und meinen Mann gebeten zu gehen. Leider hat er sich zunächst geweigert, so dass ich meine inzwischen völlig übermüdete Tochter ins Bett gebracht und ihn dann anschließend ohne weitere Diskussion energisch hinauskomplementiert habe.
Das Ganze lief zwar im untersten Lautstärkebereich ab, trotzdem konnte ich meiner Tochter deutlich anmerken, dass sie durch die plötzlich feindselige Stimmung sichtlich verunsichert war.
Toll gemacht, Supermama!
Eine echt von sich enttäuschte
Nina |
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| Sweetnina5 hat zum Thema: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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Sweetnina5 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.12.2008 Beiträge: 107 Alter: 44
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Verfasst am: 04.05.2010, 22:51 Titel: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Wie blind kann frau eigentlich noch sein?
Was ich während einer Datensicherung eines unserer alten Rechner entdecken musste, schlägt dem Fass noch nachträglich den Boden aus:
Nicht nur, dass mein Mann seit Jahren Mitglied in nahezu allen Singlebörsen Deutschlands ist und regen e-mail Kontakt zu diversen Damen pflegt, nein, er nimmt offensichtlich auch die Serviceleistungen von Seitensprungagenturen in Anspruch, samt Anleitung zur effektivsten Verheimlichungsstrategie.
Obwohl meine Entscheidung ja auch vorher nicht rückgängig zu machen war, und ich mich seitdem viel mit meinen eigenen Verhaltensweisen auseinandersetze, fühle ich mich jetzt obendrein auch noch in anderer Weise benutzt und finde -so sehr ich auch suche- keinen Funken Respekt mehr für diesen Mann. Einziger Vorteil ist wohl, dass jetzt nicht mehr viel kommen kann, was mich noch nachträglich verletzen könnte, ich habe hoffentlich jetzt wirklich alles auf dem Tisch.
Mir drängt sich trotzdem die Frage auf, ob ich wirklich NICHTS bemerkt habe, oder ob ich es -wie so viele andere Dinge- einfach nicht merken WOLLTE.
Aber es gibt auch sehr positive Nachrichten von der Front: Ich lebe momentan zwischen Farbeimern und Pinseln und mich hat der Renovierungswahn gepackt. Parallel zu meinem Leben krempel ich gerade die gesamte Wohnung um und habe richtig Spass daran, beides neu zu gestalten. In jeder freien Minute wird gestrichen, geschraubt und gehämmert und mit jedem Pinselstrich entferne ich mich zu meiner eigenen Begeisterung emotional noch weiter von dem alten Ballast. Und nächste Woche habe ich dann den langersehnten Termin beim Anwalt, der mich hoffentlich noch einen großen Schritt weiter voran bringt.
Sieht so aus, als würde in jeder Hinsicht noch ein Haufen Arbeit vor mir liegen.
LG
Nina, die jetzt annähernd verstehen kann, wie sich die Frau von Tiger Woods fühlt  |
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| Sweetnina5 hat zum Thema: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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Martha66 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.12.2009 Beiträge: 3784
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Verfasst am: 05.05.2010, 07:19 Titel: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne |
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Hallo Nina,
na das hört sich alles super an, was Du schreibst na und das Du Dich benutzt fühlst, völlig klar, nee da kann nicht viel mehr kommen, seh ich auch so
Habe ich das richtig gelesen, dass Du noch immer mit Deinem Mann Tür an Tür lebst?
Ich stelle mir gerade vor, wie es für die Kinder ist, hautnah und tagtäglich mit dem Vater konfrontiert zu werden, insbesondere für eine Tochter. Tagtäglich diese Unzuverlässigkeit aushalten und sehen zu müssen.
Wäre es nicht sinnvoll einen grösseren Abstand herzustellen?
Liebe Grüsse Martha
P.S. Prinzen haben keine Bierfahne  |
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| Martha66 hat zum Thema: Re: Dornröschen und der Prinz mit der Bierfahne geschrieben
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