| In die Fußstapfen meines Vaters • Irgendwie geht alles... |
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Trienchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2010 Beiträge: 9 Alter: 44
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Verfasst am: 26.03.2010, 23:18 Titel: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Ich versuche seit jetzt fast 10 Tagen durchzuhalten, und ich weiss nicht wie!!! Hatte vor 3 Tagen einen schrecklichen Drang und .. bin ihm nachgegangen! Nicht sooo schlimm ( 2 Bier ) aber dennoch. Habe meinen Notfallkoffer rausgekramt und eine mitten in der Nacht Freundin angerufen ( niemand weiss von meiner Sucht ) und erzaehlte ihr davon. Das Problem ist: alle denken immer nur: das ist nicht schlimm, Du bist stark und bist nicht wie Deine Mutter - mach Dir keine Sorgen- achhh wird schon wieder.. trink einfach nicht mehr ! Aber ICH KANN NICHT !!! Hallo??? .. verharmlost es doch bitte nicht! ICH WEISS das ich Alkoholikerin bin !!!! Jedenfalls war der Grund für mein letztes Trinken das meine Mutter im Krankenhaus gelandet ist ( sie lebt in USA ) weil sie nach ca 20 Jahren Trockensein jetzt innerhalb von 3 Jahren 3fache die Menge Vodka trinkt wie vorher... ( ich fühle mich hilflos und genau wie damals mit 15... alle Erinnerungen sind ploetzlich wieder da, keine schoenen sage ich Euch!!! ) Ich weiss das es nicht mehr mein Problem sein sollte aber es betrifft mich trotzdem ! Mich plagen Mitleid, Schuldgefühle und Machtlosigkeit... abgesehen davon das ich seit meinem 13ten Lebensjahr als co-abhängiger aufgewachsen bin und Heute selber eine Alcoholikerin bin.
Ich bin ueberfordert obwohl ich schon erwachsen sein sollte !! |
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| Trienchen hat zum Thema: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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Trienchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2010 Beiträge: 9 Alter: 44
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Verfasst am: 26.03.2010, 23:48 Titel: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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| Was heisst (2Bier) nicht sooo schlimm?? Sehr schlimm!! Ich fühle mich furchtbar, aber es ist das erste Mal das ich jemanden Anrufe und nach Hilfe bitte! Frueher haette ich weitergesoffen, waere noch zur Tankstelle, Supermarkt o.ae. gefahren ) Das ist fuer mich persoenlich ein grosser Fortschritt! Ich muss weiter an mir arbeiten und habe aber noch grosse Hemmungen zu einer SHG zu gehen denn ich lebe in einem kleinen Ort. |
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| Trienchen hat zum Thema: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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stehauffrauchen sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2007 Beiträge: 3846 Alter: 49
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Verfasst am: 27.03.2010, 01:32 Titel: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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hi trienchen
naklar kannste das schaffen,auch ich war voller schuldgefühle usw.,
um einigermassen damit klar zu kommen mit deiner vergangenheit
kannste dir therapeutische hilfe holen,,,
du schreibst von 2 bier,,,das sind eben 2 zu viel,du musst wissen
was du machst,,,,auch diesen grund meine mutter ist ins krankenhaus
gekommen,,,überleg doch mal ist doch blöd,morgen ist was anderes
und immer so weiter,,
wenn du einen grund suchst wirst du den immer finden,,,also
fange an,,,aber bei dir,,
meine mutter ist heute auch mit blaulicht ins Kh.gekommen,
ich sitze jetzt immer noch hier,ich könnte ja auch jetzt
mal eben 2 bier trinken,,,aber nein werde ich nicht,,,
ich bin nun bald in 4 wochen 3 jahre trocken,es war ein harter
weg bis hier her,,und ist auch manchmal immer noch,
auch mein umfeld sagte ach was hast du,so schlimm
ist es nicht,wir trinken ja alle mal was,,,na super,
auch ich habe es für mich gemacht bin diesen weg gegangen,
und du kannst es auch schaffen,glaub mir,
DER WEG IST DAS ZIEL,,,
l.g.kerstin
warst du zur entgiftung/lzt???
und trau dich zu einer shg zu gehen was besseres
gibt es nicht,wir sitzen alle in einem boot  |
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| stehauffrauchen hat zum Thema: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6319 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 27.03.2010, 06:05 Titel: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Hallo Trienchen,
| Zitat: | | niemand weiss von meiner Sucht | Solange Du das nicht änderst versteckst Du Dich wie zu Deiner Saufzeit. Ich habe von Anfang an reinen Tisch gemacht: Noch vor der Entgiftung habe ich mein Umfeld informiert, Privat und beruflich. Wie sonst sollte Verständnis entstehen?
Hast Du Kontakt zu einer Beratungsstelle?
Ist Deine Wohnung alkoholfrei?
Hat Du eine Tagesstruktur?
Was hast Du geändert/willst Du ändern an Deinem Verhalten?
Zum trocken leben gehört viel mehr als nur "nicht trinken"!
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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tegan71 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.03.2010 Beiträge: 21
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Verfasst am: 27.03.2010, 07:02 Titel: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Moin
| kommal hat Folgendes geschrieben: | Hallo Trienchen,
| Zitat: | | niemand weiss von meiner Sucht | Solange Du das nicht änderst versteckst Du Dich wie zu Deiner Saufzeit. Ich habe von Anfang an reinen Tisch gemacht: Noch vor der Entgiftung habe ich mein Umfeld informiert, Privat und beruflich. Wie sonst sollte Verständnis entstehen?
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Eines der Hauptprobleme ist aber, dass die Umwelt eben (oft) nicht aus Alkoholikern besteht. Wie schon hier in einigen Threads zu lesen ist und auch Trienchen geschrieben hat. Man outet sich und erhält Antworten wie "Ach, ist doch nicht so wild. Ich besaufe mich doch auch mal hin und wieder".
Solch ein interessantes Gespräch hatte ich neulich mit einem Arbeitskollegen. Der trinkt nun keinen Alkohol mehr, weil er Medikamente nehmen muss. Ich nahm das zum Anlass, ihn darüber zu informieren, dass ich auch nichts mehr trinke, einen Schritt zurück mache. Aufhöre. Es war ein sanftes Vortasten. Dann kam ein "Warum nicht?"
Ich antwortete darauf, dass ich viel zu viel trinke. Antwort: "Ach, Du trinkst doch nur Bier."
"Ja, aber ich trinke auch sechs Bier am Abend."
"Naja, dann trink doch weniger."
"Nein, das geht nicht. Die einzige Chance, die ich habe ist, GAR NICHTS mehr zu trinken."
Hin und her. Ich vermeide die Aussage: "Ich bin Alkoholiker" vor solchen Menschen, da ich weiß, dass diese mir mit aller Macht ausreden wollen, dass ich einer bin. Alkoholiker sind für diese Menschen eben wirklich die Penner, die mit einer Tüte unter der Brücke sitzen.
DAS ist das Problem! Ich habe bessere Erfahrungen gemacht, ganz ernst über meine Gefühle in Bezug auf Alkohol zu reden, anstatt mich hinter der Wortfassade "Ich bin Alkoholiker" zu verstecken. Gefühle wie: "Weisst Du, wenn ich ein Bier trinke, dann kann ich nicht anders, ich habe das Gefühl, dass ich mich schnell weiter betrinken muss, bis ich platt bin - und das habe ich jeden Abend!"
Zu Trienchen: Ich denke, jeder kann es schaffen, wenn er möchte. Auch Du. Ein guter Schritt ist schon einmal, dass Du mit Deiner Freundin darüber reden kannst. Mach das! Wieviel weiß sie denn von Deinen Problemen? Vielleicht probierst Du einmal, in Ruhe über Deine Gefühle zu reden, keine Floskeln verwenden à la "Ich bin Alkoholikerin", sondern zu erzählen, wieviel Du trinkst, wie oft und warum Du nicht einfach weniger trinkst. Ich habe eine solche Freundin. Ich habe nie zu ihr gesagt: "Ich bin Alkoholiker". Ich habe erzählt, gesprochen und ihr gesagt, dass ich aufgehört habe zu trinken. Ich musste es nie aussprechen - dennoch weiß sie, dass ich Alkoholiker bin.
Früher hat sie mal einen Wein serviert, wenn ich von ihr zum Essen eingeladen worden bin. Heute geschieht das nicht mehr, weil sie weiß, dass es für mich wichtig ist, keinen Wein zum Essen zu trinken. Nie wieder Wein zum Essen zu trinken!
Ansonsten kann ich meinen Vorredner zustimmen: Du willst offenbar aufhören, aber ohne Hilfe? Geh zu einer SHG, geh zu Deinem Arzt, schau, ob eine Therapie für Dich in Frage kommt. Es ist Dein Leben! Auch wenn Du in einem kleinen Dorf wohnst. Richte erst einmal Dein Leben. Auch wenn alle über Dich lachen (was ich bezweifle!).
Ich wünsche Dir alles Gute und die Kraft, die nächsten zwei Biere als überflüssig anzuerkennen.
Andreas |
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| tegan71 hat zum Thema: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 27.03.2010, 07:22 Titel: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Hallo Trienchen,
willkommen hier im Forum,
irgendwie scheint es hier ein Missverständnis zu geben. Du schreibst das du das letzte mal am 23 .3 getrunken hast? Heißt das am Tag deine Anmeldung hier ? Hast du schon einmal die Grundbausteine gelesen ?
http://www.forum-alkoholiker.de/grundbausteine-der-nuechternheit.php
Hallo Tegan71
| Zitat: | | Eines der Hauptprobleme ist aber, dass die Umwelt eben (oft) nicht aus Alkoholikern besteht. Wie schon hier in einigen Threads zu lesen ist und auch Trienchen geschrieben hat. Man outet sich und erhält Antworten wie "Ach, ist doch nicht so wild. Ich besaufe mich doch auch mal hin und wieder". | Es ist nicht wichtig was das Umwelt sagt, es ist wichtig wie du darüber denkst und in welchen Maß du bereit bist , Verantwortung für dich zu übernehmen. Aber vielleicht dazu mehr in deinem Thread.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31607 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 27.03.2010, 08:58 Titel: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Hallo,
jeder sollte sich darüber im Klaren sein, das ein Rückfall eben kein Ausrutscher ist.
Ich versteh oft nicht, warum andere Meschen, also deren Gedanken, ausschlaggebend sind für mein Verhalten.
Was interessieren mich Menschen, die meine Krankheit nicht akzeptieren, sie verharmlosen?
Es geht um jeden Einzelnen selbst.
Wenn Menschen, selbst die Familie, mir nicht gut tun, muss ich mir ein eigenes Leben ohne sie aufbauen.
Da sind wir aber wieder bei dem Thema, was ein Rückfall für mich bedeutet.
Tod oder eben Ausrutscher?
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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tegan71 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.03.2010 Beiträge: 21
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Verfasst am: 27.03.2010, 09:27 Titel: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Hallo Karsten und alle Anderen,
| Karsten hat Folgendes geschrieben: |
Ich versteh oft nicht, warum andere Meschen, also deren Gedanken, ausschlaggebend sind für mein Verhalten.
Was interessieren mich Menschen, die meine Krankheit nicht akzeptieren, sie verharmlosen? |
Ich glaube, ich habe mich ein wenig missverständlich ausgedrückt. Natürlich braucht es mich nicht zu interessieren, wenn andere Menschen meine Krankheit verharmlosen. Ich kann einfach darüber hinweg sehen und mir sagen, dass ich es besser weiß.
Aber GENAU DIESE Menschen, die meine Krankheit verharmlosen, sind meines Erachtens nach die schlechtesten Personen, um über meine Krankheit zu reden.
Ich habe hier im Forum oft gelesen, dass man im Notfall jemanden anrufen soll. Okay, aber doch bitte Niemanden, der meine Krankheit herunter spielt oder sie womöglich gar nicht als solche ansieht.
Das wollte ich damit eigentlich ausdrücken.
Um trocken zu werden und zu bleiben benötigt man selber eine Krankheitseinsicht? Ja. Und um mit jemanden darüber zu reden benötigt der Gesprächpartner die gleiche Einsicht, nämlich, dass ich krank bin.
Ich hoffe, das kommt nun ein wenig besser rüber. Ich wollte mit meinem vorherigen Posting nicht ausdrücken, dass mich "Verharmloser" wieder zum Trinken verleiten, da ich (und da stimme ich Dir zu) für mein Verhalten alleine Verantwortlich bin. Aber es bringt IMHO auch nichts, mit "Ignoranten" über das Thema Alkoholismus zu sprechen.
Andreas |
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| tegan71 hat zum Thema: Re: kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! geschrieben
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