| Enttäuscht • kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 24.03.2010, 09:40 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Liebe Charlie!
Willkommen im Forum!
Darf ich Dir meine Gedanken zu Deinem letzten Post schreiben?
| Zitat: | | Unser Freundschafts- und Bekanntenkreis (mein Mann arbeitet auch dort) besteht aber zu 90 % aus Arbeitskollegen, und sollte aus irgendeinem Schlupfloch meine Alkoholkrankheit durchsickern, gebe ich meinem Arbeitgeber eine Steilvorlage, mich auf´s Abstellgleis zu schicken für meine weiteren 26 Dienstjahre |
Bist Du ganz sicher,dass gar rein nichts durchgesickert ist? Nicht einmal ein Fragezeichen?
Weisst Du,da unterschätzen wir unsere nächste Umgebung manchmal sehr!.Das war bei mir und bei vielen anderen so.
---- Und weisst Du schon genau,was Du in Deinen 26 nächsten Jahren machen wirst?
Das Outing ist etwas,das Klarheit schafft.Am Anfang nicht leicht,aber immer einfacher. Du wirst es brauchen,wenn Du nicht an Anlässen teilnehmen willst wo Alkohol getrunken wird.
Und diese Vorsichtsmassnahme brauchst Du unbedingt am Anfang Deines Weges in die Trockenheit.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht,schön,dass Du da bist!
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4497 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 24.03.2010, 11:10 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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glück auf charlie
ich meine gerade das outing gegenüber deinen vorgesetzten kann deine situation auf der arbeit verbessern - du hast selbst erkannt das deine leistungen zuletzt mangelhaft? waren - du hast von dir aus was getan (bist trocken geworden) < in diesem sinne würd ich mit den vorgesetzten darüber reden wies weitergehen kann (mögliche unterstützung) - besuch ner shg usw.
schönen trockenen mittwoch
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 24.03.2010, 19:57 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Genau!
Silberkralle hats mir vorweggeschrieben!
Die richtige Unterstützung, sprich Sponsoren, findest du in der SHG. Dort kann man wunderbare Kontakte knüpfen, die vor Ort helfen können.
Das ist das erste öffentliche Outing und unheimlich befreiend.
Da denke ich, ist es auch egal, ob man Alkoholiker oder Co ist.
Outing ist outing.
LG Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 24.03.2010, 21:41 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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N´Abend!
Morgen Abend habe ich den Termin bei der AWO, ich bin zuversichtlich, dass ich einen Suchtberater kriege, zusätzlich zur ambulanten Therapie. Ich stehe bei der AWO seit Mitte Januar auf der Warteliste.
Die Woche Abwesenheit meines Mannes und Sohnes nach Ostern werde ich nutzen, Abends nach der Arbeit mehrere SHGs aufzusuchen, 2 stehen schon fest in meinem Kalender. Die Anträge für die ambulante Therapie habe ich vollständig und kann sie zu meinem nächsten Termin meiner Therapeutin abgeben (nach Ostern). Es tut sich also was, ich stehe nicht auf der Stelle.
Zu Spanijoggel undSilberkralle: Ich weiß, dass das fehlende Outing wohlüberlegt sein will. Mein Mann und ich sind sicher, auf der Arbeit hat niemand was gemerkt, zumal wir beide (er steht zu mir) seit Jahresanfang absolut nix trinken und dies als "Motto 2010, mal sehen wie weit wir kommen" allen anderen gegenüber vertreten. Viele finden es toll und von vielen kommt leider auch das Echo: Das könnt ich nicht. Wir haben seitdem auch schon heisse Diskussionen zum Thema Alkohol geführt und ich vertete offen meinen Standpunkt, dass ich es schändlich finde, mich in der heutigen Gesellschaft rechtfertigen zu müssen, NICHTS zu trinken statt andersherum. Der ein oder andere dachte bestimmt auch, dass ich schwanger sei....Wir arbeiten ja beide bei der Bank, und da wir dort ein feierfreudiges Volk sind, haben wir bestimmt eine hohe Dunkelziffer.....Naja, vielleicht lässt mich der Erfahrungsaustausch in naher Zukunft, hier oder SHG oder wo auch immer, ja bald anders entscheiden, grundsätzlich bin ich ein offener Mensch (denke ich zumindest).
Natürlich bin ich mir nicht sicher, was ich 26 Jahre noch beruflich machen will, aber diese Gedanken habe ich Gott sei Dank unanhängig vom Alkohol.
So, einen schönen Abend noch, ein geruhsames Nächtle und allen weiterhin viel Erfolg
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32803 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 24.03.2010, 22:13 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hallo Charlie,
ok, dann hier
| 04012010 hat Folgendes geschrieben: | Hi Karsten,
zur Erklärung: sie wissen nicht, dass ich alkoholkrank bin (können es echte Freunde sein, denen ich nichts erzähle???). Es ist meine Mädelsrunde, nicht meine engsten Vertrauten... Mehr zu mir in: Fußstapfen meines Vaters....
Gruß,
Charlie |
wie ich dir drüben geschrieben habe, war es nur zum nachdenken, denn entscheiden musst du ganz alleine, was du machst.
Der Umgang mit in deiner Anwesentheit trinkenden Menschen ist eben sehr riskannt.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 24.03.2010, 22:17 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hi Karsten,
da war es wieder, dieses sofortige "sich rechtfertigen"....eines meiner größten Probleme, in dieser Welt zu bestehen.
Ich muss dringend lernen, einfach "Zum Nachdenken" dann auch mal zum nachdenken anzunehmen und nicht sofort mich in der Ecke zu sehen
Gutes Nächtle,
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Rollo36 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.03.2008 Beiträge: 55 Alter: 40 Wohnort: Allersberg - trocken seit März '08
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Verfasst am: 28.03.2010, 16:47 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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| 04012010 hat Folgendes geschrieben: | N´Abend!
Morgen Abend habe ich den Termin bei der AWO, ich bin zuversichtlich, dass ich einen Suchtberater kriege, zusätzlich zur ambulanten Therapie. Ich stehe bei der AWO seit Mitte Januar auf der Warteliste.
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Hallo Charly,
im Zweifelsfall nicht lange warten, sondern noch gleichzeitig bei Diakonie und Caritas anmelden. Zuviel tun kannst Du nicht. Zu wenig schon.
Und was das Outing betrifft; oftmals ist die Angst vor dem was passieren koennte schlimmer als dann das tatsaechliche Ereignis.
Als ich vor nicht allzulanger Zeit rueckfaellig wurde und mich zwecks Mithilfe an meinen Vorgesetzten wandte, war dessen gutgemeinter Ratschlag auch ein: "Das kriegen wir schon hin. Dem Chef sagen wir aber besser nix davon..."
Und Schlussendlich war ich selbst Derjenige welcher hartnaeckig darauf bestehen musste, nicht weiterzuluegen sondern schonungslos die Wahrheit zu sagen.
Und welch Ueberraschung, mein Arbeitgeber war verstaendnisvoll, von meiner Offenheit beeindruckt und unterstuetzt mich in meinem Kampf gegen die Krankheit. |
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| Rollo36 hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 28.03.2010, 23:02 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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HAllo, zusammen.
Nun habe ich meinen ersten Termin bei meiner Suchtberaterin hinter mir, Wahnsinn, was sie gleich in der ersten Stunde alles angesprochen hat...Mein Mann sagte, ich hätte nachts danach gestöhnt im Schlaf. Wundert mich aber auch nicht. Haben von Kindheit über meinen alkoholabhängigen Vater bis zum Jetzt viel angesprochen. Wir haben uns nun auf vierzehntägigen Rythmus geeinigt, da ja bakd auch noch zwei Termine für die ambulante Therapie dazukommen sowie SHG, Volzeitjob und Haus und Kind. Langweilig wird mir bestimmt nicht mehr, aber ich bin froh, mich nach den letzten beiden Monaten wieder mehr mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen, ich merke, ich brauche das.Ich lese auch viel Bücher, sowohl Fachliteratur als auch Suchtgeschichten und ich finde mich soooo häufig wieder, dass es mir bald schon Angst macht.
Jetzt muss ich noch die Woche "allein zu Haus" nach Ostern überstehen - die Gedanken sind ja schon da: Es merkt ja zunächst mal keiner, wenn ich was trinken würde....NEIN NEIN NEIN, ich werde aber nicht. Ich verfolge halt nur mit Spannung meine Gedankengänge. Am 4.4. bin ich 3 Monate trocken, ein Vierteljahr, das hört sich richtig toll an!!!!!!
In diesem Sinne,
Grüße und Mut,
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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