| Enttäuscht • kann ich es wirklich schaffen? Große Zweifel!! |
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 22.03.2010, 21:29 Titel: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hallo,
ich bin 39 und Alkoholiker und seit dem 4.1.10 trocken. Ich habe mich am 4.1.mit 1,3 Promille morgens selbst in eine geschlossene Entzugsstation einliefern lassen und eine Woche unter edit Karsten - bitte keine Medikamente nennen, danke - edit entzogen. Es war dieselbe Station, auf der schon vor über 15 Jahren mein Vater mehrfach (zwangs-)eingeliefert wurde. Damals habe ich gedacht: NIE wirst Du so wie Dein Vater, aber irgendwie ist es die letzten Jahre nach und nach aus dem Ruder gelaufen. Die letzten 2 Monate vor dem Jahreswechsel waren dann die Hölle, nur noch Beschaffen und Entsorgen, ganz normal arbeiten gehen, mein Mann sollte nix merken und irgendwie war mir klar, dass ich kurzfristig auffliegen würde.....so war´s dann auch.
Dass ich Alk-Probleme habe weiss ich eigentlich seit 3-4 Jahren, aber es dauert halt,bis man einsichtig wird.
Jetzt habe ich eine ambulante Therapie beantragt, lese viel Lektüre zum Thema Alk und habe auch hier schon viel gelesen. Eine reale SHG habe ich noch nicht aufgesucht, aber ich habe die Daten und Orte, wo hier jeden Abend pro Woche eine SHG stattfindet, falls es mich mal überkommt. Mein Mann trinkt auch nix mehr, unterstützt mich und eine Suchtberaterin vor Ort soll ich auch noch bekommen, über die AWO. Erfahrungen und Unterstützung erhoffe ich mir auch hier. Nach den ersten euphorischen abstinenten Wochen verspüre ich schon manchmal Suchtdruck, und wäre mein soziales Umfeld nicht so stabil, weiss ich nicht, ob ich so stark wäre.....
Die 2. Osterfereinwoche bin ich allein zu Hause, muss zwar arbeiten, aber....ich werde hier viel lesen, falls es mir schlecht geht.
Nähere Abläufe zu meinem Leben nach und nach, vielleicht finde ich ja Menschen, die auch Ihren Eltern nachgeeifert haben....
Gruß
Charlie
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| Charlie hat zum Thema: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Martin Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.01.2007 Beiträge: 10044 Alter: 47 Wohnort: Frankfurt a. M.
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Verfasst am: 22.03.2010, 22:18 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hallo Charlie,
herzlich Willkommen.
| Zitat: | | Eine reale SHG habe ich noch nicht aufgesucht, aber ich habe die Daten und Orte, wo hier jeden Abend pro Woche eine SHG stattfindet, falls es mich mal überkommt. |
Hier ist fast immer jemand online "falls es dich mal überkommt"
| Zitat: | | ....ich werde hier viel lesen, falls es mir schlecht geht. |
Du "darfst" hier auch lesen und schreiben wenn es dir nicht schlecht geht.
LG Martin |
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| Martin hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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espoir sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.11.2008 Beiträge: 1150 Alter: 44
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Verfasst am: 23.03.2010, 00:49 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hallo Charlie,
leider habe ich deinen Thread viel zu spät entdeckt und nun ist der Abend bald rum - trotzdem mag ich dich auch gerne hier willkommen heißen!
Deine Geschichte spricht mich stark an, könnte meine eigene sein, denn auch ich habe in der Klinik entgiftet, in der mein Vater mehrfach seine Entgiftungen gemacht hat.
Wer weiß, in wievielen Punkten sich unsere beiden Leben noch ähneln?
Komm' in Ruhe hier an, lies dich durch die einzelnen Geschichten und fühl' dich verstanden!
Liebe Grüße
espoir |
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| espoir hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Pittchen aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.10.2009 Beiträge: 653 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 23.03.2010, 15:49 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hallo Charlie,
von Dir:
„Eine reale SHG habe ich noch nicht aufgesucht, aber ich habe die Daten und Orte, wo hier jeden Abend pro Woche eine SHG stattfindet, falls es mich mal überkommt.“
... wenn Dich erst der Saufdruck überkommt, schaffst Du den Weg in eine, Dir unbekannte Gruppe, bestimmt nicht so gut, als wenn Du Dir vorher was passiges für Dich aussuchst!
Sonnigen, trockenen Gruß
Pittchen |
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| Pittchen hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 23.03.2010, 22:05 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hi, danke für Euer Willkommen! Da es mir meistens gut geht, so wie jetzt, werde ich natülich auch dann hier stöbern ))
Hi, espoir, ja, ich glaube, unser Schicksal teilen viele...leider. Ich bin nach der Lebensgeschichte meines Vaters echt mit offenen Augen in mein Schicksal gerannt, zu blöd, zu denken und rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, wo ich wußte, ich könnte es noch. Mein Vater hat sich in seinem Grab bestimmt schon 2 mal umgedreht über den Weg, den ich gewählt habe. Und wäre er noch da, er war die letzten 5 Jahre seines Lebens trocken, würd er mir jetzt tüchtig die Ohren langziehen oder Verständnis haben. Ich werd´s nie erfahren, aber ich muss meinen Weg jetzt eh selber gehen, und momentan bin ich noch hochmotiviert!!!
Einen schönen Abend noch,
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 24.03.2010, 07:24 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hallo Charlie!
Herzlich Willkommen auch von mir hier!
Bin aus dem Co-bereich, aber oft hier mit zugange, weil ich die Sache immer wieder von zwei Seiten betrachte. (Alte Co-krankheit!)
Mein Mann arbeitet seit über zwei Jahren an seiner Trockenheit und ich an meiner.
Ich schreibe - arbeitet - , denn es fällt ihm nicht immer leicht (hatte auch Rückfälle) dranzubleiben.
Nach der ersten Euphorie kamen auch viele schwache Momente, Tage, die ihn zurückwarfen. Sein - ich sag mal - Fehler war,ist, sich nur auf die leider unregelmäßig wegen Beruf - besuchten SHG- termine. Sein Forum ist auch nicht gut besucht, so dass er nicht täglich drinsein kann.
Ganz hilfreich ist es, wenn man im Notfall ein paar Telefonnummern von sogenannten "Sponsoren"( jemand, der alles auch schon hinter sich hat) hat, die man sofort anrufen kann, wenn man sich nicht so wohl fühlt. Dazu gehört am Anfang Mut, den ich dir hiermit gleich schicke!
Ich wünsche dir noch ganz viel Anregungen und Unterstützung und für heute einen guten, entspannten Tag,
liebe Grüße, Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Charlie sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.03.2010 Beiträge: 7500 Alter: 41 Wohnort: seit 4.1.10 trocken
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Verfasst am: 24.03.2010, 08:12 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Guten Morgen!
Tja, Gotti, dass mit dem anrufen ist so eine Sache: bei mir wissen nur ganz wenige Leute von meiner Sucht, mein Mann, meine Physiotherapeutin, Ihr, mein Hausarzt, die Therapeutin, dann soll ich vor Ort noch eine Suchtberaterin bekommen und aus der Entzugsstation habe ich noch 2 liebe Menschen, mit denen ich noch Kontakt habe und die ich anrufen kann. Überlegung hierbei war meine Arbeitsstelle, wo ich meinen seit 18 Jahren sehr liebgewonnenen Job nicht verlieren möchte (Bankberater ), da ich gerne mit Kunden/Menschen umgehe. Unser Freundschafts- und Bekanntenkreis (mein Mann arbeitet auch dort) besteht aber zu 90 % aus Arbeitskollegen, und sollte aus irgendeinem Schlupfloch meine Alkoholkrankheit durchsickern, gebe ich meinem Arbeitgeber eine Steilvorlage, mich auf´s Abstellgleis zu schicken für meine weiteren 26 Dienstjahre. Die möchten mich eh gerne umversetzen, da meine Leistung die letzten anderthalb Jahre nicht so ganz stimmte (komisch, warum bloß), aber jetzt bin ich ja wieder voll dabei (nee: voll nüchtern!!!). Mein Job ist auch
ein bisschen mein Lebensinhalt und meine Familie, ich identifiziere mich sehr damit und das soll so bleiben. Naja, ein kleines Notfallköfferchen habe ich ja trotzdem.
Einen frohen Tag alle zusammen und immer brav die Ohren steif halten!
Charlie |
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| Charlie hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10681 Alter: 49
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Verfasst am: 24.03.2010, 09:31 Titel: Re: In die Fußstapfen meines Vaters |
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Hallo Charlie,
würde dein Arbeitgeber, dich auch auf das Abstellgleisen schieben ,wenn du eine andere Krankheit ,als die Alkoholkrankheit hättest, die dich auch nicht im Berufsleben behindert?
Oder wie kommst du denn darauf?
Dein Denken über die Krankheit muss nicht das Denken der anderen über diese sein. Du bist Krank und nicht aussätzig . Alkoholkrankheit ist nach meinem Wissen auch nicht ansteckend.
Zudem kannst du trocken davon ausgehen, das sich deine Leistung verbessert. Dann solltest du nicht davon ausgehen das andere nichts davon gemerkt hätten, das du zumindest ein Alkoholproblem hast .Die meisten wissen das. Der Alkoholiker ist sehr oft der letzte der es merkt.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: In die Fußstapfen meines Vaters geschrieben
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