| Erster Arztbesuch - Termin nötig? • Euer Rat |
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31607 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 16.03.2010, 12:56 Titel: Hoffnungslosigkeit |
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Hallo,
oft lese ich von Fehlschlägen, die neue Forenteilnehmer auf den neuen Weg haben, weil es vielleicht nicht schnell genug vorwärts geht.
Diese Hoffnungslosigkeit ist sogar verständlich, weil es eben nicht alles von heute auf morgen anders werden kann.
Das Erlernen des neuen Lebens, egal jetzt ob es sich im Bereich der Coabhängigkeit oder Alkoholiismus handelt, braucht seine Zeit und sollte auch mit kleinen Zielen angegangen werden.
Schaut auf den Tag und nehmt euch für diesen jeden einzelnen Tag gewisse Punkte vor, die dann auch am Abend bei der Tagesrückschau eine Zufriedenheit auslösen, weil etwas erreicht wurde.
Vielleicht können wir ja hier mal kleine Ziele zusammentragen, die der Hoffnungslosigkeit entgegenwirken und viele Leser motivieren können, ihren Weg zu gehen und etwas Zufriedenheit zu erreichen.
Jeder kann es schaffen. Nur Mut zum neuen Leben.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7382 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 16.03.2010, 15:38 Titel: Re: Hoffnungslosigkeit |
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hallo karsten
ein sehr wichtiges thema. ich weiß noch wie es mir am anfang ging, alles mußte sofort sein, wenn das nicht ging habe ich mich richtig mies gefühlt, ich habe mich selbst unter stress gesetzt und mich damit an den rand des rückfalls gebracht. als mir meine theapeutin das sagte habe ich das überhaupt nicht kapiert.
heute weiß ich das ich meine ziele einfach nicht so hoch stecken darf, sei es bei profaner hausarbeit oder bei wirklich wichtigen dingen. ich habe gelernt meine möglichkeiten besser einzuschätzen und vor allem lass ich auch immer raum um unvorhergesehenes abzufangen. der trick ist die ziele niedriger anzusetzen als das was machbar ist. ich fahr nicht mehr am limit so zu sagen. so habe ich einen guten puffer und ein erfolgserlebniss wenn ich mehr geschafft habe als geplant. und wenn nicht fällt auch keiner tot um.
druck ist einfach das letzte was wir gebrauchen können, grade wenn man anfängt abstinent zu leben. sehr viel druck machen wir uns selbst und man kann lernen das zu vermeiden. denn es ist eben dieser teufelskreis der uns dann auch immer wieder in dieses gefühlt der hilf-, und hoffnungslosigkeit fallen läßt.
sicher kann man nicht allen druck vermeiden, aber doch den selbst gemachten. das bringt uns schon eine menge luft. und die ist grade am anfang so wichtig.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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viola sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2010 Beiträge: 6457 Alter: 47 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 16.03.2010, 18:15 Titel: Re: Hoffnungslosigkeit |
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Hallo Karsten,
ich bin auch der Meinung, dass es ein wichtiges Thema ist.
Am Anfang kann einen auch dieses Forum fast erschlagen. Ich spreche jetzt mal von mir selber. Ich habe am Anfang total fasziniert gelesen, gelesen und gelesen. In so vielen Geschichten erkannte ich mich wieder, so viele Eindrücke prasselten auf mich ein.
Dazu habe ich noch lauter Bücher über Alkoholismus (wieder) gelesen.
Dann fing ich an zu schreiben.
Eigenes Tagebuch im geschlossenen Bereich, Kommentare in anderen TBs und Threads. Schon wuchs mein Beitragsumfang immer mehr, und dann kommen ja auch laufend neue Teilnehmer hinzu.....
Jetzt habe ich zwei Monate Erfahrung mit mir und dem Forum gesammelt, und meine Tipps, um keine Hoffnungslosigkeit aufkommen zu lassen:
- weniger ist mehr
- es hilft, auf die vielen Tipps bzgl. "bei-sich-bleiben" wirklich zu hören
- keine TBs von zig Seiten durchackern, lieber gezielte Fragen stellen
- wenige "Wegbegleiter" suchen und mit denen einen intensiveren Austausch beginnen
- auch mal sacken lassen und nachdenken
LG kindi1 |
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| viola hat zum Thema: Re: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31607 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 16.03.2010, 18:20 Titel: Re: Hoffnungslosigkeit |
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Hallo Kindi,
diese Punkte sind ja die Erfolge vom richtigen Erfahrungsaustausch.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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Maria sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.10.2007 Beiträge: 5412
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Verfasst am: 16.03.2010, 18:50 Titel: Re: Hoffnungslosigkeit |
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Hallo Karsten,
mir ging es anfangs gar nicht schnell genug. Habe eher auf das gesehen, was mir noch alles bevor steht, anstatt mich darüber zu freuen, was mir gelungen ist. Wobei ich noch nicht mal sagen kann, was genau mir dabei nicht schnell genug ging.
Ganz langsam hat sich meine Sichtweise geändert,
von die-ganze-Welt-ist-gegen-mich und ich-kann-gar nichts...
in dieses und jenes ist mir heute gut gelungen, vielleicht verbesserungswürdig, aber für heute gut
Eine positive Ausrichtung hat mir sehr viel von meinem Druck genommen.
Liebe Grüße
Mieken |
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| Maria hat zum Thema: Re: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4687 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 16.03.2010, 19:40 Titel: Re: Hoffnungslosigkeit |
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Hallo Karsten,
als ich hier landete, las ich über viele neue Dinge und dachte dann auch geradelinig mein Ding durchziehen zu können. Was ich nicht wußte war, dass da noch viel mehr hinter steckte und viel länger dauert als alles was ich vorher gemacht habe.
Die Welt änderte sich ja nicht, weil ich plötzlich anders denke, nur ich mich, meine Einstellung und Ansichten und so guckten immer mehr merkwürdig. Ich bin weder mit offener Hose noch mit gelben Haaren rumgelaufen, aber es gab immer neue Veränderungen.
Lesen und lesen und lesen und schreiben und die oft als vergeudete Zeit, als Forensucht bezeichnete Zeit, hat mich aus der Hoffnungslosigkeit heraus geführt. Dieses Jahr werden es 4 Jahre Forum, ü3 Trockene, 3 ohne Kippen sind bald voll, die Conarben zu verarzten brauchte noch einige Extrarunden. Eine wertvolle und gute Zeit, die mir einige Bonusjahre gebracht hat.
Lesen und lesen und lesen und schreiben, bei mir bleiben und lernen nicht zu bewerten, nur für heute.
LG Karl |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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barcelona100 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.01.2010 Beiträge: 485 Wohnort: Barcelona
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Verfasst am: 16.03.2010, 21:09 Titel: Re: Hoffnungslosigkeit |
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Hi, Karsten
zu dem bereits hier gesagten habe ich nicht viel hinzuzufuegen.
Ich bin auch neu hier und lese mich langsam durch. Gelernt habe ich viel, vor allem, dass ich mich selbst nicht so wichtig nehmen darf. Ich lerne auch immer mehr den gegenwaertigen Augenblick in das Zentrum meiner Aufmerksamkeit zu stellen. Und vor allem, nicht immer alles und jeden bewerten.
Es sind kleine Schritte aber mit einer grossen Wirkung
LG barcelona100 |
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| barcelona100 hat zum Thema: Re: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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leben sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2008 Beiträge: 1329 Alter: 50 Wohnort: Rheinland-Pfalz
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Verfasst am: 17.03.2010, 10:37 Titel: Re: Hoffnungslosigkeit |
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Hallo Karsten,
wichtig ist Geduld. Gerade am Anfang kann ja alles nicht schnell genug gehen. Da ist man denn schon oft Wochen voraus, und vergisst den Augenblick. Statt dass man dann jeden Tag und jede Stunde im Jetzt plant, macht man Pläne für das nächste Jahr. Und das ist anstrengend.
Aber das wichtigste war für mich Mitstreiter zu haben die meine Launen aufgefangen haben und dadurch viel Frust weggeräumt werden konnte. Und immer eins nach dem Anderen.
LG
Leben |
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| leben hat zum Thema: Re: Hoffnungslosigkeit geschrieben
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