| hilfe durch nichthilfe • Ist das alles ein schlechter Film? |
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3355 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 11.03.2010, 21:28 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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?????????
Vielleicht.
Wäre für uns alle vlt. leichter gewesen. Geregelter.
Man hätte nicht so oft - warten müssen, lügen müssen, verheimlichen müssen, sich schämen müssen, .....
Sie hätten mich sicher anders erlebt.
Aber jetzt ist es auch o.k., weil sie ja das Trockenwerden und - sein miterleben. Jetzt lernen sie ihren Vater neu kennen.
Seit der Zeit hat sich für uns alle sehr viel verändert. Haben sich alle verändert.
Wir haben sehr viel Glück gehabt. Ich sehe es immer wieder wie ein Wunder an, dass mein Mann damals gemerkt hat, dass ich es endlich ernst meinte mit der Scheidung.
Zu lange habe ich nach seiner Pfeife getanzt.
Aber jetzt habe ich mich schon sehr gut "freigeschaufelt". Bin mutig geworden. Mit jedem kleinen Schritt gewachsen. Es hat gedauert. Bin auch noch nicht ganz fertig. (Muss ich eigentlich noch viel weiter???)
Aber ich fühle mich gut. Das ist wichtig. Liebe mein Leben, mich, und dann auch die anderen.
Vor allem meinen Mann. Auf eine ganz neue Art.
Liebe Grüße und Gute Nacht, Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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inga neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.06.2009 Beiträge: 193 Alter: 44 Wohnort: Sachsen-Anhalt
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Verfasst am: 11.03.2010, 21:48 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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Hallo rijj,
die Entscheidung kannst letzten Endes nur Du treffen. Aber willst Du wirklich solange warten, bis er zuschlägt? Vielleicht ist es dann zu spät. Ich selbst habe erfahren, daß es schwerer wird sich abzugrenzen, je länger man in einer solchen Beziehung lebt.
Ich habe eine siebenjährige Tochter, Wochen nach der Trennung meinte sie, endlich sei unser Leben wieder normal.
Als ich in dieses Forum fand, habe ich anfangs viel in den Berichten der trockenen Alkoholiker gelesen. Ich hatte damals gehofft und geglaubt, einen Weg zu finden, wie ich ihm helfen könne. IRRTUM. Kann ich nicht, kann er nur selber. Ich habe auch bei den EKA´s gelesen, das wollte ich meinem Kind auf keinen Fall antun.
lg inga |
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| inga hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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kossi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.01.2010 Beiträge: 318 Alter: 48 Wohnort: südlich von münchen
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Verfasst am: 15.03.2010, 18:19 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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Hallo rijj,
mein Vater war auch Alkoholiker und ich hatte oft Angst, mein Vater war nicht gwalttätig, aber er hat oft mit Mutter gestritten. Ich habe mich im Dorf wegen ihm geschämt. Willst Du das es Deinen Kind genauso geht.
Wenn Freunde bei mir waren, die Angst das sie ihn betrunken sehen. Ich bin jetzt 46 Jahre alt und schäme mich heute noch. Habe auch selbst getrunken, um zu vergessen, um die Scham leichter zu ertragen, um die Angst auszuhalten. Tu das Deinem Kind nicht an.
Grüße
Wolfgang |
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| kossi hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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rijj neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.03.2010 Beiträge: 9
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Verfasst am: 15.03.2010, 21:46 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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Ich denke hauptsächlich an meinen kleinen. Er ist grad erst zwei und hängt so an seinem papa. Da mein Mann *Gottseidank*(hört sich böse an, ich weiß, ist aber eher als erleichterung gedacht) unter der Woche meist nicht zu Hause ist, da er auswärts arbeitet, sieht er ihn nicht jeden abend. Da er aber die letzten Wochen entweder Krankenstand war oder eine Baustelle in der nähe hatte war er sehr oft zu hause, und da wrde mir echt bewusst ass er nicht nur am WE trinkt. Ich hatte mit ihm ein ernstes Gespräch, und habe ihm gesagt das er sich ruhig totsaufen soll wenn er meint das es ihn glücklich macht, aber ich meinerseits werde da nicht mehr mitmachen. Ich hab ihm gesagt das ich erstmal den kleinen nicht mehr bei ihm allein lasse wenn ich arbeiten muss und falls er betrunken ist und streit anfangen möchte werde ich meine sachen und den kleinen packen und die nacht bei meiner mutter, oder freundin verbringen. und wenn es ihn nicht interressiert sich Hilfe zu holen, dann werd ich früher oder später ausziehn. Es hat ihn sehr getroffen anscheinend. Er meinte er wird was dagegen unternehmen weil er uns nicht verlieren will. Das hat er aber nicht zum ersten mal gesagt, wahrscheinlich auch nicht zum letzten mal! Was denkt Ihr?
Er hat aber wirklich ganze zwei Tage nur antialkoholisches bier getrunken. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, aber ich denke das er das grundproblem eigentlich nicht angeht. bin aber trotzdem froh das er wenigstens irgentwas macht. Mal sehen wie lang das gut geht.
Ich muss jetzt nur hart bleiben und alles verwirklichen was ich sage. Villeicht merkt er dann wie ernst es mir ist!!! Mein leiner soll in einer Ruhigen angenehmen Atmosphäre großwerden, Probleme kommen e von aussen genug!!!
Es ist mir sehr wichtig zu erfahren wie es Kindern von alkoholikern erging, denn meine entscheidungen treffe ich für meinen kleinen schatz, er ist mir das wichtigste! Danke für eure TIpps!!  |
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| rijj hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 13699 Alter: 46
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Verfasst am: 15.03.2010, 22:22 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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Hallo rijj,
wenn du magst, lies dich mal durch die paar Seiten Merkmale für ein EK. Dort haben wir Erwachsenen Kinder einiges zusammengetragen, wie wir unsere Kindheit empfanden und wie sehr sich das alles bis heute auswirkt.
Lieber Gruß, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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rijj neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.03.2010 Beiträge: 9
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Verfasst am: 15.03.2010, 22:35 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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| hallo Linde. Danke werd gleich mal lesen!!! |
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| rijj hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2356 Alter: 40 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 15.03.2010, 22:52 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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Hallo rijj,
gute Ansage! Bleib dabei!
Ich selbst habe mit meinem Mann (in Trennung) zwei kleine Kinder und hatte einigen Stress wegen des Umgangs, weil er eben immer betrunken war (allerdings nicht Auto gefahren).
Man kann sich in einem solchen Fall entweder direkt bei dem Jugendamt Hilfe holen oder - bei uns jedenfalls - gab es eine Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt. Dort bin ich mit einem Kinderpsychologen in Kontakt, der die Aufgabe hat, in SAchen Umgang zwischen meinem Mann und mir zu vermitteln (was daran scheitert, dass mein Mann nicht mitspielt).
Jedenfalls stärkte mir dieser Mensch den Rücken und sagte: Sorgerecht spielt hier keine Rolle!!! Betrunken sollten kleine Kinder nicht beaufsichtigt werden, das ist einfach gefährlich, dazu muss er nicht erst austicken. Da reicht schon ein "Vergessen" des Kindes oder ein "Vergessen" des heißen Kochtopfs oder sonstwas.
Von den seelischen Folgen mal ganz zu schweigen.
Ich habe nicht nur das Recht, ich habe die Pflicht, die Kinder davor zu schüten, von einem Betrunkenen beaufsichtigt zu werden. Insofern ist deine Ansage ganz und gar richtig.
Auch die Suchtberatungsstelle hat mir das so gesagt.
Wenn er sich dem widersetzt, kannst du eben wie gesagt versuchen, Rückendeckung zu bekommen z.B. vom Jugendamt. Spätestens wenn er mit ihnen betrunken Auto fährt, muss sich das Jugendamt dafür interessieren.
Aber möglicherweise genügt es schon, wenn du ihm klar sagst, was du auf keinen FAll mitmachst.
Es ist in der akuten Situation natürlich nicht so einfach, damit umzugehen, ich kann ein Lied davon singen. Aber es hat mir sehr geholfen, dass mir die Leute von den Beratungsstellen klar gesagt haben, dass es meine Verantwortung ist, das Kind zu schützen. Denn ich hatte natürlich auch gleichzeitig ein schlechtes GEfühl dabei, ihm sozusagen die Kinder zu entziehen. Aber ich weiß, dass es für die Kinder einfach so am besten ist. Wenn er mal wieder ne nüchterne Phase haben sollte, sieht es wieder anders aus. (obwohl natürlich ein ewiges Hin und Her auch blöd ist.)
Schöne Grüße
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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kossi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.01.2010 Beiträge: 318 Alter: 48 Wohnort: südlich von münchen
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Verfasst am: 16.03.2010, 12:01 Titel: Re: Veränderung seines Charakters |
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Hallo rijj,
Alkoholfreies Bier ist für einen Alkoholiker, dass schlechteste was er machen kann. Das Gedächtnis vergisst den Alk. nicht und das Alkfr. Bier erinnert, dass Gehirn ständig daran. wenn Dein Mann was machen will, dann soll er in eine Beratungsstelle gehen. es gibt in jeder größeren Stadt eine. Ausserdem gibt es hier im Internet Fragebögen, wo er und Du herausfinden könnt, wie groß sein Alkoholproblem ist. Setzt euch zusammen und füllt so einen Fragebogen aus. Wenn Du ihm drohst, dann mußt Du auch konsequent sein wenn er wieder trinkt.
Ich weiss es hört sich hart an, aber ich aus Alkoholiker weiss das wir hart angepackt weden müßen, wiel wir sonst nichts machen gegen unsere Krankheit.
Viel Kraft, Wolfgang! |
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| kossi hat zum Thema: Re: Veränderung seines Charakters geschrieben
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