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Selbstüberschätzung

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Ist es für jüngere Menschen schwieriger trocken zu werden?   •    Stressabbau  
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DanielG
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Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 16:20    Titel: Wie lange besteht das Risiko, Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

nach einem kalten Entzug körperliche Probleme wie Deli oder Krämpfe oder so zu bekommen?

Nach über drei Monaten immer noch?

Meine Frau hat (angeblich!) im November mit dem Alkohol aufgehört, d.h. mit Hilfe von Glaubersalz/Heilfasten und danach Unmengen von Buttermilch ihre Leberwerte "frisiert".

Sie glaubt, das Thema sei für sie gegessen, die Leberwerte wieder im Normbereich (nach fünf Jahren täglicher Trunkenheit...) - und Bedarf für weitere Maßnahmen wie Langzeittherapie usw. bestehe nicht.

Gehört das unter die Rubrik "Selbstüberschätzung"? Oder kann man nach drei trockenen Monaten davon ausgehen, das sie vom Alkohol weg ist?

idS Daniel
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DanielG hat zum Thema: Wie lange besteht das Risiko, geschrieben
Karsten
Administrator
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Geschlecht: Geschlecht:Männlich
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BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 16:28    Titel: Re: Selbstüberschätzung Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Daniel,

ich habe deine Frage nach einer möglichen Selbstüberschätzung abgetrennt und ein eigenes Thema gegeben, weil das andere Thema schon von 2006 war.

Nach drei Monaten ist wohl noch keiner über den Berg.
Viele Betroffene glauben, dass sie es geschafft haben, wenn der körperliche Entzug vorbei ist.
Hier im Forum kann man jeden Tag lesen, dass es wohl nicht unbedingt notwendig ist, sein Leben zu ändern und viele Betroffene auf der Suche nach ihren individuellen Weg sind, der s ihnen ermöglicht, ohne große Lebensveränderungen ihr bisheriges Leben weiter zu führen.

Das Thema Suchtarbeit ist für mich nach all den Jahren noch nicht beendet.

Gruß
Karsten
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Karsten hat zum Thema: Re: Selbstüberschätzung geschrieben
kawi
sehr aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 29.06.2008
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BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 12:40    Titel: Re: Selbstüberschätzung Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Daniel,

schwierig, aber nur auf die Leberwerte zu hören, dass hat in meinen Augen nichts mit Trockenarbeit zu tun.
Bei mir mußte ein Umdenken stattfinden, neue Wege waren zu finden und zu gehen , und das hat gedauert - länger, länger, länger als 3 Monate.

VG die kawi
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kawi hat zum Thema: Re: Selbstüberschätzung geschrieben
kossi
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 08.01.2010
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Wohnort: südlich von münchen

BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 19:33    Titel: Re: Selbstüberschätzung Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Daniel,
weiss aus eigener Erfahrung, dass ich nach 3 Monaten noch nicht über den Berg war. Es ist ein langer Weg, i die Trockenheit. Wenn Deine Frau glaubt gute Leberwerte ein Zeichen sind das sie Gesund ist, täuscht sie sich gewaltig. So wie Du von ihr schreibst, hat Deine Frau wieder vor zu trinken. Ich habe es auch, ohne Hilfe probiert trocken zu werden und bin jedes mal auf die Schnauze gefallen.
Ich wünsche Dir viel Glück, Wolfgang!
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kossi hat zum Thema: Re: Selbstüberschätzung geschrieben
dorothea
Moderatorin
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Anmeldungsdatum: 26.08.2006
Beiträge: 7382
Alter: 48
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 21:13    Titel: Re: Selbstüberschätzung Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo daniel

ich überlege seit 2 tagen wie das einzuordnen ist. selbstüberschätzung ist wohl das falsche wort, ich denke das ist hier eher selbstbetrug. in meinen nassen zeiten habe ich auch vieles getan um meine leber zu schützen, außer aufgehört zu trinken. als ich zur entgiftung bin waren meine leberwerte völlig im grünen bereich. und das trotz 12 halben, oder 2 l wein oder ner flasche schnaps am tag. dieses "werte manipulieren" zeigt eindeutig das sie sich sehr wohl bewußt ist was sie da treibt, aber sich das dann letztendlich so einzugestehen das sie die richtigen konsequenzen zieht und sich in ärtzliche hilfe begibt, das scheint sie eben noch nicht begriffen zu haben. ich glaube nicht wirklich das sie denkt es geschafft zu haben, ich denke viel eher das sie hofft die teufel los zu werden indem sie sie verdrängt, nicht darüber redet und einfach zur tagesordnung über geht. leider ist das in vielen familien die übliche form mit problemen umzugehen, totschweigen, die wenigsten haben gelernt sie durch reden zu lösen. wenn deine frau auch nur diese art gelernt hat kann sie auch kaum anders reagieren. ich hoffe für euch das sie bald einsieht das hier andere wege beschritten werden müssen um die sucht wirklich in den griff zu kriegen.

doro
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dorothea hat zum Thema: Re: Selbstüberschätzung geschrieben
Spanijoggel
Moderatorin
Moderatorin


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Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 8356
Alter: 70
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 21:46    Titel: Re: Selbstüberschätzung Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Daniel!

Für mich betrifft die die Trockenarbeit alle Bereiche meines Lebens.Geist,Körper,Seele......alles macht mit.
Ich muss wirklich einig sein mit mir selber.

Und da es eine tötliche Krankheit ist gilt diese Einstellung bis zum Schluss. Für mich sehe ich es so.

Ich kann es auch nicht alleine fertig bringen,ich brauche Hilfe von aussen dazu. Wie z.B. dieses Forum.

Herzliche Grüsse
Yvonne
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Spanijoggel hat zum Thema: Re: Selbstüberschätzung geschrieben
DanielG
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 12:51    Titel: Re: Selbstüberschätzung Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo miteinander,

erst Mal danke für die Antworten.

Die Situation ist aktuelle so: nachdem meine Frau seit November fast 20 kilo Gewicht verloren hat, lässt sie sich von ihrer Ärztin jetzt eine Kur verschreiben-wegen psychosomatischer Störungen. Sie kann angeblich wegen ihrer Nerven (die ihr der Ehemann ruiniert hat, logisch!) nichts mehr essen und hat deshalb so dramatisch körperlich abgebaut.

Ich habe nun das Gespräch mit ihrer Ärztin gesucht, ohne allerdings Auskunft zu verlangen, sondern um die Ärztin mit zusätzlichem Wissen zur Vorgeschichte zu informieren. Es ist letztlich wohl so, wie ich es befürchtet habe: sie hat ihrer Ärztin eine Lügengeschichte präsentiert.

Fakt ist jedenfalls, dass sie ab Mitte April in einer Klinik für psychosomatische Störungen behandelt werden wird. Ich hoffe jetzt mal, dass das medizinische Personal dort merkt, was eigentlich Sache ist. Und vor allem, dass die darunter liegenden psychischen Defekte und Probleme erkannt werden. Wenn nicht, dann war es das. Ich habe keine Nerven mehr, das auch nur noch weitere drei Monate durchzuhalten. Wenn sie von der Kur zurück kommt und ist NICHT gesund, dann weiß ich nicht, wie es weitergehen soll.

Kann sich ein Patient so verstellen, dass er Fachärzte für psychische Erkrankungen über eine bestehende Alkoholabhängigkeit täuschen kann?

idS Daniel
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DanielG hat zum Thema: Re: Selbstüberschätzung geschrieben
DanielG
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 15.01.2010
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 19.03.2010, 14:01    Titel: Re: Selbstüberschätzung Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Noch eine Frage in diesem Zusammenhang:

Was ist der Unterschied zwischen einer Kur und der Einweisung in eine Fachklinik?

idS Daniel
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DanielG hat zum Thema: Re: Selbstüberschätzung geschrieben

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