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kithi_k
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BeitragVerfasst am: 08.03.2010, 20:40    Titel: Am Ende? Am Anfang? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi.
Ich hab mich heute erst hier angemeldet und sehr viel hier gelsen.
So wie ich das verstanden habe, kann hier jeder user einen eigenen Thread eröffnen, um sich einfach mal alles von der Seele zu reden..? Ich hoffe ich hab das Richtig verstanden...

Ich bin ein Kind einer alkoholkranken Mutter und eines Co-Abhängigen und mittlerweile wohl auch alkohlkranken Vaters...

Momentane Situation:
Ich hatte ca. 3 Wochen nicht mehr bei meinen Eltern angerufen, weil ich mich einfach nicht dazu überwinden konnte...

Nun hab ich letzte Woche Dienstag doch mal angerufen und auf den Anrufbeantworter gesprochen, da ich sehr genau weiß, dass meine Mutter seltenst ans Telefon geht und meinem Vater das strengstens verboten ist.

Nuja als sie zurück gerufen habe (wie ich erwartet habe) bin ich nicht ran... ich wollte nur der Pflicht nach kommen, mich zu melden, hatte aber kein Bedürfniss mit meiner Mutter zu reden...

Nun ruft mich mein Vater gestern an. Ich hab mich total gefreut, ihn zu hören!! Ich liebe meinen Vater abgötisch und es tut mir weh zu sehen, wie er zusehents verfällt...
Naja auf jedenfall meinte er, warum ich nie anrufen würde... Ich könnte ja im Krankenhaus liegen und meine Eltern wüssten nichts davon..

Ich sagte nur so "wieso? ich hab doch Dienstag angerufen"

Da hat meine Mutter im Hintergrund angefangen mich an zu schreien, der arme Papa am Telefonhörer sozusagen "dazwischen"

Was ich mir eig. einbilde, mich nie zu melden, sie würden mich dauernd versuchen an zu rufen... tja... auf meinem Anrufbeantworter war nur leere und mein Telefon hat auch leider keine Rufnummernanzeige.. klar ists mir klar gewesen, dass das meine Mutter war..
Aber ich hatte nicht die geringste Lust mit ihr zu telefonieren.
Dann hat sie rum gekeift, was mir einfallen würde, meinen Bruder gegen sie aufzuhetzen.... und mein Vater würde sich wegen mir den Rücken krumm schaffen...
Sehr haltlose anschuldigungen, wie mein Kopf weiß... trotzdem hat sie es geschafft mich wieder bis ins tiefste hinein zu verletzen...

Mein Zwillingsbruder ist mittlerweile in Psychologischer Behandlung und hat das meiner Mutter auch auf den Kopf hin zu gesagt (was mich ehrlich gesagt überrascht hat. ich bin soo stolz auf ihn!!!)

Das war wohl der Grund für das Rum gekeife...

Papa meinte dann es wäre wohl besser, wenn wir nun auflegen würden .. (ich schaffs immer noch nicht bei solchen telefonaten selbst den Hörer auf zu legen)

Keine 5 Minuten hats gedauert, da hat meine Mutter wieder angerufen und hat auf meinen Anrufbeantworter gesprochen als sei nichts gewesen "Hallo Katharina, hier ist die Mama, ruf mich doch bitte zurück"

Ich hätte so abk**** können!!!

Was fällt der ein?
da hört man sich ewig nicht und dann werd ich da sauber runter gemacht...

Mein Erster Impuls war... heulen...
Mein zweiter Impuls war.. irgendwas kaputt machen, zerstören, an irgendwas meine Wut, meine Angst, meine Verzweiflung raus zu lassen...

Ich hab beide Impulse unterdrückt... Hab meine Sporttasche gepackt, hab mein Handy aus geschaltet und bin ins Fitness

Meine Gedanken rasten.. selbst im Fitness konnte ich nicht richtig abschalten...
Meine Gefühle schwankten zwischen Verzweiflung und Bondeloser Wut...

am Ende konnt ich das doch "positiv" für mich verbuchen, weil ich gestern eig. mal nen "Faulen Sonntag" einlegen wollte und durch den Anruf doch nen Schubs ins Fitnessstudio bekommen habe..

Nun hat meine Mutter heute nacht noch eine e-mail geschickt in der stand. "Hi Katharina, ich hab dich lieb!"
Was soll dass denn nun schon wieder???

Ich hab zurück geschrieben, dass ich sie liebe, aber dass mich das Gestern so dermasen verletzt hat, wie sie mich angekeift hat ohne mich zu wort kommen zu lassen...

bin ja gespannt was da nu weiter kommt...

Manchmal kann ichs akzeptieren wie es ist, meistens jedoch nicht....

Mein Kopf weis alles über diese Krankheit Sucht aber meine Gefühle, mein Herz leider nicht...

Ich hoffe immer noch wenigstens meinen Vater "retten" zu können, obwohl mein Verstand durchaus weiß, wie sinnlos diese Hoffnung ist...


Sry für den Roman.. mir lag das grad total auf der Seele und es tat mir gut, mir das runter zu schreiben...

lg Katharina
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kithi_k hat zum Thema: Am Ende? Am Anfang? geschrieben
Linde66
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BeitragVerfasst am: 08.03.2010, 20:51    Titel: Re: Am Ende? Am Anfang? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Katharina,

herzlich Willkommen hier bei uns Erwachsenen Kindern.

Du hast das schon richtig verstanden. Jeder hat seinen "eigenen" Thread, daneben gibt es auch Themen-Threads. Jeder kann bei jedem lesen und schreiben. Ich wünsche dir einen hilfreichen Erfahrungsaustausch hier.

Schreib dir alles von der Seele. Mir hat das auch geholfen, bei MIR zu bleiben und meinen Weg zu finden. Ich habe lange genug versucht, diese oder jenen zu retten, geht aber nicht. Jetzt habe ich den Kontakt einschlafen lassen. Geht mir besser damit.

Lieber Gruß, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: Am Ende? Am Anfang? geschrieben
kithi_k
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BeitragVerfasst am: 08.03.2010, 21:02    Titel: Re: Am Ende? Am Anfang? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke fürs Willkommen heißen Sehr glücklich

Gut dann hab ichs doch richtig verstanden *freu*

was mich in Bezug immer wieder so hart trifft... wie unberechenbar und böswillig meine Mutter sein kann...

Wenns ihr schlecht geht, braucht sie jemanden, den sie nieder machen kann, einen "Sündenbock", den ich schon ne ganze weile sein soll...

leider hat sie echt feine Antennen... Gehts mir gut, ruft sie eig nie an.. sobald es mir schlecht geht, kann ich mir fast schon sicher sein, dass meine Mutter mich anruft... Erst unverfänglich fragt, wie es mir geht, bevor wieder diese Vorwürfe kommen...

Sie weiß genau, wie sich mich verletzte, innerlich treffen kann.. und nur wenns mir wirklich gut geht, schafft sie das nicht.. und das ist leider sehr selten der fall...

Shit happens, thats life..
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kithi_k hat zum Thema: Re: Am Ende? Am Anfang? geschrieben
Linde66
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BeitragVerfasst am: 08.03.2010, 21:15    Titel: Re: Am Ende? Am Anfang? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Wir haben Antennen für unsere Eltern und die für uns.

Alkohol ist ein bewußtseinsveränderndes Gift, da passiert etwas im Hirn. Das ist keine Entschuldigung, sondern ein biochemischer Prozeß. Ich habe viele solcher ich-lieb-dich-doch-Köder vor die Nase gehalten bekommen und war dann die Böse, weil ich sie nicht geschluckt habe.

Ich kann heute den Abstand wählen und die Richtung, in die ich gehe.


Thats life, ja, dein bisheriges Leben ist so. Aber du kannst dich in Bewegung setzen und Deins draus machen.

Lieber Gruß, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: Am Ende? Am Anfang? geschrieben
kithi_k
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BeitragVerfasst am: 08.03.2010, 21:28    Titel: Re: Am Ende? Am Anfang? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

2010 ist für mich das Jahr des Umbruches.

Was die Krankeit Sucht ist und was für körperlichen Schäden daraus folgen, weiß ich seit Dezember. Ich bin in der Ausbildung zur Krankenschwester und bin in meinem Psychatrieeinsatz ausgerechnet auf der akuten Suchtstation gelandet..

Das war meine Rettung!!

Dadurch bin ich zu meiner Selbsthilfegruppe für Angehörige gekommen und mein großes Ziel für 2010 ist, etwas für mich zu tun.
Sport, mal zum Friseur und unbedingt eine Therapie zu beginnen.

Nicht meine Mutter hat das Problem, sondern ich. Und ich habe vor dieses Problem langsam wieder "ab zu geben" und zu lernen, dass das nicht mein Problem ist...

Schwierig... aber die ersten Schritte dazu hab ich (denke ich) bereits geschafft...

Wenn 2010 in diesem Bezug so weiter geht, wirds ein geniales Jahr (hoffe ich9
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kithi_k hat zum Thema: Re: Am Ende? Am Anfang? geschrieben
kithi_k
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BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 08:43    Titel: Re: Am Ende? Am Anfang? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hm...
Heute Nacht hatte ich einen Traum..
Ein Auto war halb vom Schnee verschüttet, nur die Fahrertür war frei..
Ich wusste das meine Eltern in dem Auto saßen. Meine Mutter auf der Beifarerseite, mein Vater auf der Fahrerseite...
Ich wollte nicht, dass meine Mutter jemals wieder aus diesem Auto raus kommt...
Ich habe die Fahrertür auf gemacht, habe meinem Vater ein Bussi auf die Wange gegeben, hab die Tür hinter der Fahrertür aufgemacht, die Fahrertür zugeschlagen und von hinten den knopf runter gedrückt...

Ich bin verwirrt
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kithi_k hat zum Thema: Re: Am Ende? Am Anfang? geschrieben
kithi_k
neuer Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 11.04.2010, 17:22    Titel: Was soll ich jetzt machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,
momentan bin ich sehr verzweifelt und weiß einfach nicht, was ich machen soll.
Folgende Situation:
Bei meinem aktuellen Auto läuft im Juni diesen Jahres der TÜV ab und mein Auto wird den TÜV auch nicht noch einmal bekommen. Mein Vater ist Kfz-Meister in Altersteilzeit und der einzige in meinem Verwanten und Bekanntenkreis, der sich wirklich mit Autos auskennt.
Mein Vater ist der typische Coabhängige und mittlerweile selbst Alkoholiker. Mein Vater hatte mir zugesagt, mir zu helfen, ein neues Auto für mich zu finden, welches für meine Ausbildung zu Krankenschwester unabdingbar ist, weil ich auf dem Land wohne und es für mich keine andere Möglichkeit gibt pünktlich beim Frühdienst auf Arbeit zu sein.

Nun hatte ich letzte Woche Mittwoch angerufen um zu fragen, ob es dabei bleibt das er mir auf meiner Suche nach einem Auto hilft.
Da meinte er "Eigentlich habe er keine Lust dazu, Dein Freund kennt sich doch mit Autos aus".
Jetzt müsst ihr wissen, dass mein Freund nicht mal einen Führerschein hat und sich mit Autos noch weniger auskennt als ich.
Zudem müsst ihr Wissen, dass mein Vater niemals nein gesagt hätte, aber meine Mutter (Alkoholikerin) hat da interveniert.
Mein Vater macht nichts ohne die Erlaubniss meiner Mutter, weil er keinen Ärger möchte.

Ich war am Mittwoch tief Entäuscht.
Da sagen sie immer, wenn du Hilfe brauchst, dann komm und dann lassen sie einen so dermaßen hängen...

Nun hat meine Mutter seit Donnerstag mehrfach versucht mich anzurufen. Ich fühlte mich allerdings nicht im Stande, mit ihr zu telefonieren. Also hab ich ihr eine e-mail geschickt, was sie von mir wolle. Mein Zwillingsbruder hatte mir ausgerichtet, dass sie gute Neuigkeiten hätten.

Nun schreibt meine Mutter zurück, dass Papa es sich anderst überlegt habe und mir nun doch helfen wolle ein Auto für mich zu finden.

Das hat mich sooooo an meine Kindheit erinert.
Egal wohin ich wollte (wenn ich denn mal von einem anderen Kind eingeladen wurde, was selten genug vorkam) es hieß IMMER erst nein von meiner Mutter!!
Eine Stunde später kam sie dann an, ich dürfe doch gehen...
Als hätt ich mich darüber freuen können...

Ich hab die Nase so dermaßen gestrichen voll von meinen Eltern...
Zerschmettern mich Bildlich gesehen am Boden und ein paar Tage später kommen sie mit ein bisschen Zucker und erwarten dafür Dankbarkeit...

Ich weiß echt nicht was ich machen soll...

Am liebsten würde ich sagen LMAA, ich will eure Hilfe nicht mehr...
Aber woher bekomme ich dann ein Auto..?

Andererseits haben mir die Eltern von meinem Freund Hilfe zugesagt, zu denen ich ein super Verhältniss habe..

Und ich weiß, gehe ich wieder auf meine Eltern ein und nehm ihre HIlfe an, darf ich mir spätestens in zwei Monaten anhören, dass sich mein Vater wegen mir und dem Auto kaput geschufftet hat....

Eigentlich mag ich wirklich nicht mehr..

Mein Freund hat gemeint, ich müsse selber wissen was ich tue. Ob ich alles mitnehm was ich von meinen Eltern noch kriegen kann und bei solchen Vorwürfen einfach auf Durchzug stellen...

Andererseits fühle ich mich dann wieder in deren Schuld, weil ich wieder Hilfe angenommen hatte...

Und eigentlich möchte ich den Kontakt erstmal abbrechen...

Kann doch nicht so schwer sein, irgendwoher ein günstiges Auto zu bekommen, dass für ein oder zwei Jahrein TÜV hat...


Was würdet ihr machen?
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kithi_k hat zum Thema: Was soll ich jetzt machen? geschrieben
lavandula
Gast






BeitragVerfasst am: 11.04.2010, 20:20    Titel: Re: Am Ende? Am Anfang? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kithi,

mir hat das Chaos zu hause mit der Alk.Mutter und dem Vater immer schon gereicht - sie haben sich ja über alle Ecken sogar noch Jahre nach der Scheidung denunziert...

Für mich war die Entscheidung, mich WIRKLICH auf eigene Beine zu stellen, denn nichts anderes fällt einem als EKA so schwer, die einzig richtige. Habe lange und hart vorgearbeitet und mir diesen Schritt ermöglicht. Erstmal sah es sowas von utopisch aus, dass ich mich jemals unabhängig von ihnen fühlen könnte... Aber jetzt ist das schon seit einigen Jahren bestens ausgefeilt. Ich kann nur sagen ES LOHNT SICH, sein eigenes, absolut eigenes Leben aufzubauen und sich NIEMALS von den Alk.Eltern reinreden zu lassen.

Meine Mutter hat es mit ihren ermüdenden Lügen und ihrem intriganten Verhalten geschafft, dass sie von einem Ein-und-alles-Status in den Nicht-wichtig-Status gesunken ist. Das ist es ja eben, was sie wollen, die Alk.Leute. Sinken, im Dreck sein, sich selbst bemitleiden und allen andern ständig die Schuld geben.

Ach, diese Krankheit ist einfach zu mühsam. Als EKA kann man m.E. nur schauen, auf die Beine zu kommen und dort zu bleiben sowie sich möglichst gut zu pflegen und eine gesunde Eigenliebe zu entwickeln.

Liebe Grüße,
Lavandula
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lavandula hat zum Thema: Re: Am Ende? Am Anfang? geschrieben

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