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Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen?

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Spandauer
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BeitragVerfasst am: 03.03.2006, 12:57    Titel: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen, in meiner verzweiflung möchte ich mich mal an euch wenden.

Ich habe seit einem dreiviertel Jahr eine Freundin, wir lieben uns sehr. Ich bin 39 in gefestigten Verhältnissen, Sie ist 43 Jahre alt, berufstätig, zwei Kinder 13 und 17 Jahre. Aber leider total überschuldet und wie ich jetzt erst herausgefunden habe, wohl stark alkoholabhängig. Und das äußert sich darin, das sie Freitags immer allein bleiben möchte ohne einen plausiblen Grund. Sie sagt sie möchte einfach nur mal abschalten oder andere fadenscheinige Gründe. Sie lehnt es kategorisch ab wenn ich sage ich komme Freitag zu dir. Was dann passiert ist, das sie die halbe Nacht wach ist, so bis sagen wir drei oder vier uhr, allein im Wohnzimmer sitzt Musik hört und sich mit Weinbrand-Cola betrinkt, morgens gegen sieben wieder aufsteht und weitertrinkt. Eine Flasche Weinbrand geht locker dabei drauf. Danach ist sie so betrunken das sie den ganzen Tag schläft. Wenn ich dann Samstag morgens zu ihr fahre kann sie kaum eine Zigarette anzünden und da kommt sowas wie: "Mich kann man doch eh nicht lieben, und am besten ist ich schlafe ein und wache nie wieder auf." Ja sogar Selbsmordgedanken hat sie dann. Wenn ich sie auf ihr Alkoholproblem anspreche weicht sie mir aus, sie trinkt auch jeden Tag wenn ich nicht bei ihr bin. Das haben mir die Kinder schon verraten. Wenn sie aber arbeiten muss in der Woche hat sie sich etwas mehr im Griff und trinkt wohl nicht so viel. Ich sehe aber das sie mindestens Zwei bis Drei Flaschen Weinbrand die Woche kauft. Wenn ich dann zwei mal die Woche bei ihr bin Wochentags trinkt sie aber auch mal gar nichts. Das geht schon. Denke wohl um mir etwas zu verbergen..

Wie auch immer, ich denke sie ist abhängig und möchte ihr gern helfen.. was kann ich tun.. Zur Zeit nerve ich sie schon mit meinen bohrenden Fragen..

Vielen Dank für eure Antworten.. Liebe Grüße, Peter
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Spandauer hat zum Thema: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? geschrieben
Karsten
Administrator
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BeitragVerfasst am: 03.03.2006, 13:26    Titel: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Peter.

Erst einmal herzlich willkommen im Forum,

dieses heimliche Trinken, obwohl es jeder weiß, ist typisch für einen Alkoholiker. Man möchte nicht, dass es jemand sieht, wenn man sich betrinkt.
Ob man es bei dem Alkoholkonsum in der Woche unter Kontrolle hat, möchte ich bezweifeln. Vielleicht kann sie etwas einschränken und noch besser vor der Dir und der Umwelt verbergen.
Dieses Gerede von

Zitat:

"Mich kann man doch eh nicht lieben, und am besten ist ich schlafe ein und wache nie wieder auf."


habe ich früher auch sehr oft angewendet, wenn ich anderen Menschen mein doch so festen Willen, mich zu ändern, verkaufen wollte. Ich versuchte damit das Gespräch auf eine Ebene zu bringen, wo meine Umwelt gar nicht anders reagieren konnte, als mich zu bemitleiden.
Im Inneren dachte ich nur, hoffentlich lassen sie mich bald in Ruhe.

Helfen kannst Du ihr nur, wenn Du mit ihr sprichst. Sie muß von sich wirklich aufhören wollen. Jeder Abhängige braucht seinen persönlichen Tiefpunkt, wo er für sich selbst eine Entscheidung zur Veränderung treffen möchte.
Dieser Tiefpunkt ist bei jedem verschieden. Dem Einen reicht die Trennung vom Partner, der Arbeitsplatzverlust, dass man ihm die Kinder wegnimmt und der Andere muß erst erst "unter der Brücke" angekommen sein, um diese Entscheidung ernsthaft zu treffen.

Wo bei Deiner Partnerin die Schmerzgrenze liegt, kann ich nicht beurteilen.
Du solltest aber aufpassen, dass Du Dir trotz aller Liebe ihre Problene nicht zu Deinen eigenen Problemen machst. Die meisten Partner versuchen zu helfen und machen daher genau das Falsche.
Zeige ihr Deine Grenzen, wie weit Du bereit bist, ihr zu helfen und welche Vorstellungen Du von der Zukunft hast.
Überlege Dir aber genau, was Du ihr für Konequenzen aufzeigst, wenn sie die Grenzen überschreitet,
Nichts ist schlimmer, als wenn ein Abhängiger merkt, dass er machen kann, was er will, weil diese Konsequenzen eh nicht eingehalten werden.
Ein Abhängiger wird immer versuchen, seine Grenzen auszutesten, wie weit er bei dem Partner oder seiner Umwelt gehen kann.

Suche noch einmal das Gespräch und überlege Dir genau, was Du möchtest. Es geht dabei auch um Dein Leben.
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Karsten hat zum Thema: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? geschrieben
Spandauer
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
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BeitragVerfasst am: 03.03.2006, 13:56    Titel: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Karsten, danke dir erstmal für deine Antwort.

Ja ich versuche mit ihr zu reden, leider blockt sie dieses Thema immer, weicht mir aus und reagiert schon etwas genervt. Sie beschwichtigt es und es wäre schon alles Ok, ich müsse mir keine Sorgen machen und so. Welche Konsequenzen kann ich denn anwenden? Ich bin sehr konsequent wenn es darum geht sie beim Wort zu nehmen. Heute wird es wieder so sein. Sie will nicht das ich heute abend bei ihr bin. Ich setzte sie darauf hin folgendr maßen unter Druck. "Wenn du dich heute wieder so betrinkst, ist es vorbei mit Freitag allein und ich werde da sein und bekomme einen Schlüssel zu deiner Wohnung". Sie willigte ein. Konnte mir aber nicht versprechen sich nicht zu betrinken. Sie versucht es sagte sie. Das Familienleben bei ihr ist leider auch nicht zum Besten bestellt, da sich die Kinder langsam anfangen zurückzuziehen. Habe aber einen guten Kontakt zu den beiden und sie sind immer froh wenn ich bei ihnen bin. Letzte Woche hat mir der Sohn sogar die Tür geöffnet, obwohl meine Freundin es ihm verboten hatte mich rein zu lassen. Ich war dann für die Kinder da und sie hat den ganzen Tag geschlafen.. wie so oft...
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Spandauer hat zum Thema: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 03.03.2006, 19:54    Titel: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo spandauer,

willkommen hier im forum.

wenn deine freundin abblockt, dir ausweicht, alles nicht so schlimm sieht und genervt ist, dann will sie daran auch nichts oder noch nichts ändern. leider muss ich dir schreiben, dass du dann auch keine chancen hast, egal was du unternimmst, der alkohol wird immer der stärkere bleiben.

was karsten mit den konsequenzen meint ist, wenn du ihr zum beispiel androhst, wenn sie nichts gegen ihr trinkverhalten unternimmt, dann wirst du dich von ihr trennen, dieses musst du dann konsquent durchführen. beim wort nehmen kannst du einen alkohliker soviel du willst, es geht in ein ohr rein und zum anderen wieder raus. ich spreche hier aus erfahrung.

Zitat:
"Wenn du dich heute wieder so betrinkst, ist es vorbei mit Freitag allein und ich werde da sein und bekomme einen Schlüssel zu deiner Wohnung".


was ist das denn für eine androhung? wie du an der reaktion deiner freundin siehst ist ihr das doch egal, sie wird auch wenn du da bist nicht auf ihren alkohol verzichten.

wie dir schon geraten wurde, versuche mit ihr zu reden, appeliere an ihre verantwortung der kinder gegenüber. sage ihr, dass du sie unterstützen wirst im kampf gegen den alkohol. sollte sie wirklich nichts zum nachdenken bewegen, was ich dir nicht wünsche, dann kannst du auch nichts tun. sie ist erwachsen und es ist ihr leben worüber sie selbst entscheidet.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? geschrieben
Spandauer
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.03.2006
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BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 15:03    Titel: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo liebe Gemeinde... Nun dieses Wochenende war sehr spannend.. Ich war ja Freitag nicht bei ihr und es kam wie es kommen musste.. sie betrank sich wieder, wohl auch weil wir etwas Streit hatten, was den Griff zur Flasche noch forcierte.. Als ich Samstag morgen zu Ihr fuhr machte mir ihr Sohn auf, obwohl sie es ihm strikt verboten hatte in ihren Weinbrandrausch... Sie saß morgens um 10:00 im Wohnzimmer mit dem xten Glas Weinbrand Cola und hörte Musik, immer dasselbe Lied (Sonne in der Nacht, von Peter Maffay). die Jalousien waren unten und es war dunkel im Zimmer. Naja so kenne ich das ja schon.

Als ich reinkam rannte sie sofort nach oben ins Schlafzimmer.. Sie war wütend nun... Ich blieb unten und habe nichts gesagt und mich mit Ihrem Sohn unterhalten.. Sie schlief nun...

Ich schüttete das volle Glas dann in den Ausguss und wollte feststellen wieviel sie wieder getrunken hat.. Anderthalb Flaschen Weinbrand waren es wieder mal die leer waren. Ich schüttete den Rest dann auch weg..

Dann habe ich mich um die Kinder gekümmert und mit ihrem Sohn das Aquarium saubergemacht. Habe ich mich mit den Kindern über das Problem unterhalten das Mama Alkoholabhängig ist, den Kindern gesagt ich werde versuchen ihrer Mutter zu helfen. Die beiden vertrauen mir voll!!

Irgendwann kam Sie runter.. Die Kinder tuschelten die ganze Zeit.. Mama kommt.. Es wurde sehr spannend nun.. Die Luft knisterte förmlich.. Sie hatte dicke Augen vom Alkohol gezeichnet, sie war noch lange nicht nüchtern und wurde aggressiv und verletzend. Als ich sie dann freundlich ansprach.. "Was willst du hier!" kam dann sehr aggressiv. Ich solle sie endlich in Ruhe lassen und so weiter... Ja so wie ich sie dann kenne..Ich habe mich davon jedoch nicht beeindrucken lassen und Kontra gegeben aber in einem ruhigen Ton.. Sie dann stehen lassen.

Dann verschwand sie irgendwann ins Bad.. Die Kinder tuschelten unentwegt und haben alles mitbekommen.. Sie hat sich etwas zurechtgemacht und wollte nun einkaufen fahren.. Ich verbot es ihr und wir hatten ihr vorher schon den Wagenschlüssel weggenommen.. Dann fing das große gezetere erst richtig an.. Ich bot ihr an mit mir einkaufen zu fahren, ich werde nicht zulassen dass sie sich angetrunken ins Auto setzt. Ansonsten rufe ich die Polizei.. Die Kinder standen die ganze Zeit dabei. Haben ihr sogar auch Kontra gegeben und mich unterstützt.. Warfen ihrer Mutter u.a. vor das es schon so wäre das das Jugendamt kommen könne und sie das Sorgerecht verliert, wenn das so weitergeht.. Sie war immer noch nicht einsichtig und wollte trotzallem fahren.. Ich blieb standhaft und habe sogar die Tür abgeschlossen als sie den Ersatzschlüssel holte..

Sie weigerte sich wehemend mit mir zu fahren und wollte dann laufen.. (Wir wussten alle, sie will nur Schnaps kaufen) Und deswegen wollte sie auch nicht mit mir fahren.. Denn sie konnte sich ja denken das es den nicht gibt dann..
Nach langen gezerre (das ging noch eine ganze Weile so) habe ich sie dann doch soweit bekommen das sie in mein Auto einstieg und wir zusammen losgefahren sind.. Dann auf den Parkplatz ging es weiter, sie ging in in eine andere Richtung und sponn total.. Ich solle sie doch endlich in Ruhe lassen.. Irgendwann kam dann: "Ich will mir aber eine Flasche Schnaps kaufen" NEIN! Sagte ich und sie rannte wieder woanders hin.. Ich wieder hinterher.. Das Theater ging solange, bis ich das zu hören bekam was ich aus Ihrem Mund hören wollte.. Ja ich bin abhängig! Kam dann! Nun war der Knoten geplatzt!

So und nun sage ich dir, du machst eine Therapie. Sie sagte das kann ich nicht erpressen, das muss von ihr kommen.. Damit hatte sie auch recht, denn das stimmt.. Ich lenkte ein. Ok folgendes kam dann von mir.
Ja du hast recht, vieviel Geld hast du noch? 10 Euro sagte sie.. Gut wir gehen einkaufen. Ich werde den Einkauf bezahlen und du deinen Weinbrand. Du kannst dir eine Flasche kaufen. Ich kann es eh nicht verhindern. Wenn ich nicht da bin kaufst du dir die sowieso.

Also gut. Wir gingen dann durch einen Einkaufsmarkt und kauften ein, hielten zuletzt an den Spiritousen an. Ich sah sie an und ich merkte es war ihr peinlich.. Sie nahm eine Flasche Weinbrand und packte sie in den Wagen.. An der Kasse packe ich das Band voll und schob ihre Flasche beiseite.. Sie stellte sie wieder dazu und sagte: "Ich gebe dir das Geld." Nein, die bezahlst du oder ist dir das peinlich? sagte ich. Ich legte den Trennstock demonstrativ hinter dem Einkauf und danach ihre Flasche.. Sie zahlte dann auch und wir gingen.. Sie war auf einmal ruhig und fast normal.

Zuhause dann packten die Kinder den Einkauf aus und schauten mich an als sie die Flasche Weinbrand sahen.. Ich nickte nur wortlos.. Sie stand im Flur und rauchte.. Sie sagte nichts und war ruhig.. Sie ging nach oben und ich rief ihr hinterher sie möge Ihren Sohn mal fragen ob er lust hat mir mir Schach zu spielen.. "Oder magst du mitspielen und wir spielen was anderes?" fragte ich. Sie verneinte. Dann kam Ihre Tochter zu mir und sagte.. Jetzt muss ich dich ja fragen.. "Darf ich heute noch raus?" Ich wäre dann so gegen 12 wieder zuhause.. Ja sicher, ich denke das ist in Ordnung, aber frag trotzdem noch mal deine Mutter.. Sie willigte auch ein.. Jetzt haben die Kinder sogar mir die Verantwortung und das Sorgerecht übertragen, wenn sie was getrunken hat.. Klasse was? Das merkte sie dann auch und ging Wortlos nach oben ins Schlafzimmer..

Nun ich habe sie dann zwei Stunden oben im Schlafzimmer allein gelassen. Sie schlief gar nicht und dachte wohl etwas nach.. Als ich oben bei ihr war, legte ich mich neben sie und gab ihr meine Hand.. Sie sah mich an.. Langsam wurde sie auch nüchtern. Habe ihr ein Paar Dinge dann gesagt und ihr klar gemacht das sie sich ab heute nicht mehr verstecken muss. Festgestellt das sie krank ist und Hilfe braucht, Ihr meine Unterstützung angeboten und sie etwas getröstet auch.. Sie kam dann runter ins Wohnzimmer.. Ab nun war sie wieder normal und liebenswürdig, halt so wie ich sie liebe.. Nun ich habe bis Gestern abend noch viel mit ihr geredet und ich habe ihr die folgenden Dinge gesagt:

Wenn sie weiter trinkt wird es noch schlimmer, da sie beim Genuss von Alkohol schnell die Kontrolle verliert, weil sie den Punkt zum Aufhören nicht mehr findet. Sie ist Alkoholikerin und psychisch abhängig, die körperliche Abhängigkeit wird folgen. Sie bestreitet es jetzt nicht mehr. Habe sie auf die Gefahr den Beruf, die Kinder und das Haus zu verlieren aufmerksam gemacht.

Ich (und auch die Kinder) werden ihren Alkoholkonsum nicht weiter unterstützen, keiner wird dir Schnaps kaufen, auch nicht wenn du Deine Tochter schickst, niemand bringt deine Flaschen weg und alles was damit zu tun hat, ist dein eigener Job. Ich werde dir keine Vorwürfe machen und du kannst trinken wenn du es möchtest.

Ich werde ab jetzt Freitags hier sein und Samstags auch! Du kannst also ruhig trinken wenn du es brauchst. Auch werde ich einen eigenen Schlüssel jetzt nachmachen lassen.. Die beiden Punkte gefielen ihr schon gar nicht. Ich sagte du brauchst auch nicht versuchen mich wieder davon zu überzeugen, das ich Freitags zuhause bleibe.. Also spar dir deine Bemühungen.

Wenn du was betrunken bist, wird deinen Anordnungen hier nicht mehr folge geleistet und ich übernehme hier die Verantwortung.

Ich werde dich nicht beschimpfen und unter Druck setzen was den Alkohol angeht, aber dich immer wieder damit konfrontieren, das es falsch ist was du machst.

Ich werde einen Termin für mich in einer Beratungsstelle für alkoholabhängige machen, damit ich lerne wie ich mit dir und deiner Krankheit umgehen muss.

Und der wichtigste Punkt: Ich werde ab heute keinen Alkohol in deiner Gegenwart mehr trinken und mindestens die nächsten zwei Monate möglicherweise auch länger auf Alkohol vollständig verzichten und mit guten Beispiel voran gehen!

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße, Peter
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Spandauer hat zum Thema: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? geschrieben
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
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Beiträge: 3847
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BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 15:40    Titel: Hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Peter.


WOW

kann ich dazu nur sagen. Ich finde du hast alles aber auch alles total richtig gemacht.

Es ist ein Versuch wert. Besonders bewundere ich deine Bemühungen um die Kinder und die Ruhe und die Zuversicht die du da in das Haus bringst.

Es ist wohl eine große Liebe die dir dafür die Kraft gibt.

Ich finde versuche es so, wenn es nicht klappt, mußt du weiter sehen.

Deine Freundin hat es ausgesprochen, dass sie krank ist, vielleicht bekommt sie jetzt den Ruck.

Dass du dir eine Gruppe suchen willst ist sehr wichtig.

Ich würde mich freuen, wenn es für Eure kleine " Familie" Hoffnung gibt.


Gruß Annika
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Annika hat zum Thema: Hallo geschrieben
Spandauer
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 64
Alter: 45
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 16:09    Titel: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Annika..

Dankeschön... Tut gut zu lesen.
Ja ich liebe sie sehr, und ich weiß, sie mich auch. Bei all den Problemem und all dem Streit den wir bisher schon hatten (der ja wie es jetzt gewahr wird, nur dem Alkohol entsprungen war).. Nichts reichte aus, dass wir uns wirklich trennen konnten. Denke das heißt schon einiges und kann Zukunft haben. Gibt mir die Kraft an sie zu glauben.

Der Rest des Wochenendes war sehr harmonisch und schön, wie immer eigentlich wenn sie nüchtern ist und wir uns sehen.

Nun sie ist einsichtig und weiß nun das sie einen falschen Weg geht.
Ich werde mich konsequent an meine Ansagen halten, auch das habe ich ihr gesagt. Ich denke sie braucht noch etwas Zeit und die gebe ich ihr.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten...

Peter.
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Spandauer hat zum Thema: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 06.03.2006, 17:16    Titel: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo peter,

ich muss auch sagen du hast sehr gut reagiert, deine freundin hat somit wenigstens die worte ausgesprochen „ich bin abhängig“, was ja soviel heisst wie „ich bin alkoholikerin“, dieses ist ihr ganz sicher nicht leicht gefallen.

nun, zu einer therapie kann man niemand zwingen, denn diese würde auch nichts bringen, wenn man sie unter zwang macht, die meissten werden danach wieder rückfällig. Du hast von deiner seite aus alles getan, mehr wie deine unterstützung kannst du ihr nicht anbieten, wenn du zuviel auf sie einredest wird sie wieder blocken und du hast das gegenteil erreicht. jetzt muss sie selbst nachdenken und versuchen etwas zu ändern.

auch an dich solltest du denken, denn wenn ich deinen beitrag lese bist du auf den weg in die co-abhängigkeit und davor musst du dich schützen. du darfst nicht von heute auf morgen erwarten dass sich etwas ändert. sorry, für meine worte, aber ich weiss was alkoholabhängigkeit bedeutet und wie schwer es ist den weg, auf dauer, dauraus zu finden.

du schreibst deine freundin ist psychisch abhängig, die körperliche abhängigkeit würde folgen. dieses sehe ich etwas anders, deine freundin ist auch schon stark körperlich abhängig. wenn sie diese mengen an weinbrand trinkt kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der körper den „stoff“ während der woche nicht braucht.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Ist meine Freundin abhängig? Kann ich helfen? geschrieben

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