| Ernsthafter Erfahrungsaustausch • Suchtdruck! |
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8357 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 27.02.2010, 22:01 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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Hallo Karsten!
Ich kann gar nicht zählen wie oft ich mir in meinem Leben selbst im Wege gestanden bin!
Hier im Forum natürlich auch.Aber ein Blick auf mich selber hilft mir da immer.Wenn ich dann noch etwas lese was passt ist es wie wenn die Sonne wieder aufgehen würde.Oder ich konnte mich ganz einfach wieder entspannen.
Manchmal sind es die Langzeittrockenen,manchmal andere,die etwa mit mir zur gleichen Zeit gestartet sind,manchmal ganz Neue.
Es sind manchmal auch Fragen die mir oder im Forum gestellt werden,die mir helfen,meinen begonnen Weg weiter zu gehen.
guet Nacht!
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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klarerkopf neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.12.2007 Beiträge: 122 Alter: 47 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 28.02.2010, 07:35 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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Guten Morgen,
| Zitat: | | Ich habe am Anfang mit Langzeittrockenen meine Schwierigkeiten gehabt, ich hab einfach manchmal nicht verstanden was mir jemand sagen wollte, zufriedene trockenzeit- was ist das, |
So ging es mir vor einigen Jahren auch, zu Beginn meines neuen Lebens. Eine Eigenart unseres heutigen, schnellen, konsumorientierten Lebens ist es, so sehe ich es, alles schnell erreichen, bekommen, erwirken, .... zu wollen.
So auch jemand, der eben dem Alkohol in Zukunft abschwören will. Er sieht unter anderem in diesem hervorragenden und hoffentlich in dieser Weise noch lange bestehen bleibendem Forum oft den von Langzeittrockenen beschriebenen Zustand "zufriedene Trockenheit", und macht es sich natürlich, wie auch ich es gemacht habe, zum Ziel, das zu erreichen.
Übersieht aber manchmal dabei, dass der Weg dorthin kein direkter, geradliniger, schneller ist, was heisst, na, jetzt mache ich das 2 Wochen so, dann habe ich diesen Zustand erreicht;
Sondern er führt, wenn ich meine Sicht der Dinge so rüberbringen darf, über Umwege oder noch genauer über einen etwas längeren Weg, der aus zahllosen kleineren Etappen besteht, dorthin.
Ohne jetzt einen erhobenen Zeigefinger zu verwenden, sage ich, täte man gut daran, in den ersten Etappen sich dazu zu entscheiden, bedingungslos anzunehmen, ich bin auch nach 5 Jahren alkfreien Lebens noch jederzeit gerne dazu bereit, Dinge anzunehmen, übrigens auch in Dingen oder bei Dingen, die nicht den Alk betreffen, kann nur sagen, es nützt wesentlich mehr als es schadet.
Abschliessend ist es noch meine Meinung, dass Forenteilnehmer, die schon längere Zeit keinen Alkohol mehr trinken, vielleicht nicht zu oft hinterfragen sollten, "ob es einen Sinn hat, weiterzuschreiben, es wird oft eh nicht angenommen", denn, wie man immer wieder mit Freude liest, hat der eine oder andere "Neuzugang" im Forum schon längere Zeit mitgelesen und es wurde eben durch das Geschriebene Interesse geweckt, sein Leben zu ändern.
Wenn es dadurch wieder einen Menschen gibt, der an sich arbeiten will, dem Alk abschwören will und dies schafft, so hat das Aufschreiben der Erfahrungen hier seinen Sinn gehabt.
Jeder ist seines Glückes Schmied .........
Ergebenst
klarerkopf |
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| klarerkopf hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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espoir sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.11.2008 Beiträge: 1155 Alter: 44
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Verfasst am: 28.02.2010, 07:57 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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Guten Morgen klarerkopf,
ich finde gut, was du da geschrieben hast.
Ich hatte gestern ähnliche Gedanken, hätte es aber nicht so gut auf den Punkt bringen können.
Außerdem bin ich noch nicht so lange trocken wie du...
LG
espoir |
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| espoir hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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klarerkopf neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.12.2007 Beiträge: 122 Alter: 47 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 28.02.2010, 09:13 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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Guten Morgen, Espoir,
| Zitat: | | Außerdem bin ich noch nicht so lange trocken wie du... |
Ist einzig und allein eine Frage der Zeit und der Einstellung.
Bin mir sicher, dass auch du (und jeder, der dazu bereit ist und an sich arbeiten will), eines Tages auf ein paar Jährchen neuen, glücklichen Lebens zurückblicken kannst.
Möchte aber gleichzeitig dazu sagen, dass ich mir darauf nicht unbedingt etwas einbilde, der Teufel schläft nie und ständiges "Update" schadet auch nicht. "Update" verbinde ich mit "annehmen, was mir für meinen weiteren trockenen Weg behilflich sein könnte".
Ich weiß auch nicht, ob ich es schaffe, mein restliches Leben ohne Alk zu leben, aber davon ausgehen, das tue ich .....
Schönen Sonntag an alle
klarerkopf |
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| klarerkopf hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4060 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 28.02.2010, 09:25 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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glück auf
| klarerkopf hat Folgendes geschrieben: | | Ich weiß auch nicht, ob ich es schaffe, mein restliches Leben ohne Alk zu leben, aber davon ausgehen, das tue ich ... | der satz des monats ^ den unterschreib ich
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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kossi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.01.2010 Beiträge: 318 Alter: 48 Wohnort: südlich von münchen
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Verfasst am: 10.03.2010, 12:38 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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Hallo Karsten,
Du hast Recht, aber die Wahrheit tut oft Weh. Auch Kritik
anzunehmen muß gelhernt sein.Ich habe auch am Anfang langzeit trockene für Überheblich gehalten. Es war bei mir Neid und wie gesagt die Wahrheit hat mir oft Weh getan. Wenn ich jetzt mit Patienten aus der Entgiftung spreche, höre ich mich oft selbst reden.
Es war für mich auch schwierig zu Aktepzieren, dass ich Alkoholiker bin, wenn mir jemand das ins Gesicht gesagt hat bin ich auf Abstand gegangen. Ich glaube das es vielen anderen Menschen genauso wie mir geht.
Grüße
Wolfgang |
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| kossi hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31612 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 10.03.2010, 12:44 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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Hallo Wolfgang,
| kossi hat Folgendes geschrieben: |
Du hast Recht, aber die Wahrheit tut oft Weh. Auch Kritik
anzunehmen muß gelhernt sein. |
Sicherlich tut die Wahrheit weh, aber es geht ja hier auch nicht um eine schlechte Angewohnheit, sondern um unser Leben.
Da ist es mir auch ehrlich gesagt egal, wie hart die Worte sind, wenn sie dann helfen.
Kritik unterscheide ich in konstruktive Kritik, weil ich jemanden helfen will und in unkonstruktive Kritik, wo es darum geht, jemanden schlecht zu machen oder meinen Willen aufzuzwingen.
Im ersteren Fall sollte man dankbar sein, dass sich jemand die Zeit nimmt und sich Gedanken macht, Kritik zu äußern.
Im zweiten Fall ist es oft Selbstdarstellung, was nicht zielführend sein kann.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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kossi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.01.2010 Beiträge: 318 Alter: 48 Wohnort: südlich von münchen
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Verfasst am: 10.03.2010, 13:22 Titel: Re: stehe ich mir selbst im Weg? |
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Hallo Karsten,
habe nur versucht zu erklären warum, sagen wir Patienten, ablehnend auf Ratschläge und Kritik, von alten Hasen, reagieren. Ich habe mir auch Angewöhnt, dass zu sagen was ich denke. Ich weiss bei einen Alkoholiker oder Süchtigen, kommt man mit schönen Worten nicht weiter.
Grüße
Wolfgang! |
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| kossi hat zum Thema: Re: stehe ich mir selbst im Weg? geschrieben
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