| Und nun? • Allgemeiner Umgang mit Mutter?! |
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lost_in_registration neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.02.2010 Beiträge: 35
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Verfasst am: 02.03.2010, 11:50 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Liebe Tinka,
dass es Dir zunehmend gut geht finde ich ganz furchtbar schön zu hören.
Geht es Dir genauso wie mir? Es hat sich noch gar nicht so viel verändert, irgendwie ist alles beim Alten und dann auch wieder doch nicht? Man entdeckt sich und einfach alles um sich herum irgendwie neu? Vielleicht zum ersten Mal bewußt? Ich bin auf jeden Fall ganz ganz seltsam drauf und ich meine meiner Freundin anzusehen, dass sie die Miniveränderung begrüßt. Wir haben schon vorher eine sehr gute Kommuniktaion und ein sehr gutes Verhältnis zueinander gehabt, aber momentan scheint es schlagartig noch ein Stück besser geworden zu sein. Und dieses "ein Stück weit besser" trifft irgendwie auf den ganzen Alltag zu... seltsam, seltsam.
Das mit dem Kloster ist momentan auch nichts für mich, auch wenn die Idee irgendwie faszinierend ist. Aber wurscht, soll mich nicht stören
Deine Aussage "Mein Leben ist aufregend" spricht Bände und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.
Weiter so!
Gruß,
A. |
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tinka25 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2010 Beiträge: 116 Alter: 27
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Verfasst am: 02.03.2010, 14:02 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Hallo Lost,
ja, wenn ich mir deine Beiträge durchlese, finde ich mich wieder. Ich muss auch sagen, dass mir das sehr viel weiter geholfen hat. Du hast eine sehr starke Persönlichkeit und eine sehr positive Sichtweise und das macht Mut. Mir wird zur Zeit auch bewusst und das zum ersten Mal, das es um mich geht, nicht um meine Mutter und deren Krankheit, sondern um mich. Ich muss mich um mich kümmern und mich selber entdecken. Es ändert sich so einiges und trotzdem bin ich immer noch ich. Auch gestehe ich mir Mal Macken und Fehler ein und spiele nicht immer die Starke. Ich distanziere mich bewusst von Menschen die mir nicht gut tun und spiele nicht mehr den Mülleimer für jeden. Ich lerne jeder ist für sich verantwortlich und ich muss bei mir bleiben. Ich hatte die Angewohnheit gerne Fehler bei anderen zu sehen und mir darüber gerne das "Maul" zu zereisen, zufrieden hat mich das nicht gemacht, diese Eigenschaft hat mich genervt, jetzt habe ich immer weniger den Drang dazu und merke ein Gefühl von Gleichgültigkeit, es ist mir egal was andere machen.
Ich muss sagen, ich schöpfe soviel Kraft und Mut und genieße einfach mal die Eindrücke die auf mich zukommen und ich werde zunehmend entspannter. Ich glaube es wird ein langer Weg, aber den Anfang habe ich gemacht und das ist für mich das Entscheidende...
Es freut mich, wenn ich dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte, habe Dir auch schon einige zu verdanken;)
Kann ich nur zurückgeben, weiter so!
Ganz liebe Grüße Tinka |
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| tinka25 hat zum Thema: Re: Wer bin ich? geschrieben
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lost_in_registration neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.02.2010 Beiträge: 35
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Verfasst am: 03.03.2010, 07:54 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Das mit den Fehlern bei anderen zu entdecken, kenne ich auch von mir. Ich bin eh der Kritiker vor dem Herrn. Auch eins der Dinge, die ich für mich ändern möchte.
Ich glaube, ich habe für mich das Verhalten übernommen, andere ändern zu wollen. Ich nehme mir manchmal Sachen zu Herzen, die mich gar nichts angehen sollten. Unterm Strich stelle ich für mich fest, dass ich andere nicht akzeptieren kann, wie sie sind. Ich nörgle oft an Kleinigkeiten herum, weil ich der Meinung bin, dass wenn Person X sich in diesem und jenem Punkt so verhielte, wie ich das für richtig empfinde, dann würde es ihm besser gehen. Was für ein haltloser Unfug. Letztlich macht es doch viel mehr Spaß, Leute so sein zu lassen, wie sie sind. Alle die mir nicht in den Kram passen finden eh keinen Platz in meiner neuen Zukunft
Der Weg - wie Du schon sagst - wird lang. Aber sollte uns das abschrecken, dass wir vielleicht herbeigesehnte Ergebnisse erst in mühsamer, lang andauernder Arbeit erzielen, statt schon heute? Nein. Wir werden nicht nur das Ergebnis, viel besser zu schätzen wissen, sondern Du und ich werden sogar schon viel Freude auf dem Weg dahin empfinden!
Ganz liebe Grüße zurück,
A. |
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tinka25 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2010 Beiträge: 116 Alter: 27
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Verfasst am: 04.03.2010, 10:57 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Hallo,
inzwischen habe ich mir das Buch Familienkrankheit Alkholismus geholt und auch fast schon ausgelesen, konnt gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich kann mich nur für den Tipp bedanken und es nur weiterempfehlen. Weinen kann ich nicht wirklich, ich erlebe viele schmerzhafte Erlebnisse wieder, aber ich kann nicht wirklich weinen, kann ich schon lange nicht mehr, weiß nicht, ob ich das jemals konnte.
Ich bin traurig, verletzt, gedemütigt, erniedrigt und irgendwie kühl, indem wie ich es ausdrücke. Ich habe für mich einen wichtigen Punkt entdeckt, Wut, Wut die in mir steckt und die mich lebendig gemacht hat. Ich habe oft meine Wut rausgelassen, habe gechrien, geschlagen... aber die Wut war weiter da. Es ist diese Wut, die mich lebendig gemacht hat, die mich handeln ließ, statt nur zu sein... Ich habe meiner Mutter eínen Brief geschrieben, keine Liste mit du hast..., seinen einen Brief, indem ich geschrieben habe, wie ich mich gefühlt habe, wie sie mich verletzt hat, welche Dinge mich am Meisten getroffen haben... Und jetzt, jetzt ist die Wut weg, sie ist einfach weg...
Ich fühle mich erleichtert, aber auch kraftlos, erschöpft...ERNÜCHTERT
Was ist jetzt? Ich bin an einem Punkt, ich frage mich nicht mehr nach dem warum, warum ich, warum wurde mir das angetan, ich suche auch keinen Schuldigen mehr...
Nein, ich merke, all die Fragen die ich hatte, auf die ich so verzweifelt eine Antwort gesucht habe, auch wenn ich wusste, dass es die nicht gibt, ich wollte eine, es gibt doch auf alles eine Antwort, für alles eine Lösung... Ich habe sie, es gibt keine und wenn es eine geben würde, sie ist egal, es ist einfach so wie es ist.
Es ist gut so wie es ist, weiß ich nicht, ist auch egal, es ist einfach so. Meine Kindheit ist so wie sie ist, meine Mutter ist so wie sie ist und ich kann es nicht ändern. Ich habe verzweifelt einen Schuldigen gesucht, jetzt habe ich ihn, Alkoholismus, sie ist krank. Ich kann ihr nicht helfen, dass habe ich verstanden, aber inzwischen will ich es gar nicht mehr. Es ist nicht mehr meine Aufgabe.
Ich bin so lange in psychologischer Behandlung und das war sicher wichtige Vorarbeit, aber den entscheidenden Schritt, musst ich selber machen, LOSLASSEN!
Mal sehen wie es jetzt weiter geht, momentan bin ich leer, ernüchtert...
Jetzt kann ich selber beginnen zu Leben!
Lost, ein langer, aber schöner Weg, du hast recht
Ich werde hier weiter berichten und weiter lesen, denn ich merke wie sehr mir das hilft! DANKE
Liebe Grüße |
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| tinka25 hat zum Thema: Re: Wer bin ich? geschrieben
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lost_in_registration neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.02.2010 Beiträge: 35
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Verfasst am: 04.03.2010, 12:45 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Liebe Tinka,
wie ich Deinen Zeilen entnehme, hat das Buch Dich genauso verwirrt, wie mich. Viele Dinge dringen einem ins Bewußtsein, schmerzliche Erinnerungen werden wach gerufen und wie Du schreibst fühlst Du Dich jetzt kraftlos und erschöpft.
Glaube mir, in wenigen Tagen wird es Dir bedeutend besser gehen. Ich glaube, für manch ein EKA steckt einfach zu viel Inhalt in diesem Buch. Das stiftet erst mal ordentlich Verwirrung, ist viel zu viel. Nahezu alles, was man früher erlebt und hübsch verdrängt hat wird angerührt. Aber es wird Dir auch eine Last von den Schultern nehmen, wie z.B. die Suche nach Antworten, da wo keine sind. Und manche Dinge hat Dir das Buch sicher schon beantwortet und Dir ist aufgefallen, dass Du nur an den falschen Orten danach gesucht hast.
Genieße das Gefühl der Leere für den Moment, leere Dich vor allem auch von dem ganzen negativen Mist. Es gibt keinen Schuldigen dafür, erst recht nicht Dich. Und dann wirst Du diese Leere nur mit Dingen füllen, die Du für Dich selbst bestimmst.
Willkommen im Leben, Tinka, bin auch neu hier aber wird immer besser
Ganz liebe Grüße,
A. |
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tinka25 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2010 Beiträge: 116 Alter: 27
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Verfasst am: 08.03.2010, 23:32 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Halllo Lost,
DANKE, für deine netten Worte, tut immer wieder gut .
Ich muss sagen, in mir arbeitet es ganz schön. Es ging oder geht mir so einiges durch den Kopf. Ich beobachte mich selbst und merke wie sich das ganze auf meine Persönlichkeit ausgewirkt hat, ich muss aber auch sagen, dass ich die Menschen in meiner Umgebung beobachte und mehr und mehr darauf achte, wie sie zu mir sind. Ich werde kritischer, ich war immer ein guter Zuhörer, habe mir stundenlang den Müll einer Freundin angehört, jetzt interessiert mich das nicht mehr, denn sie interessiert mein Leben auch nicht. Ich frage mich was mir gut tut. Ist nicht immer leicht, da ich ja sehr festgefahren bin, in dem was ich tue. Ich verstehe jetzt was du meinst Lost, beobachten und kritisch mit sich selbst sein. Ich entdecke traurige und verletzliche Seiten an mir, die ganz tief in mir stecken und die ich nicht gerne zeige, aber auch sehr für mich negative seiten, die ich bis jetzt immer abstellen wollte, bin durchaus ein verwöhntes, zickiges Kind , lerne ich zu aktzeptieren. Ich bin nicht perfekt und muss es auch nicht sein.
Lost, mir fällt einiges an Last ab... Langsam aber sicher komm ich zurück ins Leben.
Ganz liebe Grüße Tinka |
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| tinka25 hat zum Thema: Re: Wer bin ich? geschrieben
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tinka25 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.02.2010 Beiträge: 116 Alter: 27
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Verfasst am: 09.03.2010, 16:50 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Hallo,
ich stelle mir die Frage ob ich je vertrauen kann? Ich traue grundsätzlich keinem, kann ich das je lernen? Meine Mutter ist trocken, kann ich ihr das glauben? Ich weiß es darf mich nicht interessieren, aber warum beschäftigt mich das so sehr? Es ist soviel kaputt gegangen zwischen meiner Mutter und mir, wegen dieser SCH... . Traurig  |
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| tinka25 hat zum Thema: Re: Wer bin ich? geschrieben
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Feuerengel Gast
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Verfasst am: 09.03.2010, 17:40 Titel: Re: Wer bin ich? |
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Hallo tinka,
vielleicht wirst du wieder Vertrauen zu anderen Menschen haben, wenn du anfängst dir selber zu vertrauen??????
Dir sind Gefühle abgesprochen worden, in deiner kindheit, es wurde viel verschleiert.
Als Kind hattest du den Zugang zu deinen reinen natürlichen Gefühlen, die im Laufe der Zeit versucht wurden, dir madig zu machen, sorry, mir fällt gerade nichts anderes ein.
Du hast das Vertrauen zu deinen Gefühlen ein bißchen verloren, vielleicht misstraust du anderen deswegen.
also mir ging es so, ich entdecke gerade wieder das gefühl für mich, das es ok ist, was ich fühle und denke.
Es wird noch eine Weile dauern, anderen zu vertrauen.
Ich versuche offen zu bleiben, mich gleichzeitig zu schützen, wenn jemand meint zu wissen was ich fühlen soll.
Du machst das ganz toll, ich habe deinen thread gelesen. Respekt!
Angst kann sehr groß sein, und Angst davor zu vertrauen auch.
Aber ich denke wir machen alle mal wieder Fehler und vertrauen, wenn ich aber aus den Fehlern lerne, reife ich.
lg
jule |
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| Feuerengel hat zum Thema: Re: Wer bin ich? geschrieben
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