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GaJa
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.02.2010
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BeitragVerfasst am: 26.02.2010, 12:48    Titel: Re: GaJa - eine"Co",die Familie & Besuchsrecht... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Das Buch ist bestellt...
Die Kinder gehen mit der Situation ganz gut um - im Rahmen natürlich - sie äussern Verlustängste (deutlich in der Kita, wenn ich gehen will) Betonen immer, dass Sie ihren Vater vermissen...und sie ihn lieb haben.
Ob ich ihn noch lieb habe - kann ich im Moment nicht definieren.
Ich weiss, dass wir durch seine Krankheit nicht auf "gleicher Augenhöhe sind"
-soll nicht so herablassend gemeint sein, wie es sich liest...

Ich kann ihm nicht mehr Vertrauen - ich denke, dass das unser grösstes "Problem" darstellt.
Genau, wie Du es geschildert hast, und wie ich es hier schon oft gelesen habe - Unzuverlässigkeit, Lügerei und Selbstbetrug waren besonders im letzten Jahr reichlich an der Tagesordnung.
Das schlimme daran ist ja nicht, das das überraschend gewesen wäre, das chlimme war, dass ich in der Situation buchstäblich "gefangen"war.
In Meiner Wohnung.
"Such Dir ne Wohnung" - "Ja, mach ich dann schon."
Was der guten Stimmung nicht gerade zuträglich war.
Um es zu erklären, wir sind zurück in meine Heimatstadt gezogen - damals hab ich ihm gesagt, ich ziehe um - was Du machst, musst Du entscheiden.Wir waren damals in getrennten Wohnungen, was sich hier änderte, da er so schnell keine Wohnung fand...da nahm das wirkliche Elend seinen Lauf.
Still, eigentlich - trank er dann immer mehr - heimlich - bei unseren gemeinsamwen Bekannten - und das führte zu ständigen Diskussionen, da ich nicht wollte, dass er in Gegenwart der Kinder trank. Was er dann anfing.Er war nie "richtig besoffen" - tagsüber, aber den Kreislauf kennt ihr ja.
Das hat es vorher nicht gegeben.Diese Hemmschwlle ist hier schnell gefallen.Der Druck auf hn wuchs natürlich - Arbeit finden - klappte auch nicht so, wie gewünscht - durch seine Sauferei wurde er unzuverlässig&schludrig in den Arbeitsergebnissen - ergo hatte er bald entsprechend wenig Aufträge...

Naja Lange rede -kurzer sinn - zum schluss war es mir unerträglich und ich habe ihn mit Unterstützung - vor die Tür gesetzt.
Er hat das bis heute nicht verwunden ist gerade 4Wochen her -versucht, wie üblich - schnell ein "Beruhigungsprogramm" zu starten (schnell was bewegen, dann kriegt sie sich bald ein.

Aber das wird leider nicht werden.Mein Herz hängt an guten Erlebnissen mit ihm, wir haben viel unsinn zusammen erlebt - auch viele schöne Zeiten - aber der Verstand siegt dann doch über das Herz.
Das ist das, was ich Ihm schon zu Beginn unserer Freundschaft gesagt habe.
Kinder waren eigentlich nicht eingeplant...
Uns wird immer viel verbinden, das ist klar, aber ich werde meinen Kindern versuchen klar zu machen, dass Ihr Vater leider krank ist und er sich in manchen Momenten eben durch den Alkohol nicht so verhalten kann, wie wir es uns erhoffen oder es vielleicht besser wär..
Ich versuche immer bei der Warheit zu bleiben, (ihn nicht schlecht zu reden) und meinen Kindern das zu erklären.
Ich ermuntere Sie auch, mit den Grosseltern darüber zu reden und mit den Erziehern im Kindergarten.Natürlich auch mit mir und mit unseren Freunden, wenn sie das Bedürfnis haben.
Ich selber gehe damit auch offen um, da ich nicht sehe, warum ich mich schämen sollte oder warum ich das Thema tabuisieren soll.
Es kame schon seltsame Reaktion, aber was die anderen Denken, war mir schon immer herzlich egal. (was Klischeedenken angeht - etc.)
Meine Ältere versucht gerade, wie in "Was ist ein EKA" ganz viel zu helfen.
sie reisst sich geradezu darum. Ich versuche sie in den normalen Tages- Ablauf zu integrieren (beide Kinder) und bremnse sie aber auch aus, wenn ich das Gefühl habe, dass sie sich übernimmt.Sie sollen noch Kinder bleiben dürfen.

Was einen EKA ausmacht, hat mich auch ein wenig stutzen lassen....
Ich kann mich an einige Situationen aus meine Kindheit erinnern - das handelte&fühlte ich genauso - aber meine Ma war mit Ihrem Leben unzufrieden und hat uns Kindern das auch gezeigt&gesagt - bei uns gab es auch immer Streit - aber nicht wegen Alkohol...meine Mom war überfordert mit uns 2en, mein Vater war arbeiten den ganzen Tag (also quasi auch nicht vorhanden), mich hat es auch nach Anerkennung "gedürstet"...und habe Konsequenzen ziehen müssen, die Meine Ma nicht ziehen konnte wegen Schwierigkeiten mit meinem Bruder das Jugedamt bemühen etc - was nicht wirklich meine Aufgabe war...aber eine musste es ja machen, wenn sich was verändern sollte....
Seltsam eigentlich.Heute hab ich das Gefühl, dass durch die Schwierigkeiten, die in meinem Leben aufgetaucht sind, sich meine Eltern,mein Bruder und ich langsam zu einer "Familie" formieren, die wir vorher definitiv nicht waren....
Mein Bruder hat wohl auch ein Problem psychicher Natur, welches er mit Alkohol betäubt. (oder ist es umgekehrt?)
...früher leider auch mit anderen Sachen, aber wie sagte er: "man wird älter und weiser" und konzentriert sich nur noch auf eine Sucht...er ist, wie ich ihn einschätze, eine Mischung aus Quartalsäufer und gedeckeltem Alkoholiker - soange Ihn nichts aussergeöhnliches aus der Bahn wirft, "funktioniert" er.
Er sucht sich hin und wieder Unterstützung beim Arzt, ansonsten macht er das mit sich alleine aus.

Man lernt nicht aus - frau auch nicht - etwas abgeschweift bin ich wohl...
(abgeschwoffen? Auf den Arm nehmen )

Wenn ich mir das so betrachte von aussen, muss ich doch zugeben, dass sich mein Weg irgendwie vorzeichnete.Oder nicht?Auf jeden Fall ist es kein Wunder, dass ich meinen Beruf ergriffen hab - obwohl ich kein Helfersyndrom habe, sondern alles relativ objektiv betrachten kann.
(seltsame Umschreibung -aber "nüchtern"oder "emotionslos" passt hier auch nicht)
....werd mal noch ne Runde grübeln gehen...
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GaJa hat zum Thema: Re: GaJa - eine"Co",die Familie & Besuchsrecht... geschrieben
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Anmeldungsdatum: 23.02.2010
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 26.02.2010, 14:04    Titel: Re: GaJa - eine"Co",die Familie & Besuchsrecht... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

GaJa hat Folgendes geschrieben:
Das Buch ist bestellt...
Die Kinder gehen mit der Situation ganz gut um - im Rahmen natürlich - sie äussern Verlustängste (deutlich in der Kita, wenn ich gehen will) Betonen immer, dass Sie ihren Vater vermissen...und sie ihn lieb haben.

Ich denke, Verlustängste sind "normal" für Kinder wenn Mama und Papa sich trennen. Gut sicherlich nicht, aber - so hart das jetzt auch klingen mag - was ist das kleinere Übel? Eventuelle Schädigungen durch eine Trennung oder durch ein permanentes Zusammenleben mit einem Alkoholiker? Ich habe nicht den blassesten Schimmer. Halte es für das Beste, Dich da schlau zu machen, eventuell von professioneller Seite. Kinder- und Jugendtherapeutin?
GaJa hat Folgendes geschrieben:

Ob ich ihn noch lieb habe - kann ich im Moment nicht definieren.
Ich weiss, dass wir durch seine Krankheit nicht auf "gleicher Augenhöhe sind"
-soll nicht so herablassend gemeint sein, wie es sich liest...

Empfinde ich persönlich keinesfalls als "herablassend". Für mein Empfinden ist das ein blosser Fakt. Wenn meine Mutter getrunken hat (und auch heute noch mal nen Abend "ein Bierchen zischt"), benimmt sie sich wie eine 3-jährige. Schon mit 10, 11, 12, fühlte ich mich ihr deutlich überlegen. Schmerzliche Erfahrung, war und ist aber so. Und ist auch für meien Begriffe "natürlich". Denn wenn ich mir einen hinter die Binde gieße, was so ein paar Mal im Jahr zu Parties vorkommen kann, merke ich ja an mir selbst meine durch den Konsum eingeschränkten Fähigkeiten. Weniger logisch denken, Sprachvermögen ist beeinträchtigt, etc.
GaJa hat Folgendes geschrieben:
Er hat das bis heute nicht verwunden ist gerade 4Wochen her -versucht, wie üblich - schnell ein "Beruhigungsprogramm" zu starten (schnell was bewegen, dann kriegt sie sich bald ein.

Meiner Erfahrung nach ist der Alkoholiker nie der Schuldige, sondern immer das Opfer. Er versteht gar nicht, was er sich und seiner Umwelt antut und zumutet. Versinkt in Selbstmitleid, bringt kein Verständnis dafür auf, dass Du es Dir so sehr anders wünschen würdest, kann den Gedanken nicht ertragen mit schuldig zu sein, projiziert die Verantwortung auf andere. Dann wieder Momente in denen NUR er Schuld ist, aber auch die helfen irgendwie nicht weiter, weil sie leider nicht produktiv und schnell vergessen sind. Traurig
GaJa hat Folgendes geschrieben:

Ich versuche immer bei der Warheit zu bleiben, (ihn nicht schlecht zu reden) und meinen Kindern das zu erklären.
Ich ermuntere Sie auch, mit den Grosseltern darüber zu reden und mit den Erziehern im Kindergarten.Natürlich auch mit mir und mit unseren Freunden, wenn sie das Bedürfnis haben.

Für mein Verständnis ein ganz ganz großer Ansatz. Deine Kinder sollen darüber reden, sich äußern dürfen, Papa soll kein Bösewicht sein. Eventuell aber auch hier ein kleines Auge drauf haben, ohne Kontrollzwänge zu entwickeln, da Du ja nicht weißt, was die anderen Deinen Kindern so erzählen. Vielleicht solltest Du zuerst das Gespräch mit den Erwachsenen suchen, mit denen Du Deinen Kindern zu reden ermutigst, damit Du sicher sein kannst, dass sie Deinen Kindern die gleichen Ansichten vermitteln, die Du als wünschenswert erachtest?
GaJa hat Folgendes geschrieben:

Meine Ältere versucht gerade, wie in "Was ist ein EKA" ganz viel zu helfen.
sie reisst sich geradezu darum. Ich versuche sie in den normalen Tages- Ablauf zu integrieren (beide Kinder) und bremnse sie aber auch aus, wenn ich das Gefühl habe, dass sie sich übernimmt.Sie sollen noch Kinder bleiben dürfen.

Auch darauf geht das Buch ein und stellt es als guten Ansatz dar. Die Gefahr ist die, dass Du darauf achten solltest (laut buch, aber ja auch laut Dir), sie nicht zu überfordern. Dennoch lieben es Kinder Dich zu unterstützen. Es vermittelt ihnen auch ein Gefühl von Dir respektiert zu werden. "Danke, mein Schatz, das hast Du aber wirklich gut gemacht. Sollen wir jetzt was spielen, das haben wir uns doch verdient, oder nicht?" Dein Kind wird Dir dann mitteilen, ob es Dir lieber noch beim Ausräumen der Spülmaschine helfen will, oder wird Dir vielleicht vorschlagen, was es lieber täte. Aber es wird das Gefühl haben, es sich selbst ausgesucht zu haben. So wie Du es rhetorisch formuliert hast, achtest Du darauf, ob Du den Eindruck hast, dass sie überfordert sind. Frag sie doch, Kinder sind ganz ganz, manchmal gar schockierend ehrliche Menschen Smilie Smilie Smilie




Zwar wiederholt aber für mich enorm wichtig: Ich bin kein Profi oder so und hab vielleicht nicht den geringsten Schimmer. Nimm Dir nichts an, was Dir erscheint, als wäre es unsinnig. Falls Dich meine Kommentare stören, bitte ich Dich, mir das offen und ehrlich zu sagen. Manchmal - so sagt meine Erfahrung - komme ich so Oberlehrermäßig rüber, hab noch nicht den Blick dafür entwickelt, wann das der Fall ist. Also weis mich bitte darauf hin, wenn ich Dir das vermittle.

Du steckst in einer ganz ganz komplizierten Lage, aber ich bin mehr als zuversichtlich, dass Du das wirklich gut bewältigen wirst. Weil Du Dich für mein Verständnis früh genug der Thematik stellst, statt sie zu tabuisieren.

Ganz Liebe Grüße,
A.
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lost_in_registration hat zum Thema: Re: GaJa - eine"Co",die Familie & Besuchsrecht... geschrieben

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