| Hilfe von Langzeittrockenen • Krankheit als Religion oder Achtung! Psychologie! |
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31615 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 03.03.2010, 17:26 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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Hallo Frucht,
von den drei Dingen, die Matthias geschrieben hat:
| Zitat: | | aber mit viel eisernem willen - scharfem verstand + bissl glück kanns gehen |
halte ich absolut nichts.
Ist auch immer leicht gesagt, wenn man lange trocken ist und man selbst nicht in der Situation steckt oder je gesteckt hat.
Die Nüchternheit hat meiner Meinung weder was Willen, scharfen Verstand, noch mit Glück zu tun. Meiner Meinung ist genau das Gegenteil der Fall.
Über den Willenkommt eher Unfriedenheit auf, meil man immer kämpft.
Auch das eigene Wissen ist meist eher schädlicher, als es hilft, denn unsere eigenen Gedanken und unser eigenes Wissen haben uns lange dazu gebracht, alles selbst wissen zu wollen und dadurch konnten wir keine Hilfe annehmen.
Und mit Glück hat ja wohl eine Suchtarbeit überhaupt nichts zu tun.
Ich habe zwar auch noch nicht in einer solchen Situation gesteckt, aber empfehle daher auch den Weg der Risikominimierung und nicht den Weg es auszuprobieren, wie lange du standhalten kannst.
Lieber keine Kneipe, aber nüchtern, als sich ständig der Gefahr auszusetzen, wieder zu trinken.
Ist sicherlich nicht leicht, aber vielleicht kannst du dich ja beruflich doch umorientieren.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4063 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 03.03.2010, 17:40 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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glück auf nochmal frucht
| Karsten hat Folgendes geschrieben: | Über den Willen kommt eher Unfriedenheit auf, weil man immer kämpft.
Auch das eigene Wissen ist meist eher schädlicher, als es hilft, denn unsere eigenen Gedanken und unser eigenes Wissen haben uns lange dazu gebracht, alles selbst wissen zu wollen und dadurch konnten wir keine Hilfe annehmen. | genau das is das gefährliche ausser der ständigen zugriffsnähe und um das trockenbleiben trotzdem "immer" hinzubekommen brauch me kleines bissl glück
| Karsten hat Folgendes geschrieben: | | Lieber keine Kneipe, aber nüchtern, als sich ständig der Gefahr auszusetzen, wieder zu trinken. | halt ich auch für die bessere lösung - habsch weiter oben schon mal geschrieben - hast auch drauf geantwortet - is dein leben
meine beiden beiträge lesen sich vieleicht aufn ersten blick wie n wiederspruch (muss man halt 2-3x lesen + bissl mitdenken)
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31615 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 03.03.2010, 17:48 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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Hallo Matthias,
es soll ja keine Diskussion zwischen uns Beiden werden.
Ich habe nur meine Sichtweise geschrieben.
Das du das Gleiche gemeint hast, war für mich auf den ersten Beitrag nicht ersichtlich.
Ist auch etwas schwierig, denn ich mag es nicht, alles zweimal lesen zu müssen, um den Sinn zu begriefen.
So, nun wollen wir Frucht wieder diesen Thread überlassen, der weiß Gott in einer sehr schwierigen Situation ist.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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Steiger neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.02.2010 Beiträge: 30 Alter: 52 Wohnort: Nördlich von Berlin
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Verfasst am: 04.03.2010, 11:00 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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Hallo frucht,
wie du dich vieleicht erinnern kannst bin auch ich Gastronom und genau das Gefühl kenne ich.Du schreibst:
| Zitat: | | erst zu hause auf der couch, kam das suchtgedächnis und der saufdruck. und jetzt kommt das mit der oase ins spiel. was hab ich gemacht? ich hab mir ein buch geschnappt, ein glas wasser eingeschenkt und bin nach 2 seiten friedlich und ohne alkohol eingeschlafen |
Wenn ich mir dann einen leckeren Tee und ein gutes Buch zu Hand nehme, und ich habe keinen Alkohol zu Hause kommt bei mir kein Saufdruck mehr auf.
Ich habe mir wieder ein altes Prinzip von früher verinnerlicht.
Ich war früher ca.12 Jahre als Bergmann Untertage und da war Alkohol absolut tabu denn Alkohol Untertage=Lebensgefahr
Ich hab auch während der Arbeit kein Bedürfniss nach Alkohol gehabt.
Heute sage ich mir auch wieder kein Alkohol während der Arbeitszeit,denn
Alkohol= Lebensgefahr
Und zu Hause hab ich keinen Alkohol mehr.
Kollegialen Gruß
Steiger |
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| Steiger hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 49 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
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Verfasst am: 04.03.2010, 11:28 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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| Steiger hat Folgendes geschrieben: | Ich habe mir wieder ein altes Prinzip von früher verinnerlicht. Ich war früher ca.12 Jahre als Bergmann Untertage und da war Alkohol absolut tabu denn Alkohol Untertage=Lebensgefahr
Ich hab auch während der Arbeit kein Bedürfniss nach Alkohol gehabt.
Heute sage ich mir auch wieder kein Alkohol während der Arbeitszeit,denn
Alkohol= Lebensgefahr |
Hallo,
das ist für mich Wunschdenken. Ich habe es auch geschafft über 20 Jahre nicht auf der Arbeit zu trinken. Aber wenn der Saufdruck immer schlimmer wird, ist von diesen eigenen Vorgaben bald nichts mehr übrig.
Und wenn ich meine Trockenheit nur aushalte, werde ich nie zufrieden.
Schönen Tag noch |
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| HansHa hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 31615 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 04.03.2010, 11:38 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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Hallo,
ich finde hier diese Diskussion sehr bedenklich.
Wir versuchen hier zu vermitteln, dass für eine Chance auf dauerhafte Nüchternheit eine geistige und körperliche Distanz notwendig ist, die ein alkoholfreies Umfeld, ein alkoholfreies Zuhause und alkoholfreie Freizeitgestaltung einschließt und dann wird hier danach gesucht, warum vielleicht eine Ausnahme doch möglich ist.
Für mich ist das ein sehr gefährliches Spiel und kann auch nicht wirklich verstehen, warum Langzeitrocke hier eine Hoffnung aufbauen, dass es möglich ist, weil sie selbst bei diesen Versuch ja nicht verlieren können, denn sie stecken ja nicht in diesem Versuch.
Ich halte solche Versuche für sehr gefährlich und wir sollten hier aufhören, diesen Versuch auch noch Hoffnung zu geben oder gar schön zu reden.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4063 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 10.03.2010, 15:31 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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glück auf frucht
ne woche nischt von dir gelesen ????????????
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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frucht neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.02.2010 Beiträge: 19 Alter: 35
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Verfasst am: 12.03.2010, 01:33 Titel: Re: eine frucht geht auf reisen.... |
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Hallo miteinder
Eine woche geht manchmal schnell vorbei. Ist aber nicht so, dass nix gelaufen ist.
In den letzten tagen hab ich nachgedacht, (auch über das forum) viel gearbeitet (war immer umgeben vom teufelszeug alkohol), viel geredet (hab meine erste sitzung in verhaltenstherapie gehabt), mich angemeldet in einer begleiteten shg und last but not least das wichtigste keinen schluck getrunken.
Tja nichts aufregendes halt. Normaler alltag. Und die fragen, die mich quälten …: in wie weit muss man das leben umstellen? Einen kompletten lebenswandel vollziehen? was heisst komplett?
Reicht es sich bewusst zu werden, dass man krank ist und sein soziales umfeld informiert? Oder muss man erst den schritt machen, dass alkohol das synonym ist für teufel? Oder muss man, alles ändern was man in 30, 40 oder gar 50 jahre aufgebaut hat? Wer kann das für jemanden fremden beantworten? Wer fühlt sich versiert genug, die konsequenzen seines rates abzuschätzen?
Und weiter geht‘s: bei der suchttherapie sollte es nur schwarz und weiss geben (hab ich irgendwo mal gelesen). Ich sag; Geht nicht, denn hinter jedem alkoholiker steckt ein mensch und ein mensch ist ein individuum, ergo kann die lösung eines problems nicht pauschalisiert werden und mit schwarz oder weiss abgetan werden. Die welt wie sie ist, existiert nicht, die welt existiert so wie man sie empfindet; und empfindungen sind individuell. Was böse (oder schlecht) für mich ist, ist für den gegenüber vielleicht gut. Auf andere hören kann helfen, hören aber kinder auf ihre eltern? Und jetzt kommt die (perfide) frage, hat micht selber schockiert, dieser gedankengang: jeder ( zumindest 98 %) hat einen rückfall; gehört aber ein rückfall nicht dazu, damit man wirklich begreift, was der alk mit einem anstellt und man 1 zu 1 die entscheidung im vollen bewusstsein für oder gegen die sucht treffen kann?
<<Nicht gleich denken, ich will mir eine hintertür aufhalten; es sind für mich einfach gedankenanstösse, die ich für mich klären muss / will und vielleicht hatte die jemand auch schon und ist weitergekommen. Denn es klingt alles wirr, ich weiss, aber genau so sieht es zur zeit in mir aus.>>
Und überhaupt was ist ein rückfall? einen „delete-zustand“ haben oder versehentlich einen schluck alkohol erwischt zu haben, in einem cocktail oder smoothie, der alkoholfrei sein sollte; sich aber rausstellt, dass der barkeeper anstelle des blue curaçao-sirup den likör erwischt hat?
Kennt jemand diese gedankengänge? Versteht mich überhaupt jemand oder rede ich nur blabla????
Ist alles ein wenig wirr, sorry
frucht |
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| frucht hat zum Thema: Re: eine frucht geht auf reisen.... geschrieben
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